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KEINE CHANCE DEM SCHIMMEL


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selbermachen - epaper ⋅ Ausgabe 11/2022 vom 01.10.2022

INNENDÄMMUNG

Sparen und schützen

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Bildquelle: selbermachen, Ausgabe 11/2022

Die Antischimmel Calciumsilikatplatten bekommen Sie in einer Größe von 125 x 100 cm, aber in verschiedenen Stärken. Es gilt: Je dicker die Platten, desto größer die Dämmwirkung und desto mehr Kondenswasser speichern sie. Beachten Sie, dass dicke Dämmplatten auch immer Wohnraum kosten. www.baumit.de

Die eigene Haus- oder Wohnungsdämmung zu sanieren, können sich in diesem Winter nur die wenigsten leisten. Es gibt jedoch trotzdem die Möglichkeit, die Außenwände so zu optimieren, dass deren Dämmwert spürbar erhöht wird und Sie gleichzeitig verhindern, dass sich der Schimmel bei Ihnen einnistet – eine Innendämmung mit Calciumsilikatplatten. Diese nur wenige Zentimeter dünnen mineralischen Platten aus dem Baumarkt können beides: dämmen und Schimmel verhindern. Bei Innendämmungen besteht immer die Gefahr, dass sich die Raumluftfeuchte in der Dämmung oder am Übergang zur Wand niederschlägt. Die CS-Platten können es verhindern, weshalb sie die fehlerunanfälligste Dämmlösung sind.

PLATTEN AUS CALCIUM-SILIKAT

WIE ENTSTEHT SCHIMMEL?

Die allseits umherschwirrenden Schimmelsporen lassen sich bevorzugt an feuchten Stellen an Wand und Decke nieder, wenn sie dort auf Nährstoffe ...

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... wie zum Beispiel Zellulose aus dem Tapetenkleister treffen. Die Feuchtigkeit an Wänden kann zwei Ursachen haben: Entweder dringt Wasser in die Wand ein, etwa aus einem defekten Rohr oder von außen. Das entsteht, wenn die Luftfeuchte aus der warmen Raumluft auf kalte Stellen trifft. Am kältesten sind in der Regel die Raumecken, weil einer kleinen Innenfläche mit warmer Luft eine große Außenfläche mit Kaltluft gegenüberliegt („geometrische Wärmebrücke“). Der erhöhte Wärmestrom an dieser Stelle führt dann dazu, dass sich die Feuchte hier niederschlägt und der Schimmel kommt.

WICHTIG: DIE SPOREN MÜSSEN WEG

Ein fataler Fehler wäre es, wenn Sie die Platten einfach auf die vom Schimmel befallene Fläche aufkleben, ohne diesen vorher sorgfältig zu entfernen. Denn dann würde es im Untergrund lustig weiterschimmeln und Ihre Raumluftqualität um keinen Deut besser. Also: Erst einmal ran an den Schimmel!

„Das Einatmen von Schimmelsporen sollten Sie auf jeden Fall vermeiden!“

Schützen Sie sich!

Schimmelsporen sind gesundheitsschädlich! Wenn Sie sich an das Entfernen machen, tragen Sie deshalb unbedingt eine Atemschutzmaske der Klasse FFP3. Diese schützt zu 99 Prozent vor Partikeln in der Luft und somit auch vor den kleinsten Schimmelsporen.

CALCIUMSILIKATPLATTEN VERARBEITEN

Das Wichtigste bei derartigen Innendämmungen ist, dass Sie immer im System bleiben. Das heißt, CS-Platten, Kleber, Grundierung und Spachtel sollten von einem Hersteller stammen. Nur so ist gesichert, dass die einzelnen Komponenten zu einem funktionierenden Ganzen werden.

Die für eine Innendämmung üblichen Calciumsilikatplatten bestehen aus Siliziumdioxid, Calciumoxid und Wasser, in der Regel sind sie mit einer beigemischten Armierung aus Zellulose oder auch Glasfasern bruchfest hergestellt. Sie sind von ihrer inneren Struktur her besonders feinporig. Das sorgt dafür, dass CS-Platten das durch die abfallende Temperaturkurve im Wandquerschnitt anfallende Kondenswasser am Übergang zur Wand sofort aufnehmen und in ihren vielen kleinen Poren speichern. Der Fachbegriff dafür ist „kapillaraktiv“. Wichtig: Die Wand selbst bleibt so trocken, dem Schimmel wird also die Grundlage für sein Wachstum entzogen. Das in den CS-Platten gespeicherte Wasser wird über die Zeit wieder an die – gerade im Winter – trockene Raumluft abgegeben. Damit dies funktioniert, müssen alle Beschichtungen auf den Platten natürlich ebenfalls kapillaraktiv sein. Eine konventionelle Spachtelmasse oder absperrende Farben machen die schimmelhemmende Wirkung zunichte.

DER KLEBER

Calciumsilikatplatten können Sie nicht mit jedem Mörtel kleben, das würde die Funktion der Platten erheblich beeinträchtigen. Der „Antischimmel 2 in 1“ kann als Kleber und auch als Beschichtung für Calciumsilikatplatten verwendet werden. Der Mörtel ist diffusionsoffen, wie die CS-Platten selbst auch kapillaraktiv und mineralisch. Er hält auf altem, festem Putz genauso wie auf Mauerwerk, vorausgesetzt, der Untergrund ist nicht zu stark saugend. Sollte das der Fall sein, muss zuvor entweder stark genässt oder grundiert werden.

CALCIUMSILIKATPLATTEN SCHNEIDEN

Für den Längen- und Breitenzuschnitt lässt sich die Baumit Calciumsilikatplatte sehr gut mit einem Fuchsschwanz oder einer Stichsäge zuschneiden. Bei längeren Schnitten raten wir, den Schnitt zuvor mit einem Cuttermesser entlang eines Lineals anzuritzen. Für Ausklinkungen, Löcher oder Ähnliches können Sie die Platten bis 3 cm Dicke mit einem scharfen Cutter bearbeiten. Den führen Sie mehrmals mit mäßigem Druck entlang der aufgezeichneten Linien. Bei den dickeren Platten funktioniert das nicht, hier brauchen Sie eine Stichsäge mit einem Vollholz-Sägeblatt.

GANZ WICHTIG: FLANKEN DÄMMEN!

Sobald Sie eine Außenwand von innen isolieren, werden die angrenzenden Flächen von Innenwänden und der Decke zum Problem. Über diese sogenannten Flanken entweicht die Wärme dann nämlich umso stärker, was zu Schimmel an ebenjenen Übergängen führen kann.

Die warme Raumluft ist einfach zu gerissen: Ist die Wand gedämmt, sucht sie sich ihren Weg zur kalten Außenwand über die Flanken. Ist der Schimmel einmal zwischen Wand und Innendämmung gediehen, sind auch die CS-Platten machtlos. Die Lösung für dieses Problem ist allerdings relativ einfach, wenn auch optisch nicht gerade ein Leckerbissen: Sie kleben die Calciumsilikatplatten nicht nur auf die Außenwandflächen, sondern auch an die Decke und die anstoßenden („eingebundenen“) Wände. Es reicht hier allerdings, wenn die auf diese Bauteile verklebten Plattenstreifen etwa 50–60 Zentimeter breit sind. Einige Hersteller bieten für diese Flankendämmung spezielle Platten in Keilform an, die es ermöglichen, den Übergang zu Wänden und Decke nahezu kantenlos auszubilden. Die Restkante können Sie akzeptieren oder nahtlos anspachteln.

„Verzichten Sie keinesfalls auf die Flankendämmung.“

SO BLEIBEN OBERFLÄCHEN SCHIMMELFREI

Die CS-Platten sind zwar sehr effektiv, aber optisch wahrlich kein Highlight für Ihre gute Stube. Es gilt also, die Oberfläche der Platten sauber zu spachteln. Verwenden Sie dazu unbedingt die Produkte des CS-Plattenherstellers, denn es ist wichtig, dass auch Grundierung und Spachtelmasse kapillaraktiv sind.

WEITERE TIPPS, UM SCHIMMEL ZU VERMEIDEN

Hauptgrund für die Schimmelbildung im Haus ist die Kondenswasserbildung. Das Kondensieren der Raumluftfeuchtigkeit auf Flächen und in Ecken lässt sich im Wesentlichen auf zwei Arten verhindern.

Die Oberflächentemperatur der Außenwände erhöhen: Das können Sie entweder erreichen, indem Sie die Außenwände von außen lückenlos dämmen, damit die Wand in der warmen Zone der Temperaturkurve liegt. Oder – falls das nicht möglich ist – Sie sorgen auf der Innenseite für höhere Oberflächentemperaturen mit einer Innendämmung. Es reicht aber oft auch schon eine 5 mm starke Dämmtapete, die Sie auf die Wände kleben. Die dämmt zwar nicht, hält die Wandtemperatur aber über den kritischen 13 °C, ab denen Schimmel ensteht.

Die zweite Möglichkeit ist simpel und höchst effektiv: Sie müssen die Räume regelmäßig so lüften, dass die feuchte Luft abtransportiert wird. Hier gilt: Mindestens dreimal am Tag Fenster auf und stoßlüften. So sind Sie vor Schimmel sicher.

LÜFTEN IST DAS NONPLUS-ULTRA