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KINO: Weihnachten wird giftgrün!


TV Digital XXL-Ausgabe - epaper ⋅ Ausgabe 24/2018 vom 16.11.2018

Exklusiv in TV DIGITAL: Otto Waalkes über seine Sprechrolle als Weihnachtshasser in„Der Grinch“


Artikelbild für den Artikel "KINO: Weihnachten wird giftgrün!" aus der Ausgabe 24/2018 von TV Digital XXL-Ausgabe. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: TV Digital XXL-Ausgabe, Ausgabe 24/2018

Übel drauf: Der grüne Grinch hasst Weihnachten


Rührend: Cindy-Lou will einmal im Leben den Weihnachtsmann treffen


WEIHNACHTSFILM START 29.11. 3D

Von seiner Höhle aus plant der Grinch, den Menschen die Geschenke wegzunehmen


Der Grinch

Das kleine Dorf Who-Ville am 20. Dezember: Alle Bewohner freuen sich auf das bevorstehende Weihnachtsfest, sie sind hektisch bei den Vorbereitungen und singen aus Leibeskräften Weihnachtslieder. Nur zwei Personen sind nicht ganz voller Vorfreude: Die kleine Cindy-Lou ist schrecklich ...

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... unglücklich, weil ihre alleinerziehende Mutter so viel Arbeit mit ihr und den Geschwistern hat. Cindy-Lou wünscht sich nichts sehnlicher, als einmal den Weihnachtsmann zu treffen, damit er ihre Mutter wieder glücklich machen kann. Und der grüne, ewig übellaunige Grinch, der außerhalb der Stadt in seiner Höhle wohnt, kann Weihnachten nicht ausstehen, weil er früher als Einziger nie Geschenke bekam. Der Grinch entwickelt einen fiesen Plan: Er will allen Dorfbewohnern als Weihnachtsmann verkleidet die Geschenkpakete stehlen.

Stimmungsvoller Weihnachtsfilm in süß-bunter Optik, der aber etwas frecher hätte sein können. Witzig: Otto Waalkes, der die Stimme des Grinch (im Original Benedict Cumberbatch) spricht.
ON

The Grinch hated Christmas! The whole Christmas season! Now, please don’t ask why. No one quite knows the reason.“ Mit diesen Worten beginnt ein Klassiker der USKinderbuchliteratur. „Wie der Grinch Weihnachten gestohlen hat“ (1957) vom deutschstämmigen Theodor Seuss Geisel (1904–1991), genannt Dr. Seuss.
In Deutschland ist der Schriftsteller, der auch Vorlagen für die Animations-Hits „Horton hört ein Hu!“ (2008) und „Der Lorax“ (2012) lieferte, vergleichsweise unbekannt – genau wie die TVZeichentrickverfilmung des „Grinch“ aus dem Jahr 1966 („Die gestohlenen Weihnachtsgeschenke“). Erst die Live-Action-Verfilmung „Der Grinch“ (2000, mit Jim Carrey) machte die Figur hierzulande bekannt, und es gab endlich eine deutsche Übersetzung des Buchs.

„Der Film mit Jim Carrey wurde unterschiedlich aufgenommen, war aber mit über zwei Millionen Zuschauern in Deutschland sehr erfolgreich“, sagt Otto Waalkes, der in der neuen Animationsversion die Rolle des Grinch spricht, im exklusiven Interview mit TV DIGITAL. „Ich habe für die „Ice Age“-Filme zwölf Jahre lang Sid synchronisiert, und man verwächst ja mit diesem liebenswerten kleinen Faultier. Und plötzlich soll ich den griesgrämigen Widerling spielen, der etwas Böses im Schilde führt. Das war eine Herausforderung“, so der 70-Jährige. „Aber auch da fand eine Symbiose zwischen Otto und dem Grinch statt. Ich habe einige Otto-typische Sachen mit hineingebracht.“

Der Komiker, der gerade das Bundesverdienstkreuz erhielt („Ich glaube, die spekulieren auf mein Ableben“), hat dabei aber einen ganz anderen Ansatz als Benedict Cumberbatch, der den Grinch im Original spricht: „Ich mache das nicht mit diesem britischen Tonfall, eher so mit dunkler Stimme wie früher zu der Zeit von ‚The Wiper‘(ein sehr früher Otto-Song, die Red.). Diese noble Sprechweise hätte ich nicht gemacht.“

Während die Zeichentrickversion eher etwas fieser daherkam und der Film mit Jim Carrey eher albern, ist die neue Fassung ein Feelgood-Movie. Für Otto Waalkes bedeutete der Film der „Minions“-Macher deutlich mehr Arbeit als von „Ice Age“ gewohnt. Schließlich spricht er hier die Hauptfigur. „Eine Woche in der dunklen Kammer, 1250 Takes oder so. Regisseur, Tonmeister, Synchronregie – das war eigentlich ein geordneter Haufen. Und alle meine Ideen sind durchgegangen, nur das ‚Holla-di-hitiiii‘ nicht“, scherzt er.


»Es gab eine Symbiose zwischen Otto und dem Grinch.«
OTTO WAALKES


Vor dem Start von „Der Grinch“ besuchte der Wahlhamburger noch eine Institution der Stadt: den Schellfischposten, zur Aufzeichnung einer Sendung von „Inas Nacht“ (am 17. November um 23.40 Uhr im Ersten). „Wenn der Ostfriese betrunken ist …“, kommentiert Waalkes seinen Einsatz dort. Und präzisiert: „Da gab es jede Menge Prosecco! Einmal habe ich aus Versehen an Inas Glas genippt – aber da war nur Wasser drin!“

In „Der Grinch“ darf Otto Waalkes – anders als zuletzt im fünften „Ice Age“- Film – nicht singen. Aber vielleicht plant er etwas für die Premiere. Weihnachten selbst feiert der gebürtige Emder eher klassisch: „Ich besuche meinen Bruder, da sitzen wir dann in Emden. Er hat zwei Söhne, ich einen, die Exfrau kommt vielleicht auch – wie, Kevin – Allein zu Haus: Das große Finale‘. Und wir singen Lieder.“

Anders als im Buch findet der Grinch ein Rentier – leider kein sehr fittes Exemplar


Der Grinch hat nur einen einzigen Freund: den treuen Hund Max


Verschwörung

Golden-Globe-Gewinnerin Claire Foy spielt die neue Lisbeth Salander


THRILLER START 22.11.

Mikael Blomkvist (Sverrir Guðnason) braucht dringend eine gute Story


Camilla Salander (Sylvia Hoeks) will sich für 16 Jahre Missbrauch rächen


Teil vier der Millennium‑Reihe nach Stieg Larsson: „The Crown“-Star Claire Foy ist die neue Lisbeth Salander

Stockholm: Der Computerexperte Frans Balder (Stephen Merchant) hat dem US-Auslandsgeheimdienst NSA ein Programm geliefert, dass es ermöglicht, online alle Verteidigungssysteme weltweit zu kontrollieren – und dieses aus schlechtem Gewissen der NSA wieder gestohlen. Balder übergibt den Laptop an die schwedische Hackerin Lisbeth Salander (Claire Foy), die daraufhin vom NSA-Spezialisten Needham (Lakeith Stanfield), dem schwedischen Geheimdienst und einer finsteren Terrorgruppe namens Spider gejagt wird. Lisbeth wendet sich um Hilfe an ihren früheren Liebhaber, den bekannten Journalisten Mikael Blomkvist (Sverrir Guðnason). Es stellt sich heraus, dass Lisbeths Schwester Camilla (Sylvia Hoeks) hinter Spider steckt.

Die ersten drei Romane („Verblendung“, „Verdammnis“, „Vergebung“) der von Stieg Larsson (1954–2004) auf zehn Teile angelegten Reihe wurden 2009 in Schweden mit Noomi Rapace in der Hauptrolle verfilmt. 2011 folgte ein US-Remake mit Rooney Mara als Lisbeth Salander und Daniel Craig als Mikael Blomkvist. Nach Stieg Larssons Tod schreibt David Lagercrantz mit Zustimmung der Erben die Reihe weiter: Bisher erschienen „Verschwörung“ (2015) und „Verfolgung“ (2017), 2019 folgt Teil sechs.

Kühle und düstere Farben, glaubwürdige Action, ein ideenreicher Plot – als Thriller funktioniert „Verschwörung“ auf jeden Fall. Die Frage bleibt, ob die Fans der Bücher mit dem Casting der Stars für die weltweit beliebten Figuren von Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist leben können – mit Noomi Rapace hatte es in der ersten Kinofassung prima geklappt. „The Crown“-Star Claire Foy hatte den Mut, das schwere Erbe anzutreten und macht ihre Sache gut. Sverrir Guðnason (einigen vielleicht noch bekannt als Björn Borg in „Borg McEnroe“, 2017) dagegen bleibt leider etwas blass, spielt aber im Film auch nur eine Nebenrolle.
OLIVER NOELLE

ACTION START 29.11

Peppermint – Angel of Vengeance

Riley North (Jennifer Garner) konnte keine Fliege an der Wand totklatschen. Bis zu dem Abend, an dem Mann und Tochter bei einem Überfall erschossen werden. Als die korrupte Polizei und Justiz versagen, verschwindet Riley für fünf Jahre von der Bildfläche – um danach als eiskalte Killerin aufzutauchen, die unter den bösen Jungs in L.A. aufräumt. Für seine Klischeedichte kriegt der dreckige Selbstjustiz-Reißer des „Taken“- Regisseurs Punkteabzug. Dafür bietet er eine perfekte Bühne für die muskelbepackte Jennifer Garner, die Männerhacksteaks à la John Wick gern blutig mag – und eine sexy Figur macht!
WIE

Eine Frau sieht rot: Ex-„Alias“- Star Jennifer Garner als Riley


DRAMA START 22.11.

Ob Ole (Jürgen Vogel, M.) und Rainer (Jan Josef Liefers, r.) den Auftritt verpatzen?


So viel Zeit

Rainer (Jan Josef Liefers, s. Seite 26) ist ein Loser: Die Frau ist weg, der Sohn findet ihn blöd – und die Musikerkarriere hat er vor 30 Jahren vergeigt, als er seinen Sänger auf der Bühne anzündete. Nach einer Tumordiagnose will Rainer seine alten Kollegen (Armin Rohde, Richy Müller, Jürgen Vogel u. a.) überreden, als Vorgruppe der Scorpions aufzutreten. Nach dem netten Einstieg wird die topbesetzte Frank-Goosen-Verfilmung zur Klischeeparade. Die Story plätschert leicht altersschwach dahin – das wäre okay im TV, ist aber zu wenig fürs Kino. Und warum taucht der wirklich gute Musiker Jürgen Vogel (Hansen Band) erst nach einer Stunde auf?
ON

ABENTEUER START 22.11.

Auch ohne Fell biestig: „Beauty and the Beast“-Star Dan Stevens als Dickens


Charles Dickens: Der Mann, der Weihnachten erfand

London 1843: Zwei Jahre und drei Flops nach dem Hit „Oliver Twist“ steckt der 31-jährige Charles Dickens (Dan Stevens) in der Kreativund Finanzkrise. Um seine Erzählung „Ein Weihnachtslied“ in nur sechs Wochen fertig zu schreiben, lässt der Egozentriker sich von seiner chaotischen Familie, aber auch von Wildfremden und der eigenen harten Kindheit zu Figuren wie Tiny Tim und Ebenezer Scrooge (Christopher Plummer) inspirieren. Das Biopic setzt auf wahre Begebenheiten, ein kurioses Buch-im-Buch-Skript, viktorianische Prachtsettings und „Beauty and the Beast“-Star Dan Stevens – klasse!
WIE

HORROR START 29.11.

Der arme Matt Dillon (im roten Mantel) hat eine Rolle im neuesten Lars-von-Trier-Film


The House That Jack Built

Mit dieser Zumutung dürfte Provokationsprofi Lars von Trier („Nymphomaniac“, 2013) selbst treueste Fans vergraulen: Anhand von fünf „Vorfällen“ schildert der zwangsneurotische Jack (Matt Dillon) einem gewissen Verge (Bruno Ganz) seine Karriere als Serienkiller – und diskutiert mit ihm über Architektur und Kunst. Muss ein Meisterwerk Grenzen überschreiten, ohne Rücksicht auf Verluste? Das ist wohl die Frage, die von Trier hier diskutiert. Doch die anfängliche Ironie verflüchtigt sich schnell. Was folgt, ist so abstoßend einerseits und verkopft andererseits, dass sich kein Gefühl einstellt außer Widerwillen. Warum soll man sich das antun?
US


FOTOS: UNIVERSAL

FOTOS: SONY PICTURES (3), UNIVERSUM (2), KSM, CONCORDE