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Kerstin Kanngießer hatte schweren Bluthochdruck „Schröpfen und Aderlass haben mich geheilt“


Bild der Frau - epaper ⋅ Ausgabe 32/2018 vom 03.08.2018

Die lebensgefährlich hohen Werte der Berlinerin ließen sich durch Tabletten nicht senken. Erst altertümliche Ausleitungsverfahren halfen


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Bildquelle: Bild der Frau, Ausgabe 32/2018

Kerstin Kanngießer muss die Therapie selbst zahlen. Aber das ist es ihr wert!


Kerstin Kanngießer steigt gut gelaunt aus dem Auto. Gerade ist sie 200 Kilometer von Berlin nach Leipzig zu ihrer Ärztin gefahren. „Am Anfang habe ich mir noch gesagt: Du gurkst doch wegen deines Blutdrucks nicht ganz da runter“, sagt die 56-Jährige und lacht. Denn mittlerweile fährt sie die Strecke motiviert: „Mir geht es wieder gut und auch Bekannte sagen: Du siehst gesund ...

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... und viel jünger aus!“

Sie bricht plötzlich bewusstlos zusammen

Was kaum einer glaubt: Noch vor drei Jahren schwebte Kerstin Kanngießer in Lebensgefahr. Die Betriebswirtin war gerade bei einem Kunden, als sie kurz bewusstlos wurde. Die Messung vor Ort ergab: Ein Blutdruck von 230 zu 120 mmHg, eigentlich ein Notfall! „Ich muss schon länger hohe Werte gehabt haben“, sagt die Selbstständige. Ihr war oft warm, sie hatte Schweißausbrüche, manchmal zitterten ihre Hände – alles typische Symptome. „Ich dachte aber, das wären die Wechseljahre.“

Dr. Anke Görgner
Fachärztin für Anästhesie, Notfallmedizin, Naturheilverfahren


Kerstin Kanngießer wollte keinen Notarzt, ging erst am nächsten Tag zum Kardiologen. Der behielt sie gleich da, machte viele Tests und verschrieb gegen die Hypertonie immer wieder andere Tabletten. „Von allen bekam ich Ausschlag und Haarausfall, hatte Schlafstörungen – und auch nach einem Jahr ging der Blutdruck nicht runter“, sagt Kerstin Kanngießer.

Ein Bekannter empfahl ihr schließlich Dr. Anke Görgner, eine Ärztin in Leipzig, die die Erkrankung erfolgreich mit blutausleitenden Verfahren behandeln würde. Auf deren blutdrucksenkende Wirkung war die Fachärztin für Anästhesie und Notfallmedizin zufällig gestoßen:

„Einige Schmerzpatienten hatten nach dem blutigen Schröpfen immer niedrigen Blutdruck“, erklärt Dr. Anke Görgner. Das Praxisteam ging alle Akten durch – und konnte den Effekt bei rund 400 Patienten feststellen, die mit Blutegeln, Schröpfen und Aderlass behandelt worden waren. Diese Beobachtungen soll eine im Herbst gemeinsam mit der Charité startende Studie auch klinisch belegen. „Durch die Verfahren lässt sich bei meinen Hypertonie-Patienten der obere Wert im Durchschnitt um 50 mmHg senken und der untere Wert um 20 mmHg“, sagt die Naturmedizinerin.

Die Fließeigenschaften des Blutes werden verbessert

Welche Methode dabei jeweils zum Einsatz kommt, entscheidet sich aufgrund der Symptome. Bei Kerstin Kanngießer empfahl Dr. Görgner nach einem Gespräch, Untersuchungen und einem Blutbild als Erstes einen Aderlass, die kräftigste Ausleitung. Dabei wird wie beim Blutspenden ein Venenzugang gelegt und es werden langsam bis zu 400 ml Blut abgenommen. Gleichzeitig werden bestimmte Reflexzonen gedrückt und gehalten, was zur Verbesserung der Mikrozirkulation führt. „Der so durchgeführte Aderlass verbessert die Fließeigenschaften des Blutes und senkt den Blutdruck“, erklärt Dr. Görgner. Schon nach der ersten Sitzung war Kerstin Kanngießers oberer Wert auf unter 200 mmHg gesunken, nach einem Jahr lag er bei 120 mmHG. Anfangs kam sie noch jeden Monat in die Praxis, mittlerweile reichen sechs Besuche mit Behandlung, Infusion und Ausruhen pro Jahr aus, um die Werte stabil zu halten. Die Kosten von 240 Euro, die nicht erstattet werden, nimmt sie gern in Kauf. „Ich schwitze nicht mehr, jogge jeden Tag“, strahlt die 56-Jährige. „Und ich brauche keine Medikamente mehr!“

Blutdruckkontrolle gehört für Patientin Kerstin Kanngießer zum Alltag


Dr. Görgner lässt ihre Patientin zur Ader. Bis zu 400 ml Blut verliert Kerstin Kanngießer. Sechsmal im Jahr steht ein Ausleitungstermin in Leipzig an

Problem: schwer einstellbarer hoher Blutdruck

Krankengeschichte: Kollaps, danach diverse Medikamente

Lösung: Aderlass, Schröpfen, Blutegel


Fotos: Jörg Riethausen