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KFW-EFFIZIENZHÄUSER: Hohe Standards


Unser Haus - epaper ⋅ Ausgabe 11/2020 vom 23.09.2020

Sein hocheffizientes Haus bekommt man nicht, indem man sich an Werbelabels wie „Energiesparhaus“ oder „Niedrigenergiehaus“ orientiert. Sondern indem man nach einem genau definierten und geförderten Effizienzstandard baut. Wohnkomfort, niedrige Betriebskosten und Fördergelder sind der Lohn.


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Foto: getty/5second

Es gibt drei KfW-Effizienzhaus-Standards: 55, 40 und 40 plus. Realisieren lässt sich ein Effizienzhaus über verschiedene Maßnahmen. Bei vielen Hausherstellern ist das Effizienzhaus 55 inzwischen die Standardausführung. Wer mehr tun will, findet fertig geschnürte Zusatzpakete, mit denen er sein ...

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... Traumhaus relativ einfach auf das noch sparsamere Niveau Effizienzhaus 40 oder Effizienzhaus 40 Plus heben kann. Die Pakete enthalten Komponenten zu sparsamerer Heiztechnik, dickerer Dämmung, besseren Fenstern sowie Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien.

Dämmung und Technik

Während die meisten Bauherren bei Energieeffizienz zuerst an die Haustechnik denken, fangen professionelle Planer bei der Haushülle an. Eine gute Außendämmung sowie eine Dreifach-Verglasung im Fensterbereich halten die Wärmeverluste klein. Ist der Heizbedarf dank des guten Wärmeschutzes niedrig, reicht für Raumheizung und Warmwasserbereitung ein Wärmeerzeuger mit geringer Leistung. In Folge der CO2-Bepreisung werden in den nächsten Jahren Öl und Gas teurer werden, allein deswegen spricht jetzt alles für die Erneuerbaren Energien, ob Umweltwärme, Holz oder Sonnenenergie.

Eine Erdwärmepumpe zum Beispiel macht aus einer Kilowattstunde Strom vier oder mehr Kilowattstunden Nutzwärme. Hinzu kommt häufig noch eine Photovoltaik-Anlage, deren Solarstrom direkt im Haushalt verbraucht, ansonsten in der Hausbatterie gespeichert oder ins Netz verkauft wird. Eine Alternative wäre die Holzheizung, etwa ein wasserführender Speicherofen im Wohnzimmer, mit Anschluss an den Heizungspufferspeicher. Holz verbrennt CO2-neutral. Kombiniert mit einer Solarwärme-beziehungsweise Solarthermie-Anlage kann der Ofen außerhalb der Heizperiode meist kalt bleiben.


DIE KFW FÖRDERBANK UNTERSTÜTZT DEN BAU EINES EFFIZIENZHAUSES MIT MAX. 30.000 EURO.


Effizienz-Standards

Die KfW Förderbank macht Vorgaben für den Effizienzhaus-Standard und achtet auch auf Einhaltung ihrer Kriterien. Mit Krediten und Zuschüssen, zu Anfang des Jahres noch einmal aufgestockt, unterstützt sie beim Bau eines „KfW-Effi-zienzhauses“, in den Förderstufen „55“, „40“ oder „40 Plus“. Das Effizienzhaus 55 darf höchstens 55 Prozent des Primärenergiebedarfs eines Neubaus gemäß Mindestanforderungen haben, das Effizienzhauses 40 höchstens 40 Prozent. Das Effizienzhaus 40 Plus muss zusätzlich noch eine positive Bilanz vorweisen, einen Jahresüberschuss an grünem Strom erzeugen, beispielsweise Solarstrom.
Auch auf einen überdurchschnittlichen Wärmeschutz legt die KfW Wert. Schließlich verdanken ihre Standards einiges dem vom Darmstädter Passivhaus Institut entwickelten Passivhaus, das aufgrund hervorragender Dämmung und einer Lüftung mit Wärmerückgewinnung nahezu ohne Raumheizung auskommt. Den Bau eines Passivhauses unterstützt die KfW deswegen ebenfalls, sofern es einem KfW-Effizienzhaus „vergleichbar“ ist. Und selbst das Sonnenhaus-Institut empfiehlt Interessenten, auf der Basis des Effizienzhauses 40 oder 40 Plus zu planen. „Herz“ eines Sonnenhauses bleibt dabei die extragroße Solarwärme-Anlage, die den Wärmebedarf zu mindestens 50 Prozent decken muss. Sie wird gesondert vom BAFA gefördert.

Strom von der Sonne: Die Energiezentrale spaltet mit dem Stromüberschuss per Elektrolyse Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff. Der Wasserstoff wird im Winter von der Brennstoffzelle wieder in Wärme und Strom umgewandelt. WeberHaus


Nur mit Beratung

Eine der Förderbedingungen der KfW ist die Mitwirkung eines unabhängigen und von ihr anerkannten Energieberaters. Er ist von der Planung bis zur Abnahme dabei und kann auch die ebenfalls geförderte Baubegleitung übernehmen. Zum Abschluss muss er bestätigen, dass die technischen Eigenschaften des Gebäudes den Richtlinien entsprechen. Zusätzlich macht die KfW selber Stichproben. Das gibt den Baufamilien Sicherheit.

Der Energiebedarf für ein großes Mehrgenerationenhaus wird in diesem Fall von der Solarstromanlage und der Hausbatterie gedeckt. Kampa-Haus

Green living

Dass es sich bei dem Ökohaus der Familie Sommer um ein Haus in nachhaltiger Holzbauweise handelt, darf man gerne sehen. Elemente der Schwörer-Holzlamellenfassade deuten auch im äußeren Erscheinungsbild auf den natürlichen Baustoff hin. Standardmäßig eingebaut ist eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung. Sie sorgt für einen regelmäßigen Luftwechsel, ein angenehmes Raumklima und für ein Wärmerecycling von über 80 %. Die Wärmepumpe ist im Technikraum untergebracht. Hier steht auch ein hochmoderner Energiespeicher mit Managementsystem – eine Photovoltaikanlage ist auf dem Dach montiert. Somit wird das Haus von Familie Sommer zum Energieplushaus – es erzeugt im Jahresmittel mehr Energie als es verbraucht.

SchwörerHaus KG, 72531 Hohenstein/Oberstetten Mehr auch unter: www.bau-welt.de/schwoererhaus

Bungalow mit Hightech

Durchdachtes Wohnen im Erdgeschoss – dies ermöglicht der geradlinige Pultdach-Bungalow „Nivelo“. Insbesondere die Außengestaltung, das Dach und die Fassade charakterisieren die moderne Architektur. Auch der Grundriss des Bungalows besticht durch seine zeitgemäße Form und unterstützt zudem die stilvolle Optik der Innenräume. Die intelligente Raumaufteilung ermöglicht komfortables ebenerdiges Wohnen. Den größten räumlichen Part bildet das kombinierte Wohn- und Esszimmer mit angrenzender geschlossener Küche. Zudem verfügt der Bungalow über ein Schlafzimmer mit angrenzendem Bad, einem Büro, ein Gäste-WC, Hauswirtschafts-sowie separaten Technikraum. Der Bungalow „Nivelo“ von Fingerhut ist auch für eine Familie geeignet.

Fingerhut Haus GmbH & Co. KG, 57520 Neunkhausen/WW. Mehr auch unter: www.bau-welt.de/fingerhut-haus

Zukunftshaus

Das Musterhaus von Kampa in der FertighausWelt in Heßdorf nahe Nürnberg ist ein effizientes Zukunftshaus, das dank des Plusenergie-Konzepts mehr Strom erzeugt als für Heizung, Warmwasser und Haushaltsstrom benötigt wird. Es scheint, als wäre der Allrounder gerade dazu konzipiert, alle Wünsche auf einmal zu erfüllen: Die traditionellen Elemente, wie das Satteldach, die sichtbaren Sparren und Pfetten und die beiden Quergiebel, lassen das Haus massiv erscheinen. Von der Diele mit firsthoch offener Galerie als Empfangsbereich geht es beinahe übergangslos in den zentralen Wohn- und Essbereich. Der offen gestaltete Küchenteil wird zum Kommunikationszentrum. Die Galerie im Dachgeschoss erlaubt durch die Verglasung einen genussvollen Blick in die Natur.

Kampa GmbH, 73432 Aalen/Waldhausen Mehr auch unter: www.bau-welt.de/kampa

Technik toll verpackt

Musterhaus Alona in der FertighausWelt Günzburg erhielt auf beiden Traufseiten des rechteckigen Baukörpers eine Erkerfläche angesetzt, so dass ein kreuzförmiger Grundriss entstand. Die mit dunklem Klinker verkleideten Flachdacherker bilden einen lebendigen Kontrast zur lichtweißen Putzfassade des Gebäudes (GUSSEK-Hybrid-Außenwand, Putz auf Porenbeton). Die Küche mit Kochinsel, der gemütliche Essplatz im lichthellen Erker sowie das offen anschließende Wohnzimmer bilden den Mittelpunkt des täglichen Lebens. Über die handgearbeitete geradläufige Treppe führt der Weg nach oben. Die Galerie mit großem Fenster zum Balkon ist beeindruckend. Elternschlafzimmer, zwei Kinderzimmer, Bad sowie Ankleideraum komplettieren das Dachgeschoss.

Gussek-Haus Franz Gussek GmbH & Co. KG, 48527 Nordhorn Mehr dazu auch: www.bau-welt.de/gussek-haus

Smart und sparsam

Flach geneigtes Satteldach, die weiße Putzfassade und der warme Ton der Holzverschalungen verleihen dem Haus ein freundliches Aussehen. Das kabelgebundene KNX-System ist der aktuelle Standard für Smart-Home-Installationen. Im Musterhaus erstreckt sich die Gebäudeautomation auf die Bereiche Beleuchtung sowie Jalousie- und Rollladensteuerung. Eine Wetterstation erfasst Sonnenstand, Wind, Regen sowie Frost und kann zum Beispiel die Jalousien vollautomatisch anhand der Sonnenintensität steuern. Das Musterhaus erfüllt dank des Energiestandards KfW-Effizienzhaus 40 Plus alle Voraussetzungen für einen sparsamen Betrieb und eine hohe staatliche Förderung. Die flexible HomeWay-Multimedia-Verkabelung rundet das durchdachte Technikpaket ab.

FingerHaus GmbH, 35066 Frankenberg/Eder Mehr auch unter: www.bau-welt.de/fingerhaus

Holz ist effizient

Es ist klar erkennbar, dass bei diesem Entwurf der bayerische Regionalstil im Vordergrund steht. Dafür spricht der rechteckige Baukörper mit dominierender Putzfassade unten und Massivholzbohlen aus Fichte oben. Jedoch sieht man bei genauerem Betrachten, dass sich Planer und Baufamilie von den traditionellen Vorgaben abgesetzt haben. Mit dem hohen Kniestock präsentiert sich das Haus fast zweigeschossig, der Hauptbaukörper wurde durch einen Anbau mit Dachterrasse erweitert, sodass ein L-förmiger Grundriss entstanden ist. Die Dachüberstände fallen knapp aus, bei den Verglasungen haben sich die Bauherren an eine moderne Bauweise gehalten.Im Erdgeschoss entschieden sich die Bewohner für Wände aus Putz und eine Holzbalkendecke.

Sonnleitner Holzbauwerke GmbH & Co. KG, 94496 Ortenburg Mehr auch unter: www.bau-welt.de/sonnleitner-holzbauwerke

Überzeugendes Gesamtkonzept

Baufamilien wünschen sich ein Haus, das nachhaltig, langlebig und energieeffizient ist. Mit dem Paket Home4Future erfüllen Weber-Häuser schon im Standard die Voraussetzungen für ein KfW-Effizienzhaus 40 Plus. Home4Future verbindet nachhaltige Bau- und Wohntechnologien zu einem überzeugenden Gesamtkonzept. Grundlage ist die Schicht für Schicht nach dem Vorbild der Natur aufgebaute, ökologische Gebäudehülle in den Wänden und im Dach. Diese Kombination aus ökologischer Gebäudehülle, Photovoltaikanlage, Speichersystem, Frischluft-Wärmetechnik und intelligenter Smart Home-Steuerung erhöht den Wohnkomfort und bildet die Basis für das KfW-Effizienzhaus 40 Plus. Dafür gibt‘s bis zu 34.000 Euro Fördervorteil.

WeberHaus GmbH, Mehr dazu unter: www.bau-welt.de/weberhaus

Effizienz nach Wunsch

Unabhängig von der gewählten Heiztechnologie verbrauchen alle Danwood-Häuser extrem wenig Energie – von 40 bis 70 kWh/ m² – wodurch sie absolut umweltfreundlich und förderfähig sind und kostengünstig beheizt werden können. Die Häuser mit ihrer dichten Hülle haben in der Standardausführung bereits einen sehr geringen Energiebedarf und entsprechen damit den gesetzlichen Anforderungen. Alle Effizienzhausstandards können durch andere Technikpakete für Heizung und Lüftung und ggf. Photovoltaik und/oder Zusatzdämmung einfach erreicht werden. Danwood baut nach Wunsch: ein EnergieEffizienzhaus 55, 40 oder 40 Plus. Zur Auswahl stehen verschiedene Technikpakete und Dämmmaßnahmen.

Danwood S.A., 12489 Berlin Mehr dazu unter: www.bau-welt.de/danwood-house

Plus-Energie im Landhausstil

Bauen für die Zukunft sollte immer auch Bauen für ein gutes Lebensgefühl sein. So hat der traditionsreiche Holzhaushersteller Regnauer den Anspruch, mit jedem Vitalhaus ein Refugium zu schaffen, das die emotionale und körperliche Vitalität fördert. Herzstück der Regnauer Vitalhäuser ist die ökologisch und ökonomisch richtungweisende Regnauer Vitalwand. Mit ihrer Holzfaserdämmung sowie 25 mm extrastarker Beplankung aus dem Naturbaustoff Gips bietet sie eine optimale Schall- und Wärmeisolierung, wirkungsvollen sommerlichen Hitzeschutz und herausragende Energiespareigenschaften bis hin zum Plus-Energie-Standard. Das moderner Holzbau und schafft für die Baufamilien ein Wohlfühlambiente ohne Kompromisse.

Regnauer Hausbau GmbH & Co. KG, 83358 Seebruck/Chiemsee Mehr dazu unter: www.bau-welt.de/regnauer

FÖRDERGELDER

Die KfW Förderbank unterstützt Bauherren mit dem Programm 153 „Energieeffizient bauen“. Pro Wohneinheit gibt es einen Kredit in Höhe von maximal 120.000 Euro sowie einen Tilgungszuschuss, jeweils abhängig vom Effizienzstandard: für ein KfW-Effizienzhaus 55 maximal 18.000 Euro, für ein Effizienzhaus 40 maximal 24.000 Euro und für ein Effizienzhaus 40 Plus maximal 30.000 Euro. Ebenso gefördert wird ein „vergleichbares“ Passivhaus. Zudem gibt es einen Zuschuss zur Baubegleitung durch einen unabhängigen Sachverständigen, nach dem Programm 431. Wer auf Solarwärme im großen Stil setzt und ein Sonnenhaus baut, das zu mindestens 50 Prozent von der Solarthermie-Anlage versorgt wird, kann zusätzlich vom BAFA einen Zuschuss in Höhe von 30 Prozent der Kosten der Anlage erhalten.

KfW Förderbank, www.kfw.de, Tel: 08 00/5 39 90 02
BAFA Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, www.bafa.de, Tel: 0 61 96/9 08 – 880
Energieberater: Ein von der KfW anerkannter Energieberater muss das Projekt von der Planung bis zur Abnahme begleiten.


Illustration: AllNikArt, Aquir

Illustration: getty/AllNikArt

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