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Kilowattdächer


Umbauen + Modernisieren - epaper ⋅ Ausgabe 10/2021 vom 25.08.2021

Solarstrom fürs Haus

Vaillant

Artikelbild für den Artikel "Kilowattdächer" aus der Ausgabe 10/2021 von Umbauen + Modernisieren. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Umbauen + Modernisieren, Ausgabe 10/2021

1 Solarmodule mit laut Hersteller gesteigerter Leistung, dank neuer Zelltechnologie.

Photovoltaik, ob blau, ob schwarz, färbt offenbar ab. Einer in der Siedlung fängt an, und nach und nach liegen auf immer mehr Dächern Solarmodule, zur Gewinnung von Sonnenstrom. Es lässt einen eben doch nicht ganz kalt, was der Nachbar so macht. Wenn es dann noch Geld bringt oder dem Klimaschutz dient oder sogar beides – umso besser.

Passable Rendite

Handelsübliche Photovoltaikmodule bestehen aus Solarzellen aus zwei Schichten unterschiedlich behandelten Siliziums, zwischen denen sich bei Lichteinfall eine Spannung aufbaut. Greift man sie ab, fließt Gleichstrom. Der wurde in der Pionierzeit der Technik nach Umwandlung in Wechselstrom durch den Wechselrichter direkt und vollständig ins öffentliche Netz eingespeist, gegen eine über 20 Jahre garantierte, feste Vergütung. Bei Installa-tion im Jahr 2000 waren das 50 Cent pro Kilowattstunde, mittlerweile jedoch gibt es für ...

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... Solarneulinge nur noch ungefähr 7 Cent (bei Anmeldung der Anlage im Herbst 2021). Trotzdem dürfte für den Betreiber eine Rendite von bis zu 5 Prozent herausspringen. Denn ein durchschnittlicher Haushalt kann 25 bis 30 Prozent des Sonnenstroms selber verbrauchen, bei Anpassung der Verbrauchsgewohnheiten an den Sonnenschein auch mehr. Und angesichts von Netzstrompreisen von um die 30 Cent ordentlich sparen.

Smartes Energiemanagement

Für viele Hausbesitzer ist aber anscheinend gar nicht die Rendite entscheidend, sondern das gute Gefühl, selbst erzeugte und vor allem ohne CO 2 -Ausstoß erzeugte Energie zu verbrauchen. Deswegen werden Photovoltaikanlagen in der Regel mit den noch recht teuren Lithium-Ionen-Speichern ergänzt, wodurch die Eigenverbrauchsrate auf bis zu 60 Prozent steigen kann. Zunehmend beliebt sind darüber hinaus Elektroauto und Ladestation beziehungsweise Wallbox, für die Garage oder den Carport. Um die optimale Nutzung der Erträge kümmert sich ein smarter, digitaler Energiemanager, etwa im Schaltkasten oder im Wechselrichter integriert. Er hat Zugriff auf alle wichtigen Geräte, auf die Ladestation ebenso wie auf Spül- oder Waschmaschine, und teilt ihnen jeweils nach seiner aktuellen „Prioritätenliste“ die Solar-kWh zu, entweder gleich vom Dach oder aus der Batterie. Per Internetverbindung behält er die lokale Wetterentwicklung im Auge und weiß daher zu jedem Zeitpunkt, ob er gerade spendabel sein darf oder ob er geizen muss.

In Wärme umwandeln

Auch weiß er, wo er, abgesehen vom Batteriespeicher, die Überschüsse eines Sommertages zwischenlagern kann. Eine Wärmepumpe zum Beispiel kann sie zum Laden ihres Warmwasserspeichers verwenden. In der Heizperiode, von Oktober bis April, sieht das natürlich ganz anders aus: Nun bekommt sie weniger Sonnenstrom, ist aber stärker gefordert, besonders wenn es sich um eine Außenluft-Wärmepumpe handelt, die aus der dann zeitweilig recht kalten Umgebungsluft Warmwasser und Heizwärme gewinnen muss. Infolgedessen wird sie entsprechend mehr Netzstrom ziehen. Ihr Energiebedarf hält sich allerdings in Grenzen, wurde zuvor der Wärmeschutz des Gebäudes durch eine Außendämmung auf Neubauniveau gebracht.

Langlebige Technik

Wer gestern noch neidisch auf den Nachbarn mit Photovoltaikanlage war, kann jetzt ganz entspannt seine grünen, klimafreundlichen Kilowattstunden aus eigener Herstellung zählen. Und vielleicht muss sich ja der Solarpionier der Siedlung demnächst überlegen, was er nach Auslaufen der Vergütung mit seinen nach wie vor produktiven Modulen macht. Noch bis 2027 einspeisen, dank Übergangsregelung für „Ü20-Anlagen“, nur für sehr viel weniger Geld? Oder eventuell die Technik umrüsten, ebenfalls auf teilweisen Eigenverbrauch, mit Batteriespeicher, Energiemanager und so weiter? Sich also von den Neulingen ringsum inspirieren lassen? Dafür hat man ja schließlich Nachbarn.

ab

Kosten, Förderung, Planung

Kosten: Solarstromanlage fürs Einfamilienhaus pro kWp – 1.200 bis 1.900 € Lithium-Ionen-Speicher – pro kWh 700 bis 1.500 € (Kosten jew. inkl. USt.)

Förderung: gemäß „Bundesförderung für effiziente Gebäude – Wohngebäude“ (BEG WG) sowie „Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen“ (BEG EM); Zuschüsse für Einzelmaßnamen (Energiemanager) vom BAFA (www.bafa.de, Tel: 0 61 96/9 08 – 1625, Fax: 0 61 96/9 08 -1800), Kredite für Einzelmaßnamen sowie Kredite und Zuschüsse für umfassende energetische Modernisierungen von der KfW (www.kfw.de, E-Mail: info@kfw.de, kostenloses Infotelefon: 08 00/5 39 90 02, Mo -Fr v. 8 -18 Uhr)

Steuer: bei Anlagen unter 10 kW Spitzenleistung (kWp = „Kilowatt peak“) entfallen Steuern auf die Vergütung (Befreiung beim Finanzamt beantragen) Planung: Dimensionierung der Anlage: gesamte besonnte Dachfläche nutzen; Dimensionierung des Speichers: 1 kWh Kapazität pro 1.000 kWh des zu erwartenden Jahresverbrauchs; Auswahl: nach dem SPI (System Performance Index, Effizienzkennzahl, entwickelt an der HTW Berlin), siehe https://pvspeicher.htw-berlin.de, dann „zur Stromspeicher-Inspektion 2021“ bzw. auch www.carmen-ev.de, Menüpunkt „Service“, dann „Marktüberblick“, dann „Marktübersicht Batteriespeicher“;

Tipps zur Elektromobilität vom VDI: aktion.vdi-verlag.de/vdi-verbrauchertippselektromobilitaet; Ladestation für Elektromobilität: übersteigt die Leistung 11 kW, muss sie vom Netzbetreiber genehmigt werden.

Infos und Lesestoff: dgs – Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V., bietet neben Informationen u. a. Prüfung des Angebots des Installateurbetriebs (siehe Menüpunkt „Service“, dann „DGS Angebotscheck“) – www.dgs.de Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, „Energie“, dann „Erneuerbare Energien“ – www.verbraucherzentrale.nrw Autonome Stromversorgung – Auslegung und Praxis von Stromversorgungsanlagen mit Batteriespeicher, von P. Brückmann und G. Bopp, ökobuch Verlag 2020, ISBN 978-3-947021-19-2, Preis: 18,95 €

Alles zur Förderung: www.bau-welt.de/foerderung-2021