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Kind & Hund: beste Freunde


Pets - Dein Haustier-Ratgeber - epaper ⋅ Ausgabe 1/2021 vom 20.04.2021

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Bildquelle: Pets - Dein Haustier-Ratgeber, Ausgabe 1/2021

DREAMTEAM Mit einem Hund aufzuwachsen, ist der Traum vieler Kinder

Fast jedes Kind tritt irgendwann mit dem Wunsch an seine Eltern heran, einen Hund haben zu wollen. Dieser Schritt will gut überlegt sein. Für Eltern bedeutet ein Hund eine (zusätzliche) große Verantwortung, derer sie sich bewusst sein müssen. Dass sich die Überlegung lohnt, zeigen verschiedene Studien. Demnach machen Hunde Kinder glücklich, gesund und seelisch stark. Introvertierte Kinder können sich im Beisein ihres tierischen Kumpels oft erstaunlich gut öffnen, denn der fellige Freund verrät mit Sicherheit keines der ihm anvertrauten Geheimnisse. Werden gewisse Bedingungen im Zusammenleben beachtet, steht einem erfüllten Miteinander nichts im Wege und eine innige Freundschaft zwischen Kind und Hund kann entstehen.

NUR UNTER AUFSICHT

Unabhängig davon, wie brav ein Hund erscheint: Kleine Kinder sollten niemals unbeaufsichtigt mit dem Tier zusammen sein. Auch der geduldigste Hund hat einmal genug, ...

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... wenn er am Schwanz gezogen oder ins Ohr gezwickt wird. Beim gemeinsamen Toben kann es ruppig zugehen oder es entstehen schlicht Kommunikationsprobleme. Ein verantwortungsbewusstes Beaufsichtigen heißt, dass die volle Aufmerksamkeit bei Kind und Hund liegt und nicht bei anderen Dingen wie dem Handy. Ist dies nicht möglich, ist es sicherer, Kind und Hund räumlich zu trennen. Während der gemeinsamen Zeit sollten Eltern ein Auge (besser zwei) darauf haben, wie der Nachwuchs mit dem Hund umgeht. Ein respektvolles Verhalten gegenüber dem Vierbeiner sollte frühzeitig vermittelt werden, denn es ist die Basis für ein vertrauensvolles Miteinander. Auch subtile Gesten, die erkennen lassen, dass der Hund Stress hat, gilt es zu erkennen.

RÜCKZUGSORT & TABUZONEN

Nicht nur wir Menschen, sondern auch Hunde, haben manchmal das Bedürfnis nach Ruhe. Sie benötigen mindestens einen angenehmen Ruheplatz, an den sie sich jederzeit zurückziehen können. Für Kinder sollte dieser Ort nicht zugänglich sein, oder sie sollten gelernt haben und akzeptieren können, dass der Hund dort nicht gestört werden möchte. Andersherum kann es für den Hund Tabuzonen geben, z. B. das Kinderzimmer. Wichtig ist, dass sich hier alle Familienmitglieder einig sind, damit eine liebevolle, aber konsequente Erziehung stattfinden kann.

ALLES HÖRT AUF MEIN KOMMANDO

Ein guter Grundgehorsam des Hundes sowie eine stabile Rangbeziehung zu den Besitzern sind wichtig. Kinder ab dem Grundschulalter können lernen, ihre Stellung gegenüber dem Hund zu festigen. Einige Hundeschulen bieten extra Kurse an, in denen Kinder in die Hundeerziehung einbezogen werden. Gemeinsame Aktivitäten fördern zudem die Bindung zwischen Kind und Hund. Beim Gassigehen lernen die Kleinen, Verantwortung zu übernehmen. Selbstverständlich sollte dabei immer das Kräfteverhältnis berücksichtigt werden. Jüngere Kinder können gemeinsame Zeit mit dem Hund genießen, indem sie ihn streicheln oder ihm eine Geschichte vorlesen. Ein Hund ist ein geduldiger Zuhörer, der nicht verurteilt. Ganz nebenbei kann leseschwachen Kindern damit auch noch zu mehr Selbstbewusstsein verholfen werden.

REGELN FÜR ALLE

Unabhängig vom Alter sollten einige Regeln für alle gelten. Dazu gehört beispielsweise, dass dem Hund nichts aus dem Maul genommen werden und er beim Fressen generell nicht gestört werden darf. Hilfreich ist, dem Kind zu erklären, dass ein Hund keine Hände hat und deshalb seine Zähne nutzt, um etwas festzuhalten. Schlafende Hunde sollten in Ruhe gelassen werden. Auch lieb gemeintes festes Umarmen kann auf Hunde bedrohlich wirken. Derbes Agieren oder bewusstes Ärgern des Tieres sollten Eltern selbstverständlich unterbinden – nicht nur zum Schutz des Hundes, sondern auch des Kindes. Hilfreich ist auch, dem Kind zu erklären, dass ein Wegrennen den Hund dazu animieren kann, hinterherzulaufen. Im Eifer des Gefechts kann auch im Spiel eine gefähr-liche Situation entstehen, zum Beispiel, wenn Kind und Hund gleichzeitig einen Ball fangen wollen. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Kinder den Hundezähnen nicht zu nahe kommen. Passiert dennoch solch eine Situation, sind Eltern gut beraten, ruhig zu reagieren und dem Nachwuchs später die Situation zu erklären. Je besser Kinder verstehen, wie Hunde „ticken“, desto mehr können sie ihr eigenes Verhalten anpassen. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass Kinder dazu aufgrund ihres Alters schon in der Lage sind.

Kinder und Hunde haben instinktiv einen besonderen Draht zueinander.

EIN BABY KOMMT

Die Vorbereitung auf eine glückliche Einheit von Kind und Hund wird im Grunde schon während der Schwangerschaft gelegt. Denn: Ein Baby fordert die Eltern in der ersten Zeit komplett. Das heißt, die Dinge ändern sich schlagartig, wenn das Baby nach Hause kommt. Für den Hund bleibt weniger Zeit. Er bekommt weniger Aufmerksamkeit. Ungünstig wäre es, wenn der Vierbeiner die Umstellung direkt mit dem Neuankömmling verknüpft. Deshalb ist es hilfreich, neue Gegenstände wie Kinderwagen, Babybett, Trageschalen etc. schon vor der Geburt in der Wohnung zum Beschnuppern zur Verfügung zu stellen. Der Hund kann an seinen zukünftigen Rückzugsort gewöhnt werden und bereits jetzt lernen, das Kinderzimmer nicht mehr betreten zu dürfen. Ist das Baby da, kann eine gebrauchte Windel oder ein Strampler ausgiebig beschnuppert werden, damit der Geruch des Babys nicht mehr ganz neu ist. Nach dem ersten Schnupperkontakt am Baby sollte eine Kuschel- oder Spielzeit mit dem Hund eingeplant werden, damit dieser sich nicht vernachlässigt fühlt und das im ungünstigsten Fall mit dem Familienzuwachs verknüpft. So vorbereitet wird das Baby schnell als neues Familienmitglied akzeptiert und einer neuen Freundschaft steht nichts im Wege.

FREMDE HUNDE

Regeln, die im Umgang mit dem eigenen Hund gelten, sollten nicht automatisch für andere Hunde übernommen werden. Immer wieder erlebt man Kinder, welche mit Hund aufwachsen, dass sie sich ebenso unbedarft fremden Hunden nähern. Diese sollten aber niemals ungefragt gestreichelt werden. Man weiß nie, welche Erfahrungen der Hund bisher gemacht hat und wie er reagiert.

DIE 15 WICHTIGSTEN REGELN

1. Kinder und Hund nicht unbeaufsichtigt allein lassen.

2. Kinder im Umgang mit Hunden immer kontrollieren.

3. Rückzugsorte für den Vierbeiner schaffen.

4. Dem Hund einen guten Grundgehorsam beibringen.

5. Den Hund nicht ärgern, nicht bedrängen, nicht grob behandeln.

6. Dem Tier nichts aus dem Maul nehmen.

7. Den Hund ungestört fressen lassen.

8. Schlafende Hunde nicht stören.

9. Dem Kind die körpersprachlichen Signale erklären.

10. Tabuzonen (z.B. Kinderzimmer) einrichten.

11. Dem Hund nicht starr in die Augen schauen.

12. Nicht vor dem Hund weglaufen.

13. Beim Spielen den Hundezähnen nicht zu nahe kommen.

14. Fremde Hunde nicht ungefragt streicheln.

15. Die Ankunft eines Babys rechtzeitig vorbereiten.