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Kaufberatung iPhones: Welches iPhone?


iPhone & iPad Life - epaper ⋅ Ausgabe 1/2019 vom 30.11.2018

Wer ein neues iPhone kaufen will, kann aus sieben Modellen wählen. Keine leichte Entscheidung, denn neben dem modernen X-Stil verkauft Apple auch noch das iPhone 7 und 8.


Wir werden uns wohl zukünftig daran gewöhnen müssen, dass Apple im Herbst gleich drei neue iPhones präsentiert. Letztes Jahr kamen „die üblichen“ Modelle in Form des iPhone 8 und 8 Plus, dazu gesellte sich aber das Jubiläumsmodell iPhone X, mit dem Apple einen Blick in die Zukunft gewähren wollte. Und die haben wir jetzt in Form von gleich drei Nachfolgern: dem direkten Nachfolger iPhone XS, dem größeren XS Max und dem günstigeren ...

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... iPhone XR. Und um die Verwirrung bei anschaffungswilligen iPhone-Interessenten noch zu vergrößern, gibt es auch noch weiterhin das iPhone 8 und sogar das iPhone 7 – inklusive der jeweiligen Plus-Modelle. Das Anbieten älterer Modelle zu günstigeren Preisen hat durchaus Tradition bei Apple und heißt gleichzeitig auch, dass man kein günstigeres, kleineres Modell entwickeln muss. Das iPhone SE, das diese Rolle bislang einnahm, gibt es nämlich nicht mehr. Ebenso interessant ist vielleicht, dass auch das erst letztes Jahr vorgestellte iPhone X nicht mehr hergestellt wird – es hätte vermutlich preislich nicht mehr ins aktuelle Gefüge gepasst.

Der Größenunterschied zwischen iPhone XS und XS Max macht sich in der Hosentasche bemerkbar.


Generationsfragen

Obwohl das iPhone X nicht mehr erhältlich ist, steht es für den vielleicht größten Innovationsschub, den die iPhones mitgemacht haben und für die größte Veränderung in der Handhabung. Alle drei neuen iPhone-Modelle und auch die neuen iPad-Pro-Geräte nutzen die Face-ID-Technik zur Identifizierung, die den zuvor favorisierten und nur noch in wenigen aktuellen Geräten präsenten Fingerabdrucksensor ersetzt hat. Wer einmal Face ID benutzt hat, will nicht mehr zum Fingerabdruck zurück, denn es ist ungleich intuitiver, das iPhone nur mit einem Blick darauf zu entsperren und per Finger nach oben zu wischen, um es zu aktivieren. Angesichts der Tatsache, dass man sein iPhone unzählige Male entsperren wird, sollte einem dieser Komfort etwas wert sein. Und dass die Home-Taste zugunsten eines größeren Bildschirms entfällt, ist ebenfalls ein praktischer Vorteil.

Die neuen iPhone-Modelle setzen auf Gesichtserkennung und bieten dafür fast randlose Displays ohne platzraubende Home-Taste.


Andererseits muss man aber auch die Kirche im Dorf lassen: Schon beim iPhone 7 war der Fingerabdrucksensor so schnell, dass man mit einem einfachen Druck auf die Home-Taste das Gerät entsperren und aktivieren kann. Und nicht wenige finden, dass man die alten Geräte mit ihrem breiteren Rand um den Bildschirm etwas besser in der Hand halten kann.

Es gibt auch manche, die sich mit dem iPhone-X-typischen Look mit abgerundeten Ecken und dem Ausschnitt für die TrueDepth-Kamera nicht anfreunden können, während andere gerade diesen Look als das moderne Gesicht des Smartphones sehen, das von der Konkurrenz ja auch schon fleißig kopiert wird.

Lohnt das Upgrade?

Der richtige Zeitpunkt zum Verkauf eines älteren iPhones ist eine Frage des Anspruchs: Wer up-to-date bleiben möchte, wechselt alle zwei Jahre das Smartphone. So gesehen sollten Besitzer eines iPhone 7 an den Wechsel denken. Je älter das iPhone, umso wahrscheinlicher, dass dieses schon nächstes Jahr vom iOS-13-Update ausgeschlossen wird.

Die Breite zählt

Wo wir bei den Vorteilen der älteren und damit günstigeren Geräten sind: Wer ein Fan des Querformats ist, findet womöglich nach wie vor die beste Umsetzung bei den „alten“ Modellen iPhone 7 Plus und 8 Plus, denn nur diese lassen sich bereits im Springboard ins Querformat kippen und bieten die meisten an das breitere Bild angepassten Apps. Das iPhone XS Max bietet zwar ein weitaus größeres Display, aber weniger angepasste Apps. Und das iPhone XR kann in einigen System-Apps quer mehr zeigen als das kaum kleinere XS, doch für die Leute, bei denen das iPhone ein Stück weit das iPad ersetzen soll, bieten die Plus-Modelle den kleineren Displays zum Trotz die konsequenteste Umsetzung des Themas.

Das Display

Überhaupt ist die Frage nach dem Display für viele wohl der entscheidende Unterschied zwischen den verschiedenen iPhones.Zumindest auf dem Papier sind die Unterschiede groß: „nur“ ein TDT mit 1334 x 750 Pixel und 326 ppi beim iPhone 7 und 8, ein OLED-Display mit gigantischen 2688 x 1242 Pixel und 458 ppi beim iPhone XS Max. Das klingt so, als braucht man über 400 Punkte pro Zoll Feinauflösung, doch tatsächlich braucht man schon eine starke Lupe, um beim iPhone 7, 8 oder XR irgendwelche Pixel zu erkennen, denn schon diese Geräte bieten eine beeindruckende Detailschärfe, und die Vorzüge der anderen Geräte sind diesbezüglich kaum sichtbar. Auch der Unterschied zwischen dem – keineswegs billigen – OLED-Display des iPhone XS und den TFTs der anderen Modelle erschließt sich allenfalls im direkten Vergleich. Die älteren Displays sind einfach schon so gut, dass die Verbesserung letztlich nur sehr gering ausfallen kann. Oder anders ausgedrückt: Egal welches iPhone Sie sich kaufen – über das Display werden Sie sich nicht ärgern.

Die Kameras

Wenn etwas den Unterschied zwischen den iPhone-Modellen ausmachen kann, sind es schon eher die Kameras, obwohl sich deren Auflösung von 12 Megapixeln seit Jahren nicht geändert hat. Beim iPhone XS und XS Max gibt es nicht nur gleich zwei Kameras mit unterschiedlichen Brennweiten, sondern auch sehr starke Fähigkeiten zur Bildanalyse des Prozessors. Die längere Brennweite sorgt bei Porträts dafür, dass man den Personen nicht so nah auf die Pelle rücken muss. Zusätzlich lassen sich Beleuchtungen simulieren und die Schärfentiefe regeln. Letzteres geht beim iPhone 8 Plus nicht, das iPhone 7 Plus kann auch die Beleuchtungen nicht regeln. Dafür können alle iPhones mit Doppelkamera den Porträtmodus auch für Gegenstände nutzen. Das iPhone XR hat nur eine Kamera und kann nur über die Gesichtserkennung dafür sorgen, dass alles andere in die Unschärfe abgleitet, was gut funktioniert, aber dennoch die lange Brennweite nicht ersetzen kann, mit der man Menschen auf Distanz halten kann.

Speicherfragen

Bis auf das iPhone 7 kommen alle lieferbaren Modelle mit mindes- tens 64 Gigabyte Speicher daher. Damit kann man relativ gut auskommen, wenn man so weit wie möglich seine Daten in der Cloud lagert oder als Stream genießt, statt beispielsweise komplette Filmarchive auf dem Gerät selbst vorzuhalten. Wer viele große Apps und Spiele nutzt, wird mehr Speicher brauchen und muss dann bei den iPhone-XS- und -8-Modellen gleich 170 Euro in die Hand nehmen und auf satte 256 Gigabyte aufrüsten. Damit haben die meisten Leute mehr Platz, als sie je brauchen werden, und müssen dafür kräftig investieren. Beim iPhone XR gibt es dagegen auch eine in den meisten Fällen ausreichende 128-GB-Version für moderate 60 Euro Aufpreis, die man unbedingt investieren sollte. Nur in Ausnahmefällen, wenn man auf seinen Geräten ungewöhnlich viel Musik, Bilder, Filme oder andere Dokumente bunkern möchte, könnten sich die 400 Euro Aufpreis für das halbe Terabyte Platz auf dem iPhone XS lohnen. Bei einem späteren Verkauf wird man davon aber nicht viel zurückbekommen.

Man vergisst gern, dass auch das iPhone 8 erst im vergangenen Jahr vorgestellt wurde und daher auch drahtlos über Qi-Ladepads geladen werden kann.


Die Tage des iPhone SE als günstiges Einstiegsmodell und damit auch des kompakten Formats sind leider vorbei, es wurde durch das iPhone 7 ersetzt.


Das iPhone XR liegt in der Größe zwischen den beiden XS-Modellen und dass es statt auf OLED- auf ein TFT-Display setzt, merkt man nur im direkten Vergleich. Das Gleiche gilt für den etwas dickeren Rand ums Display, der nur beim schwarzen Gehäuse etwas stärker auffällt.


Dem iPhone 7 kommt zukünftig die Rolle des Einstiegsmodells zu. Ab gut 500 Euro bekommt man Technik, die erst vor zwei Jahren präsentiert wurde.


Das Maximum: iPhone XS

Das iPhone XS ist vollkommen zu Recht das Topmodell der iPhone-Reihe mit einer Kamera, die jede Situation meistert, einem grandiosen Display und einem eleganten Erscheinungsbild. Ob es das XS Max mit seinem riesigen Display sein muss, ist eine Geschmacksfrage, zumal der Aufpreis von 100 Euro den ohnehin schon stolzen Preis nur moderat erhöht. Preise von deutlich mehr als 1000 Euro und über 1300 Euro für die Version mit mehr als dem Standardspeicher verweisen das iPhone XS eigentlich schon in den Bereich der Luxusartikel, für den rationale Argumente nicht mehr greifen. Das Hauptargument für das XS ist sicherlich dessen Kamera mit ihren Porträtfähigkeiten, die von den anderen Modellen nicht erreicht wird.

Vernünftig: iPhone XR

Wirklich viel gibt man nicht auf, wenn man 300 Euro spart und sich mit dem iPhone XR begnügt: Dass die Kamera nur eine Brennweite bietet und der Bildschirm nicht auf Force Touch reagiert, können viele verschmerzen. Das Display hat zwar weniger Pixel, ist aber etwas größer als das des iPhone XS und qualitativ über jeden Zweifel erhaben. Dass das Gehäuse ein wenig klobiger wirkt, fällt spätestens dann nicht mehr auf, wenn man es in einer Hülle verschwinden lässt. Das sollte man dem iPhone XR aber eigentlich nicht antun, denn während es alle anderen Farben nur in den eher langweiligen Finishes wie Grau, Silber oder Gold gibt, bekommt man das XR endlich mal in bunten Farben wie Blau oder Rot, die man nicht verstecken möchte.

Kein iPhone räumt dem Display so viel Raum ein wie das XS.


Klassisch: iPhone 8

Nur rund 170 Euro spart, wer sich mit dem iPhone 8 begnügt, das dafür ja aber auch erst ein Jahr alt ist und womöglich der letzte Vertreter der klassischen iPhonesmit Home-Taste und eckigem Display bleiben wird. Manche ziehen diesen Look und die Funktionalität dem iPhone X und seinen Nachfolgern vor. Dass der A11-Prozessor etwas langsamer ist, wird man schon deswegen nicht bemerken, weil es praktisch keine Apps gibt, die diese Leistungen wirklich abrufen können. Das iPhone 8 Plus implementiert das Querformat sogar vollständiger und sauberer als das deutlich kostspieligere iPhone XS Max, zudem bietet es die Doppelkamera für Porträts.

Sparsam: iPhone 7

Mit Preisen ab gut 500 Euro wurde das iPhone 7 so günstig, dass preislich kein Raum mehr für das bisherige Einsteigermodell iPhone SE blieb. Doch man gibt auch einiges auf, denn gegenüber den heutigen Modellen kann man den langsameren Prozessor und das nicht ganz so kontrastreiche Display zumindest ahnen. Mit der Standardausstattung von 32 Gigabyte Speicher kann niemand etwas anfangen, die 128-GB-Version frisst dann aber den Preisvorteil schon fast wieder auf. Ein praktischer Nachteil ist auch, dass man das iPhone 7 nicht drahtlos laden kann. Da fällt es nicht so leicht, das iPhone 7 noch zum Neukauf zu empfehlen, obwohl man dem gerade einmal zwei Jahre alten Design nicht viel vorwerfen kann.

Es geht voran

Dieses Jahr gibt es gleich drei iPhone-Modelle, mit denen man die charakteristische Bildschirmform und die Face-ID-Authentfizierung des iPhone X bekommen kann. Das geht entweder in Form des luxuriösen iPhone XS, des mondänen iPhone XS Max oder des Arbeitspferds iPhone XR. Alle drei repräsentieren sowohl optisch wie auch im praktischen Gebrauch die moderne iPhone-Generation, die mutmaßlich auch ihren Wert besser erhalten wird. Dem günstigeren Kaufpreis der weiterhin erhältlichen iPhone-7- und -8-Modelle steht mutmaßlich ein schnellerer Wertverlust entgegen, weil man ihnen sofort ansieht, dass sie nicht mehr ganz aktuell sind. Ob man allerdings den Luxuszuschlag für das iPhone XS bei einem eventuellen späteren Verkauf zurückbekommt, darf man ebenfalls bezweifeln.