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Kanäle: Photoshops SCHALTZENTRALE


Photoshop Toolbox - epaper ⋅ Ausgabe 7/2019 vom 21.05.2019

Das»Kanäle« -Bedienfeld ist nicht nur wichtig für die Anzeige der zum jeweiligen Farbmodus gehörenden Farbkanäle, sondern es ist auch die Grundlage für das Verständnis von Maskierungsmodus und Masken sowie für das Speichern und Laden von Auswahlen. Was Sie darüber unbedingt wissen sollten, erklärt IhnenOlaf Giermann .


Artikelbild für den Artikel "Kanäle: Photoshops SCHALTZENTRALE" aus der Ausgabe 7/2019 von Photoshop Toolbox. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Photoshop Toolbox, Ausgabe 7/2019

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Maskierungsmodus
Eine Auswahl im Bild lässt sich in Photoshop auf vielfältige Art und Weise vornehmen: mit dem»Lasso« , dem»Zauberstab « , dem»Schnellauswahl-Werkzeug « , der»Farbbereich« -Auswahl und so weiter.

Im»Maskierungsmodus« wird eine Auswahl als – ...

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Im»Maskierungsmodus« wird eine Auswahl als – standardmäßig – rote Überlagerung dargestellt, die Sie mit dem»Pinsel« einmalen, oder in der Sie sogar wiederum Auswahlen mit den genannten Werkzeugen vornehmen und diese mit Schwarz, Graustufen oder Weiß füllen können.

Drücken Sie die Taste»Q« oder klicken Sie auf die links markierte Schaltfläche in der»Werkzeuge« -Palette, um diesen Modus zu aktivieren oder um ihn wieder zu deaktivieren.

Dieser Modus ist vor allem perfekt für die schnelle Kontrolle und Korrektur von bereits bestehenden Auswahlen mit dem»Pinsel« . Die Farbüberlagerung zeigt Ihnen auch genauer als die laufenden Ameisen der Lasso-Werkzeuge, was Sie ausgewählt haben und was nicht.

Mit einem Doppelklick auf die hervorgehobene Schaltfläche legen Sie die Darstellung der Überlagerung fest. Wie das genau funktioniert, erfahren Sie im Schritt 12 dieses Tutorials.

Foto: Olaf Giermann

Die Kanäle-Palette ist für viele Photoshop-Anwender unbekanntes Land. In vielen Tutorials bleibt sie entweder unverstanden oder es wird unnötigerweise ein Mysterium daraus gemacht. Dabei müssen Sie im Grunde nicht einmal die verschiedenen Farbmodi (RGB, Lab, CMYK) tatsächlich verstanden haben, um dieses Bedienfeld gewinnbringend zu nutzen.

Denn primär geht es hier um das Speichern und Laden von Auswahlen. Wie in Ihrem Fernseher speichern Sie Ihre Kanäle in der gewünschten Reihenfolge unter dem gewünschten Namen und schalten zwischen ihnen hin und her, ohne lange Wege über das Menü zu gehen. So gesehen ist die»Kanäle« -Palette die Fernbedienung für Photoshop. Denn sie ist die direkte Möglichkeit, Auswahlen abzulegen und wieder aufzurufen.

Das Spektrum reicht dabei von einfachsten Lassoauswahlen bis hin zu Luminanzauswahlen aus den Farbkanälen – also aus den eigentlichen Bildinformationen. Auch für Freisteller kann man durch die geschickte Kombination der Kanäle schnell Masken generieren und auch für graduelle Auswahlen sorgen. Doch das alles würde an dieser Stelle zu weit führen.

Wichtig ist, dass Sie die grundsätzlichen Möglichkeiten kennen, mit den gespeicherten Auswahlen umzugehen, sie zu kombinieren und als farbliche Überlagerung einzublenden.

Letzteres ist nicht nur ein nettes Gimmick, sondern erlaubt direkt – wie auch der Maskierungsmodus – eine schnelle Kontrolle, wie genau die angelegte Auswahl/ Maske zum Motiv passt, und legt etwaige Fehler sofort offen, wie Sie in den letzten Schritten des Artikels sehen werden.

1 DIE KANÄLE-PALETTE

Die»Kanäle« -Palette finden Sie im Menü»Fenster« . Sie enthält neben den Farbkanälen (a) optional auch zusätzliche Kanäle (b), zu denen Alphakanäle, Maskenkanäle und auch der temporäre Maskierungsmodus zählen. Am unteren Bildrand finden Sie vier Knöpfchen für die Basisfunktionen des Panels. Im Bedienfeldmenü (d) sind vor allem die»Kanaloptionen« wichtig (siehe Schritt 12). Über die»Bedienfeldoptionen « lässt sich die Miniaturgröße umstellen (e).

2 FARBKANÄLE

Jedes Bild besteht aus mindestens einem Kanal: Bei einem Schwarzweißbild ist das der Graustufenkanal mit den Helligkeitsinformationen für die einzelnen Bildpixel. Je nach unter»Bild > Modus« gewähltem Farbmodus enthält das Bild drei (RGB, LAB) oder mehr Kanäle (CMYK; Mehrkanalmodus mit speziellen Vollton-/Schmuckfarben). Aus diesen Einzelkanälen ergibt sich das Gesamtbild, das durch den obersten „Komposit“-Kanal repräsentiert wird.

3 ALPHAKANÄLE

Zusätzlich zu den Farbkanälen kann eine Datei auch weitere Kanäle (bis zu 56) enthalten, die nicht unbedingt Bild-oder Farbinformationen beinhalten. Die sogenannten Alphakanäle speichern – wie eine Maske, jedoch unabhängig von einer Ebene – Transparenzinformationen. Wenn Sie über das Symbol»Neuen Kanal erstellen« einen Alpha-Kanal erstellen, ist dieser schwarz. Mit weißer Farbe können Sie transparente Bereiche einmalen.

4 KANÄLE DUPLIZIEREN

Sowohl Farbkanäle als auch Alpha-Kanäle lassen sich schnell innerhalb der gleichen Datei duplizieren, indem Sie den Kanal anklicken und ihn auf das Symbol»Neuen Kanal erstellen« ziehen (a). Sie können auch jeden Kanal direkt aus der»Kanäle« -Palette in andere geöffnete Dokumente ziehen, in denen sie als Alpha-Kanal platziert werden (b)Wenn Sie»Rechtsklick > Duplizieren« nutzen (c), muss das Zieldokument exakt die gleiche Größe wie die Quelldatei haben. ►

5 KANÄLE LÖSCHEN

Kanäle löschen Sie, indem Sie sie auf das Papierkorbsymbol (»Aktuelle Kanäle löschen« ) ziehen oder das Symbol anklicken. Dazu können Sie zwar mit gehaltener»Shift« -Taste mehrere Kanäle gleichzeitig selektieren, müssen jedoch jeden Kanal einzeln anklicken, was für das Löschen vieler Kanäle sehr mühselig ist. Schneller geht das Löschen in diesem Fall, indem Sie die Datei mit»Speichern unter« ,»Als Kopie« und ohne»Alpha-Kanäle« speichern und dann das Original löschen.

6 SPEICHERN VON AUSWAHLEN

Wenn Sie bei aktiver Auswahl auf die Schaltfläche»Auswahl als Kanal speichern« klicken (a), wird die Auswahl als Alpha-Kanal in der»Kanäle « -Palette abgelegt. Genau das Gleiche geschieht, wenn Sie den langen Weg gehen und über das Programm-Menü den Befehl»Auswahl > Auswahl speichern« wählen (b). Das Verwenden der»Kanäle« hat den Vorteil, dass das Speichern und Laden deutlich schneller geht und Sie eine visuelle Vorschau der Auswahlen haben.

7 LADEN ALS AUSWAHLEN

Für das Laden der gespeicherten Auswahlen gibt es ebenfalls den langsamen Weg über das Menü (a). Etwas schneller geht es, indem Sie den gewünschten Kanal markieren und dann auf das entsprechende Symbol klicken (b). Deutlich schneller laden Sie einen Alpha-Kanal als Auswahl durch Anklicken des Kanals mit gehaltener»Strg/Cmd-Taste « (c). Direkt laden Sie die Kanäle als Auswahl mit dem Kürzel»Strg/ Cmd-Alt-Zahl« , wobei Sie die Zahl hinter dem Kanal finden (d).

8 KANÄLE ZU AUSWAHLEN KOMBINIEREN

Haben Sie einen Kanal als Auswahl geladen (a), lassen sich weitere Kanäle mit den passenden Tastenkürzeln als Auswahl hinzufügen (b;»Strg/Cmd-Shift« -Klick), abziehen (c;»Strg/Cmd-Alt« -Klick) oder eine Schnittmenge der beiden resultierenden Auswahlen erzeugen (d;»Strg/Cmd-Shift-Alt« -Klick). Auf diese Weise kombinieren Sie zum Beispiel zuvor einzeln ausgewählte Elemente in Windeseile zu der gerade benötigten Auswahl.

Über den Dialog»Bild > Bildberechnungen« lassen sich zwei Kanäle (a) und (b) in ähnlicher Art und Weise wie in Schritt 8 verrechnen – darüber hinaus jedoch mit allen in Photoshop zur Verfügung stehenden Mischmodi (c). Das Ergebnis lässt sich als neuer Kanal, als neue Datei oder auch direkt als Auswahl ausgeben (d). Interessant ist»Kanalberechnungen « vor allem für das Erzeugen von Luminanzmasken –wobei vieles gleichermaßen in der Ebenenpalette geht.

10 EBENENMASKEN

Masken sind nichts anderes als Alpha-Kanäle, die an eine Ebene gekoppelt sind. Entsprechend werden Sie nur dann in der»Kanäle« -Palette eingeblendet, wenn die zugehörige Ebene aktiv ist. Klicken Sie auf das Auge vor dem Masken-Kanal, wird die Maske als Farbüberlagerung im Bild angezeigt (Shortcut:»<«). Mit einem»Alt« -Klick auf die Maske blenden Sie sie in Schwarzweiß ein, dies entspricht dem Anklicken des Auges und dem Ausschalten des Komposit-Kanals.

11 MASKIERUNGSÜBERLAGERUNG

Wie die Masken können Sie jeden Alpha-Kanal durch Anklicken des Auges als farbige Überlagerung einblenden (a); werden mehrere Kanäle aktiviert, addieren sich deren Überlagerungen, falls sie transparent sind. Möchten Sie den Alpha-Kanal nicht als Überlagerung, sondern als Graustufenbild einblenden, müssen Sie auf einen freien Bereich des Kanals klicken und nicht auf das Auge (b) beziehungsweise nachträglich alle anderen Kanäle unsichtbar schalten.

12 ÜBERLAGERUNG EINSTELLEN

Die»Kanaloptionen« rufen Sie über das Bedienfeldmenü (a) oder mit einem Doppelklick auf den Kanal (b) auf. Hier wählen Sie, ob die maskierten (c) oder die ausgewählten (d) Bereiche farbig überlagert werden sollen und mit welcher Farbe und mit welcher Deckkraft diese Überlagerung erfolgen soll (e). All diese Optionen lassen sich separat für jeden einzelnen Alpha-Kanal wählen und sorgen dafür, dass Sie die gespeicherten Auswahlen optimal beurteilen können.


Foto: Giuseppe Porzani – Fotolia; Illustration: Olaf Giermann

Foto: dell – Fotolia