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„KARL HÄTTE MEIN BUCH SICHER NICHT GEMOCHT!“


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Grazia - epaper ⋅ Ausgabe 34/2022 vom 18.08.2022

KULTUR- HIGH LIGHTS

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Bildquelle: Grazia, Ausgabe 34/2022

Bestsellerautorin Heike Koschyk schreibt sonst unter Pseudonym erfolgreiche Provence-Krimis

Heike Koschyk: „Das Glück unserer Zeit – Das Vermächtnis der Familie Lagerfeld“ (ab 31.8. im Handel)

Fortsetzung der großenLagerfeld-Saga – liest sich weg wie ein sehr spannenderKrimi.Undlie- fert so manchesIndizdafür, weshalbKönigKarlwurde, wie er war… Goldmann

IHRE FANS KENNEN SIE als Sophie Bonnet. Unter diesem Pseudonym schreibt die Hamburgerin Heike Koschyk (55) ihre mega erfolgreichen Provence-Krimis rund um Kommissar Pierre Durand. Diesen Sommer mussten Sie allerdings auf neue Thrills verzichten, denn Koschyk konzentrierte sich auf die Arbeit an einer fiktionalisierten Biografie des Clans von Chanel-Designer Karl Lagerfeld († 85). Jetzt erscheint der abschließende zweite Band „Das Vermächtnis der Familie Lagerfeld“ – und der liest sich genauso spannend wie ihre Krimis. Die Autorin nahm sich in ihrem Urlaub (natürlich in der Provence!) Zeit für GRAZIA und verriet uns, ...

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IHRE FANS KENNEN SIE als Sophie Bonnet. Unter diesem Pseudonym schreibt die Hamburgerin Heike Koschyk (55) ihre mega erfolgreichen Provence-Krimis rund um Kommissar Pierre Durand. Diesen Sommer mussten Sie allerdings auf neue Thrills verzichten, denn Koschyk konzentrierte sich auf die Arbeit an einer fiktionalisierten Biografie des Clans von Chanel-Designer Karl Lagerfeld († 85). Jetzt erscheint der abschließende zweite Band „Das Vermächtnis der Familie Lagerfeld“ – und der liest sich genauso spannend wie ihre Krimis. Die Autorin nahm sich in ihrem Urlaub (natürlich in der Provence!) Zeit für GRAZIA und verriet uns, warum sie das Buch zu Karls Lebzeiten so auf keinen Fall geschrieben hätte und ob sie ein Kleid von Chanel besitzt…

Brauchten Sie nach den erfolgreichen Krimis mal eine norddeutsche Abwechslung?

Zu dem Projekt kam ich quasi wie die Jungfrau zum Kinde. Ich arbeitete gerade am siebten Band meiner Krimiserie – „Provenzalischer Stolz“ –, als die Familie mich fragte, ob ich mir vorstellen könne, auf Grundlage von Otto Lagerfelds Lebenserinnerungen einen Roman zu schreiben. Schon bei der ersten Sichtung der Dokumente war ich Feuer und Flamme. Die Geschichte der Familie ist so unglaublich faszinierend und facettenreich, da konnte ich einfach nicht Nein sagen. Zum Glück reagierte der Blanvalet-Verlag sehr verständnisvoll auf meine Krimipause.

Interessierten Sie sich schon für die Lagerfelds, bevor die Familie an Sie herantrat?

Der Modeschöpfer Karl Lagerfeld war mir natürlich bekannt, aber ich ahnte nicht, wie spannend das Leben seines Vaters Otto war. Tatsächlich ist die Familie auch sehr scheu, und in den mehr als zwanzig Jahren unserer Freundschaft sind der Nachname und dessen Hintergründe nie ein Thema gewesen.

Ein großer Glücksfall, dass Sie auf diese Weise an viele Informationen gelangten, die bis dahin kaum jemand kannte, oder?

Das war es tatsächlich. Gerade für jemanden, der die Recherche so liebt wie ich. Zugleich war es auch eine enorme Herausforderung, denn ich hatte den Ehrgeiz, nicht nur die vorhandenen Lücken authentisch zu schließen, sondern die Geschichte darüber hinaus in einen historischen Kontext zu setzen – geografisch, gesellschaftlich und politisch.

Eine herkömmliche Biografie haben Sie nicht geschrieben, eher eine fiktionalisierte Lebensgeschichte. Warum?

Diese Frage hat sich mir nie gestellt. Die Geschichte von Otto Lagerfeld und seiner Familie ist so packend und voller dramatischer Wendungen, eine Biografie wäre dem einfach nicht gerecht geworden.

Steht Karl im zweiten Teil stärker im Fokus als im ersten Band?

Der zweite Band dieser Dilogie umfasst die Jahre 1925 bis 1967. Im Fokus steht nach wie vor die Lebensgeschichte von Karls Vater Otto, der die Dosenmilchmarke Glücksklee gründete und die Firma während des Zweiten Weltkriegs gegen den Zugriff der Nationalsozialisten verteidigen musste. Aber natürlich spielt auch sein Sohn Karl eine Rolle. Durch die Geschichte seiner Kindheit und Jugend erfährt man, warum er so wurde, wie er war.

Sehen Sie Karl Lagerfeld mit dem Wissen um seinen familiären Hintergrund heute mit anderen Augen als früher?

Ja, auf jeden Fall. Karls Kindheit war nicht gerade einfach. Seine Mutter Elisabeth war eine äußerst schwierige Person, die ihn ständig maßregelte und ihre Sehnsüchte auf ihn projizierte. Viele seiner Eigenheiten haben ihre Ursache in diesem Verhältnis. Es ist beeindruckend, mit welcher Energie Karl sich letztlich seinen eigenen Platz im Leben suchte und bis an die Spitze der Modewelt hocharbeitete.

Würde er das Buch mögen?

Sicher nicht. Karls Kindheitserzählungen waren Teil seiner Selbstdarstellung – er hasste es, wenn jemand Fakten preisgab. Dieser Roman guckt hinter die Kulissen, und wenn Karl noch leben würde, dann hätte ich das Buch aus Respekt vor seinem Geheimhaltungsbedürfnis wohl nicht so geschrieben.

Besitzen Sie eigentlich ein Kleid von Chanel?

Nein. Karl Lagerfelds Kreationen waren sehr exklusiv, und ich kann es absolut nachvollziehen, wenn Frauen davon träumen, ein Kleid von Chanel zu besitzen. Aber tatsächlich erträume ich mir in dieser Preiskategorie ganz andere Dinge. Beispielsweise eine professionelle Mittelformatkamera oder ein Bild der Hamburger Künstlerin Julia Thesenfitz.

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