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Kaufberatung:Notebook oder tablet?


PC Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 9/2019 vom 02.08.2019

Muss ein neuer Mobilcomputer her, stellt sich heute mehr denn je die Frage, ob es ein ultraleichtes, einfach zu bedienendes Tablet oder ein leistungsfähiges Notebook mit stabiler Tastatur werden soll. Eine kleine Entscheidungshilfe.


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Bildquelle: PC Magazin, Ausgabe 9/2019

Gerade einmal neun Jahre sind vergangen, seit Apple mit dem ersten iPad eine neue Gerätekategorie aus der Taufe gehoben hat. Seither sind nicht nur unzählige Tablets verkauft worden, vielmehr sind neue Mobilcomputer mit den unterschiedlichsten Formfaktoren auf den Markt gekommen. So stehen heute, neben den klassischen Notebooks, mobile Rechner wie Convertibles, Detachables ...

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... (2-in-1-Geräte) und Tablets im Regal. Und während die Verkaufszahlen für PCs, Notebooks und Tablets sinken, erfreuen sich ultraflexible Convertibles und 2-in-1-Computer wachsender Beliebtheit. So wurden im 1. Quartal 2019 laut IDC, einem Marktforschungsunternehmen im IT-Bereich, weltweit 392,5 Millionen Rechner verkauft. Ein Drittel davon, das sind 113,9 Millionen, waren Tablets, 72,4 Millionen klassische Notebooks und 39,7 Millionen Convertibles.

Computer für die Couch

Das gesteigerte Interesse an den flexibel einsetzbaren Computern überrascht nicht, denn schließlich sollen Convertibles oder Detachables das Beste aus der Notebookund Tablet-Welt miteinander kombinieren. So wird beim Convertible beispielsweise durch Umklappen über ein Scharnier aus dem Notebook ein Tablet. Und bei Hybrid- oder 2-in-1-Computern lässt sich der Bildschirm von der angedockten Tastatur abtrennen und unabhängig von dieser als Tablet nutzen. Diese Mobilcomputer sind also Tablet und Notebook in einem. Dennoch haben auch Notebooks und Tablets als eigenständige Geräte durchaus ihre Daseinsberechtigung. Sei es als ausgewiesenes Arbeitstier oder als handliches Surf-Gerät; sie haben sich im Alltag fest etabliert. Eindeutig für die Arbeit ausgelegt sind dabei die klassischen Notebooks. Ganz gleich, ob sie ein Leben als Desktop-Ersatz fristen, als verlängerter Arm des Büro-Computers mit auf Dienstreise gehen oder daheim im Wohnzimmer die Korrespondenz mit Behörden erledigen: Sie zeigen ihre Stärken bei der Arbeit.

Unterwegs arbeiten

Ausgestattet sind sie meist mit Windows als Betriebssystem, den gängigen Office-Programmen wie Word, Excel, PowerPoint und einem Mail-Programm sowie System-Tools oder Anwendungen für die Bild- oder Videobearbeitung. Angetrieben werden sie von mehr oder minder leistungsfähigen Prozessoren. Wie leistungsstark diese sind, hängt vor allem vom Preis ab. Während bei günstigen Mobilcomputern Prozessoren von AMD zum Einsatz kommen, dominieren in der Premium-Klasse CPUs von Intel. Aktuell tauchen in den Highend-Notebooks Intels Core-i-Prozessoren der neunten Generation nach und nach auf. Bei teureren Laptops oder bei Gaming-Geräten gibt es für mehr Leistung extra Grafikchips dazu. Dadurch erweitert sich das Einsatzgebiet des Notebooks, so dass anspruchsvolle Bild- oder Videobearbeitung möglich wird. Allerdings sind diese Geräte dann auch ziemlich schwer.
Auf jeden Fall haben Nutzer bei der Ausstattung eines Notebooks die Qual der Wahl und können ihren mobilen Computer nach Wunsch und Einsatzgebiet konfigurieren. Das betrifft auch Arbeits- und Hauptspeicher. Auch da gilt, dass Premium-Geräte mit mehr Speicher versorgt sind als günstige Notebooks. So stecken in teureren Laptops Solide State Drives (SSD), während in günstigeren Mobilcomputern mitunter sehr langsame HDDs verbaut sind.
Was Notebooks ebenfalls auszeichnet, ist ihre Anschlussfreude. Mehrere USB-Anschlüsse für Maus, externe Festplatte, Display oder Drucker sind Pflicht. HDMI- oder microHDMI-Schnittstellen und Display-Ports (Mini-DisplayPort) gibt es bei vielen Notebooks ebenfalls. Und was in der heutigen, drahtlosen Zeit zwar überholt, dafür aber umso praktischer ist, sind LANAnschlüsse. So sind Internetverbindungen auch möglich, wenn das WLAN instabil oder unsicher ist.
Zu den antiquierten Ausstattungsmerkmalen zählen zweifellos auch optische Laufwerke, die bei manchen Notebooks noch zu finden sind. Nützlich sind sie zum Sichern oder Sichten von Daten natürlich schon; allerdings führen sie dazu, dass die Geräte schwerer und weniger mobil werden.

Zu den großen Vorteilen von Notebooks zählen die Anschlüsse für Peripherie-Geräte.


Bei vielen Notebooks gibt es neben USB-Anschlüssen auch LAN- und HDMI-Ports.


Entscheidend für die Mobilität und Handlichkeit eines Notebooks ist die Größe des Displays. Wer einen Desktop-Ersatz benötigt, greift gern zu einem Bildschirm, der 15 oder mehr Zoll (38 cm) im Durchmesser misst. Und wer auch unterwegs augenschonend arbeiten will, sollte zu einem Mobilrechner mit einem reflexionsarmen Screen greifen. Wer zu einem Notebook tendiert, sollte ferner überlegen, ob das Gerät über Touchfunktionalität verfügen soll. Ist ein Touchdisplay verbaut, kostet das Notebook gleich mehr. Wer also bei seinem Notebook ohnehin die Finger auf der Tastatur lassen will, kann getrost auf diese Funktionalität verzichten. Auf jeden Fall zeichnen sich Notebooks durch ihre ausgesprochene Vielfalt aus, was sich bei den ungeheuren Ausstattungsvarianten ebenso bemerkbar macht wie beim Preis. Und je leistungsfähiger, kompakter und mobiler die Rechner sind, desto teurer sind sie. Zu ihren entscheidenden Nachteilen gehören aber die Akkulaufzeiten.

113,9 Millionen Tablets sollen 2019 weltweit verkauft werden. Quelle: IDC

Leistung und Ausdauer

Grundsätzlich sind Notebook-Akkus weniger ausdauernd als etwa Akkus von Tablets. Wobei da nicht nur ihre Größe–in Wattstunden (Wh) oder Milliamperestunden (mAh)–entscheidend ist. Vielmehr sind Leistung und Displaygröße ausschlaggebend. Deshalb werden unter anderem bei Tablets Prozessoren verbaut, die eine möglichst gute Performance liefern, dabei aber wenig Wärme entwickeln und lange Akkulaufzeiten garantieren. Bei den Android-Topmodellen kommen oft CPUs von Qualcomm zum Einsatz. Meist sind es die gleichen Prozessoren, die auch bei den Premium-Smartphones den Takt angeben. Bei Windows-Tablets, die, wie Microsofts Surface-Geräte, hauptsächlich als Detachables auf den Markt drängen, sind Intel-Prozessoren keine Seltenheit. Dabei werden günstige Geräte häufig von Chips aus Intels Atom-Familie angetrieben. So stehen die Windows-Tablets hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit den klassischen Notebooks in ihrer Klasse in nichts nach. Das gilt auch für den Arbeitsspeicher. Während in High-End-Geräten gerne auch schon mal mehr als acht GByte RAM stecken, arbeiten in Einsteigermodellen meist nur zwei oder vier GByte Arbeitsspeicher. Und ähnlich wie bei Notebooks, sind gerade bei Windows-Tablets die unterschiedlichsten Konfigurationen bei Prozessoren, Speicher oder Displaygröße verfügbar. Was sich naturgemäß auch im Preis bemerkbar macht.

Tablets sind dünn, leicht und megamobil–wie gemacht für Spiel und Spaß.


Weniger Konfigurationsmöglichkeiten bei den einzelnen Tablets bietet hingegen Apple. Dabei führt der Platzhirsch unter den Tablet-Anbietern gerade so viele Geräte im Portfolio wie nie zuvor. So gibt es iPads, die mit einem 12,9 Zoll großen Display den Notebooks den Sand abgraben sollen, ebenso wie das kleine, handliche iPad mini für die Handtasche. Apple bietet sie zwar in unterschiedlichen Speichervarianten an; mit Karten erweitern lassen sie sich aber nicht. Und verschieden große Arbeitsspeicher sind ebenfalls nicht verfügbar. Außerdem schweigt sich Apple über die Größe der Akkus aus. Dennoch sind die iPads allesamt mehr als ausdauernd und ziehen in verschiedenen Benchmarks an den meisten anderen Tablets vorbei.

Klassische Notebooks taugen wegen ihrer Leistung und Tastatur gut als Arbeitsgerät.


Laufzeiten von zehn Stunden sind mit Tablets durchaus drin. So lassen sich unterwegs auf dem Tablet auch schon mal Powerpoint-Präsentationen korrigieren oder auf einem Langstreckenflug mehrere Folgen der Lieblingsserie genießen, ohne dauernd nach einer Steckdose Ausschau halten zu müssen. Weniger ausdauernd sind dabei Tablets mit großen Displays; schließlich entpuppen sich die Bildschirme unterwegs zu echten Stromfressern. Bauen Tablet-Hersteller in ihre Westentaschen-Computer größere Akkus ein, macht sich das gleich negativ beim Gewicht des Gerätes bemerkbar. So sind Geräte mit andockbarer Tastatur, die einen zusätzlichen Akku bereithalten, eine echte Alternative für Power-User.

Mit Lenovos faltbarem Tablet verwischen Gerätegrenzen weiter.


Surfen und fotografieren

Die Nase vorn haben Tablets darüber hinaus zweifellos in Sachen Mobilität. Wer beispielsweise als Pendler unterwegs surfen möchte oder seine E-Mails checken will, sollte sich unbedingt für ein Tablet mit einem SIM-Karteneinschub entscheiden. Zwar sind die Geräte mit 4G-Modul teuerer als reine WLAN-Tablets, doch bieten sie schnelles Internet auch ohne Smartphone-Anbindung.
Im Gegensatz zu klassischen Notebooks lassen sich Tablets dank integrierter Kameras auch zum Fotografieren einsetzen. Allerdings sind die Kameras bei den meisten Westentaschen-Computern eher schmückendes Beiwerk als eine echte Alternative zur Kamera, beispielsweise von Smartphones. Schnappschüsse dürften damit dennoch meist gelingen, wobei die Auflösung der eingebauten Kamera-Module eben meist nicht sonderlich hoch ist. Ein Blitz fehlt bei den meisten Tablet-Knipsen ebenfalls. So verbaut etwa Samsung in sein neuestes Galaxy Tab 5e zwar eine 13-Megapixel-Kamera; auf einen Blitz müssen Amateurfotografen dennoch verzichten. Ganz abgesehen davon, dass es immer noch ein wenig eigentümlich anmutet, mit einem mehr oder minder großen Tablet auf Foto-Safari zu gehen. Die Qualitäten der handlichen, flachen Rechner, die meist weniger als ein halbes Kilo auf die Waage bringen, zeigen sich heute vielmehr bei neuen Technologien wie Augmented Reality (erweiterte Realität).

Virtuelle Welten entdecken

Dabei verschmelzen reale Bilder mit digitalen und schaffen neue Einblicke und eine neue Art des Erlebens. Voraussetzung dafür sind, neben den verbauten Kameras, die in den Tablets arbeitenden Sensoren. Während die Kameras reale Bilder auf das Gerät bringen, erfassen Sensoren die Umgebung mehrdimensional. Dank dieser Lage- und Beschleunigungssensoren können Tablets die Bewegungen des Nutzers registrieren. Daraus entstehen in entsprechenden Anwendungen neue Welten,bei denen die Grenzen zwischen Realität und virtuellen Welten verschwimmen. Besonders gut gelingt das, wenn die entsprechende Rechenleistung vorhanden ist, so dass selbst Bewegungen in den virtuellen Räumen flüssig aussehen.Wer im Biologie-Unterricht heute einen Frosch aufschneidet, braucht dazu kein Skalpell mehr.Vielmehr sezieren Schüler ihn virtuell mit Stift, Tablet und App. Und wer sich eine neue Kommode zulegen möchte, der platziert sie schon mal virtuell in seinem Wohnzimmer. So lässt sich ganz einfach prüfen, ob der neue Einrichtungsgegenstand auch tatsächlich zum Rest der Möbel passt. In ähnlicher Form gibt es bereits schon jetzt unzählige Augmented-Realtity-Anwendungsfälle in der Arbeitswelt.
Und natürlich haben AR-Techniken bereits in Spiele-Welten Einzug gehalten. Schließlich liegt es nahe, virtuelle Spielfiguren in die eigene Umgebung zu integrieren, wie das beispielsweise beim gehypten Pokémon Go der Fall ist.

Die neue Tablet-Generation: Mobile Computer für fast jeden Zweck

Als die ersten iPads auf den Markt kamen, waren Notebooks reine Arbeitstiere und die neu vorgestellten, flachen, tastenlosen Geräte ganz klar für den Surf- und Spielspaß auf der heimischen Couch gedacht. Beides hat sich im Laufe der Zeit gewandelt. Und spätestens, seit Apple sein neues Betriebssystem für die iPads vorgestellt hat, ist klar, dass aus dem Ur-Tablet ein Arbeitsgerät werden soll.

Mit Tastatur und Stift

Dass Branchenriese Apple mit den immer stärker nachgefragten Detachables liebäugelt, ist ein wenig beim Design der iPad-Pro-Modelle deutlich geworden. So erinnern sie mit ihrem kantigen Äußeren schon deutlich an die Surface-Konkurrenz von Microsoft – wie letztere haben die iPad Pros und die neuen iPad Airs einen Anschluss für eine Tastatur (Smart Keyboard Folio) erhalten.

Wodurch sich das iPad Pro aber vor allem auszeichnet, ist seine starke Leistung. Der verbaute Apple A12X-Acht-Kern-Prozessor lässt dabei nicht nur die Tablet-Konkurrenz in den Benchmarks blass aussehen. Vielmehr hängt das dünne, leichte Tablet auch die meisten klassischen Notebooks ab.

Dank verbauter Sensoren verschmelzen auf Tablets reale und virtuelle Welten.


Damit aber Tablets auch tatsächlich Arbeitstiere werden, erhalten die iPads ein eigenes Betriebssystem. Mit iPadOS soll es unter anderem dank einer neuen Dateien-App möglich sein, schnell auf Dokumente zuzugreifen und sie zu verwalten. Problematisch bei den iPads sind und bleiben aber die Anschlüsse, oder besser gesagt: das Fehlen derselben. Zwar verfügt das iPad Pro über einen USB-C-Anschluss für das Laden oder für den Anschluss von Monitoren. Allerdings gibt es dabei zu viele Einschränkungen, da nur Bilder oder Videos übertragen werden können – andere Daten bleiben schlicht ausgesperrt.