Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 9 Min.

KANADA: BRITISH COLUMBIA: Die wilden Coastal Rivers: von British Columbia


FliegenFischen - epaper ⋅ Ausgabe 70/2018 vom 02.11.2018

Chinook, Coho, Chum, Sockeye, Steelhead – magische Namen, deren bloßer Klang das Herz eines ambitionierten Fliegenfischers auf erhöhte Abenteuer-Frequenzen bringt! Folgen Sie uns an die wilden Küstenflüsse von British Columbia …


Artikelbild für den Artikel "KANADA: BRITISH COLUMBIA: Die wilden Coastal Rivers: von British Columbia" aus der Ausgabe 70/2018 von FliegenFischen. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Kaum ein Fliegenfischer ist an den Coastal River unterwegs, denn so gut wie kein Weg führt an diese Flüsse. Die wilden Flüsse sind nur per Boot erreichbar.


Fotos: Michael Heine, Carsten Dogs

Königslachs, Silberlachs, Hundslachs, Rotlachs und die Steelhead – doch es sind nicht nur die großen pazifischen Salmoniden, die wir im Sinn haben, es sind die großen Weiten, massiven Berge, ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 6,99€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von FliegenFischen. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 70/2018 von AUF EIN WORT: Was im Leben wirklich zählt …. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
AUF EIN WORT: Was im Leben wirklich zählt …
Titelbild der Ausgabe 70/2018 von ALASKA KODIAK ISLAND: ¦ ¦ Das Königreich von Kodiak. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
ALASKA KODIAK ISLAND: ¦ ¦ Das Königreich von Kodiak
Titelbild der Ausgabe 70/2018 von USA FLORIDA: Die Löffel-Liste. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
USA FLORIDA: Die Löffel-Liste
Titelbild der Ausgabe 70/2018 von NORWEGEN GLOMMA: Meine alte Liebe im Norden. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
NORWEGEN GLOMMA: Meine alte Liebe im Norden
Titelbild der Ausgabe 70/2018 von PRAXIS GUIDELINE FÜR GUIDINGS: WIE MAN SEINEN GUIDE ÜBERLEBT …. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
PRAXIS GUIDELINE FÜR GUIDINGS: WIE MAN SEINEN GUIDE ÜBERLEBT …
Titelbild der Ausgabe 70/2018 von RUSSLAND KOLA HALBINSEL: RUSSISCHE RIESEN. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
RUSSLAND KOLA HALBINSEL: RUSSISCHE RIESEN
Vorheriger Artikel
KUBA ISLA DE JUVENTUD: MITTEN IM HERZEN
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel VENEZUELA LOS ROQUES: Bonefish, Barrakuda & das Blau des Meer…
aus dieser Ausgabe

... wilden Flüsse, traumhaften Panoramen und unermesslichen Weiten, die uns den Traum von der großen Freiheit so unvergleichlich in die Realität rücken. Wir sind auf dem Weg nach Kanada, genauer, nach British Columbia – und wir haben Großes im Sinn!

Wir, das sind Carsten Dogs, leidenschaftlicher Fliegenfischer und Eigentümer der auf Fischerreisen spezialisierten Agentur pukka destinations, und ich. Mich hat das Fliegenfischen-Virus vor vielen Jahren infiziert und Jahr für Jahr pendele ich zwischen Pazifik, Atlantik und Karibik, um das „Virus“ mit reichlich Abenteuer zu nähren.

Die Mission der Reise ist für mich also pure Lebenserhaltung, während Carsten andere Ziele treiben: Als professioneller Reiseanbieter ist er ständig auf der Suche nach perfekten Destinationen und als Jäger und Sammler steht seine erste wilde Steelhead auf seiner persönlichen Bucket-List hoch oben. Wir hatten also gute Gründe, aufzubre chen. Hamburg-Frankfurt-Vancouver-Terrace: So landeten wir Mitte September (nach insgesamt 20 Stunden Anreise) leicht „untermuntert“ in British Columbia, kurz: „BC“.

LICHT UND SCHATTEN IN BRITISH COLUMBIA
Es gibt hunderte Flüsse in BC, die mit einer staatlich zu erwerbenden Lizenz befischt werden können. Die mächtigsten und bekanntesten unter ihnen sind sicherlich der Skeena und der Nass, sowie berühmte Nebenflüsse wie Copper, Sustut, Kispiox, Bulkley, und viele andere wohlklingende Namen.

Begrenzt wird der Zugang zu den Gewässern nur durch Erreichbarkeit (der Sustut zum Beispiel nur über den Luftweg) beziehungsweise über „classified-waters“-Lizenzen für Guides – am Copper zum Beispiel gibt es nur 120 Rutentage pro Jahr, dementsprechend exklusiv und begehrt sind diese Guiding-Tage.


»Und danngibt die Rolle rauchendihren Geist auf …«


Dies führt in der Konsequenz auch dazu, dass der Befischungsdruck an den Flüssen von B.C. sehr hoch sein kann. Die Tage beginnen daher in der Regel sehr früh, und gute Stellen versuchen die Guides so lange wie möglich geheim zu halten. Selbst bei Fotos wird versucht, jegliche Spuren, die auf den Spot hinweisen, zu unterbinden …

Will man zudem zur Steelhead prime time fischen, diese ist in der Regel ab Mitte September und damit im Herbst, sollte man sich auf teils heftige Regenfälle einstellen. Von September bis Dezember fällt beispielsweise in Terrace die Hälfte des jährlichen Niederschlags! Einige Flüsse der Region schwellen teils stark an und trüben ein, bis hin zur Unfischbarkeit. Flexibilität ist daher eine wichtige Eigenschaft im Herbst in BC. Wegen des hohen Befischungsdrucks bieten die meisten Operators nur wenig Ausweichflüsse an, und das bedeutet sehr frühes Aufstehen, um an den besten Plätzen fischen zu können.

Es gibt allerdings eine spannende Alternative zu den bekannten Fischereien von BC: die wilden Coastal Rivers!

ERSTER STEELHEAD MIT DEM ERSTEN WURF!
Nach einigen Tagen Akklimatisierung und guter Coho-Fischerei (Silberlachs) am Kasiks, fuhren wir in den Tagen darauf gen Norden – zum Steelheadfischen an die Nebenflüsse des Nass-Systems. Fischen mit dem Driftboat. Carsten takelt die 13 ft Burkheimer des Guides auf, macht seinen ersten gefühlvollen Wurf in Richtung eines alten Baumstamms, der quer zum Ufer liegt. Die Fliege taucht sanft ein, schwingt perfekt im Strom, passiert den Baumstamm und – Bäääm! Ein kapitaler Fisch hat die Fliege entschlossen genommen! Nach einigen kräftigen, nervenaufreibenden Fluchten und schönen Sprüngen zappelt nach gut 10 Minuten Drill eine wunderschöne 13 lbs Steelhead-Dame im Kescher.

Makellos und perfekt bis zur letzten Schuppe! Ein erhebendes Gefühl, so einen schönen Wildfisch in den nasskalten Händen zu halten.


Carsten setzt damit nicht nur einen ersehnten Haken auf seine Bucket-List, sondern erhält eine sichere Nominierung für den goldenen „Steely“ – den Happy-Cast-Award, unglaublich!

Trotz des vielversprechenden Auftakts blieben uns an diesem Tag weitere Drills mit der Königin der pazifischen Nordwestküste leider versagt, es blieb die einzige Steelhead.

Zwei wunderbare Tage drifteten wir die Flüsse stromab und konnten dabei noch einige schöne Fische bis 15 lbs landen, und das ohne andere Angler zu sehen. Fliegenfischerherz, was willst du mehr?

Mission Steelhead accomplished.

KAUM EIN FLIEGENFISCHER KOMMT AN DIE COASTAL RIVERS
Die coastal rivers sind Flüsse in der Fjordregion südlich von Terrace. Die Kartenansicht erinnert an große Fjorde Norwegens. Je nach Fluss benötigt man für den Zugang größere Jetboote, die nicht nur durch flaches Wasser der Flüsse fahren können, sondern auch in den großen Fjorden seefest sein müssen.

Apropos seefest: Man muss sich keine Sorgen machen, dass ein starker Seegang herrscht, die Fjorde sind gut von den Bergen von dem Wind abgeschirmt und so von hoher Dünung geschützt.

Die Regularien zum Befahren dieser Gewässer setzen bestimmte Kapitäns-Patente voraus, und normale Fliegenfischer-Guides haben in der Regel diese Genehmigungen nicht – und das ist der Schlüssel zu der kaum befischten Coastal River Region von BC!

Kaum Guides, nur wenige Gäste, schwierige Logistik. Aufgrund des eher mühsamen Zugangs ist die Fischerei so gut.

So hieß es zumindest in der Theorie, als wir mit unseren Guides unseren Coastal River Ausflug planten. Die Idee: Für ein paar Tage die gemütliche Lodge zu verlassen und in den abenteuerlichen Weiten der Fjorde verschwinden.

Alles mussten wir auch mitnehmen – Fliegenausrüstung, klar, genug Treibstoff für die Boote, Verpflegung, Schlafsäcke. Der Plan: Die Suche nach den besten Coho-Gründen in British Columbia. Übernachten in einem rustikalen Blockhaus in absoluter Wildnis …

„Kannst Du kurz mal links ranfahren, die Stelle sieht gut aus …“ Das ist der Vorteil, wenn man mit dem Boot auf einem Fluss unterwegs ist.


»Das Glück treibt mirdie Tränen in dieAugen.«


Morgens um 5 Uhr klingelt der Wecker, nach einem kurzen Frühstück holen die Guides uns um 6 Uhr an der Lodge ab. 10 Kanister werden an der Tankstelle gefüllt. Der nächste Stopp ist Kitimat – das kleine Dorf an dem der gleichnamige Fluss mündet. Wir slippen das Boot und fahren nach Süden. Schon nach kurzer Zeit verlieren wir das Handynetz, der Guide weist uns auf den Notfall-GPS-Sensor hin und lächelt.

Je weiter wir kommen, desto natürlicher, weiter und spurenloser wird die Landschaft. Wälder bis direkt ans Wasser, abgewechselt von mächtigen Felswänden von denen Wasserfälle in die Tiefe rauschen, Weißkopfseeadler umkreisen das Szenario, hin und wieder Schwarzbären am Ufer, verräterische Ringe auf dem Wasser. Wir sind sprachlos. Mir treibt es vor Glücksgefühl die Tränen in die Augen.
In einem Fjordarm plötzlich ein lautes Schnauben – Orcas!

Das Elterntier und zwei Kälber nehmen von uns Notiz und umkreisen unser Jetboot. Die Tiere buckeln nur wenige Meter vom Boot entfernt und beäugen uns neugierig bei ihren vertikalen Schwimmmanövern. Fast wie ein Hase, der sich auf die Hinterbeine stellt. Die Auslöser der Kameras klicken, ich filme das Szenario mit meinem Handy. Egal wie die Fischerei werden wird, dieser Ausflug hat sich jetzt schon gelohnt.

Mission: Pazifische Exotik accomplished!

AUF EINER KIESBANK LIEGT EIN FLEISCHIGER BERG!
Nach einer weiteren Stunde fantastischer Fahrt durch eine nahezu unberührte Natur, kommen wir einer Flussmündung immer näher. Ein Totem-Pfahl steht auf der einen Uferseite, ein kleines Dorf der Natives liegt auf der anderen Seite. Es ist die Magie Kanadas, jenseits der Touristenpfade, die uns ergreift.

Wir können den Fisch schon riechen. Aus natürlichem Grund: Mitte September haben Buckellachse (pink salmon) ihre Laichzeit bereits beendet und verenden an den Uferbänken. Ein Festmahl, das sich die Weißkopfseeadler nicht entgehen lassen! Zu Dutzenden sitzen sie auf den durch herabhängendes Moos mystisch aussehenden Bäumen, teils fliegen sie neugierig vor unserem Jetboot her.

Ein wenig mulmig wird uns, nachdem unser Jetboot eine Flussbiegung gequert hat – auf einer Kiesbank liegt ein fleischiger Berg, definitiv ein Kadaver. Der Anblick dieses unbestimmten Schicksals fühlt sich befremdlich an. Eine Mischung aus Neugier und Abscheu beschleicht uns.

Nach einem kurzen Gespräch mit unserem Guide beschließen wir, zunächst weiter dem Oberlauf entgegen zu fahren. Schließlich haben wir eine Verabredung mit den Silberlachsen. Auf der Rückfahrt sollte sich das skurrile Rätsel lösen, dazu später mehr.

Nach einer Viertelstunde Fahrt stromauf, erreichen wir den ersten Run, eine tiefe, türkisblaue Rinne, die in der Vorwoche eine gute Fischerei beschert hatte. Wir bauen unsere Ruten auf und fragen uns: Sind die Cohos noch da?

Dieser Totem-Pfahl zeigte uns, wohin die Reise gehen würde: zu den Lachsen und Steelhead der Coastal Rivers!


Wir werden es herausfinden, fischen mit Zweihandruten, Skagitköpfen und Sinktips. Es dauert nicht lange, bis die ersten Cohos unsere Fliegen nehmen! Wunderschöne Exemplare um die 15 Pfund, ein wenig gefärbt bereits, aber trotzdem noch sehr kräftig. Einen der Fische entnehmen wir für das Abendessen.

DOPPEL-DRILLS SIND AN DER TAGESORDNUNG
Die Cohos sind in Beißlaune und Doppel-Drills an der Tagesordnung. Es macht unglaublich Freude, diese perfekte Mischung aus Biss-Frequenz und Spot-Qualität zu erleben. Nach einigen großen gelandeten Fischen wechselt Carsten die Technik – er fischt mit der 7er Einhandrute auf die großen Cohos!

Strahlende Gesichter, der Traum vom Lachs wurde an einem Coastal Rivers wahr.


Das Werfen der schweren Tubenfliegen ist zwar nicht so einfach, aber diese Fische machen einfach unglaublich viel Spaß an solch einer im Verhältnis leichten Rute. In der nächsten Zeit landen wir so viele Silberlachse, dass wir das Zählen vergessen – die größten Cohos kratzen an der 20-Pfund Marke. Ja, 20 Pfund! Diese Northern Cohos wachsen zu solchen Größen ab, und bieten eine fantastische Fischerei und unglaubliche Drills! Carstens Rolle, das geliehene Modell eines Guides, gibt schließlich rauchend den Geist auf. Zu viele, harte Drills … Auch ein Schusskopf ist gerissen. Glücklich beschließen wir, für diesen Tag aufzuhören und fahren mit dem Boot in die Blockhütte. Erstaunlich groß, mit Blick auf die Berge und den Fjord. Kein Laut, kein Lärm, kein Handynetz. Wir genießen den Ausklang dieses Traumtages mit einem Traumblick und einem traumhaft kühlen Bier.

Mission: „Traumhafte Coho-Fischerei accomplished! In der Nacht reißen uns heftige Regenfälle aus den Coho-Träumen. Am Morgen ist es jedoch wieder trocken. Wir machen uns auf den Weg zu einer schönen Kiesbank mit einem fantastischen Blick auf einen eindrucksvollen Wasserfall. Und der Guide bereitet erst einmal ein deftiges Frühstück mit frischem Silberlachsfilet zu. So kann der Tag beginnen.

NEUER TAG, ALTES GLÜCK – UND EINE TRAURIGE BÄREN-GESCHICHTE
Gestärkt fischen wir noch mehrere Runs und fangen tolle, frisch aufgestiegene Cohos, bevor wir uns zum nächsten Fluss aufmachen. Auf der Fahrt stromab kommen wir wieder an dem Kadaver vorbei. Wir entschließen uns anzuhalten und auszusteigen. Es handelt sich um einen von Jägern erlegten und gehäuteten Grizzly, einen Trophy-Abschuss. Die Natives aus dem kleinen Dorf am Fluss verkaufen für den eigenen Lebenserhalt wenige Abschüsse für hohe, fünfstellige Beträge an reiche Jäger, die unbedingt ein Bärenfell mitsamt Schädel und Tatzen im Wohnzimmer präsentieren möchten. Wir sind befremdet. Ein so majestätisches Tier zu töten und dann die Überreste respektlos zu hinterlassen, lässt uns mit gemischten Gefühlen weiterfahren. Wir mögen Meister Petz dann doch lebendig – und gerne aus sicherer Entfernung!

Pazifiklachse haben bekanntlich eine Vorliebe für schrille Farben und Glitzer. Diese Fliegen wurden als Tube gebunden und mit Einzelhaken gefischt.


An den folgenden Tagen befischen wir verschiedene Flüsse der Fjordregion, hauptsächlich auf Cohos. Es gibt allerdings auch Flüsse mit Steelhead-Aufstiegen, und, reist man im Juli oder August, kann man teils alle fünf Pazifiklachsarten fangen. Vor allem die Bilder von Königslachsen über 70 Pfund lassen uns bereits vom nächsten Trip an die wilden Coastal Rivers von BC träumen. Mein Flyfishing-Virus ist mit Abenteuer perfekt genährt und lebendiger denn je. Wir kommen wieder, Terrace! Mission accomplished!

Anreise: Der internationale Flug führt in der Regel nach Vancouver. Viele große Airlines wie Lufthansa fliegen die kanadische Stadt an. Von dort gibt es mehrere Verbindungen pro Tag nach Terrace, B.C. Dort wird man abgeholt. Der Transfer an die Coastal Rivers geschieht mit einem Jetboot, Seegang auf den Fjorden gibt es kaum bis gar nicht.

Revier: Die Gewässer liegen abseits der Zivilisation, ohne Handynetz oder sonstige Einrichtungen. Der Lohn der Mühen sind kaum befischte Gewässer, mit starken Aufstiegen der Wandersalmoniden sowie eine atemberaubende Naturerfahrung, die jeder Fischer einmal im Leben gemacht haben sollte!

Unterkunft: In rustikaler Holzhütte am Fjord. Man schläft auf Betten mit Matratzen und Schlafsäcken. Die Guides versorgen die Gäste mit deftiger und kraftbringender „Fischer-Nahrung“. Gefrühstückt wird teils sogar direkt am Fluss oder das Frühstück wird auf dem Jetboot zubereitet und eingenommen – besser kann es nicht schmecken.

Gerät: Universalgerät sind Zweihandruten 13 ft. der Klassen 8/9. Rollen mit starker Bremse und genügend Backing sind ein Muss! Zumeist kommen Skagit-Schussköpfe mit den entsprechenden Spitzen zum Einsatz, wobei auch Scandinavian-Style-Schussköpfe fischbar sind. Typische Fliegen sind knallige Muster in den Farben Pink, Chartreuse und Blau, teils mit Flash gebunden. Im Zweifel haben die Guides Fliegen dabei, die sie den Gästen bereitwillig anbieten.

Buchung: Im deutschsprachigen Raum können Sie Touren an die Coastal Rivers buchen über pukka destinations
E-Mail: info@pukka-destinations.com
Tel.: +49 177 808 64 66
www.pukka-destinations.com

Ein riesiger Königslachs aus dem Skeena – dieser Fluss wurde 2017 und 2018 zeitweise für die Fischerei gesperrt.


Lachs-Situation in B.C.

In der 2018er Saison, genau wie in der 2017er Saison, war die Lachsfischerei im Skeena-System für eine bestimmte Zeit gesperrt. Grund dafür sind die immer geringer werdenden Aufstiege der Lachsarten!
Das Fischereiministerium zieht sogar eine Catch & Release-Regelung in Betracht, sodass keine Pazifiklachse mehr entnommen werden können. Dies ist sicherlich auch aufgrund der derzeitigen Lachssituation notwendig geworden.
Sollte 2019 ähnlich ausfallen wie die letzten beiden Jahre, so bleiben den Skeena-Gästen wenig Alternativen. Der Kitimat ist eine davon. Steelhead-Fischen am Skeena eine weitere. Will man Pazifiklachs im Sommer fangen, sind die Coastal Rivers von B.C. ebenfalls eine wunderbare Alternative!