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KARPFENANGELN VOM BOOT: ALTERNATIVER ANSITZ


Blinker - epaper ⋅ Ausgabe 60/2018 vom 11.05.2018

Fast in jedem Gewässer leben Karpfen. Leider ist nicht jeder See gleich gut betretbar – dicke Schilfgürtel oder steile Uferkanten erschweren den Ansitz. TeamanglerinClaudia Darga hat eine Möglichkeit gefunden, den Rüsslern auch auf unzugänglichen Gewässern erfolgreich nachzustellen.


Artikelbild für den Artikel "KARPFENANGELN VOM BOOT: ALTERNATIVER ANSITZ" aus der Ausgabe 60/2018 von Blinker. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Blinker, Ausgabe 60/2018

Schicker Spiegler, vom Boot aus gefangen: Claudia Darga hat diese alternative Art der Ansitzangelei für sich entdeckt und schätzt ihre Vorteile.


„VOM BOOT ERREICHEN SIE DIE STELLEN, AN DENENKEIN ANGLER SONST SEIN GLÜCK VERSUCHT.“


Bei Wind macht es Sinn, die Ruten außerhalb des Bootes zu platzieren. Dabei sind lange ...

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... Banksticks absolut hilfreich.


In meiner Umgebung gibt es einige größere Seen, die leider nicht allzu viele Uferangelstellen vorweisen und nur sehr schwer zu begehen sind. Das Fischen vom Ufer ist in einigen Fällen nur von ganz bestimmten Bereichen des Sees möglich. Hingegen sind andere Stellen von Land gar nicht zu erreichen. Und genau diese ruhigen Plätze, an denen nicht gefischt wird, sind die perfekten Stellen für die großen Karpfen. Denn die Fische lieben diese Ecken und suchen dort bevorzugt Schutz und nehmen ihre Nahrung an diesen Plätzen auf. Und genau hier müssen wir unseren Köder platzieren.

Aber, wie kommen wir nur an diese so schwer zugänglichen Spots? Ganz einfach: Oft gibt es an diesen größeren Seen auch Ruderboote, die entweder vermietet oder von einem Angelverein zur Verfügung gestellt werden. Wir verlagern unser Karpfen-Camp auf einen schwimmenden Untersatz. Und wenn Sie jetzt denken, dass das Karpfenangeln vom Ruderboot nicht möglich ist, irren Sie sich. Sie müssen nur einige Besonderheiten beachten.

FEST VERANKERT

Ein Ruderboot ist in der Regel etwa fünf Meter lang und eineinhalb Meter breit. Es ist gerade groß genug, um eine Liege und einen kleinen Schirm aufzustellen. Durch diesen Platzmangel sollten Sie gut im Voraus planen und wirklich nur das Nötigste mitnehmen. Größere Mengen Futter sind schwer unterzubringen und es sollte auf wenig und dafür sehr hochwertiges Futter zurückgegriffen werden. Sobald alles auf unserem schwimmenden Untersatz verstaut ist, geht es auf Spotsuche.

Die Platzierung des Bootes ist sehr wichtig und spielt eine entscheidende Rolle! Ich empfehle Ihnen, Stellen mit weichem Boden aufzusuchen. Dort lassen sich die Ankerstangen gut einstechen. Wenn Sie diese Stangen nicht zur Verfügung haben, können Sie den Kahn natürlich auch klassisch mit Ankersteinen am Grund befestigen.

Bei Wind und Wellengang wackelt das Boot natürlich trotzdem. Daduch kann es passieren, dass die Montagen am Grund versetzt werden – das gilt es zu vermeiden. Zum einen resultiert daraus ein Schnurbogen, zum anderen geben die elektronischen Bissanzeiger ständig ein Signal von sich. In diesen Fällen stelle ich meine Ruten einfach im Wasser auf. Diese stehen dann nah am Boot, sodass ich jederzeit mit einem Handgriff an die Rute komme. Das ist eigentlich die optimale Situation beim Bootsangeln. Vergessen Sie nicht, die Wathose einzupacken!

ORDNUNG IST ALLES

Wirklich wichtig ist auch die Organisation des Geräts im Boot. Egal ob Kescher, Abhakmatte, Kocher, Futter oder die eben angesprochene Wathose – alles benötigt seinen festen Platz, sodass ich nicht lang danach suchen muss. Vieles davon verstaue ich unterhalb meiner Liege. Dadurch habe ich im hinteren Teil des Bootes Platz, um dort zu stehen oder zu drillen.


„DIE PLATZIERUNG DES BOOTES IST EXTREM WICHTIG UND SPIELT EINE ENTSCHEIDENDE ROLLE!“


Ein aufgeräumtes Boot garantiert einen entspannten Drill. Nur Kescher und Abhakmatte sollten immer in Griffweite sein.


Besondere Vorsicht ist geboten, wenn der Fisch nah am Boot ist. Er könnte unter das Boot schwimmen, sich an den nahen Ankerstangen und Seilen festsetzen und dabei einen Schnurbruch verursachen. Verwenden Sie eine lange Rute, um den Karpfen in der Endphase des Drills auf Distanz zum Boot halten zu können. Ich springe oft in meine Wathose und drille die Fische dann im Wasser.

Eines sollten Sie jedoch immer im Hinterkopf behalten: Manchmal macht es wirklich keinen Sinn, mit dem Boot aufs Wasser zu fahren. Zum Beispiel ein Sturm oder ein Gewitter können schnell gefährlich werden. Achten Sie vor Ihrem Trip immer auf den Wetterbericht.

Eines ist klar, diese Art der Angelei ist nicht die komfortabelste, sie kann aber durchaus effektiv sein. Oft fängt man deutlich mehr als viele andere Angler, die sich lediglich auf die wenigen, gut erreichbaren Uferangelstellen stürzen. Vom Ruderboot haben Sie einfach viel mehr Möglichkeiten und können größere Teile Ihres Gewässers befischen. Gerade die standorttreuen Fische können Sie nur mit dieser Taktik überlisten. Die Montagen unterscheiden sich dann nicht vom „normalen“ Uferangeln und müssen nicht großartig verändert werden. Das Wichtigste hier ist es, den Köder genau dort zu platzieren, wo die Fische sich aufhalten.

Für mich beweist mein Fangerfolg vom Ruderboot, dass der Fisch nicht durch große Futterkampagnen zum Angler gelockt werden muss. Vielmehr sollten Sie sich von hochfrequentierten Plätzen fernhalten und den Karpfen ein Stück entgegenrudern.

Die Autorin hält ihr Gepäck in Grenzen, denn ein kleines Ruderboot bietet recht wenig Stauraum.


SCHAUMSTOFF SCHÜTZT

Die Stangen aus Metall verursachen bei viel Wind laute Geräusche und Vibrationen. Diese können Sie mit Rohr-Isolation abdämpfen.


FOTOS: C. DARGA

FOTOS: C. DARGA