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KING OF PATINA


Träume Wagen - epaper ⋅ Ausgabe 7/2018 vom 06.07.2018

Die Preise für einen Porsche 356 sind im steiifiug, wesnaiD viele inn als Investment wegschließen. Aber nicht Matt Hummel. Er macht mit seinem 356 die HUgei Kaliforniens unsicher unfl wirfl datur in den sozialen Netzwerken gefeiert

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Bildquelle: Träume Wagen, Ausgabe 7/2018

Matt Hummel, nicht zu verwechseln mit dem glücklosen Kicker der National-ulf, hat die Ruhe weg. Anders ist wohl kaum zu erklären, dass er einen Meilenstein der Automobilgeschichte einfach so am Straßenrand von Auburn abstellt: einen leibhaftigen Porsche 356 A 1600, Baujahr 1956, überzogen von – höfl ...

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... ich ausgedrückt – massiver Patina. Aus den Sitzen quellen Kokosnussfasern, den Fußraum ziert blankes Blech. „Der ist noch genau in dem Zustand, in dem ich ihn entdeckt habe. Ich liebe seine Authentizität.

Dieser Wagen hat so viel durchlebt und ist immer noch da. Ich will ihn als Zeitmaschine erhalten. Nicht zurückbauen in einen vermeintlichen Originalzustand“, das ist Hummels Statement zu dem – mit Verlaub – Rosthaufen. Er will den erschöpften 356 genau so fahren, wie er ist. Keine Schminke, kein Aufhübschen. „Der Porsche wurde zum Fahren gebaut, nicht für die Garage“, philosophiert Hummel, öffnet die asthmatisch knarzende Fahrertür und knattert los. Erstaunlich robust düst der 356 über die Schotterstraße. So desolat der optische Zustand, so souverän meistert er Kurve um Kurve und klettert durch die hügelige Landschaft. Eine Kreuzung später hält Hummel den Arm aus dem Fenster, um zu signalisieren, dass er hier abbiegen will. Wer braucht schon Blinker? Die Fahrt ist zu Ende, Hummel hat sein Anwesen in den Bergen erreicht. Auf dem komplett zugewachsenen Grundstück trifft der 356 die anderen Mitglieder der Hummel Family: ein 1986er 911 Carrera 3.2, ein 1966er 912, ein 356 A Super von 1958 und zwei 356 Cabriolets des Jahrgangs 1952. Das offene 356-Duo ist für Hummel sein kostbarstes Gut: „Die beiden Fahrzeuge haben exakt aufeinanderfolgende Chassisnummern. Sie wurden direkt nacheinander produziert.“ Das erste endet auf 4, das zweite auf 5. Der 39-Jährige strahlt. Wo er die beiden Porsche entdeckt hat, verrät er nicht, zwinkert jedoch und sagt: „Manchmal ist es auch einfach so, dass die Fahrzeuge mich fi nden.“
Matt Hummels Lust am betagten Blech begann früh. Schon mit 16 durchkämmte er in den Semesterferien seines Kunststudiums halb Kalifornien, später den ganzen Globus nach seltenen Fahrzeugteilen. Zunächst Volkswagen-Teile, später Porsche. Die Scheune neben dem Wohnhaus ist seine Schatzkammer. Dort lagert sein Fundus, den er in den ver gangenen zehn Jahren zusammengetragen hat. Seltene Armaturenknöpfe, Kamal-uchrauben, 80-Millimeter-Kolben der frühen Porsche-Pre-AProduktion, Porsches erster Rennmotor, der 1500 Super aus dem Jahr 1954 – Wahnsinn, was der Maniac weltweit ausgegraben hat. Das Sympathische an dem Porschl-ureak ist nicht nur sein unbekümmerter Umgang mit den Ikonen, Hummel teilt auch seine Schätze. „Wenn mich jemand anruft, der einen seltenen Porsche besitzt, gehe ich gerne in meine Schatzkammer und suche das passende Teil für ihn“, meint er. Denn er ist überzeugt, dass manche Juwelen weitergegeben werden müssen, um die Stuttgarter Preziosen zu erhalten. Sorge, dass ihm selbst mal was fehlt, hat er nicht. Sie wissen schon: Die Fahrzeuge fi nden ja ihn.

„Der ist noch genau in dem Zustand, in dem ich ihn entdeckt hahe. Ich liehe seine Authentizität. Dieser Wagen hat so viel durchlebt und ist immer noch da. Ich will ihn als Zeitmaschine erhalten. Nicht zurücköauen in einen vermeintlichen Originalzustand“