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KI DE CUISINE


first class - epaper ⋅ Ausgabe 2/2020 vom 05.02.2020

Roboter am Herd? Klingt nach Science-Fiction, ist aber bereits in einigen Küchen dieser Welt Realität. Ein Vorgeschmack auf die Zukunft.


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Bildquelle: first class, Ausgabe 2/2020

Der Markt für Automatisierung und Robotik boomt. 3,05 Mio. Roboter sollen 2020 laut einer Prognose der International Federation of Robotics (IFR) weltweit im Einsatz sein, Tendenz steigend. Allein 2017 wurden 381.000 neue Robotereinheiten ausgeliefert, 30 Prozent mehr als noch 2016. 2021 sollen rund 630.000 weitere Roboter ausgeliefert werden. Die technischen Entwicklungen werden sich auch auf das Gastgewerbe auswirken. Laut einer Studie der Oxford University werden ...

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... Köche im Restaurant in Zukunft zu 96 Prozent ersetzt werden können. Und der Übergang vom menschlichen zum automatisierten Koch hat bereits begonnen.

Bowl-Bot

GerichGericht über einen Touchscreen aus, kann einzelne Zutaten hinzu- oder abwählen – den Rest erledigt ein Roboter: In einem von insgesamt sieben rotierenden Induktionszylindern werden die entsprechenden Zutaten wie Hühnchen, Tofu oder Reis vor den Augen der Gäste angebraten, vermischt und anschließend in eine Schale gegeben. In weniger als drei Minuten ist das Gericht servierbereit und wird von einem Angestellten über die Theke gereicht. Nach dem Kochvorgang reinigen sich die Zylinder selbst. Bis zu 200 Gerichte pro Stunde soll der Roboter so zubereiten können.
www.spyce.com

Burger vom Band

Einen SchEinen Schritt weiter geht das Start-up-Unternehmen Creator in San Francisco. Gründer Alex Vardakostas hat den gesamten Prozess des Burger-Machens automatisiert: Der Roboter brät nicht nur die Patties, sondern belegt den Burger vollständig und macht somit jegliches Kochpersonal überflüssig. An den verschiedenen Stationen eines Fließbands fallen je nach Bestellung Burgerpatty, Käse, Tomate und Salat sowie weitere Zutaten aus einem durchsichtigen Zylinder auf das vom Roboter geschnittene Burgerbrötchen. Das ist nicht nur praktisch, sondern auch optisch spektakulär und sorgt bei den Gästen zusätzlich für einen Unterhaltungseffekt.
www.creator.rest

Intelligenter Wok

Nicht nur in den USA macht man sich den technischen Fortschritt zu Nutze. Auch in Düsseldorf im asiatischen Restaurant Ai Wok kochen Roboter. Das Konzept ist einfach: Vorbereitete Zutaten werden aus Dosen über einen Kipp-Mechanismus nacheinander vom Roboter in die Pfanne gegeben, erhitzt und von Haken, integriert in den selbstschließenden Deckel, umgerührt. Fertig. Und das in weniger als vier Minuten. Die vier Kochroboter schaffen bis zu 50 Gerichte pro Stunde. Eine Person genügt, um die technischen Hilfskräfte zu betreuen und den Gästen ihr Essen zu servieren. Bei der Konzeptionierung hat sich Betreiber Jian Wu an Vorbildern aus seiner chinesischen Heimat orientiert. Dort soll es bereits mehr als 60 derartige Restaurants geben.
www.aiwok.de

Robo-Grill

Bei Caliburger in Pasadena, USA, steht ein Roboter am Burgergrill. Der Roboterarm mit dem Namen Flippy wendet die Patties, platziert sie auf dem bereitliegenden Burgerbrötchen und säubert anschließend die Grillplatte. Dafür tauscht er seinen Spatel gegen einen Reinigungsaufsatz aus, mit dem er das überschüssige Fett und die Burgerrückstände von der Platte entfernt. Dank Künstlicher Intelligenz ist der Roboter lernfähig und kann mithilfe von 3-D- und Wärmekameras jedes Burgerpatty einzeln überwachen. Über einen Monitor informiert er die Mitarbeiter über die anstehenden Bearbeitungsschritte; ein Countdown zeigt an, wann die nächste Ladung Burger servierbereit ist. Und Flippy kann noch mehr, als nur Burger braten: In einer alternativen Version ist er in der Lage, eine industrielle Fritteuse zu bedienen. Er platziert die Fritteusenkörbe in der Wanne, schwenkt sie während des Frittiervorgangs und lässt das Fett vor dem Servieren vom Produkt abtropfen. Der Roboter des Unternehmens Miso Robotics soll künftig auch andere in der Küche anfallende Routinearbeiten übernehmen können.
misorobotics.com

1 Sushi Singularity


2 Flippy am Burgergrill


Pizza vom Blech

Das französische Unternehmen Ekim hat ein vollautomatisiertes Pizzakonzept entwickelt. Vor den Augen der Kunden arbeiten drei Roboterarme parallel, bestreichen den Pizzaboden mit Sauce, schieben die Pizza in den Ofen und schneiden diese sogar. Auch der amerikanische Pizzalieferant Zumepizza aus Mountain View, Kalifornien, bereitet seine Pizzen mit Hilfe von Robotern zu. Hier läuft die Pizza über ein Fließband, ein Roboter verteilt die Tomatensauce auf dem Teig und platziert die Pizza, nachdem sie von den Mitarbeitern belegt worden ist, im Ofen. Die Verantwortlichen betonen neben der Praktikabilität den zusätzlichen Sicherheitsaspekt, den die Roboter liefern: Ein Roboter kann sich nicht am 370°C heißen Ofen verbrennen oder in den Finger schneiden.
www.ekim.fr, www.zumepizza.com

Stählerner Hausfreund

Das britische Unternehmen Moley Robotics will Koch-Roboter in Zukunft auch für zu Hause anbieten. In ihrer Robotic Kitchen hängen die Roboterarme an einer Schiene über der Küchenzeile, schneiden, rühren und wiegen ab. Die Roboterarme sind menschlichen Armen nachempfunden, haben Hände mit fünf Fingern und beherrschen sogar menschliche Gesten. Über einen Touchscreen wählt der Anwender das gewünschte Rezept aus und muss nur noch dafür sorgen, dass alle Zutaten vorhanden sind. Dann kann er sich zurücklehnen, sich seinen Gästen widmen oder noch eine Runde Joggen gehen, während der Roboter die gewünschten Speisen ganz von alleine zubereitet. Und dieser ist ein echter Spitzenkoch: Serienmäßig soll Moley bereits über das Repertoire des britischen TV-Kochs Tim Anderson verfügen, der sich für die „Ausbildung“ des Roboters zur Verfügung gestellt hat. Zusätzlich ist der Roboter lernfähig: Über eine Kamera soll er die Bewegungen von Menschen analysieren und kopieren können und ist so in der Lage, seine Fähigkeiten in der Küche zu erweitern. Kocht man ihm das Gericht einmal vor, speichert er die Daten der Bewegungen sowie die Rezeptur ab und kann das Gericht künftig auf Knopfdruck nachkochen.
www.moley.com

3 3D byFlow


4 Tom Sawyer, Henn na Café


Dreidimensionaler Genuss

Der Niederländer Jan Smink nutzt in seinem Restaurant 3-D-Drucker des Unternehmens 3D byFlow, um seinen Gerichten besondere Strukturen und eine künstlerische Note zu verleihen. So druckt er Essen aus formbaren Lebensmitteln wie Butter, Marzipan oder Schokolade – zum Teil sogar live am Tisch. Auch das japanische Unternehmen Open Meals will künftig in Restaurants personalisiertes Sushi drucken. Den wohl bekanntesten 3-D-Foodprinter für den Profibereich bietet das Start-up Print2taste. Der 3-D-Drucker Procusini richtet sich an Profis aus dem Catering, der Gastronomie und Konditorei und kann sogar individuell geformte Pasta drucken. Forschungsteams des Instituts für Lebensmitteltechnologie und des Instituts für Biomedizin des Alterns in Erlangen nutzten die Technik u. a., um passierte Kost für Senioren wieder ansprechender zu gestalten. Dank der attraktiveren Optik aßen die Senioren wieder mehr und nahmen sogar an Gewicht zu.
www.3dbyflow.com, www.procusini.com, www.open-meals.com

Thekenservice

Im vollautomatischen Henn na Café in Tokio verteilt der Roboter Tom Sawyer des Herstellers Rethink Robotics verschiedene Sorten Kaffee an die Gäste. Nachdem der Gast das gewünschte Getränk am Terminal bezahlt hat, kann er den erhaltenen QR-Coupon am Tresen einscannen. Der Roboter, platziert einen Becher unter der Kaffeemaschine, wählt das entsprechende Programm und reicht dem Kunden anschließend das fertige Getränk.Anders als viele seiner Roboterkollegen findet Tom Sawyer in verschiedenen Bereichen der Industrie Anwendung: So kommt er beispielsweise auch in der Elektronik, der metallverarbeitenden Industrie oder der Autoindustrie zum Einsatz.
www.rethinkrobotics.com


Grafik: mast3r–stock.adobe.com

Foto: Spyce Boston, Sushi Singularity, Misorobotics

Foto: Jan Smink, 3D byFlow, Henn na Café