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KINO: Jagd auf den sexy Cyborg


TV Digital XXL-Ausgabe - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 08.02.2019

Exklusiv nur in TV DIGITAL: Regisseur Robert Rodriguez und Produzent Jon Landau erklären ihr Wagnis „Alita: Battle Angel“


Artikelbild für den Artikel "KINO: Jagd auf den sexy Cyborg" aus der Ausgabe 4/2019 von TV Digital XXL-Ausgabe. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: TV Digital XXL-Ausgabe, Ausgabe 4/2019

Warum wird der weibliche Cyborg Alita (Rosa Salazar) gejagt?


Diese beiden haben starke Nerven: Mitten im Interview in einem Berliner Hotel geht der Feueralarm los – Robert Rodriguez („Sin City“) und Jon Landau (Oscar für „Titanic“) bleiben jedoch lässig sitzen. Sie reden lieber weiter über ihr heißes 200-Millionen-Dollar-Wagnis. „Alita: Battle Angel“ erzählt wie einst „Terminator“ die Geschichte eines Cyborgs, gespielt von einem Menschen. „Aber unser Cyborg ist weiblich, und wir nutzen ...

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Diese beiden haben starke Nerven: Mitten im Interview in einem Berliner Hotel geht der Feueralarm los – Robert Rodriguez („Sin City“) und Jon Landau (Oscar für „Titanic“) bleiben jedoch lässig sitzen. Sie reden lieber weiter über ihr heißes 200-Millionen-Dollar-Wagnis. „Alita: Battle Angel“ erzählt wie einst „Terminator“ die Geschichte eines Cyborgs, gespielt von einem Menschen. „Aber unser Cyborg ist weiblich, und wir nutzen die Technik des Performance Capturing, das gab es so noch nie“, erklärt Jon Landau.„Seit 1999 sind James Cameron und ich an dem Projekt dran“, so Landau. Über 1000 Seiten an Ideen notierte der „Terminator“-Erfinder dafür. „2005 hatte Jim dann ein Drehbuch, es sollte sein nächster Film werden.“ Doch 2006 entschied Cameron, „Avatar“ vorzuziehen. Der Rest ist Kinogeschichte.

„Ich kenne Jim seit 25 Jahren“, erzählt Robert Rodriguez weiter. „Vor vier Jahren sagte er mir beim Essen, dass er nur noch bei „Avatar“-Filmen Regie führen will. Auf dem Parkplatz fragte er plötzlich: ‚Willst du ein Artwork von Alita sehen?‘“ Rodriguez schloss sich vier Monate lang ein, präsentierte Cameron ein Drehbuch – und bekam den Job.

Die Rolle von Dr. Dyson Ito übernahm der Oscarsieger Christoph Waltz. „Für Christoph ist das eine unübliche Rolle, er spielt sonst oft extreme Charaktere“, meint Jon Landau. Regisseur Robert Rodriguez ergänzt: „Aber er kann so süß sein, da erinnert man sich gar nicht mehr an ‚Inglourious Basterds‘! Und dieses ganze Gerede über Technik klang sehr glaubwürdig aus seinem Mund.“

Die Hauptrolle schnappte sich die bisher eher unbekannte Rosa Salazar aus der ersten Staffel von „American Horror Story“, die zuletzt im Netflix-Film „Bird Box“ zu sehen war. „Beim Vorsprechen musste Robert fast weinen“, verrät Jon Landau. „Das Wichtigste für uns war: Die Zuschauer sollten sofort Empathie für Alita empfinden.“ Daher musste die Figur so nah wie möglich an der Manga-Vorlage sein. „Die Haare, die Augen, der ganze Stil.“ Als der Trailer herauskam, wurden ausgerechnet Alitas große Augen kritisiert. „Aber beim Trailer von ‚Avatar‘ hieß es damals, dass seien ja alles blaue Schlümpfe“, widerspricht Jon Landau. „Augen sind auch im Kino das Fenster zur Seele, und sie müssen hier groß und tief sein. Die Leute von der Animationsschmiede Weta sagten mir, in einem Auge von Alita seien mehr Details als in Gollum bei ‚Der Herr der Ringe‘.“

»Als wir drehten, war die Technik noch gar nicht so weit.«
ROBERT RODRIGUEZ, REGISSEUR


Das Performance Capturing (durch Markierungspunkte an Körper und Kopf wird von Rosa Salazar ein digitales 3D-Modell erzeugt) ist hoch komplex. „Es war ein technischer Albtraum, überall waren Kameras nur für ihren Anzug“, beschreibt Robert Rodriguez die Arbeit am Set. „Wenn wir die Position veränderten, musste das alles mit umziehen. Aber nur so konnten sie und Christoph interagieren und improvisieren, sie hatten totale künstlerische Freiheit.“ Das merkt man der Figur der so sensiblen Kampfmaschine Alita an!

Angesichts der mehr als 1500 Effekte-Shots wurde es Rodriguez allerdings doch mulmig: „Als wir drehten, war die Technik noch nicht so weit, ich wusste nicht, ob das am Ende auch gut aussieht. Da bekommst du Todesangst. Wir sind von einem Hochhaus gesprungen in der Hoffnung, unterwegs einen Fallschirm zu bauen.“

Alita merkt, dass sie die Cyborg-Kampftechnik „Panzerkunst“ beherrscht


Auf der Straße lernt sie sehr schnell die lebensgefährliche Sportart „Motorball“


FOTOS: 20TH CENTURY FOX

SCIENCE-FICTION: START 14.2. 3D: Alita: Battle Angel

Dr. Dyson Ito (Christoph Waltz) macht aus Alita einen „Berserker“ der URM


Die Erde im Jahr 2563, 300 Jahre nach einem verheerenden Krieg gegen die URM (United Republic of Mars): Wenige Glückliche leben in der Himmelsstadt Zalem, der Rest vegetiert in Iron City dahin. Dr. Dyson Ido (Christoph Waltz) findet die Überreste eines weiblichen Cyborgs (das Gehirn ist menschlich, alles andere aus künstlichen Bauteilen). Er repariert sie und nennt sie Alita. Bald stellt sich heraus, dass Alita sich nicht nur zu dem süßen Hugo (Keean Johnson) hingezogen fühlt, sondern auch zur Technologie der URM. Machen Chiren (Jennifer Connelly), Idos Ex, und Vector (Mahershala Ali) aus Zalem aus diesem Grund Jagd auf Alita?

Die Vorlage, das Manga „Gunnm“ (1990–1995) von Yukito Kishiro, hat den US-Titel „Battle Angel Alita“. Für den Film wurde „Alita: Battle Angel“ daraus, da Mitproduzent James Cameron nur Titel mit A oder T will. Ergebnis: ein Cyborg-Coming-of-Age-Abenteuer mit schöner Endzeitoptik, cooler Kneipenprügelei und herziger Kussszene. Schade: Trotz eines überraschenden Cameos ist der Schluss misslungen.
ON