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Kleiner Franke


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Reisemobil International - epaper ⋅ Ausgabe 12/2022 vom 02.11.2022

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EXKLUSIV von 5 EXPERTEN geprüft

MATHIAS PIONTEK

Der Frankia Neo MI 7 basiert auf dem Mercedes-Benz Sprinter und ist nur 2,24 Meter breit.

FRANKIA NEO MI 7

Basis:Mercedes-Benz Sprinter 415 CDI

Grundrisse:zwei Integrierte – BD mit Querbett und GDK mit Einzelbetten

Länge:6,88 m und 7,06 m

Grundpreis:ab 105.900 €

Sie heißen Titan oder Platin und der Name ist Programm: Reisemobile von Frankia aus dem oberfränkischen Marktschorgast sind bekannt für ihre gehobene Ausstattung, stößt der Hersteller doch mit einigen Modellen sogar bis ins Liner-Segment vor. Doch Frankia baut auch familienfreundliche Alkovenmobile und Integrierte der Baureihe F-Line auf Fiat Ducato sowie kompaktere Teilintegrierte der Baureihe Neo auf Mercedes-Benz Sprinter.

Die Serie Neo erhält nun Zuwachs in Form von zwei Integrierten, die ebenfalls auf dem Sprinter von Mercedes-Benz basieren: vom 6,88 Meter langen Neo MI 7 BD mit ...

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... Querbett über der Heckgarage, variablem Bad und Küche in der Fahrzeugmitte und Sitzgruppe im Bug sowie vom 7,06 Meter langen Neo MI 7 GDK mit Einzelbetten über der Heckgarage. Beide Integrierten haben den Mercedes-Benz Sprinter 415 mit Tiefrahmenchassis von Al-Ko zur Basis, bieten einen beheizten und isolierten sowie als Stauraum nutzbaren Doppelboden und sind nur 2,24 Meter breit. Gute Voraussetzungen also, um auch auf kurvigen Sträßchen neuen Zielen entgegen zu rollen. Dem Profitest stellt sich das Einzelbetten-Modell Frankia Neo MI 7 GDK mit einem Grundpreis von 105.900 Euro. Das Testfahrzeug kommt mit Extras wie 170-PS-Turbodiesel (Serie 150 PS), 9G-Automatikgetriebe, Fahrerhaus-Klima-Halbautomatik, Neo-Easy-Load-Paket, Wechselrichter und vielem mehr auf 135.390 Euro. In der Basisausstattung ist das Fahrzeug konsequent auf zwei Reisende ausgelegt, sodass sogar die beiden Dreipunkt-Sicherheitsgurte an der Sitzbank 790 Euro extra kosten. Auch ein Hubbett über Fahrerhaus und Sitzgruppe ist Sonderausstattung. So will Frankia unterhalb der magischen 3,5-Tonnen-Grenze bleiben.

DIE EXPERTEN

MännervomFach,dieunsererTest-RedaktionhilfreichzurSeitestehen.

Götz Locher, Elektromeister

Das Elektrohandwerk liegt bei Lochers in der Familie. Der Vater war Obermeister der Elektroinnung Stuttgart, er selbst jahrelang Mitglied der Meisterprüfungskommission.

Alfred Kiess, Schreinermeister

Mit seinem Unternehmen hat sich Alfred Kiess auf die Fertigung hochwertiger Möbel- und Einzelstücke mit edlen Intarsienarbeiten sowie auf den Innenausbau von Jachten und Luxus-Mobilen spezialisiert.

Rudi Stahl, Karosseriebaumeister

Der Experte in Sachen Aufbau und Fertigungsqualität beurteilt mit seiner langjährigen Erfahrung im Karosseriebereich das optische Erscheinungsbild sowie die Kabinenanpassung der Testmobile.

Thomas Klingenstein, Dekra-Sachverständiger

Thomas Klingenstein arbeitet seit 2004 bei der Dekra. Sein Spezialgebiet sind Nutz-, Wohn- und Sonderfahrzeuge sowie Allradler vom 4x4 bis hin zum 8x8. Doch damit nicht genug: Klingenstein ist begnadeter Camper und scheut sich auch nicht vor Fernreisen im Wohnmobil.

„Der Aufbau samt Doppelboden ist sehr gut verarbeitet und die Heckklappe ein echtes Plus.“

Rudi Stahl, Karosseriebaumeister

Karosserie

An den Triebkopf des Mercedes-Benz Sprinter flanscht Frankia beim Neo MI 7 GDK ein verzinktes Tiefrahmenchassis mit Drehstab-Hinterachse von Al-Ko an. Die Bodenplatte besteht aus Alu-Sandwich und ist 30 Millimeter stark. Darüber montiert der Hersteller den Fußboden aus Sperrholz. Der Doppelboden ist 20 Zentimeter hoch, isoliert, beheizt und über Außenstauklappen sowie über Fußbodendeckel zugänglich. Die Wände entstehen aus 30 Millimeter dickem Alu-Sandwich, das Dach fertigt Frankia aus 31-Millimeter-Sandwich mit Alu-Unter- und Gf K-Oberseite. Isolierung: geschlossenzelliges XPS.

Die Heckpartie birgt eine Besonderheit: eine optionale, 145 mal 108 Zentimeter große, oben angeschlagene Heckklappe, die zwei Gasdruckdämpfer offen halten. Sie erleichtert das Be- und Entladen der Heckgarage erheblich. Die Rückleuchten befinden sich an der Klappe, sind von hinten, wenn sie geöffnet ist, also nicht zu sehen. Folgerichtig montiert Frankia hinter der Klappe beiderseits der Öffnung zusätzliche LED-Rückleuchten und LED-Blinker. Serienmäßig verfügt die Heckgarage des Neo MI 7 GDK zudem über eine herkömmliche Garagentür auf der Beifahrerseite. Weil die Oberfranken für Servicefach,

Stauraumklappen, Toilettenschacht und Gasflaschenkasten Türen gleicher Bauart verwenden, sehen die Seitenwände trotz vieler Wandöffnungen nicht zerstückelt aus. Die Aufbautür von Hartal hat ein Fenster, das dem Fahrer den Blick nach rechts hinten erleichtert, sowie drei Verriegelungen, massive Scharniere und Zentralverriegelung. Unpraktisch nur, dass der Neo MI 7 GDK in der Basisversion über keine weitere Tür verfügt. Frankia begründet dies mit Masseersparnis, um den Integrier- ten als 3,5-Tonner anbieten zu können. Die Frontscheibe besteht aus Verbundglas, die Seitenscheiben mit integrierten Schiebefenstern sind aus Sicherheitsglas.

„Die Möbel wirken auf den ersten Blick eher schlicht. Sie sind aber sehr gut verarbeitet.“

Alfred Kiess, Schreinermeister

Hier gibt es zwei Kritikpunkte: Zum einen sind die Fensteröffungen so klein, dass man zum Beispiel an Mautstationen nicht immer an alle Bedienelemente reicht, zum anderen bringt Frankia auf dem Glaskeil unterm Schiebefenster Schwarz auf. Das verschlechtert die durch die hohe Fensterlinie eingeschränkte Sicht zu den Seiten zusätzlich. Frankia prüft hier derzeit eine Optimierung. Auf der Habenseite des holzfreien Auf baus: sehr gute Verarbeitung und Abdichtung.

Innenausbau

Der Innenausbau des Frankia Neo MI 7 GDK ist hell, sachlich und bietet trotz der relativ geringen Innenbreite sehr viel Bewegungsfreiheit. Dank Doppelboden ist die Lauffläche von den Vordersitzen bis zu den beiden Stufen zum Bett frei von Ab- sätzen. Die Sperrholz-Schnittkanten der Bodenöffnungen, etwa zum Frischwassertank, sollte Frankia aber versiegeln.

„Die hochwertige Elektrik ist sauber verlegt. Nur einige stramm über eine Holzkante gezogenen Kabel sollte Frankia schützen.“

Götz Locher, Elektromeister

Die Oberschrankklappen schließen per Soft-Close und lassen sich trotz verdeckter Schlösser intuitiv bedienen. Die Arbeitsfläche der Küche ist zu ihren Rändern hin gut abgedichtet. Und die Abdichtleisten im Bad sind sehr ansprechend.

Schlafen und Sitzen

Im in der Grundausstattung auf zwei Urlauber ausgelegten Neo MI 7 GDK stehen für die Nacht zwei Einzelbetten bereit, deren Matratzen auf Abstandsgewirken liegen und sich am Kopfende berühren. Auch ohne federnden Lattenrost ist der Liegekomfort dank der hohen Dichte der Kaltschaummatratzen gut, und deren Unterlüftung gegen Schwitzwasser ist mit dem Abstandsgewirke gewährleistet. Für 470 Euro erhält der Käufer ein Einlegebrett, ein Zusatzpolster und eine Ein-

hängeleiter – fertig ist das Doppelbett. Das beifahrerseitige Fußende lässt sich optional aufstellen, darunter kommt der Kleiderschrank mit Tür und Kleiderstange zum Vorschein. Unterm fahrerseitigen Fußende baut Frankia einen Apothekerauszug ein. Ein Manko hat das Schlafzimmer, so schön es auch ist: Es lässt sich weder mit einer Tür noch mit einer Gardine nach vorne hin abtrennen.

Die Sitzgruppe im Frankia Neo MI 7 GDK besteht aus einer Zweier-Sitzbank mit L-Schenkel, um die Beine darauf auszustrecken, dem an der Seitenwand eingehängten und mit einem Schwenkteil erweiterbarem Tisch sowie aus den beiden dreh- und höhenverstellbaren Vordersitzen mit je zwei Armlehnen. Um den Fahrersitz am Lenkrad vorbei zu drehen, ist es zweckmäßig, die Rückenlehne bei abgesenkten Armlehnen etwas vornüber zu klappen. Der Sitzkomfort auf den Vordersitzen wie auch auf der Sitzbank ist gut. Letztere ist im Testfahrzeug optional mit zwei Dreipunkt-Sicherheitsgurten und Kopfstützen ausgestattet. Weil die Scharniere des Truhendeckels der Sitzbank vor der Rückenlehne angeordnet sind, lässt sich der Truhendeckel auch mit aufgelegtem Sitzpolster sehr gut öffnen. Der Stauraum darunter reicht partiell bis in den Doppelboden hinunter.

„Der Frankia ist ein gut gemachter Integrierter. Die geschwärzten Seitenscheiben sehe ich jedoch kritisch.“

Thomas Klingenstein, Dekra-Sachverständiger

Küche und Bad

Die Küche hinter der Aufbautür gefällt mit einer ausreichend großen, zu ihren Rändern hin sehr gut abgedichteten Arbeitsplatte, die sich mit einem der beiden Spülendeckel noch erweitern lässt. Auch die Ablage überm Kühlschrank ist sehr praktisch. Weniger praktisch: die textile Wandverkleidung in den beiden offenen Ablagen darüber. Sehr gut: Weil der Herd nicht vertieft montiert ist, kann sich darunter kein Gas ansammeln, sollte einer der beiden Brenner mal nicht sofort zün-

den. Die Ausleuchtung der Küche ist gut. Der Stauraum reicht gut aus. Die Spüle aus Kunststoff zeigte sich im Test nicht empfindlicher als eine Spüle aus Blech.

Das Bad ist eines der Sahnestücke im Frankia: Weil die Thetford-Banktoilette sowie das Waschbecken samt Schublade darunter verschiebbar sind, bleibt ungewöhnlich viel Platz zum Duschen. Die stabile Duschwanne ist, wie der gesamte Raum, akkurat abgedichtet. Weniger praktisch: der Stoffhimmel im Bad. Dank ausreichend großer Dachhaube ist ein schneller Luftaustausch gewährleistet.

Technik-Tipp

Al-Ko-Chassis:Unter höherpreisigen Reisemobilen verbirgt sich oft ein Chassis von Al-Ko aus dem bayrischen Großkötz. Darin, meist handelt es sich um das Tiefrahmenchassis, steckt jede Menge Entwicklungsarbeit und Erfahrung. So erreichten die Ingenieure eine deutliche Masseersparnis gegenüber den originalen Chassis der Basisfahrzeuge. Die Feuerverzinkung macht die Rahmen für Jahrzehnte resistent gegen Korrosion. Die Al-Koeigene Drehstab-Hinterachse an Stoßdämpfern ist sehr fahrstabil und gleichzeitig deutlich komfortabler als die originalen Blattfeder-Starrachsen der Basisfahrzeughersteller. Lediglich das Abschmieren der Hinterachse sollte man nicht vergessen.

AUF DER TESTSTRECKE

Der Frankia Neo MI 7 GDK fährt mit originaler Vorderachse an Mc-Pherson-Federbeinen und mit Al-Ko-Tiefrahmenchassis mit Drehstab-Hinterachse auf das Testgelände. An seine zulässige Gesamtmasse von 3,5 Tonnen beladen, durchfährt der 7,06 Meter lange Integrierte mit 3,80 Meter Radstand den doppelten Fahrspurwechsel mit 53 km/h und den 18-Meter-Slalom in 15,6 Sekunden. Bessere Werte vereitelten naturgemäß die am Testfahrzeug montierten Winterreifen. Zudem greift das ESP des Mercedes-Benz Sprinter generell recht früh ein. Dies macht das Fahrzeug beim Fahrtest zwar etwas langsamer, dafür aber sehr sicher. Fahrfehler korrigiert das System stets sehr präzise.

Bei der Komfortmessung absorbiert die Vorderachse Fahrbahnstöße sehr gut, und auch die Hinterachse schluckt Schlaglöcher, Querfugen und Kopfsteinpflaster spürbar besser als eine Starrachse an Längsblattfedern. Das als Option statt dem 150-PS-Turbodiesel verbaute 170-PS-Aggregat kommt mit dem Dreieinhalbtonner sehr gut klar. Das ebenfalls optionale Automatikgetriebe 9G Tronic schaltet weich und im richtigen Moment. Der Verbrauch an Diesel fällt mit 11,2 l/100 km passabel aus. Die Sicht für den Fahrer ist nach vorne mäßig, nach rechts und links wegen der partiell geschwärzten Seitenscheiben ebenfalls mäßig, nach hinten (Rückfahrkamera), links hinten sowie dank

Türfenster nach rechts hinten gut. Die Sonnenblenden für die Frontscheiben sind beim getesteten Prototypen während der Fahrt kaum erreichbar. Für die Serie hat Frankia das Brett der offenen Ablage, an dem die Blenden befestigt sind, bereits um fünf Zentimeter nach hinten verbreitert.

DAS INNENLEBEN AUF EINEN BLICK

DIE KONKURRENTEN

Carthago C-Tourer I 143 LE

Mit dem C-Tourer Mercedes-Benz Sprinter I 143 LE Lightweight bietet Carthago ein vergleichbares Fahrzeug an. Der Integrierte verfügt ebenfalls über einen isolierten, beheizten Doppelboden und glänzt mit einer holzfreien Aufbaukonstruktion, die als Faradayscher Käfig Blitzschutz bietet. Dach und Unterboden der im oberschwäbischen Aulendorf produzierten Fahrzeuge bestehen aus Sandwichplatten mit GfK-Außenseite, die Wände aus Alu-Sandwich. Auch beim C-Tourer kommt das Tiefrahmenchassis von Al-Ko zum Einbau. Die übrige Ausstattung ist ebenfalls gehoben.

Basisfahrzeug:Mercedes-Benz Sprinter 415 CDI mit Tiefrahmenchassis von Al-Ko, 150 PS (110 kW), Sechsgang-Schaltgetriebe, Frontantrieb; Euro 6d final

Maße,Massen:zul. Gesamtmasse: 3.500 kg; Masse fahrb.: 3.095 kg; Maße (L x BxH): 708 x 227 x 295 cm; Einzelbetten (L x B): 200 x 85 cm und 190 x 85 cm; abbestellbares Hubbett (L x B): 195 x 160 cm

Basisausstattung:Heizung: Truma Combi 6 CP Plus; Absorberkühlschrank: 142 l; Frisch-/Abwasser: 150/140 l; Gas: 2 x11 kg

Grundpreis:113.880 €

Hymer B-MC I 580

Bei Hymer aus Bad Waldsee heißt die Alternative zum Frankia Neo MI 7 GDK Hymer B-MC I 580. Auch dieser oberschwäbische Integrierte bietet einen isolierten, beheizten Doppelboden. Dach und Wände des holzfreien Aufbaus entstehen in der für Hymer typischen PUAL-Bauweise mit Alu-Außenseite und PU-Schaum als Isolierung. Technisches Neuland beschreitet Hymer mit dem SLC-Chassis von Al-Ko, bei dem Achse und Rahmen vor Witterung geschützt im Inneren des Doppelbodens verlaufen und bei dem Sandwichplatten tragende Funktion haben.

Basisfahrzeug:Mercedes-Benz Sprinter 315 CDI mit Tiefrahmenchassis von Al-Ko, 150 PS (110 kW), Sechsgang-Schaltgetriebe, Frontantrieb; Euro 6d final

Maße,Massen:zul. Gesamtmasse: 3.500 kg; Masse fahrb.: 3.100 kg; Maße (L x BxH): 699 x 229 x 296 cm; Einzelbetten (L x B): 192 x 86 cm und 192 x 86 cm; Hubbett (L x B): 194 x 145 cm

Basisausstattung:Heizung: Truma Combi 6 CP Plus; Absorberkühlschrank: 142 l; Frisch-/Abwasser: 180/150 l; Gas: 2 x11 kg

Grundpreis:118.200 €

TECHNISCHE DATEN & LADETIPPS

HERSTELLER

Frankia-GP GmbH

Bernecker Straße 12

95509 Marktschorgast

09227/738-0

Basisfahrzeug:Mercedes-Benz Sprinter 417 CDI mit Tiefrahmenchassis von Al-Ko; vorn: Einzelradaufhängung mit McPherson-Federbeinen; hinten: Drehstabfederachse an Stoßdämpfern; Frontantrieb; Reifen vorne/hinten: 225/75 R16 CP 118 R

MotorundGetriebe:Vierzylinder-Turbodiesel mit AdBlue; Hubraum: 1.950 cm 3; Leistung: 170 PS (125 kW) bei 3.800-4.200/min; max. Drehmoment: 400 Nm bei 1.800- 2.400/min; Neungang-Automatik 9G Tronic

Abgasnorm:Euro 6d final MASSE UND MASSEN Zul. Gesamtmasse: 3.500 kg; Masse in fahrber. Zustand: 3.021 kg; Außenmaße (L x Bmit/ohne Außenspiegel x H): 706 x 268/224 x 296 cm; Radstand: 380 cm

Karosserie:Boden: Alu-Sandwichplatte 30 mm stark; Wände: Alu-Sandwichplatte 30 mm stark; Dach: Sandwichplatte 31 mm stark mit GfK-Oberseite und Alu-Unterseite; Isolierung: geschlossenzelliges XPS; Garagenboden: Alu-Sandwich isoliert; Heckgarage mit seitlicher Garagentür und optionaler Heckklappe; Frontscheibe: Verbundglas; Fahrerhaus-Seitenscheiben: Sicherheitsglas; Aufbau serienmäßig mit Rahmenfenstern; Aufbautür von Hartal (B x H) 53 x 184 cm mit dreifacher Verriegelung und Türfenster; vertiefter Einstieg; elektrische Trittstufe; Dachfenster Dometic (L x B) 38 x 38 cm über Schlafzimmer, Mittelgang, Bad und Fahrerhaus; Dachfenster Dometic (B x L) 62 x 40 cm über Sitzgruppe/Küche

Wohnraum:Innenmaße (L (B-Säule bis Heckwand) x BxH): 464 x 212 x 199 cm; Laufboden durchgehend stufenfrei; WC-Raum mit integrierter Dusche sowie verschiebbaren Badmöbeln; Möbel aus Sperrholz/ Multiplex; Metallaufsteller; Auszüge mit Soft-Close

Messwerte der Redaktion

*mit vollem Kraftstofftank; **RMI-Messmethode, angelehnt an die StVZO; ***RMI-Messmethode, angelehnt an die EN 1646-2: Anteilige Achslasten errechnen sich nach dem Momentenschlüssel (Achsbelastung = Einzelgewicht x Hebelarm : Radstand)

LADETIPPS

Der getestete Frankia Neo MI 7 GDK rollt als 3,5-Tonner und mit Extras auf die Waage, die zusammen rund 190 Kilogramm wiegen. Mit 100 Prozent Frischwasser, Diesel und Gas sowie mit 71 Kilogramm Inventar an Bord, bleiben mit zwei Urlaubern und deren Gepäck sechs Kilogramm Restzuladung. Mit vier Erwachsenen und Gepäck an Bord wäre das Fahrzeug hinsichtlich seiner Zulassung um 164 Kilogramm überladen, wobei beide Achsen weit von ihrem Limit entfernt sind, weil das Basisfahrzeug technisch gesehen ein auf 3,5 Tonnen abgelasteter 4,5-Tonner ist. Auflasten ist technisch gesehen also kein Problem und sogar kostenlos.

ELEKTRIK

Der Frankia Neo MI 7 GDK ist mit230-V-und 12-V-Anlageausgestattet. Einspeisung über CEE-Stecker mit integrierter Kabeltrommel an linker Fahrzeugseite. Sicherungen der 230-V-Einspeisung samt FI-Schutzschalter, 12-V-Sicherungen, LadegerätCB522LTvonCBEmit22ALadestromund Booster sowie Wechselrichter gut geschützt und gut erreichbar hinter Lochblechen in der Heckgarage eingebaut. Solarpanel auf dem Dach mit 120 W Leistung (Option); Bordbatterie:LiFePO100Ah(Option). 230-V-Steckdosen:2 xSitzgruppe, 2 xKüche, 2 xSchlafzimmer, 1 xHeckgarage, 1 xDoppelboden; 12-V-Steckdosen:1 xArmaturenbrett, 1 xTV, 1 xHeckgarage; USB-Steckdosen:3 xArmaturenbrett (USB-C), 1 xKüche, 2 xSchlafzimmer.

AUSSTATTUNG IM TESTWAGEN (AUSZUG)

• Fahrer- und Beifahrerairbag Serie

• ABS, ESP Serie

• Keyless-Start Serie

• Seitenwindassistent Serie

• Lichtassistent Serie

• elek. Zusatzheizung Fahrerh. Serie

• Aufbau holzfrei Serie

• isol., beheizter Doppelboden Serie

• isolierter Garagenboden Serie

• Gasheizung Truma Combi 6 Serie

• Upgrade Serienchassis u.a.m. 170 statt 150 PS, Automatik 9G-Tronic, Start-Stopp-Automatik, 92-l-Dieseltank, halbautom. Fahrerhausklimaanlage, Tempomat, Lederlenkrad, elektr. Parkbremse, Aufmerksamkeits- u. Abstandsassist. (41 kg) 9.790 €

• Neo-Easy-Load-Paket u.a.m. Heckklappe für Garage, Gasflaschenauszug, selbsteinziehender Kabeltrommel, aufstellbarem Fußende bei beifahrerseit. Bett (42 kg) 2.990 €

• 2 Sicherheitsgurte (25 kg) 790 €

• Sicherheitsgasregler (2 kg) 360 €

• Wechselrichter (9 kg) 2.290 €

• Rückfahrkamera (3 kg) 1.290 €

• Neo-Licht-Paket (11 kg) 690 €

FAHRZEUGPREIS

Grundpreis: 105.900 €

Testwagenpreis: 135.390 €

WAS UNS AUFFIEL

TESTFAZIT

Mit dem Neo MI 7 GDK beweist Frankia, dass man in Marktschorgast auch kompakte Integrierte bauen kann, die trotzdem jene Attribute in sich vereinen, die einen echten Frankia ausmachen: einen sehr gut gemachten Aufbau mit Doppelboden und praktischer Heckklappe. Auch der Innenraum, so schlicht er auch auf den ersten Blick erscheinen mag, zeugt vom Können des Herstellers. Dass das Mobil serienmäßig keine Fahrertür hat, ist dem Ziel geschuldet, das Fahrzeug auch als 3,5-Tonner anbieten zu können. Die Fahrertür macht das Fahrzeug schwerer. Doch dann sollten zumindest die Fensteröffnungen größer sein. Auch die partielle schwarze Beschichtung der Seitenscheiben sowie die außer Reichweite des Fahrers montierten Sonnenblenden sollte Frankia überdenken – und hat das zum Teil auch schon getan. Dann ist der MI 7 ein toller kompakter Integrierter.

M. Piontek

BEWERTUNG