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KG » ICH HABE VIEL VON MEINER MAMA«


Grazia - epaper ⋅ Ausgabe 42/2018 vom 11.10.2018

Sie hät te allen Grund, abzuheben. Doch das junge Supermodel bleibt mit beiden überschlanken Beinen fest auf dem Boden. In GRAZIA spricht die Tochter von Cindy Craw ford über ihren Alltag zwischenLaufsteg und Schulbank , die Zusammenarbeit mit Karl Lager feld und ihren ganz persönlichen Lebens t raum


Artikelbild für den Artikel "KG » ICH HABE VIEL VON MEINER MAMA«" aus der Ausgabe 42/2018 von Grazia. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Grazia, Ausgabe 42/2018

SIE HAT ES GESCHAFFT. Leichtfüßig ist Kaia Gerber, die Tochter von Neunzigerjahre- Supermodel Cindy Crawford (52), aus dem langen Schatten ihrer Mutter gesprungen. Die größten Modehäuser reißen sich um sie; mit gerade mal 17 Jahren gilt Kaia als eines der erfolgreichsten Models der Welt. Ihr Geheimnis? ...

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SIE HAT ES GESCHAFFT. Leichtfüßig ist Kaia Gerber, die Tochter von Neunzigerjahre- Supermodel Cindy Crawford (52), aus dem langen Schatten ihrer Mutter gesprungen. Die größten Modehäuser reißen sich um sie; mit gerade mal 17 Jahren gilt Kaia als eines der erfolgreichsten Models der Welt. Ihr Geheimnis? „Disziplin“, betont die junge Fashion-Muse, die nicht nur die internationalen Laufstege erobert, sondern auch ihre kreativen Ambitionen pflegt. Gerade erst arbeitete sie mit Karl Lagerfeld (85) zusammen und brachte gemeinsam mit dem erfolgreichen Designer die „Karl Lagerfeld x Kaia“-Kollektion auf den Markt. Ein Erlebnis, das sie so schnell nicht vergessen wird, wie sie uns im Interview verrät …

Kaia, wie ist die Zusammenarbeit mit Karl Lagerfeld entstanden?
Sie begann nur ein paar Monate nach meinem ersten Treffen mit Karl. Als sein Team auf mich zukam und mich über die Anfrage informierte, erstarrte ich quasi in Ehrfurcht. Ich fühlte mich so wahnsinnig geehrt, dass Karl und seine Leute mit mir arbeiten wollten und dass er etwas in mir sah. Ich war unglaublich glücklich, diese Chance zu bekommen.
Können Sie sich denn noch an Ihre allererste Reaktion erinnern? Eher Überschwang oder doch leichte Ungläubigkeit?
Als meine Agentin mich anrief und von der Idee erzählte, glaubte ich ihr zunächst nicht und dachte auch nicht, dass das wirklich passieren würde. Also habe ich das Ganze zunächst nur im Hinterkopf abgespeichert und gar nicht weiter darüber nachgedacht. Aber dann ging es tatsächlich mit großen Schritten voran, und wir hatten unser erstes Treffen. Seitdem war es so lustig und verrückt!
Sie haben Teile der Kollektion selbst designt und hatten offensichtlich großen Spaß daran. Sehen Sie Kleidungsstücke nach dieser Erfahrung mit anderen Augen?
Oh ja! Jedes Mal, wenn ich Kleider sehe, frage ich mich, aus welchem Stoff sie gemacht sind und wie sie verarbeitet wurden.
Was wird bei Ihnen wohl öfter zum Einsatz kommen: das Kaia-Hoodie oder das kleine Schwarze?
Das kommt ganz darauf an. Ich denke, in Paris würde ich das kleine Schwarze häufiger anziehen, in Kalifornien den Kapuzenpulli und die Turnschuhe.
Haben Sie ein persönliches Lieblingsstück aus der Kollektion?
Schwer zu sagen. Aber ich mag die kurz geschnittene Jacke sehr und den variablen Zip-off-Blazer, der sich in einen separaten Kurzblazer plus Minirock verwandeln lässt. Das ist etwas, das ich lange im Kopf hatte, und ich hatte es bis dahin bei niemand anderem entdeckt. Deshalb war ich begeistert, die Idee in dieser Kollektion zum Leben erwecken zu können.

Im Karl-Lagerfeld- SoHo-Store in New York präsentierte Kaia kürzlich die gemeinsamen Designs


Erfolgreiches Duo: Karl und Kaia vereinen in ihrer gemeinsamen Kollektion Pariser Chic und kalifornische Coolness


» MODELN IST MIR WICHTIG UND DIE SCHULE AUCH«


Was würden Sie als frischgebackener Design-Profi Ihren Freunden in Sachen Styling empfehlen?
Weniger ist mehr.Keep it simple!
Jungdesignerin, gefragtes Topmodel – haben Sie bei all dem überhaupt noch so etwas wie einen richtigen Teenageralltag?
Zu Hause läuft alles ganz normal. Ich hole die Schularbeiten nach und treffe mich mit meinen Freunden. Ich entspanne gerne, wenn ich zu Hause bin, aber wenn ich arbeite, ist es komplett anders, und ich powere nonstop.
Wie kriegen Sie das Modeln und die Schule unter einen Hut?
Es ist nicht gerade einfach. Die Schule ist mir sehr wichtig, das Modeln allerdings auch. Aber ich muss da gar keine Entscheidung treffen. Es ist eher so, dass ich beides machen möchte und auch beides machen werde.
Sind Sie eine gute Schülerin?
Ich war immer sehr diszipliniert. Meine Mutter war wirklich schlau – und sie ist es natürlich auch heute noch.(lacht) Sie hat sogar die Abschlussrede an ihrer Schule gehalten. Also denke ich, dass ich ein bisschen was von ihr mitbekommen habe. Ich möchte gut in der Schule sein, und ich glaube, das ist auch einer der Gründe, warum ich mit der Schule weitermache. Ein Abschluss ist mir sehr wichtig.
Was ist Ihr Lieblingsfach?
Englisch und Literatur. Als ich anfing, den Unterricht auf Reisen online zu absolvieren, musste ich mich anfangs wirklich dazu motivieren. Es gibt keinen Lehrer, niemanden, der dich dort triezt und dir sagt, dass du jetzt definitiv lernen musst.
Sie müssen oft aus dem Koffer leben. Was haben Sie immer dabei?
Ich weiß nie, wohin es mich als Nächstes verschlägt, also bereite ich mich auf alles vor – eine coole Bomberjacke, ein weißes T-Shirt und eine schöne, einfache schwarze Hose: Das sind Dinge, die ich immer dabeihabe.

Familie mit Glamourfaktor: Kaia, Bruder Presley, Mama Cindy und Papa Rande zeigen sich gerne gemeinsam in der Öffentlichkeit


Und im Handgepäck? Was darf auf keinen Fall fehlen?
Mein Handy-Ladegerät.(lacht)
Langstreckenflüge sind oft langweilig. Wie vertreiben Sie sich die Zeit?
Ich kaufe mir immer Süßigkeiten, bevor ich ins Flugzeug steige. Wenn mir also langweilig wird, habe ich auf jeden Fall etwas zu tun.(lacht) Außerdem lade ich mir bei einem Streamingdienst meist irgendeine wirklich gute Sendung herunter und gucke sie mir an.
Neben wem würden Sie gern mal im Flugzeug sitzen?
Neben Karl Lagerfeld, weil ich immer total fasziniert bin, wenn ich mit ihm rede. Ich könnte ihm endlos zuhören!
Apropos Faszination: Haben Sie eine ultimative Stilikone?
Meine ultimative Stilikone ist David Bowie. Ich glaube, er hat getan, was immer er wollte, und sich super wohlgefühlt, aber auf eine coole Art. Ich bin der festen Überzeugung, dass er großartig war. Und wenn wir über Frauen reden: Die französische Sängerin Françoise Hardy (sie ist inzwischen 74 Jahre alt; Anm. d. Red .) beeindruckt mich ebenfalls durch ihre einfachen, klassischen und schicken Looks.
Sie sind in Malibu aufgewachsen. Fällt Ihnen spontan eine schöne Kindheitserinnerung ein?
Meine Familie und ich haben immer Fahrradtouren entlang des Strandes gemacht, das war einfach superschön. Wir fuhren damals übrigens ganz in der Nähe des Ortes entlang, an dem wir das Lookbook für die „Karl Lagerfeld x Kaia“-Kollektion gemacht haben. Das war wirklich nostalgisch für mich.
In welcher Stadt würde Sie gern leben, wenn Sie es sich aussuchen könnten?
Paris!
Was wünschen Sie sich von der Zukunft?
Das zu lieben, was ich tue – egal, was es ist. Ich möchte einfach voller Leidenschaft für das sein, was ich anpacke. Und das ist zu 100 Prozent der Fall, wenn ich an meine Kollektion denke.
Haben Sie so etwas wie ein Lebensmotto?
Weniger ist mehr.Keep it simple! (lacht)

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Lässige Eleganz trifft auf kalifornische Coolness: Bei der „Karl Lagerfeld x Kaia“-Kollektion brachte die 17-Jährige ihre eigenen Ideen mit ein, sodass ein vollkommen neuer Look entstand


„Ich war unglaublich glücklich, diese Chance zu bekommen“, so Kaia über die Zusammenarbeit mit Karl Lagerfeld