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Kia e-Niro: KOMFORTGELÄNDEWAGEN


electricar - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 04.03.2020

WIR BLICKEN DEM STROMER AUS SÜDKOREA UNTER DIE HAUBE


Artikelbild für den Artikel "Kia e-Niro: KOMFORTGELÄNDEWAGEN" aus der Ausgabe 1/2020 von electricar. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: electricar, Ausgabe 1/2020

D Nach Aussage von KIA schlägt der e-Niro ein neues Kapitel in der E-Mobilität auf: stilvolles Auftreten, beachtliche Reichweite sowie Schnellladefähigkeit des elektrifizierten Crossover sprechen dabei für sich. Des Weiteren wird neben einem hohen Technikund Komfortniveau genügend Ablagefläche und Gepäckraum geboten. Die Besonderheit des KIA Niro ist allerdings, dass es ihn in drei Antriebsvarianten gibt: als Hybrid, als Plug-In-Hybrid sowie als reines Elektroauto.

Rein optisch wissen beim e-Niro der neu gestaltete Lufteinlass sowie das pfeilförmige ...

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... LED-Tagfahrlicht aufzufallen. Zudem zeigen sich Stoßfänger, als auch die 17-Zoll-Leichtmetallfelgen in einem speziellen Design.

Verlassen wir aber mal die Optik und wenden wir uns den inneren Werten und der Ausstattung zu. Der Wagen wurde in der Ausstattungslinie Spirit bei uns vorstellig. Hierbei handelt es sich um die höchste Ausstattung. Darunter angesiedelt sind die Ausstattungsvarianten Edition 7 sowie Vision. Der Listenpreis der Spirit-Ausstattungslinie beginnt bei 41.290 Euro. Die Preise beziehen sich jeweils auf die 39,2 kWh-Variante.

Neben den Ausstattungsvarianten wird auch hinsichtlich der Batteriegröße unterschieden. Hier gibt es den KIA e-Niro in zwei Akku-Größen. In der erwähnten 39,2 kWh-Variante, sowie in der 64 kWh-Variante, die bei unserem Testwagen vorzufinden war. KIA unterscheidet allerdings nicht beim Laden der beiden Varianten. So können sowohl der KIA e-Niro 39,2 kWh, als auch der e-Niro 64 kWh per CCs oder Typ 2 geladen werden.

Rein elektrisch unterwegs

Beim Niro hat der Kunde die Wahl zwischen Hybrid, PHEV und reiner E-Version. Wir betrachten nachfolgend die reine Elektrovariante und müssen uns nur noch entscheiden, welche der beiden Batterie-Versionen und Leistungsstufen es sein darf. Die Einstiegsvariante des vollelektrischen Autos kommt mit 39,2 kWh-Akku sowie einer Leistung von 100 kW/136 PS daher und einem Verbrauch nach WLTP von 15,3 kWh/100 km.

Darüber angesiedelt ist die 64 kWh-Variante, welche zudem mit dem leistungsstärkeren E-Antrieb auftrumpft: 150 kWh bzw. 204 PS bei einem Verbrauch nach WLTP von 15,9 kWh/100km.

Je nach Wahl der Akku-Kapazität und damit auch der Leistung des vollelektrischen Niro, bringt es dieser auf unterschiedliche Reichweiten im Alltag. KIA preist die 100 kW starke Variante mit bis zu 289 Kilometer Reichweite nach WLTP, die 150 kW Variante mit bis zu 455 Kilometer nach WLTP an. Soviel die Theorie, die Praxis-Werte folgen.

Welcher Drive-Mode darf es sein?

Beim Fahren des KIA e-Niro hat der Fahrer die Wahl zwischen vier möglichen Einstellungen: Komfort, Sport, Eco, Eco+. Diese unterscheiden sich, je nachdem, ob Fahrspaß oder Energieeffizienz im Vordergrund stehen sollen. Die Fahrmodi haben auch Einfluss auf das regenerative Bremssystem, die Klimatisierung und die mögliche Höchstgeschwindigkeit.

Im eco+-Modus – langes Drücken der Drive-Modi-Taste – wird die Geschwindigkeit auf 90 km/h begrenzt, außerdem werden sämtliche Verbraucher auf ein Minimum zurückgefahren. Die Klimaanlage schaltet sich zum Beispiel komplett ab, daher ist dieser Modus auch nur in der Übergangszeit zu empfehlen.

Der Sport-Modus bringt eine direkte Ansprache, schnelle Beschleunigung sowie ein Grinsen ins Gesicht des Fahrers, jedenfalls unmittelbar nach dem Tritt aufs Strompedal. Das alles geht zu Lasten der Reichweite. Für das eine oder andere Überholmanöver darf man dennoch ruhigen Gewissens auf diesen Fahrmodus wechseln.

Wenn man nicht bereits beim Stromgeben spürt, in welchem Fahrmodus man sich befindet, reicht ein Blick aufs Display hinter dem Lenkrad. Je nach gewähltem Modus passt es nämlich sein Erscheinungsbild an: Im Komfort, Eco und Eco+ Modus kommt es in unauffälligen Blautönen daher. Im Sport-Modus lassen sich rote, kräftige Elemente erkennen.

Bremsen für mehr Reichweite

Vorab sei gesagt, dass das E-Auto von KIA die Rekuperationsstufen automatisch bestimmen kann, sie können aber auch vom Fahrer manuell festgelegt werden. Um zwischen manueller und automatischer Anpassung umzuschalten, muss der rechte Rekuperationshebel am Lenkrad etwas länger zum Fahrer hin gezogen werden. Der entsprechende Modus wird im Display oberhalb des Lenkrads visualisiert.

Beim Bremsen bzw. auch beim Ausrollen des EAutos wird dann kinetische Energie in elektrische umgewandelt und die Batterie aufgeladen. Durch die Betätigung der linken Wippe – für mindestens 0,5 Sekunden – wird der One-Pedal-Modus aktiviert. Dann ist es möglich, den e-Niro alleine mit dem Gaspedal fortzubewegen - da dann neben der Beschleunigung auch die Verzögerung mit dem Gaspedal gesteuert werden kann.

Reichweite und Verbrauch im Alltag

KIA gibt die Reichweite des e-Niro 64 kWh mit 455 Kilometern (Durchschnittsverbrauch 15,9 kWh pro 100 km) an, im City-Zyklus soll er gar bis zu 615 Kilometer mit einer Batterieladung zurücklegen. Das Grundmodell mit 39,2-kWh-Akku und 100 kW (136 PS) hat eine kombinierte Reichweite von 289 Kilometern (City-Zyklus: 405 km).

Doch natürlich kommt die „echte“ Reichweite erst zum Vorschein, wenn man selbst fährt. Schließlich findet die Reichweiten-Ermittlung dann nicht mehr unter nahezu klinischen Bedingungen statt.

Wir haben uns mit 17,6 kWh bis 21,8 kWh zwar im Bereich eines annehmbaren Energiemehrverbrauchs befunden, müssen aber auch anmerken, dass dieser durchaus ansteigt, wenn man doch Mal mehr Strom gibt. Die angegebenen Werte sind gerade auf kurzen Strecken nicht zu halten. Auf längeren Strecken allerdings bewegt man sich zumindest in deren Richtung. Vor allem, wenn man die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage inkl. Stop-and-go-Funktion verwendet.

Exterieur und Interieur im Detail

Optische Highlights wie das pfeilförmige LEDTagfahrlicht und die Dachreling geben dem Wagen ein starkes Profil. Zudem ist die Karosserie des e-Niro noch einmal 25 mm höher als bei seinen beiden Brüder mit Hybrid-Antrieb. Laut Aussage von KIA soll dies die Abenteuerlust und die Bereitschaft des e-Niro unterstreichen, den Fahrer des Stromers überall hin zu begleiten.

Der 4.375 mm lange, 1.805 mm breite sowie 1.560 mm hohe e-Niro wirkt keinesfalls träge. Ganz im Gegenteil: Konzipiert als Crossover vereint er das Platzangebot eines SUV mit dem spritzigen Auftreten eines Kombi. Unterstrichen wird dies durch den zurückhaltenden Platinum Graphite M Farbton in Kombination mit den hellblauen Details, welche sich an vielen Stellen wiederfinden.

Aufgrund des langen Radstands von 2,70 Metern haben alle Insassen genügend Beinfreiheit. Positiv wirkt sich zudem die Integration der Batterie in der Rücksitzbank aus. Auf diese Weise kann er mit 451 Litern das größte Gepäckraumvolumen aller drei Varianten bieten.

Trotz großem Stauraum, einer annehmbaren Größe und einem Leergewicht von rund 1850 Kilogramm (64 kWh-Variante) sprintet der e-Niro von 0 auf 100 km/h in gerade einmal 7,8 Sekunden. Schluss ist bei 167 km/h Höchstgeschwindigkeit. Wohlgemerkt bei der 64 kWh-Variante. Die 39,2 kWh-Variante bringt es auf 155 km/h Höchstgeschwindigkeit und eine Sprintfähigkeit von 9,8 Sekunden für 0 auf 100 km/h.

Das Interieur des e-Niro zeigt sich nicht nur äußerlich modern, sondern vor allem aufgeräumt und gut durchdacht. Auch, wenn es auf den ersten Blick durchaus erschlagend wirken kann, gewöhnt man sich rasch an die Vielzahl von Taster und Knöpfen. Die Rekuperationswippen direkt am Lenkrad hatten wir bereits erwähnt. Zudem lässt sich über das Lenkrad das gesamte Multimedia-System steuern. Wie beim Antrieb präsentiert sich der Kia e-Niro auch bei den Assistenz-, Infotainment- und Komforttechnologien auf dem modernsten Stand. Im Cockpit findet sich statt eines konventionellen Wählhebels ein Gangwahl-Drehschalter (Shift by Wire). Und das Infotainmentsystem beinhaltet einen 7-Zoll-Touchscreen, Smartphone-Integration und Bluetooth mit Spracherkennung.

AN DER FRONT

Nachladen kann der KIA e-Niro seinen Akku wahlweise per TYP 2-Ladeanschluss oder alternativ per CCS. Je nachdem für welchen Ladestandard man sich entscheidet ist der Akku mehr oder weniger schnell geladen. Zugang zur Ladebuchse erhält man auf der Front des E-Autos.

Dank induktiver Ladestation unterhalb der Mittelkonsole kann das eigene Smartphone (falls induktiv ladefähig) durch einfaches Einlegen ins Fach geladen werden.

Daneben glänzt der e-Niro auch dadurch, dass per USB-Anschluss sowohl Android, als auch Apple-Geräte aufgeladen werden können. Über die Bluetooth-Freisprecheinrichtung lassen sich Smartphones, egal mit welchem Betriebssystem, mit dem E-Auto verbinden. Im Innenraum denkt KIA nicht nur über entsprechende Anschlüsse nach, sondern hat sich auch in puncto Klimaanlage Gedanken gemacht. Diese ist als Zwei-Zonen-Klimaautomatik im Fahrzeug vorhanden – Fahrer- und Beifahrerseite können unterschiedlich temperiert werden. Aber es lässt sich auch nur die Fahrerseite mit der Klimaanlage betreiben, etwa wenn man alleine unterwegs ist. Für den richtigen Sound im Fahrzeug sorgt nicht nur das verbaute Multimedia-System, sondern auch das JBL Premium-Soundsystem, welches auf sieben Lautsprecher – Zentrallautsprecher, zwei Hochtöner und vier Türlautsprecher – einen zwei-Kanal-Subwoofer sowie einen 320-Watt-Verstärker und die ClariFi-Klangoptimierung setzt.

AM RICHTIGEN ORT

Auf den ersten Blick erschlagend, wirkt der Innenraum des e-Niro bei genauerem Hinsehen wohl durchdacht. Jeder Knopf und Taster scheint genau am richtigen Platz zu befinden, um gegebenenfalls auch ohne hinzusehen die richtige Wahl zu treffen.

Preise und Förderung

Neuerdings gewährt KIA 6.000 Euro Umweltbonus. Die Prämie gilt für alle ab dem 30. Januar geschlossenen Kaufverträge für noch nicht zugelassene Neufahrzeuge. Für unseren Testwagen – ohne Sonderausstattung – wären 45.790 Euro Listenpreis fällig geworden. Davon den Umweltbonus abgezogen gibt es den KIA e-Niro 64 kWh in der höchsten Ausstattungsvariante für knapp über 39.790,00 Euro. Interessanter für den Massenmarkt dürfte gerade die “Einstiegsvariante” mit 39,2 kWh Akku sein, welche es in der Ausstattungslinie Edition 7 nach Abzug des Umweltbonus auf 29.290,00 Euro bringt.

Fazit

In den zwei Wochen des Tests hat uns der vollelektrische Crossover aus SUV und Kombi auf ganzer Linie überzeugt. Ein entspanntes Fahrgefühl, gepaart mit einer mehr als alltagstauglichen Reichweite sowie viel Platz für all die kleinen Dinge des Alltags. Natürlich muss man anmerken, dass es sich hierbei um die höchste Ausstattungslinie gehandelt hat, aber auch in der Einstiegsvariante braucht er sich nicht zu verstecken. Lenkradheizung sowie Sitzheizung haben im Winter Plus-Punkte gesammelt, aber vor allem die Rekuperationsstärke und die stufenweise Regulierung waren Highlights.