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KAUFBERATUNG: ALLE VOR- UND NACHTEILE DER SYSTEME: SPIEGELREFLEX VS. SPIEGELLOS


DigitalPHOTO - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 06.12.2019

KAUFBERATUNG | Die moderne Systemkamera hat der klassischen Spiegelreflex in nur zehn Jahren den Rang abgelaufen. Spiegellose Modelle mit Wechselobjektivanschluss liegen in der Gunst weit vorne. Gehört die DSLR damit zum alten Eisen oder droht gar ihr Aus? Wir klären auf und helfen Ihnen bei der Entscheidung.


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Bildquelle: DigitalPHOTO, Ausgabe 1/2020


Ich habe vor ein paar Jahren von einer DSLR zum Fujifilm-X-System gewechselt. Dieses ist für mich das beste Gesamtpaket auf dem Markt.
David Klammer, Profifotograf


Hätte man vor rund fünf Jahren professionelle Fotografen gefragt, zu welchem Kamerasystem sie greifen würden, wäre in praktisch allen ...

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... Fällen die Antwort „Spiegelreflex“ gefallen. Kein Wunder, war doch die noch junge spiegellose Technik einerseits innovativ, steckte andererseits aber noch in den Kinderschuhen – zumindest was professionelle Ansprüche anging. 2019 sieht die Situation ganz anders aus. Zahlreiche Fotografen haben ihre DSLR-Ausrüstung ad acta gelegt und zur modernen Systemkamera gewechselt. Insbesondere ausgelöst durch die Einführung der ersten spiegellosen Sony 7-Systemkamera. Durch sie wurde der Beweis erbracht, dass auch im kompakten Gehäuse große Sensoren Platz finden. Wie sich die DSLR gegenüber der CSC schlägt, lesen Sie in den Duellkästen.

Zehn Jahre spiegellos

Noch vor der 7er-Ära läuteten Panasonic und Olympus mit ihren Micro-Four-Thirds-Modellen den Umbruch überhaupt erst ein. Fujifilm folgte mit der Einführung der X-Pro1 2012 und baut seine X-Serie seitdem konsequent aus. Canon stieg im selben Jahr mit der EOS M ein und brachte 2018 (endlich) auch eine spiegellose Vollformatkamera, die EOS R, auf den Markt. Bereits 2011 wagte Nikon einen Ausflug in die Welt der Systemkameras und stellte die Nikon-1-Serie vor. Von Erfolg war diese aber nicht gekrönt, da sich ihr sehr kleiner CX-Sensor nicht durchsetzte. 2018 folgte schließlich auch von Nikon der lang erwartete Schritt in die spiegellose Vollformatwelt in Form der Z 7 und Z 6, 2019 folgte die Z 50 mit APS-C-Format. Edelhersteller Leica bietet indes mit der SL2 und der TL2 Systemkameras an. Einzig Kameraschmiede Pentax verschließt sich der modernen Technik und plant bis dato keine spiegellosen Modelle.

Zeitgleich mit dem Siegeszug der Spiegellosen erweiterten die Kamera- und Objektivhersteller in rasantem Tempo die Objektivauswahl für die Systemkameras. Denn nur, wenn entsprechend viele Modelle, Brennweiten und Lichtstärken zur Wahl stehen, lässt sich professionell und flexibel fotografieren. Kurzum: Die CSC läuft der DSLR in hohem Tempo den Rang ab.

1 Duell: BILDQUALITÄT

In Sachen Bildqualität liegen Spiegelreflex- und Systemkamera in jeder Klasse mittlerweile auf Augenhöhe. Vergleicht man etwa die Aufnahmen der Profikameras Nikon D850 und Sony Alpha 7R IV miteinander, sind die Unterschiede marginal und die tatsächliche Auflösung extrem hoch. Schärfe, Farben und Dynamikumfang sind bei beiden Modellen erstklassig. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch in der Mittel- und Einsteigerklasse. Die Bildqualität ist folglich kein Kaufkriterium mehr für die eine oder andere Kameratechnologie. Viel entscheidender sind Objektivauswahl, Handhabung, Geschwindigkeit, Ausstattung und Konnektivität.

1:1 unentschieden

2 Duell: SUCHER

Optischer oder elektronischer Sucher – hier scheiden sich die Geister. Während einige auf den visuellen Eindruck eines DSLRSuchers schwören, schätzen andere den realistischen Vorab-Bildeindruck des elektronischen Pendants (man bekommt, was man sieht). Für Profis wie Sony-Fotograf Jeean Alvarez war Letzteres sogar ein entscheidender Grund für den Wechsel von Spiegelreflex- auf die Systemkameratechnik. Und auch wir mögen den Blick durch den E-Sucher. Vorausgesetzt, die Auflösung, Bildwiederholungsrate und der optische Aufbau können qualitativ überzeugen. Spätestens ab der Mittelklasse müssen Sie sich aber darüber keine Gedanken mehr machen.

2:1 für die CSC

3 Duell: SENSORFORMAT

Wer vor rund fünf Jahren mit einem Vollformatsensor fotografieren wollte, kam um eine DSLR nicht herum. Canon und Nikon waren seinerzeit die Platzhirsche. Bis Sony mit ihrer 7er-Reihe den Markt ordentlich durcheinanderwirbelte und eindrucksvoll bewies, dass auch kompakte Kameras ohne Spiegel mit einem großen Bildsensor bestückt werden können. Mittlerweile ist das Feld der Vollformatkameras groß. Vollformatmodelle – mit und ohne Spiegel – gibt es von Canon, Nikon, Panasonic und Sony. Ergänzt wird das Feld durch DSLRs und CSCs mit APS-C-Sensor, wie der Fujifilm X-Pro 3 oder der Canon EOS M50 sowie von Micro-Four-Thirds-Kameras von Olympus und Panasonic. Die spiegellose Auswahl wächst rasant und hat der Spiegelreflex längst den Rang abgelaufen.

3:1 für die CSC

Bildsensoren gibt es in den Formaten MFT, APC-C und Vollformat.

Die Meinung der Profis

Diese Meinung teilen übrigens nicht nur wir und der Großteil der Hobbyfotografen (s. Grafik auf S. 22), sondern auch Profifotografen, mit denen wir uns unterhielten. So hat etwa Canon-Ambassador Richard Walch eine eindeutige Meinung zur Situation: „Die Zukunft ist ganz klar die spiegellose Kameratechnik – da liegt meiner Ansicht nach der Schwerpunkt in der Entwicklung.“ Ähnlich sieht es auch Nikon-Ambassador Marcel Lämmerhirt: „Man braucht keine Angst vor der neuen Technik haben. Ich als Profi nutze neben der D5 auch die Z 6 und bin sehr begeistert. Es gibt eine neue Welt.“ Zudem ergänzt Walch, dass der Ausbau des Objektivangebots besonders wichtig ist. Denn „langfristig liegt der Wert einer Ausrüstung immer in den Objektiven“, so der Profi. Der Canon-Fotograf nutzt aktuell beide Systeme. Für Extremsportfotos bleibt die EOS-1D X Mark II erste Wahl, während bei anderen Aufnahmen die EOS R den Vorzug erhält.

Ähnlich verhält es sich bei Nikon-Profisportfotograf Marcel Lämmerhirt. Auch er nutzt etwa für besonders schnelle Bewegungsabläufe das DSLR-Flaggschiff D5. Ein Grund: Der Phasendetektionsfokus inklusive Fokusnachführung der Top-DSLR ist noch einen Tick präziser und flinker als der AF spiegelloser Pendants wie etwa der Sony Alpha 9 II. Für andere Situationen nutzt Lämmerhirt die Z 6. Etwa bei Handballaufnahmen. „Die Z 6 ist kompakt, leicht und liefert eine erstklassige Bildqualität. Vorteilhaft ist zudem der geräuschlose Aufnahmemodus und das helle Bild des E-Suchers“, so der Profi weiter.

Darüber hinaus stehen via Adapter viele Objektive mit EF- bzw. F-Anschluss für den R-/ZMount bereit. Parallel wird die Objektivbandbreite für die neuen Anschlüsse sukzessiv ausgebaut. Entsprechend flexibel können Canon- und Nikon-Fotografen aktuell zwischen klassischer und moderner Aufnahmetechnik wechseln.

Klare Entscheidung

Anders sieht es bei Profis wie Kai Stuht (Panasonic, s. Kasten rechts), David Klammer (Fujifilm), Bernhard Rauscher (Olympus) und Jeean Alvarez (Sony, s. Kasten unten) aus. Alle vier haben sich für den Wechsel von DSLR auf CSC entschieden. Für Fotojournalist David Klammer eine klare Sache: „Das System ist für mich das beste Gesamtpaket auf dem Markt. Durch den APS-C-Sensor sind nicht nur die Kameras kompakt, auch die Objektive bleiben handlich und leicht. Zudem werde ich durch das klassische Retro-Design in sensiblen Foto-Situationen nicht als bedrohlich wahrgenommen und man kommt tatsächlich auch darüber oft ins Gespräch mit anderen Fotograf/innen oder Protagonisten. Die Kamera als Kommunikator. Das habe ich bei meinem früheren DSLR-System nicht erlebt.“


Die Zukunft ist ganz klar die spiegellose Kameratechnik – da liegt meiner Ansicht nach der Schwerpunkt in der Entwicklung.
Richard Walch, Profifotograf


4 Duell: TEMPO

Profisportfotografen wie Richard Walch (Canon) oder Marcel Lämmerhirt (Nikon) nutzen für ihre Aufnahmen die jeweiligen DSLRFlaggschiffe EOS-1D X Mark II bzw. Nikon D5.


Serienbildgeschwindigkeit inklusive nachgeführtem Autofokus ist für erfolgreiche Sportfotografen das entscheidende Kriterium, um dynamische Bewegungen scharf einzufangen. Technologisch hat hier das Phasendetektionssystem der DSLRs (noch) die Nase vorn. Unter anderem aus diesem Grund produzieren Canon und Nikon ihre nächsten Flaggschiffe EOS-1D X Mark III bzw. D6 als Spiegelreflexmodelle. Doch wie unsere Grafik zeigt, holen die Systemkameras rasant auf. Das Duell bleibt spannend und wird ein wichtiger Faktor für zukünftige Kaufentscheidungen sein. Profisport und Olympia 2020 wird aber noch in DSLR-Hand bleiben.

3:2 Anschlusstreffer

Kai Stuht Profifotograf


Die Zeit der Spiegelreflexkameras ist meiner Meinung nach vorbei. Teile der Technik stammen noch aus der analogen Zeit und es mussten Kompromisse eingegangen werden, um sie in das digitale Zeitalter zu transferieren. Ich habe die Vorteile der Spiegellosen zu Beginn als große Herausforderung empfunden, als ich vor vier Jahren zu Panasonic Lumix wechselte. Ich war skeptisch, ob der Wechsel von einer Vollformat-DSLR mit mehr als 30 Millionen Pixel zu einer spiegellosen Lumix GH5 gelingt. Es stand viel auf dem Spiel. Aber ich wusste, dass man diese Herausforderung meistern kann. Ich habe mir dann den Style der Kamera an meine Bedürfnisse angepasst und extrem gute Ergebnisse erzielt. Meine größte Skepsis war jedoch der elektronische Sucher. Doch es zeigte sich, dass ich gerade diesen Vorteil nicht mehr missen möchte. Aktuell fotografiere ich mit der Lumix S1R, der GH5 und GH5 S sowie der G9. Ich bin stolz darauf, dass ich den Wechsel gewagt habe und heute diese für mich perfekten Arbeitsgeräte repräsentieren darf.

5 Duell: WET TERSCHUTZ

Gerade Landschaftsfotografen benötigen Kameras, die auch bei schlechtem Wetter eine gute Figur abgeben – und Staub, Regen und Kälte trotzen können. Dieses Bedürfnis haben auch die Hersteller in den letzten Jahren verstärkt erkannt und immer mehr Modelle – sowohl DSLRsals auch CSCs – entsprechend verstärkt und abgedichtet. Langlebige, robuste Gehäuse samt Magnesiumlegierungen sind darüber hinaus auch bereits im mittleren Preissegment zu finden. Im DSLR-Lager setzt Pentax in Sachen Robustheit weiter Ausrufezeichen, während bei CSCs etwa die Olympus OM-D E-M5 Mark III entsprechend outdoortauglich ist. Passende Modelle gibt es folglich in beiden Lagern, so dass wir hier jedem einen Punkt verleihen. Alvarez (Sony, s. Kasten unten) aus. Alle vier haben sich für den Wechsel von DSLR auf CSC entschieden. Für Fotojournalist David Klammer eine klare Sache: „Das System ist für mich das beste Gesamtpaket auf dem Markt. Durch den APS-C-Sensor sind nicht nur die Kameras kompakt, auch die Objektive bleiben handlich und leicht. Zudem werde ich durch das klassische Retro-Design in sensiblen Foto-Situationen nicht als bedrohlich wahrgenommen und man kommt tatsächlich auch darüber oft ins Gespräch mit anderen Fotograf/innen oder Protagonisten. Die Kamera als Kommunikator. Das habe ich bei meinem früheren DSLR-System nicht erlebt.“

4:3 für die CSC

>> Das Gehäuse vieler Pentax-Kameras ist sehr robust gefertigt.



Durch den kompakten Aufbau des MFT-Systems spare ich Gewicht und Volumen bei der Kamera und beim Objektiv.
Bernhard Rauscher, Profifotograf


Der Aspekt der Größe spielte auch für Profi Bernhard Rauscher eine wichtige Rolle. „Am meisten ist bei mir die Olympus OM-D E-M1 Mark II im Einsatz. Als Lightpainter bin ich vor allem nachts unterwegs. Neben Kamera und Stativ sind folglich auch viele Lichter im Gepäck. Sprich, die Größe zählt! Durch den kleinen Aufbau des MFT-Systems spare ich Gewicht und Volumen.“ Überraschend ist zudem, dass für viele der noch zu Beginn oft kritisierte E-Sucher immer mehr zum klaren Vorteil wird. So verrät etwa Sony-Fotograf Jeean Alvarez: „Wahnsinnig cool ist die Möglichkeit, die Lichteinstellungen auf dem Display und vor allem im Sucher vorab so zu sehen, wie mein späteres Bild aussehen wird. Ein echter Pluspunkt gegenüber dem Sucher der DSLR.“ Dieser Meinung können wir uns nur anschließen.

Digital Photo FAZIT

Die Rückmeldungen der Profifotografen sprechen eine klare Sprache: Die Systemkamera liegt in der Gunst deutlich vorn. Einzige Ausnahme: professionelle Extremsportaufnahmen. Hier wird der schnellere und meist präzisere DSLR-Autofokus noch bevorzugt. In vielen anderen Situationen spielen indes die Spiegellosen ihre Vorteile gekonnt aus. Allen voran die Kompaktheit und das geringe Gewicht. Und selbst die Bastion des optischen Suchers bröckelt. Bessere Technologie und ein hochauflösendes E-Sucher-Bild machen’s möglich.

Systemkameras, insbesondere die Micro-Four-Thirds-Modelle von Olympus und Panasonic, sind im Vergleich zu DSLRs deutlich kompakter und leichter. So bringt etwa das Gehäuse der Canon EOS 90D rund 700 Gramm auf die Waage, die Olympus OM-D E-M5 Mark III nur 366 Gramm. Kombiniert man beide Kameras mit lichtstarken Objektiven, wird der Gewichtsunterschied mitunter noch deutlicher. Wer folglich mit leichtem Gepäck unterwegs sein will, liegt bei Systemkameras richtig. Im Gegensatz dazu steht die Handhabung. Kompakte Gehäuse stoßen nicht in jeder Fotografenhand auf Gegenliebe. Hier bevorzugen einige die doch eher wuchtigen Designs klassischer DSLRs. Mit entsprechend tiefen Griffmulden und mehr Raum für Schalter, Knöpfe und Regler. Doch auch hier gibt es im Bereich der CSCs zunehmend adäquate Alternativen. Hersteller wie Fujifilm oder Panasonic gehen zum Teil andere Designwege und statten ihre Kameras mit etwas voluminöseren Gehäusen aus. Tolle Handlings bieten etwa die Fujifilm X-T3, die Lumix S1, aber auch die Canon-EOS-R-Serie und die Nikon-Z-Serie. Sprich, für jeden Geschmack findet sich eine spiegellose Variante auf dem Markt. Punkt für beide!

5:4 für die CSC

7 Duell: OBJEK TIVAUSWAHL

Die Auswahl vieler Brennweiten und Zoombereiche ist die Achillesferse der Systemkameras. Hier haben DSLRs, vor allem Canon und Nikon, mit ihrer langjährigen Bajonetttradition klare Vorteile. Die Auswahl ist schier riesig. Auch dank Anbietern wie Sigma, Tamron, Zeiss und Co. Doch die CSCs holen auf. Beste Beispiele sind hier Fujifilm und Sony sowie Panasonic/Olympus (MFT-Allianz) und Panasonic/Sigma/ Leica (L-Mount-Allianz). Objektive für Canon R- und Nikon Z-Mount sind indes noch rar (und teuer).

5:5 unentschieden

Jeean Alvarez Profifotograf


Ich habe jahrelang mit einer Spiegelreflexkamera fotografiert, bis ich vor vier Jahren auf Systemkameras von Sony umgestiegen bin. Wahnsinnig cool ist die Möglichkeit, die Lichteinstellungen auf dem Display und vor allem im Sucher vorab so zu sehen, wie mein späteres Bild aussehen wird. Bei der DSLR kommt hingegen nicht immer das gleiche Bild heraus, was ich zuvor im Sucher betrachtet habe. Das ist für mich ein großer Vorteil der Systemkamera. Aktuell arbeite ich mit einer Alpha 7R III. Sie besitzt einen tollen Dynamikumfang, einen starken Augen-AF und eine hohe Auflösung von 42,4 MP. Dank Letzterem habe ich optimale Möglichkeiten, um den Bildausschnitt im Nachhinein noch zu ändern.


Fotos: Adobe Stock, Hersteller; Grafik: falkemedia GmbH & Co. KG, Daten GfK; Texte: Benjamin Lorenz

Fotos: Hersteller

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