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KINO: ES ist wieder da


TV Digital XXL-Ausgabe - epaper ⋅ Ausgabe 17/2018 vom 10.08.2018

Das Böse kehrt zurück: TV DIGITAL verrät alles über den Horrorclown und den neuen Kinohit mit Bill Skarsgård


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Kinostar Bill Skarsgård als Clown mit der kindlichen Stimme und den fiesen gelben Augen


Am Ende leisten sie alle einen Eid: „Schwört! Wenn Es nicht tot ist, wenn Es wieder kommt, dann kommen auch wir zurück“, sagt der zwölfjährige Bill. Die sechs anderen Kinder des „Losers’ Club“ nicken, und sie alle schneiden sich zur Bekräftigung mit einer Glasscherbe in die Hand. Der Schluss von „Es“ (2017) ist feierlich und beunruhigend zugleich – weiß man doch als erfahrener Kinogänger, dass hier bereits eine Fortsetzung angekündigt wird. Und bei einem Monsterhit wie diesem kein Wunder: „Es“ spielte weltweit sensationelle 700 Millionen Dollar ein, allein in Deutschland ließen sich über 3,2 Millionen Zuschauer vom epischen Kampf der Kinder gegen das absolut Böse in Gestalt eines Clowns erschrecken.
Doch dieser zweite Teil ist – anders als so häufig – einer, auf den die Welt tatsächlich gewartet hat. Denn in der 1986 erschienenen literarischen Vorlage von Stephen King kommt das Böse alle 27 Jahre wieder hervor, um sich von Kinderängsten zu ernähren. Der 1500-Seiten-Bestseller soll – so wird häufig spekuliert – vom Fall des Serienkillers John Wayne Gacy inspiriert sein, der bei Kinderfesten als Clown auftrat und zwischen 1972 und 1978 insgesamt 33 Sexualmorde beging. King erzählt parallel vom Kampf der Kinder im Jahr 1958 und vom Kampf der dann erwachsenen Helden 1985. Der erste Film spielt dagegen 1989, die Fortsetzung ist demnach 2016 angesiedelt.

Der argentinische Erfolgsregisseur Andy Muschietti forderte im Juli auf der Comic-Con in San Diego die „Es“-Fans schon mal selbstsicher auf: „Zieht euch für ‚Kapitel zwei‘ ein paar Windeln an!“ und zeigte dazu – leider nur sehr flüchtig – einige neue Zeichnungen des Horrorclowns Pennywise, den auch in der Fortsetzung der Schwede Bill Skarsgård (Sohn von Stellan und Bruder von Alexander) darstellen wird.

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den auch in der Fortsetzung der Schwede Bill Skarsgård (Sohn von Stellan und Bruder von Alexander) darstellen wird.


Zieht euch für „Kapitel zwei“ lieber ein paar Windeln an!
ANDY MUSCHIETTI


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Der argentinische Regisseur Andy Muschietti landete mit „Es“ 2017 einen Monsterhit


27 Jahre später: der „Losers’ Club“


BILL

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JAEDEN LIEBERHER


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JAMES MCAVOY
Der Anführer der sieben Kinder wird erfolgreicher Schriftsteller und heiratet einen Filmstar


BEVERLY

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SOPHIA LILLIS


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JESSICA CHASTAIN
„Bev“ arbeitet als Modedesignerin in Chicago und wird regelmäßig von ihrem Ehemann geschlagen


RICHIE

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FINN WOLFHARD


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BILL HADER
Aus dem Plappermaul mit der Brille wird ein sehr bekannter Radiomoderator in Maine


ED DIE

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JACK DYLAN GRAZER


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JAMES RANSONE
Er hat einen Limousinenservice in New York – und eine Frau, die ihn erdrückt wie seine Mutter


Wie bei Teil eins spielt auch bei Teil zwei der US-Starttermin mit einer Koinzidenz: Wie schon beim 8.9.2017 ergibt die Quersumme des Datums 6.9.2019 (der deutsche Starttermin ist noch offen) 27 – die Zahl der Jahre, die zwischen den Geschichten liegen.

In der Fortsetzung werden die jungen Darsteller nur in Rückblenden zu sehen sein. Umso wichtiger war das Casting der älteren (siehe die Kästen), mit denen derzeit im kanadischen Toronto gedreht wird. Die sieben Jungschauspieler waren vorab gefragt worden, wen sie für ihre eigene Figur 27 Jahre später als Schauspieler favorisieren würden. Immerhin zwei trafen ins Schwarze: Sophia Lillis wünschte sich Jessica Chastain als ältere Beverly, die in ihrer Kindheit vom Vater sexuell attackiert und im späteren Leben von ihrem Mann geschlagen wird. Und tatsächlich sickerte bereits beim Dreh von Teil eins durch, dass Jessica Chastain – die Andy Muschietti vom Dreh des Horrorfilms „Mama“ kennt – die Rolle bekommen würde. Finn Wolfhard sprach sich für Bill Hader („Dating Queen“, Mitglied der Schauspielergruppe um Regisseur Judd Apatow) als älteres Plappermaul Richie Tozier aus und lag ebenfalls richtig! Mit Wunschkandidaten wie Chris Pratt, Christian Bale, Joseph Gordon-Lewitt, Jake Gyllenhaal und Chadwick Boseman hatten die „Kleinen“ weniger Glück.
Neu dabei ist stattdessen James McAvoy (brillant in „Split“ und demnächst in der Fortsetzung „Glass“) in der Rolle von Bill, dem inoffziellen Anführer des Losers’ Club, dessen Techtelmechtel mit Beverly am Ende von Teil eins damit endet, dass sie die Kleinstadt Derry verlässt. Der von seiner ängstlichen Mutter als angeblich krank immer daheimgehaltene Eddie wird als Erwachsener von James Ransone gespielt, der sich über Rollen in „Sinister“ und „Sinister 2“ empfahl. Der rassistisch attackierte Mike wird nun von Isaiah Mustafa aus der Serie „Shadowhunters“ verkörpert, der gar nicht mehr so dicke Ben von dem Neuseeländer Jay Ryan aus der Serie „Beauty and the Beast“. Den erwachsenen Stanley spielt Andy Bean, der schon gemeinsam mit Bill Skarsgård in „Die Bestimmung – Allegiant“ zu sehen war. Sollte sich Regisseur Andy Muschietti einigermaßen an die Buchvorlage halten, wird das allerdings eher ein Kurzauftritt: Denn nachdem der in Derry verbliebene Mike alle seine früheren Freunde anruft und an ihren alten Eid erinnert, notfalls ein weiteres Mal gegen Pennywise zu kämpfen, schneidet sich Stanley aus Angst in seiner Badewanne die Pulsadern auf und hinterlässt ein mit Blut geschriebenes Wort: „Es“.

Doch Andy Muschietti hatte ja bereits bei Teil eins einiges gegenüber der Vorlage variiert. Vor allem die Gestalt der größten Angst, in der Es Jagd auf die Kinder macht, wurde stark verändert, um der irren Tricktechnik ordentlich Raum zu geben. So könnte sich auch der Look von Pennywise in Teil zwei ändern – das Böse hatte schließlich 27 Jahre Zeit und die Effekte-Gurus immerhin 24 Monate, um sich neue Schrecken auszudenken.

Gerüchten zufolge soll „Es – Kapitel zwei“ eine Szene enthalten, die aus dem ersten Film nachträglich gestrichen werden musste, um die Jugendfreigabe ab 16 Jahren zu bekommen. Sie spielt im 17. Jahrhundert – und Pennywise frisst darin ein Baby. Andy Muschietti scheint also wirklich gewillt, dem Publikum auf Teufel komm raus noch mehr Angst zu machen als beim letzten Mal.

MIKE

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ISAIAH MUSTAFA
Mike ist der Einzige der sieben, der in Derry bleibt und sich an die Ereignisse vor 27 Jahren erinnert


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CHOSEN JACOBS


BEN

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JAY RYAN
Aus dem einst dicklichen Jungen wird ein berühmter Architekt. Und er liebt „Bev“ immer noch …


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JEREMY RAY TAYLOR


STANLEY

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ANDY BEAN
Der stets skeptische jüdische Junge wird Buchhalter. „Stan“ hat die meiste Angst vor Es


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WYATT OLEFF


FOTOS: SHUTTERSTOCK/WARNER BROS. [M] (GR.), PALMER/WARNER BROS. (9), BENETT/ FURY/BAFTA LA/NICKOLS/FOR PIZZA HUT/VESPA/CLAVERING/SCARNICI/GETTY IMAGES (7)

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