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KFZ-POLICE: An der Prämie schrauben


Guter Rat Spezial - epaper ⋅ Ausgabe 4/2018 vom 22.11.2018

BARES GELD Bis zum 30. November kann jedes Jahr die Kfz-Versicherung gekündigt werden. 23 Tipps, wie man zu gutem und günstigem Versicherungsschutz kommt


Artikelbild für den Artikel "KFZ-POLICE: An der Prämie schrauben" aus der Ausgabe 4/2018 von Guter Rat Spezial. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Werkstatttarife Wer sein Auto nur in Partnerwerkstätten der Versicherung reparieren lässt, spart 10 bis 20 Prozent


FOTO: FOTOLIA

Wenn es finanziell eng wird, denkt der Autofahrer gern an die Kfz-Prämie und schnallt den Gürtel enger. Er wechselt vom Komfortin den Basistarif oder gibt die Vollkasko auf. Er erhöht den Selbstbehalt oder senkt die jährliche Fahrleistung. Alles möglich. Besser aber ist es, an den Stellschrauben ohne Leistungseinschränkungen ...

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... zu drehen, die der Markt bietet, um die Prämie zu drücken.

CHANCE NUTZEN Bis zum 30. November ist das Transferfenster offen, bis dahin können Sie Ihre Kfz-Versicherung kündigen und wechseln. Im laufenden Jahr geht es nur bei Fahrzeugkauf und im Schadensfall. Gute Argumente für einen Wechsel und clevere Spartipps für jedermann, für Senioren, für Fahranfänger und für Altkunden gibt es genügend.

FÜR JEDERMANN

1 RABATTE Alle ausnutzen, die machbar und möglich sind

Die größte Prämienersparnis bringen der Fahrerkreis (kein Fahrer unter 25 Jahren), gefolgt vom Verzicht auf Rabattschutz und Schutzbrief, eine jährliche Fahrleistung unter 12000 km, Arbeit im öffentlichen Dienst, Werkstattbindung, Zahlweise und bestimmte Selbstbehalte bei Teil- und Vollkasko.
Guter Rat Wer sich für einen Tarif mit Werkstattbindung entscheidet, der spart 10 bis 20 Prozent, in der Spitze sogar 30 Prozent und bekommt seinen Wagen nach der Reparatur gereinigt zurück. Die Werkstattbindung ist risikofrei, denn der Einbau von Originalteilen gefährdet nicht die zweijährige Garantie. Aber Achtung: Falsche Angaben reduzieren die Prämie nur kurzfristig. Fliegt der Schwindel auf, sind Nachzahlungen fällig, oder die Leistungen werden gekürzt.

2 KILOMETERGENAU Weniger fahren spart viel Geld

Die jährlich gefahrenen Kilometer wirken sich ganz erheblich auf die Kfz-Prämie aus. Wer mehr fährt, ist häufiger und länger auf der Straße unterwegs, damit steigt zwangsläufig sein Unfallrisiko. Wer wenig fährt, sollte das auch bei seiner Versicherung so angeben. Aber bitte nicht schummeln, denn wenn es kracht und der Betrug rauskommt, kann die Versicherung ihren Kunden in Regress nehmen.
Guter Rat Der digitale Versicherer Friday ist der erste Versicherer, der eine kilometergenaue Abrechnung anbietet. Wer wenig fährt, zahlt wenig. Der Kunde schickt ein Foto vom Tacho mit Kilometerstand und schätzt seine Fahrleistung. Am Ende des Versicherungszeitraums werden dann die tatsächlich gefahrenen Kilometer ermittelt und die Schlussrechnung erstellt.

3 SF-RABATT Auto-Abstinenzler können ihn aufleben lassen

Der einmal durch unfallfreie Jahre erfahrene Schadenfreiheitsrabatt (SF-Rabatt) senkt die Kfz-Prämie stärker als alle anderen Nachlässe. Wer viele Jahre lang kein eigenes Auto hatte und jetzt eines versichern will, der wird unter Umständen von der Versicherung wieder wie ein Fahranfänger eingestuft und muss eine entsprechend hohe Versicherungsprämie zahlen. Das trifft auch auf Frauen zu, die bisher mit dem Wagen des Partners gefahren sind und jetzt nach Scheidung oder Todesfall ein Auto auf ihren Namen versichern müssen.
Guter Rat Vor Jahren verfiel der Schadenfreiheitsrabatt nach sieben Jahren. Heute ist die Siebenjahresregel selten. Die Admiraldirekt erkennt zwölf Jahre an, Debeka und WGV übernehmen sie sogar unbegrenzt, vorausgesetzt, die angegebene SF-Klasse ist nachprüfbar. Die Anerkennung der Schadenfreiheitsklasse hat Vorrang. Ist der Versicherer etwas teurer, lässt sich das ja bei der nächsten Wechselmöglichkeit korrigieren.


„Noch vor 15 Jahren gab es kaum Zuschläge für Senioren bei der Kfz-Versicherung, mittlerweile sind sie branchenüblich.Wolfgang Schütz , Geschäftsführer von Verivox


4 BÜNDELRABATT Mehrere Verträge senken die Prämie

Versicherer belohnen Kunden, die bei ihnen mehrere Verträge haben, teilweise mit Bündelrabatten. Damit das funktioniert, muss eine bestimmte Anzahl an Verträgen zusammenkommen. Das macht nur Sinn, wenn der Versicherer gute Leistungen bietet, günstig ist und der Kunde diese Verträge auch wirklich alle braucht.
Guter Rat Lohnenswert ist das Angebot der HUK-Coburg. Wer hier eine Hausratund eine Privathaftpflicht hat, spart fünf Prozent bei der Autoversicherung (die bei der HUK zudem sehr günstig ist). Fünf Prozent Kundenbonus gewährt auch die Cosmos Direkt beim Abschluss einer Risikolebensversicherung. Die Gothaer gibt zehn Prozent bei zwei weiteren Verträgen, liegt bei Kfz-Vergleichen aber weiter hinten.

5 SAISONKENNZEICHEN Prämie nur für genutzte Monate zahlen

Saisonkennzeichen eignen sich besonders für Cabrios, Wohnwagen und Motorräder. Da sie nur in den warmen Monaten gefahren werden, ist die Prämie geringer.
Guter Rat Auch wenn ein Fahrzeug im Stilllegungszeitraum nicht auf die Straße darf, genießt es eine sogenannte Ruheversicherung. Damit sind alle Schäden abgedeckt, die vom stehenden Auto ausgehen, also wenn zum Beispiel auslaufendes Benzin ins Grundwasser sickert. Wer neben der Haftpflicht auch den Teilkaskoschutz hat, ist auch gegen Diebstahl abgesichert.

6 TYPKLASSE Beim Gebrauchtwagenkauf darauf achten

Die Typklassen werden abhängig von der jährlichen Schadens- und Unfallbilanz und den entsprechenden Versicherungskosten für jedes zugelassene Automodell (rund 29000) gesondert für die Sparten Kfz-Haftpflicht, Voll- und Teilkasko anhand der verursachten Reparaturkosten der letzten drei Jahre ermittelt.
Guter Rat Wer sich ein gebrauchtes Fahrzeug kauft, kann durch die Typauswahl die Prämienhöhe ganz maßgeblich beeinflussen. In der Regel ist die Typklasseneinstufung und damit die Kfz-Versicherung für typische Anfänger- oder Vielfahrer-Autos meistens teurer als für PS-starke Liebhaberautos, die relativ wenig gefahren werden. Selbst ähnliche Automodelle sind oftmals in unterschiedliche Typklassen eingestuft. Es lohnt sich also, eine Modellvariante mit verschiedenen PS-Zahlen zu vergleichen.

7 NEUWAGEN Beim Gebrauchtwagenkauf darauf achten

Für Fahrzeugmodelle, die neu auf dem Markt eingeführt werden, haben die Versicherer ein spezielles Ersteinstufungsverfahren. Für Haftpflicht und Teilkasko werden die Daten des Vorgängermodells oder eines ähnlichen Fahrzeugtyps genutzt. Für die Vollkaskoversicherung werden die zu erwartenden Reparaturkosten geschätzt. In Kombination mit der voraussichtlichen Zahl der Schäden wird anschließend die Typklasse ermittelt. Gibt es im Folgejahr statistische Echtwerte, können sich die aktuellen Typklassen erheblich ändern.
Guter Rat Steigt im Folgejahr die Prämie durch höhere Typklassen, müssen andere Sparmöglichkeiten herangezogen werden.

8 TARIFWAHL Alles Wichtige sollte unbedingt drin sein

Nicht verzichten sollten Kunden auf: 100 Mio. Euro Deckungssumme bei Personenschäden, Mallorca-Deckung und Rabattretter in der Kfz-Haftpflicht. Wichtig sind auch die Mitversicherung von grober Fahrlässigkeit, Wildschäden (besser noch Schäden durch Tierunfälle jeder Art), Marderbissschäden, Rabattretter und 18 bis 24 Monate Neuwertentschädigung in der Kasko.
Guter Rat Premiumtarife bieten mehr als Basis- oder Kompakttarife, manchmal ist der Prämienunterschied dabei gar nicht so groß.

9 NEUE TARIFE Sie sind oft besser als Bestandspolicen

Highlights älterer Bestandstarife sind in neuen Tarifen oft Standard. Dazu gehören verlängerte Fristen für Neuwertentschädigung, der Einschluss grober Fahrlässigkeit, die Höhe der Versicherungssumme und der gratis Einschluss der Mallorca-Police.
Guter Rat Bestandsverträge gehören auf den Prüfstand. Ist alles drin, was für den eigenen Bedarf wichtig ist? Etliche Versicherer lassen auch Bestandskunden durch regelmäßige Leistungs-Updates an Verbesserungen teilhaben.

10 ONLINE-ABSCHLUSS Hat gegenüber dem Vertreter Sparpotenzial

Das größte Sparpotenzial bieten bei Neuabschluss einer Kfz-Versicherung laut Studie der TH Rosenheim im Vergleich zum Marktpreis die Vergleichsportale Check24 (243 Euro) und Verivox (236 Euro), gefolgt von HUK24 und HUK.
Guter Rat Viele Kunden nutzen die Portale zum Vergleich, schließen dann aber direkt bei der Versicherung oder bei einem Vermittler ab.

11 WECHSEL Schadenfreiheitsklasse kann verloren gehen

Hat der bisherige Versicherer Sondereinstufungen zum Beispiel durch den Rabattretter nach einem Schadensfall gewährt, kann es passieren, dass bei einem Wechsel beim neuen Versicherer die Einstufung schlechter ausfällt.
Guter Rat Daher macht es Sinn, bei seiner Versicherung vorher nachzufragen, welche SF-Klasse an den neuen Autoversicherer gemeldet werden würde.

FÜR SENIOREN

12 SENIOREN Vergleichen, wer den geringsten Aufschlag verlangt

Senioren sind für Versicherer eine teure Kundengruppe. Das schlägt sich in den Beiträgen nieder. 65-jährige Pkw-Lenker zahlen rund 10 Prozent mehr als 45-jährige Fahrer. Im Alter von 80 Jahren ist die Prämie sogar 74 Prozent teurer.
Guter Rat Auch Senioren können die Preisunterschiede auf dem Versicherungsmarkt für sich nutzen, da nicht alle Versicherer gleich hohe Zuschläge für Ältere erheben.

13 ALTER Anbieter variieren mit dem Aufschlag je nach Alter

Das variiert je nach Versicherer. Bei einigen geht es ab 65 los, bei anderen erst später. Aber ab 75 Jahren steigt der Beitrag bei allen deutlich. Der Grund: Senioren verursachen nicht unbedingt häufiger Unfälle als andere Altersgruppen, aber wenn, dann sind es meist schwere und daher teure Unfälle, was die Regulierungskosten in die Höhe treibt.
Guter Rat Senioren mit 35 schadenfreien Jahren sparen, wenn sie zu einem Versicherer wechseln, der die Rabattstaffel auf 45 verlängert, oder wenn ein erwachsenes Kind das Auto versichert.

14 KASKO Wer sie abwählt, kann Prämie sparen, aber nicht immer

Wer sich eine alte Karre kauft, kann drauf verzichten. Wer einen Neuwagen kauft und einen hohen Schadenfreiheitsrabatt durch unfallfreies Fahren hat, zahlt dadurch wenig Prämie und sollte sie behalten, sonst geht er bei Teil- und Vollkaskoschäden komplett leer aus.
Guter Rat Die Teilkasko zahlt bei Wildschäden, die stark zunehmen, bei Schäden durch Unwetter und Hagel und, nicht zu vergessen, bei Diebstahl. Die Vollkasko reguliert auch Einparkbeulen. Ein gerade bei Senioren nicht seltener Schaden.

15 EXTRA-POLICEN Sie lohnen sich für Elektro- und Hybridautos

Wer sich ein Elektro- oder Hybridauto zulegt, muss beim Versicherungsschutz schauen, dass die Besonderheiten dieser Fahrzeuge ausreichend berücksichtigt werden. Extra-Policen sind zwar noch die Ausnahme, aber es gibt schon spezielle Bausteine (z. B. »Elektro-Plus« der Zurich und »Elektro-Schutz« bei HDI) gegen Aufpreis in den normalen Kfz-Policen.
Guter Rat Ganz wichtig ist die Mitversicherung der Schäden an den Akkus wegen Überspannung durch Bedienfehler oder durch Unfälle und das Abschleppen zur nächsten Ladestation.

FÜR ANFÄNGER

16 BEGLEITETES FAHREN Das Anfängerrisiko lässt sich minimieren

Wer mit 17 Jahren am Begleiteten Fahren teilnimmt, profitiert davon in den Folgejahren. Die Versicherungen gewähren für die zusätzliche Fahrerfahrung beim Beitrag später einen Rabatt.
Guter Rat Für Eltern, die ihr Fahrzeug für das Begleitete Fahren nutzen, steigt die Kfz-Prämie in dieser Zeit etwas an. Dennoch ist es sinnvoll, denn die fahrerische Sicherheit, die der Anfänger dadurch erlangt, ist den Zuschlag wert.

17 SF-KLASSE ÜBERTRAGEN Ältere verhelfen Jüngeren zum Rabatt

Unter Familienmitgliedern ist es kein Problem, wenn Ältere ihren Schadenfreiheitsrabatt an Jüngere übertragen. Der Übertragende verzichtet ausdrücklich auf seinen Schadenfreiheitsrabatt, weil er z. B. das Autofahren altersbedingt aufgegeben hat. Die Versicherung des Fahranfängers muss dem zustimmen.
Guter Rat Der Empfänger der SF-Klasse kann nur so viele Jahre Rabatt erhalten, wie er durch seinen Führerscheinbesitz selbst hätte erfahren können.

18 NEULINGE Wer noch kein Auto hatte, muss genau vergleichen

Das erste Auto auf den eigenen Namen zu versichern wird teuer, weil schadenfreie Jahre durch das Fahren mit dem Auto der Eltern, des Arbeitgebers oder eines Carsharers normalerweise nicht zählen, wenn es darum geht, einen eigenen SF-Rabatt zu erlangen, der die Prämie drückt.
Guter Rat Der Versicherer Verti (vorher Direct Line) hat genau für diese Fälle Sondertarife im Angebot: den Ausdem-Haus-Tarif, den Danke-Chef-Tarif und den Danke-Car-Sharing-Tarif (seit Juni). Sogar eine ausländische Vorversicherung kann berücksichtigt werden

19 TELEMATIK-TARIFE Durch Überwachung Prämie reduzieren

Telematik-Tarife belohnen eine regelkonforme und eher defensive Fahrweise. Es gibt nur ein Dutzend Tarife, die noch dazu nicht automatisch günstiger sind.
Guter Rat Nur wenn ein günstiger Versicherer auch Telematik anbietet, lohnt sich das.

FÜR ALTKUNDEN

20 SELBSTBEHALT Mit der richtigen Wahl lässt sich Prämie sparen

Das beste Verhältnis von Eigenbeteiligung und Prämienersparnis bietet die Kombi 150 Euro Selbstbehalt bei der Teilkasko, 300 Euro bei der Vollkasko.
Guter Rat Ohne Selbstbehalt würde sich die Prämie nahezu verdoppeln, mit hohem Selbstbehalt nicht deutlich genug reduzieren.

21 ZAHLWEISE Einmal jährlich statt monatlich oder halbjährlich

Nicht einmal die Hälfte aller Kfz-Versicherungskunden bezahlen ihre Prämie jährlich. Alle anderen zahlen extra: vier Prozent Aufschlag bei halbjährlicher Zahlweise, Quartalszahler müssen sieben und Monatszahler sogar neun Prozent auf die normale Prämie draufzahlen.
Guter Rat Diesen unnötigen Aufschlag sollte man unbedingt vermeiden.

22 SCHADEN Einen kleinen selbst zahlen kann Sinn machen

Wer einen Schaden verursacht, wird zurückgestuft, wenn er keinen Rabattschutz vereinbart hat. Wie weit, verrät die Rückstufungstabelle der Assekuranz.
Guter Rat Oft ist es sinnvoll, einen kleinen Schaden selbst zu bezahlen. Die Versicherung teilt im konkreten Fall mit, bis zu welcher Grenze.

23 ALTKUNDE Erst beim bisherigen Versicherer nach Rabatten fragen

Die Möglichkeiten, mit Rabatten die Kfz-Prämie zu senken, sind schier endlos. Natürlich kann nicht jeder Autofahrer jedes Merkmal nutzen. Aber häufig ist längst noch nicht alles Mögliche ausgeschöpft, vor allem wenn man sich seit Jahren nicht um seine Police gekümmert hat.
Guter Rat Feilschen ist erlaubt und häufig sogar notwendig. Signalisieren Sie Ihrer Versicherung, dass die Prämie Ihre Schmerzgrenze erreicht hat und Sie sich mit Wechselgedanken tragen. Aber Sie sich gern über bisher nicht ausgeschöpfte Sparpotenziale unterhalten würden.

Auf den Typ kommt es an

PRÄMIENTREIBER Modell, Motorisierung, Jahr der Zulassung, alles hat Einfluss auf die Prämienhöhe

Autokauf Neben dem Kaufpreis auch die Folgekosten im Blick haben


TYPKLASSEN Viele hochmotorisierte Oberklassenmodelle und SUVs werden in der neuen Kfz-Typklassenstatistik hoch eingestuft, was die Kfz-Prämie verteuert. Betroffen sind zum Beispiel der Kia Carnival, die Mercedes CLS-Klasse, Audi Q7, BMW X6 oder Porsche Cayenne. Vergleichsweise niedrig eingeordnet werden Kleinwagen wie der Golf I Cabrio, Citroën C1, Smart fortwo und der Roadster Mazda MX-5.

BILANZ Für die Typklasseneinstufungen werten die Statistiker der Versicherungswirtschaft einmal jährlich die Schadens- und Unfallbilanzen der vergangenen drei Jahre fast aller in Deutschland zugelassenen Automodelle aus. Die aktuelle Typklassenstatistik umfasst rund 29000 Modelle und deren Schadensbilanzen der Jahre 2015 bis 2017.

AUTOKAUF Gebrauchtwagenkäufer sollten vorher einen Blick ins Typklassenverzeichnis (autoampel.de ) werfen. Schon geringe Unterschiede bei Modell und Motorisierung wirken sich auf die Typklasse und damit auf die Prämienhöhe aus.


FOTOS: IMAGO/RAINER WEISFLOG, ALAMY