Lesezeit ca. 9 Min.

Kat ist nicht gleich Kat


Logo von segeln
segeln - epaper ⋅ Ausgabe 7/2022 vom 15.06.2022

Manöver mit Katamaranen

Artikelbild für den Artikel "Kat ist nicht gleich Kat" aus der Ausgabe 7/2022 von segeln. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: segeln, Ausgabe 7/2022

Wer zum ersten Mal einen Kat segelt wird feststellen, dass Doppelrümpfer so viel Komfort bieten und – ruhige See vorausgesetzt – auch so magenfreundlich sind wie das von ihnen behauptet wird. Vom dabei erreichten Speed dieser überwiegend zu schwer gebauten Schiffe wird er hingegen enttäuscht sein. Damit versöhnen wird ihn das Segelverhalten, denn ein modern gebauter Kat geht schon fast wie ein Monohull durch den Wind und läuft auch gute Höhe.

Erst wenn man einen Hafen ansteuert, muss man umdenken. Wer dabei ausschließlich die Ruder zum Steuern verwendet, wird schnell feststellen, dass der Kat nur sehr träge darauf reagiert. Mit seinen beiden Motoren lässt sich ein Kat hingegen oft besser als ein Monohull manövrieren. Dabei verhält sich nicht jeder Kat gleich. Der Grund dafür ist die Anordnung von Propellern und Rudern.

• Befinden sich (wie bei A) die Propeller vor den Rudern, ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 4,99€
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von segeln. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1050 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 7/2022 von Abschiede. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Abschiede
Titelbild der Ausgabe 7/2022 von Start in die dritte Saison. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Start in die dritte Saison
Titelbild der Ausgabe 7/2022 von IMOCA-AUFTAKT AM FASTNET ROCK: Überragender Dalin. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
IMOCA-AUFTAKT AM FASTNET ROCK: Überragender Dalin
Titelbild der Ausgabe 7/2022 von Segelyacht kentert nach einer Kollision auf See. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Segelyacht kentert nach einer Kollision auf See
Mehr Lesetipps
Blättern im Magazin
„Wir möchten die Entsorgung schon im Kaufvertrag regeln“
Vorheriger Artikel
„Wir möchten die Entsorgung schon im Kaufvertrag regeln“
Pelle bleibt am Ball
Nächster Artikel
Pelle bleibt am Ball
Mehr Lesetipps

... verhält sich ein Kat nicht viel anders als ein Monohull.

• Befinden sich hingegen (wie bei B) die Ruderblätter vor den Propellern, muss man umlernen, sonst erzielt man bei manchen Manövern den gegenteiligen Effekt.

Drehen auf dem Teller

Ein Manöver, das uns in den für Kats oft viel zu engen Häfen immer wieder abverlangt wird, ist das Schiff „auf dem Teller“ zu drehen. Also ohne es dabei vor oder zurück zu bewegen. Dabei geht man, je nachdem in welche Richtung man das Boot drehen will, mit der einen Maschine vor und mit der anderen zurück. Zu beachten ist dabei, dass der Wirkungsgrad des auf zurück gestellten Propellers schlechter ist. Dabei würde wohl jeder das Ruder in Drehrichtung legen. In unserer Skizze ist dies Backbord.

Das ist auch richtig, denn so wird – wie bei (A) – das Steuerbord ruder von seinem Propeller angestrahlt und unterstützt so die Drehung.

Bei (B) würde hingegen das Ruder des Backbordrumpfes, wenn es hart Backbord gelegt wird, falsch angestrahlt und würde so die Drehung behindern. Daher müssten, wenn die Ruder vor den Propellern liegen, bei diesem Manöver die Ruder hart Steuerbord gelegt werden, um einen Effekt wie bei (A) zu erzielen. Wem das zu widersinnig erscheint, kann die Ruder auch mittschiffs stellen. Man fährt dann eben das Manöver „Drehen auf dem Teller“ nur mit Hilfe der beiden Motoren.

(A)Römisch-katholisch Anlegen mit Hilfe des Ankers:

Kaum Unterschiede gibt es hingegen beim römisch-katholischen Anlegen mit Hilfe des Ankers. Da man die Manöver fast ausschließlich mit den Maschinen fährt, werden die Ruder nur zum Nachjustieren genutzt.

(A1) Anlegen mit Seitenwind:

Während man Kette steckt, drückt der Wind den Bug weg, das Boot driftet ab. Sobald ausreichend Kette gesteckt ist, nimmt man mit beiden Maschinen Fahrt übers Heck auf. Dabei sollte man (a) das Heck des Schiffes mit den Rudern bereits in Richtung Kai drehen. Bei Fahrt übers Heck werden bei (aa) die Ruder angestrahlt und so der Rudereffekt verstärkt. Daher sollte man darauf achten, dass das Schiff nicht überdreht.

Das Schiff steht nun zu Luv des Liegeplatzes mit dem Heck in Richtung Kai (b). Nun kann man es mit Hilfe der beiden Maschinen gefühlvoll in die Lücke manövrieren. Auch bei (bb) können die vom Propeller angestrahlten Ruder ein Überdrehen bewirken.

Nun macht man erst die Luv-Heckleine fest, dann geht man mit dem Motor im Lee Rumpf mäßig voraus (c). Erst danach bringt man die Lee-Heckleine aus und holt die Ankerkette dicht. Die Ruder können bei beiden Anordnungen mittschiffs bleiben.

(A2) Mit Wind von vorne:

Soweit möglich nimmt man Fahrt über das Heck auf und lässt den Anker im richtigen Abstand zur Mole fallen (a). Dabei sollte man immer so viel Fahrt im Schiff haben, dass der Wind den Bug nicht wegdrücken kann. Verstärkter Rudereffekt bei (aa)!

Vor dem anvisierten Liegeplatz sollte man mit der Kette das Schiff abbremsen, um dabei den Anker bereits langsam in den Grund zu fahren. Erst dann manövriert man das Boot mit Hilfe von Maschine und Anker in die Parklücke (b).

(B) Anker-Auf:

Um den Anker zu setzen, benötigt man kaum die Motoren. Erst wenn das Schiff eingetörnt ist, sollte man ihn erst mit mäßiger und danach kurz mit voller Kraft in den Grund fahren. Dabei spielt die Propeller-Ruder-Anordnung keine Rolle.

Geht man Anker-Auf, drückt der Wind den Bug weg. Dabei kann es vorkommen, dass die Kette so um den Bugbeschlag kantet, dass sie blockiert und sich nicht mehr einholen lässt.

Daher sollte man rechtzeitig den Bug in Richtung Anker drehen. Am besten geht das mit der Methode „Drehen auf dem Teller“, wobei etwas Fahrt voraus durchaus erwünscht ist.

Die Ruder werden dabei zu Luv gelegt (a), können aber auch mittschiffs stehen (ab). Liegen hingegen die Ruder vor den Propellern – wie bei (aa) – würde Luv-Ruder die Drehung nur behindern. Um sie zu unterstützen, müssten die Ruder hart zu Lee gelegt werden.

Meist werden sie jedoch mittschiffs belassen.

(C) Längsseits an eine Mole gehen

Ein Manöver mit vielen Facetten ist mit einem Katamaran längsseits an eine Mole zu gehen. Dabei bieten sich fast immer mehrere Möglichkeiten an. Improvisationsgabe ist also gefragt. Einige Standardsituationen beleuchten wir im folgenden etwas genauer.

(C1) Gegen den Wind:

Will man – so wie in der Skizze – mit der Steuerbordseite und gegen den Wind an eine Mole gehen, bringt man die größten Fender (am besten eignen sich Kugelfender) im Bugbereich aus, dann steuert man die Mole in einem mäßig spitzen Winkel an (a). Bei (aa) ist darauf zu achten, dass die nicht angestrahlten Ruder träge reagieren.

Kurz vor der Mole dreht man das Schiff mit Hilfe der Ruder, dann stoppt man es mit den Maschinen. Zuerst bringt man die Bugleine aus.

Mit der Backbord-Maschine rückwärts und Ruder mittschiffs, bringt man den Kat längsseits (b). Reicht das nicht, geht man kontrolliert mit der Steuerbord-Maschine voraus und legt dabei die Ruder hart Back-Ein großer Vorteil bei Katamaranen sind die Motoren in den Schwimmern, die einzeln bedient werden können bord (b1). Nur so kann das Steuerbord-Ruder die Drehung unterstützen. Bei (bb) hingegen legt man die Ruder hart steuerbord, bevor man mit der Backbord-Maschine auf zurück geht. Es empfiehlt sich, die Vorspring schon vorher auszubringen.

Liegt das Boot längsseits, kann man Heckleine und Achterspring ausbringen.

(C2) Mit dem Wind:

Auch bei diesem Manöver sollte man den Bug gut abfendern, die Mole aber in einem steileren Winkel ansteuern (a). Dabei muss man auf das trägere Ruderverhalten bei (aa) achten.

Kurz bevor man die Mole erreicht, legt man die Ruder hart backbord und geht mit beiden Motoren zurück, mit der Backbord-Maschine – falls nötig – etwas stärker (b).

Die Heckleine muss nun schnell zu Luv ausgebracht werden, die Achterspring sollte folgen. Der Wind wird das Schiff hin zur Mole drehen. Unterstützen könnte man die Drehung mit dem Backbord Motor. Die Ruder können bei jeder Propeller-Ruder Anordnung mittschiffs verbleiben.

Es ist auch möglich, den Liegeplatz rückwärts anzusteuern, die Heckleine auszurbingen und das Boot mithilfe des Windes kontrolliert an die Kaimauer zu klappen.

(C3a) Bei Seitenwind ablandig, Bug voran:

Da der Wind das Schiff von der Mole wegdrückt, sollte man diese in einem steilen Winkel ansteuern (a). Der Bug sollte bereits gut abgefendert sein, Bug- und Heckleinen und Springs müssen bereitliegen. Wegen des trägen Ruderverhaltens, muss die Drehung bei (aa) eventuell mit der Steuerbord-Maschine unterstützt werden.

Da der Wind den Bug von der Mole wegdrückt, muss die Vorspring sofort ausgebracht werden. Dann dampft man (b) mit dem Steuerbord-Motor, bei hart gelegtem Backbord-Ruder, in diese ein. Reicht das nicht, geht man mit dem Backbord-Motor zurück; dafür muss aber die Vorleine bereits ausgebracht sein.

Ist der Propeller hinter dem Ruder angebracht (bb), sollten Bugleine und Vorspring fest sein, bevor man das Schiff auf dem Teller drehend an die Mole bugsiert. Dazu legt man die Ruder hart Steuerbord, geht mit der Backbord-Maschine zurück und mit jener im Steuerbord-Rumpf voraus.

(C3b) Bei Seitenwind ablandig, Heck voran:

Soweit möglich, steuert man dabei die Mole in einem flachen Winkel an. Das Heck muss gut abgefendert sein; alle Leinen sollten bereitliegen.

Kurz vor der Mole dreht man das Schiff und bringt es längsseits. Bei (a) kann es sein, dass man die Drehung mit dem

Motor unterstützen muss, bei (aa) reichen die von den Propellern angestrahlten Ruder meist aus.

Heckleine und Achterspring müssen nun sofort ausgebracht werden. Bei (b) reichen hart gelegtes Backbord-Ruder und Steuerbord-Maschine voraus fast immer, um den Bug hin zur Mole zu drücken.

Wenn nicht, geht man mit der Backbord-Maschine zurück. Bei (bb) erbringen Steuerbord Ruder, zusammen mit Steuerbord-Motor voraus und Backbord-Motor zurück, den besten Effekt.

(D) Ablegen bei auflandigem Wind

Ähnlich wie bei einem Monohull verläuft das Ablegemanöver mit einem Katamaran, wenn man längsseits an einer Mole liegt und von einem auflandigen Wind gegen diese gedrückt wird.

Hier wie dort legt man die Achterspring auf Slip und löst sämtliche anderen Leinen. Das Heck muss dabei besonders gut abgefendert sein. Dampft man nun – wie in diesem Fall – mit der Backbord-Maschine rückwärts in diese Spring ein, hat man zudem den Vorteil des großen Hebels.

Selbst bei stärkerem Wind sollte es daher kein Problem sein, den Bug von der Mole weg zu drehen (a, aa). Die Ruder können dabei Mittschiffs verbleiben. Um den Druck auf das Heck zu mindern, könnte man die Ruder aber auch Steuerbord (a) oder Backbord (aa) legen.

Sobald man Ruder im Schiff hat, dienen die Motoren nur mehr dem Antrieb (b).

(E) Anlegen in einer Marina:

In einer Marina anzulegen, noch dazu bei viel Wind, ist für viele Segler das Schreckgespenst schlechthin. Kein Wunder, waren doch alle älteren Marinas noch in einer Zeit gebaut worden, als überbreite Katamarane noch unbekannt waren. Nun sind diese Marinas von übergroßen Yachten und noch breiteren Katamaranen so belegt, dass zum Manövrieren kaum mehr Platz verbleibt.

(E1) Mit dem Wind, Heck voran:

Fährt man mit Wind auf die Nase die Parklücke Heck voran an, muss man immer so viel Fahrt im Schiff haben, dass der Wind den Bug nicht wegdrücken kann. Gesteuert wird dabei fast ausschließlich mit den Rudern, die bei (a) nicht, bei (aa) hingegen sehr effektiv angestrahlt werden.

Steht der Wind auf die Nase, sollte man rechtzeitig mit dem Drehen des Schiffes beginnen. Gesteuert wird dabei meist ausschließlich mit den Rudern (b), die Drehbewegung wird vom Wind unterstützt. Mit den Motoren hält man Fahrt im Schiff. Dabei werden bei (bb) die Ruder so angestrahlt, dass sie das Schiff überdrehen könnten.

Mit seinen Motoren bugsiert man das Boot in die Parklücke (c). Erst befestigt man die Luv-Heckleine, dann hält man mit dem Motor des Leerumpfes das Boot auf Position quer zum Wind. Erst dann nimmt man die Mooring Leinen auf und bringt die Lee-Heckleine aus.

(E2) Mit Wind querein, auflandig. Heck voran:

Bei der Ansteuerung des Liegeplatzes, hält man sich so weit wie möglich zu Luv. Gesteuert wird dabei mit den Rudern (a). Da diese bei (aa) von beiden Propellern angestrahlt werden, neigen sie leicht zum Übersteuern.

Hat man den Liegeplatz querab, dreht man das Schiff auf dem Teller. Bei (b) bleiben die Ruder dabei am besten mittschiffs, bei (bb) kann man sie hart Steuerbord legen.

Vorsicht: Der auflandige Wind behindert die Drehung. Steuert man in die Lücke ein, muss man darauf achten, dass der Bug nicht nach der einen oder anderen Seite weggedrückt wird.

Vor der Mole muss man rechtzeitig stoppen und sollte schnell die Heckleinen ausbringen (c). Mit den Motoren undbelegtenAchterleinenhältmandiePosition,bisdieMooring-Leinen fest sind. Gerade bei einem Katamaren sollte zuerst die Luv-Leine belegt werden. Schon einige Grad Abweichung nach Back- oder Steuerbord kann den Katamaran schon beeinflussen.

(E3) Mit Wind gegenan, Bug voraus:

Einen Liegeplatz Bug voraus anzusteuern, ist sicher die einfachere Methode. Man muss sich aber sicher sein, dass auch genügend Platz vorhanden ist, um den breiten Kat zu drehen (a).

Reicht der Platz, holt man aus und dreht das Schiff. Am besten mit den Rudern (b). Bei (bb) werden die Ruderblätter nicht angeströmt,

Mit etwas Übung lassen sich Katamarane auch in kleinen Marinas einfach manövrieren und jede noch so kleine Lücke zirkeln hier muss die Drehung eventuell mit den Motoren unterstützt werden.

Nun stoppt man das Schiff in einem steilen Winkel zum Wind ab und visiert, mit der einen Maschine mehr mit der anderen weniger zurück, die Parklücke über das Heck an (c). Der Wind verstärkt dabei die Drehbewegung. Bei (cc) muss man darauf achten, dass dabei, wegen der sehr effektiv angeströmten Ruder, das Schiff nicht überdreht und nach Lee abdriftet. Verbleibt nur wenig Raum zum Manövrieren, muss der Kat (wie bei E2) auf dem Teller gedreht werden. Danach sollte er zu Luv des Liegeplatzes stehen.

Vor der Mole angekommen, bringt man zuerst die Luv-Heckleine aus und hält dann mit Hilfe des Motors im Lee-Rumpf den Kat auf Position (d). Dann nimmt man die Mooringleine für den Luv-Rumpf auf, erst danach folgen die restlichen Leinen, bis der Katamaran festliegt.

(F) Ablegen in der Marina

In einer Marina abzulegen, kann bei Wind querein auf den Liegeplatz problematisch sein. Denn dann besteht die Gefahr, dass man nach Lee gedrückt wird und dort in die Mooringleine des Nachbarn gerät. Deshalb sollte man sich, besonders wenn der Wind kräftig ist, unbedingt an diese Vorgaben halten:

Zuerst legt man legt die Luv-Heckleine über einen Poller möglichst hoch zu Luv auf Slip (aa). Vorsicht: kein Kopfschlag! Dann wirft man die Lee-Heckleine und die Mooring-Leine des Lee-Rumpfes los.

Nun verholt man mit Hilfe des Motors im Lee-Rumpf das Schiff so hoch wie möglich nach Luv (aa-b). Bei (aa) bleiben dabei die Ruder mittschiffs, bei (b) könnten die zu Luv gelegten Ruder das Manöver erleichtern. Erst wenn man sich versichert hat, dass der Wind den Bug nicht mehr nach Lee wegdrücken kann, wirft man die Mooring-Leine los.

Ist diese abgesunken, slippt man die Heckleine und fährt zügig aus der Lücke. Muss man danach den Bug gegen den Wind drehen, schafft man das meist nur mit Hilfe der Motoren.

Eventuell muss man das Schiff auch auf dem Teller drehen.

Text: Carl Victor