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Kavango-Zambezi: KAZA– der Traum


SUV Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 6/2018 vom 11.12.2018

Das vor einigen Jahren geschaffene, grenzübergreifende Schutzgebiet KAZA ermöglicht nicht nur Wildtieren ein friedliches Leben. Es eint auch die Menschen der fünf partizipierenden Länder in dieser ehemaligen Krisenregion Afrikas.


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Bildquelle: SUV Magazin, Ausgabe 6/2018

DIE EINZELNEN NATURRESERVATE ENTLANG DES CAPRIVI-STREIFENS UNTER EINEM DECKEL: So lässt sich KAZA vielleicht einfach geografisch einordnen. Aber die Bedeutung des 2005 ins Leben gerufenen Multiregierungsprojekts geht weit über die Geografie hinaus. Angola, Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe haben zum Wohle von Elefant und Co. ihre Streitigkeiten beigelegt und ziehen nun an ...

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DIE EINZELNEN NATURRESERVATE ENTLANG DES CAPRIVI-STREIFENS UNTER EINEM DECKEL: So lässt sich KAZA vielleicht einfach geografisch einordnen. Aber die Bedeutung des 2005 ins Leben gerufenen Multiregierungsprojekts geht weit über die Geografie hinaus. Angola, Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe haben zum Wohle von Elefant und Co. ihre Streitigkeiten beigelegt und ziehen nun an einem Strang. Im Kampf gegen Wilderer und zum Schutz der Artenvielfalt ist das größte multinationale Wildlife-Schutzgebiet unseres Planeten entstanden. Von Schutz, Ruhe und Einigkeit profitieren aber nicht nur die Dickhäuter in der Region. Neue Möglichkeiten für Handel und Tourismus entstehen zwischen Okavango-Delta und den Victoria-Fällen, die verstockte afrikanische Bürokratie beginnt zu brö-ck eln, Grenzen fangen an zu verwischen. Ein wirklich spezieller Ort mit einer Vision, die langsam umgesetzt wird. Wie kann man dieses Gebiet begreifen und entdeck en? Diese Frage stellt sich seit Jahren auch das Team der Land Rover Experience Tour, das schon Abenteuer von Feuerland bis Nepal organisiert hat. Jetzt soll es für die Teilnehmer im kommenden Jahr also KAZA werden. Spannend! Wir haben die Chance, einmal bei den ersten Schritten einer Tourplanung mit vor Ort zu sein, und entdecken ein Stück Afrika und ein neues Kapitel internationaler Zusammenarbeit. Ausgangspunkt des 5-Länder-Abenteuers ist der Eingang zum Caprivi-Zifpel, einer nicht einmal 30 Kilometer breiten Zunge, mit der Namibia an die vier anderen Staaten grenzt. Popa Falls, die Fälle des westlich verlaufenden Covango-Flusses, sind unser Sammel- und Startpunkt. Eine letzte Nacht im Bett und gute, touristengerechte Versorgung erwarten uns. Es gibt keine feste Route, keine Abmachungen, nur ein paar Guides und eine Idee. Und eine Geräuschkulisse und einen Mond, wie wir es noch nie erlebt haben nachts. Wir haben die Wildnis betreten. Hippos brüllen, unbekannte Vogelstimmen rufen, Insekten, die zum Glück in dieser Größe noch nicht in Mitteleuropa angesiedelt sind, schwirren. Es geht früh zur Entdeckungstour. Im Norden liegt Angola, im Süden Botswana, als wir auf der B8 in Namibia die letzen be-festigten Meter zurücklegen. Erstes Ziel ist der Sioma-Nationalpark und ein Versuch nach Angola reinzukommen und erste Kontakte zu knüpfen. Ein Visum im Vorfeld zu besorgen, braucht unendlich Geduld, nicht alle haben eins. Wir biegen ab und schon sind wir nur noch auf tiefen, sandigen Pisten unterwegs. Staub und fast 40 Grad Hitze machen Mensch und Discovery zu schaffen. Die Klima kommt manchmal an ihre Grenzen. Aber man genießt jeden Augenblick und versucht, nichts zu verpassen. Antilopen und Warzenschweine ohne Ende, dabei sind wir noch nicht einmal im Reservat. Dann aus dem Nichts die angolanische Grenze vor uns an einer Sandkreuzung. Der Augenblick höchster Anspannung. Hier entscheidet sich, ob die Experience Tour wie erträumt geplant werden kann. Nach kurzer Zeit sind die Zweifel verflogen. Freundliche, wenngleich bewaffnete Grenzer notieren sich kurz unsere Passnummern, dann dürfen wir als Tagestouristen nach Angola einreisen. Alles ist relativ relaxed und unsere Stimmung hebt sich sofort. Es geht 20 Kilometer ins Landesinnere, wo wir in einem wunderbaren Flussdelta haltmachen und ein Picknick am Kwando River einlegen. Dort wird grade im Nichts ein feine kleine Lodge errichtet, die im nun kommenden Jahr toller Zwischenstopp wird. War Angola zu Beginn der Wackelkandidat, ist nun alles möglich. Überall treffen wir auf KAZA-Wildhüter und lassen uns ihre spannenden Geschichten erzählen. Fast jede Nacht werden hier noch Wilderer aufgegriffen und verhaftet. Ihnen drohen empfindliche Strafen und lange Haft. Auch hier im Mudumo-Park und im sambischen Siobe-Nationalpark. Es ist das Gebiet mit der größten Elefantenpopulation auf unserem Planeten. Gut, zu sehen, dass der aktive Tierschutz funktioniert und alle fünf Länder an einem Strang ziehen. In Sambia treffen wir nicht nur einmal, sondern ständig auf Herden mit über 200 Tieren. Wir campen in den Parks an kleinen Grill- und Duschlodges, unumzäunt in der Wildnis. Wasserbüffel erschüttern die Erde, Löwen brüllen in der Ferne. Die Sinneseindrücke sind kaum in Worte zu fassen. Unsere Reise führt uns weiter, wieder durch Namibia und rein nach Botswana. Kasane und Chobe Nationalpark lassen einem erneut den Atem stocken. Wir machen eine halbstündige Pause, bis eine riesige Elefantenherde den Weg passiert hat. Ein ergreifender Anblick, so viele Tiere auf einmal zu erleben – unbeschreiblich. Zimbabwe, das fünfte Land, verabschiedet uns dann wieder etwas touristischer, aber nicht minder eindrucksvoll, mit den mächtigen Vicoria Falls. Ein Traum wird wahr, für uns und eine Region, die Grenzen abbaut und Schutz etabliert. Eine anstrengende, aber magische Reise, sicherlich einzig in ihrer Art…


„Eine Vision zum Schutz der Wildtiere, die langsam umgesetzt wird.“


Riesige Herden: in mehreren nationalparks zählten wir bis zu 200 tiere in einem verband!


Chobe-nationalpark: neben riesigen elefantenherden konnten wir hier einen seltenen „Heiligenschein“ um unsere sonne beobachten!


Trotz Niedrigwasser: Die Gischt Aus Den Viktoriafällen Steigt Über 150 Meter Hoch Und Ermöglicht Atemberaubende Bilder.



„Staub und fast 40 Grad Hitze machen Mensch und Discovery zu schaffen!“


Abendstimmung: In Den Nationalparks Wird Unser Discovery Dank Geräumigem Dachzelt Zur Lagerstätte. Afrika pur!


FOTOS: LET/Schulz