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Keine Chance für: Heiserkeit & Husten


LandApotheke - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 11.09.2019

Gerade im Herbst und Winter erwischt es viele Menschen: Heiserkeit, Husten und schmerzhafte Schluckbeschwerden. Für eine schnelle Linderung und Heilung versorgt uns Mutter Natur mit vielen aromatischen Heilkräutern und heilsamen Ölen.


Artikelbild für den Artikel "Keine Chance für: Heiserkeit & Husten" aus der Ausgabe 4/2019 von LandApotheke. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: LandApotheke, Ausgabe 4/2019

Mindestens zwei Liter Flüssigkeit in Form von warmem Kräutertee und Quellwasser helfen, die Symptome einer Kehlkopfentzündung zu lindern


Auf einen ganz gewöhnlichen Schnupfen kann sich eine unangenehme und schmerzhafte Kehlkopfentzündung (Laryngitis) aufpfropfen. Die typischen Symptome hierfür sind: ein trockener, bellender Husten, Heiserkeit und oft auch Schluckbeschwerden. ...

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... Wenn sich Atmennot dazugesellt, sollte man einen Arzt aufsuchen. Ansonsten bieten sich eine ganze Reihe hilfreicher Kräuter, Wurzeln und Öle zur schnellen Linderung und Heilung an.

HEILSAME KRÄUTERHILFE

Die Auslöser für den trockenen Husten, die Heiserkeit und die Schluckbeschwerden sind im Falle einer Kehlkopfentzündung meist Viren, seltener Bakterien. Fehlen die Anzeichen einer Erkältung, können Bakterien die Verursacher sein und man greift auf stark antibakteriell wirkende Heilkräuter und Hausmittel zu wie beispielsweise: Kamille (Tee, Gurgellösung), Teebaumöl (Inhalation), Kurkuma (Tee, Gewürz), Aloe Vera (Getränk), Ingwerwurzel (Tee, Gewürz), Kokosöl (Speisezutat), Echinacea (Tee, Fertigpräparat), Süßholzwurzel (Tee), Apfelessig (Getränk), Salbei (Tee, Inhalation), Thymian (Tee, Inhalation), Meerrettich (Inhalation, Speise, Sirup), Zistrose (Inhalation, Tee) und Isländisches Moos (Lutschbonbons). Wer gleichzeitig einen Schnupfen hat, der schnell und heftig, wie angeflogen kam, der verwendet besser gleich antiviral wirkende Heilkräuter und Hausmittel. In diesen Wirkkreis gehören zum Beispiel Knoblauch (Saft, Gewürz), Oregano (Tee, Gewürz), Gewürznelkenöl (Inhalation), Olivenblätter (Tee), Königskerzenblüten (Tee), Süßholzwurzel (Tee), Ringelblumen (Tee, Inhalation), Eukalyptusöl (Inhalation, Bonbons), Teebaumöl (Inhalation), Wacholderöl (Inhalation), Grüner Tee (Tee), Zimt (Gewürz, Getränkezutat), Eibischwurzel (Tee) und die Schafgarbe (Tee). All diese Hilfsmittel können kombiniert werden, sodass eine breite Wirkung erzielt werden kann.

GESUNDE SCHONKOST

Durch die gereizten Schleimhäute treten meist Schluckbeschwerden auf. Selbst das Schlucken von Speichel kann derart schmerzhaft sein, dass manche Betroffene ihn lieber in ein Tuch spucken, was allerdings dazu führt, dass die Schleimhäute austrocknen und der Schmerz noch stärker wird. Deswegen ist das ständige Befeuchten durch verdünnten Kräutertee oder Quellwasser (mindestens 2 Liter), zusätzlich zu den stark wirkenden Heiltees dringend erforderlich. Feste Nahrung kann in dieser Zeit vorübergehend durch flüssige Kost ersetzt werden. Vitaminreiche Gemüse- und Obstmixgetränke stärken den Körper und können auch bei Schluckbeschwerden getrunken werden, wenn man saures Obst meidet. Möhrenbrei, Bananen oder milde Nudelgerichte werden ebenfalls gut vertragen. Verzichten sollte man auf Milch und Milchprodukte, da sie verschleimend wirken. Ein Haferdrink mit Honig ist jedoch erlaubt. Auch scharfe Gewürze können entzündete Schleimhäute weiter reizen.

Akuter trockener Husten, Schluckbeschwerden und Heiserkeit entwickeln sich oft aus einer virusbedingten Entzündung der oberen Atemwege, wie z. B. einer ganz gewöhnlichen Erkältung


Huflattich-Tee gegen trockenen Husten

antibakteriell, reizlindernd, abschleimend, heilungsfördernd

ZUTATEN:
Huflattichblätter und -blüten

ZUBEREITUNG:
1 2 TL Huflattichblätter und -blüten in kaltes Wasser legen.
2 Am besten über Nacht, jedoch mindestens
2–4 Stunden ziehen lassen.
3 Falls möglich hin und wieder umrühren.
4 Abseihen.

ANWENDUNG:
Täglich 2–3 Tassen lauwarmen Huflattichtee über den Tag verteilt trinken. Hinweis: Nur 3–4 Mal im Jahr anwenden. Nicht für eine längere Anwendung geeignet

DAS SOLLTE MAN MEIDEN

Reden verboten! Auch flüstern hilft nicht. Wenn es irgendwie geht, sollte man seine Stimme für 1 bis 2 Tage nicht oder zumindest so wenig wie möglich gebrauchen. Alle äußeren, reizenden Einflüsse sollten ebenfalls vermieden werden. Vor allem das Rauchen von Zigaretten, staubige und mit chemischen Mitteln angereicherte Luft schaden jetzt. Reizende, trockene Raumluft kann durch das Auflegen von nassen Tüchern auf die Heizung befeuchtet werden. Eine Kehlkopfentzündung ist in den ersten Tagen ansteckend, sodass Angehörige nicht angeniest werden sollten. Durch die Schonung der Stimme, die Anwendung von Inhalationen und entzündungshemmenden und abschwellenden Heilmitteln klingen die Beschwerden meist bereits nach wenigen Tagen folgenlos ab.
Judith Koch

Schön warmhalten ist nun angesagt. Ein ausgekühlter Körper ist anfälliger für Viren und Bakterien. Omas selbst gestrickte Schafwollsocken garantieren warme Füße


Sanddornfruchtfleischöl in Honig bei gereizter Rachenschleimhaut


Entzündungshemmend, schleimhautschützend, heilungsfördernd

ZUTATEN:
Sanddornfruchtfleischöl, Honig

ZUBEREITUNG:
1 2–5 Tropfen Sanddornfruchtfleischöl in eine kleine Schale träufeln.
2 1 EL Honig dazugeben.
3 Beides gut miteinander verrühren.

ANWENDUNG:
Die Öl-Honig-Mischung langsam im Mund „schmelzen“ und die Kehle herunterrinnen lassen. Kann stündlich wiederholt werden.

Ein altbewährtes Hausmittel gegen Halsschmerzen und Heiserkeit ist der Saft von Blaubeeren oder Brombeeren. Täglich 1–2 Gläser Saft trinken und zusätzlich mit 2 EL den Mund spülen und gurgeln, danach den Gurgelsaft ausspucken


Kamillenblüten-Ringelblumenblüten-Gurgel-Tee gegen Schluckbeschwerden

antibakteriell, entzündungshemmend, beruhigend, harmonisierend, abschwellend

ZUTATEN:
Kamillenblüten, Ringelblumenblüten

ZUBEREITUNG:
1 Je 3 EL Kamillen- und Ringelblumenblüten in eine Schale geben.
2 Kräftig mischen.
3 1 TL dieser Mischung mit 250 ml heißem Wasser überbrühen.
4 20 Minuten abgedeckt ziehen lassen.
5 Abseihen.

ANWENDUNG:
Wenn der Tee auf Handwärme heruntergekühlt ist, damit gurgeln bis die Tasse leer ist. 3–5 Mal pro Tag anwenden.

TIPP FÜR HUSTENTEE ALLGEMEIN:

Tees gegen Husten sollten allgemein mit Honig oder wahlweise einer anderen Süßung (zum Beispiel Agavendicksaft) getrunken werden, da der süße Geschmack beim Abhusten von Schleim behilflich ist.

Eibischwurzel-Husten-Tee bei trockenem Husten

reizlindernd, schleimhautschützend, fördert das Abhusten

ZUTATEN:
zerkleinerte Eibischwurzel

ZUBEREITUNG:
1 1 TL zerkleinerte Eibischwurzel in 250 ml kaltes Wasser geben.
2 Über Nacht, mindestens jedoch 2–4 Stunden ziehen lassen.
3 Falls möglich hin und wieder umrühren.
4 Abseihen.

ANWENDUNG:
Täglich 3–4 Tassen lauwarmen Eibischwurzel-Husten-Tee trinken.

TIPP: Mit diesem Tee kann auch bei Halsschmerzen gegurgelt werden. Hinweis: Durch den Schutzfilm auf den Schleimhäuten kann die Aufnahme von Medikamenten verzögert werden. Arzneien am besten erst 30-60 Minuten später einnehmen.

Wasserdampfinhalation mit Salbei

antibakteriell, sekretionsfördernd

ZUTATEN:
Salbeiöl, Schüssel (oder Inhalator), Handtuch

ZUBEREITUNG:
1 1 Liter heißes Wasser in eine mittelgroße Schüssel gießen.
2 3–5 Tropfen Salbeiöl hinzufügen.
3 Über die Schüssel beugen und ein Handtuch zeltförmig über den Kopf und die Schüssel legen. Vorsicht Verbrennungsgefahr! Der Dampf sollte ohne zu Husten eingeatmet werden können. Geht dies nicht, noch einen Schuss kaltes Wasser hinzufügen.

ANWENDUNG:
Eine Inhalation kann alle 4 Stunden wiederholt werden. 5–10 Minuten pro Anwendung sind ausreichend.

Trockene Inhalation:

Dafür werden 6–8 Tropfen Salbeiöl auf ein Tuch gegeben und dieses in der Mitte zusammengefaltet, sodass das Öl innen liegend ist. Kräftig daran riechen.

Zistrose-Lutschbonbons

desinfizierend und befeuchtend, bei bakteriell und viral verursachter Heiserkeit und Reizhusten

ZUTATEN:
getrocknete einjährige Triebe der Zistrose zur Blütezeit, Birkenzucker

ZUBEREITUNG:
1 1 Handvoll getrocknetes Kraut zu Pulver vermahlen, zum Beispiel in einer alten Kaffeemühle.
2 150 g Birkenzucker in einem kleinen Topf schmelzen. Bei mittlerer Hitze schmilzt der Zucker zunächst langsam, karamellisiert dann aber sehr schnell, das heißt er wird braun.
3 In dieser Phase das Kräuterpulver zufügen und schnell unterrühren.
4 Topf von der Herdplatte ziehen und auf einem ausgebreiteten Backpapier mit einem Teelöffel 1 Euro große Zuckertropfen auf das Papier geben.
5 Wenn die Tropfen leicht trüb werden, beginnen sie hart zu werden. Jetzt (Vorsicht heiß!), den abgekühlten aber noch formbaren Tropfen vom Backpapier lösen und zwischen den Handflächen zu einer Kugel formen.
6 Wahlweise kann man die Masse auch in spezielle Zuckerformen gießen.

TIPP: Harte Restbonbonmasse lässt sich leicht aus dem Topf entfernen, wenn man den Topf mit Wasser füllt und dieses erhitzt.

ANWENDUNG:
Über den Tag verteilt immer wieder einmal ein Bonbon langsam lutschen. Vorsicht: Bei übermäßigem Verzehr kann Birkenzucker eine abführende Wirkung haben.