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Kleinplaneten: Drei hellere Planetoiden in Opposition


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Sterne und Weltraum - epaper ⋅ Ausgabe 9/2018 vom 10.08.2018
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Bildquelle: Sterne und Weltraum, Ausgabe 9/2018

Der September hält eine ganze Reihe Beobachtungsmöglichkeiten für Kleinplanetenjäger bereit: Immerhin sechs Planetoiden sind heller als 10 mag, darunter (30) Urania mit 9,6 mag (siehe Aufsuchkarte unten). Sie lassen sich schon in kleinen Fernrohren ab etwa sechs Zentimeter Öffnung beobachten. Drei davon kommen im Monatsverlauf in Opposition zur Sonne, stehen unserem Zentralgestirn also gegenüber und sind die ganze Nacht über zu sehen. Mit (173) Ino erreicht ein siebter die Schwelle von 10 mag nicht ganz. In aller Regel haben Himmelskörper in den Tagen um den Oppositionszeitpunkt herum ihren geringsten ...

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... Erdabstand und die größte Helligkeit. Mitte September besucht uns mit (144332) 2004 DV24 auch wieder ein hellerer Amor-Asteroid.

Sechs helle Kleinplaneten

Der Planetoid(3) Juno befindet sich im Sternbild Stier. Er verlagert seinen Aufgang in die Zeit vor Mitternacht. Am Monatsanfang geht der 8,9 mag helle Himmelskörper um 23:36 Uhr MESZ auf. Bis zum Monatsende steigt seine Helligkeit auf 8,3 mag deutlich an, und er überschreitet den Horizont dann um 22:27 Uhr MESZ.

Die Helligkeit von(4) Vesta geht im Lauf des Monats September weiter zurück und zwar von 7,0 auf 7,4 mag. Trotzdem ist sie bereits in einem Fernglas zu sehen. Am 5. September wechselt sie vom Sternbild Schlangenträger in den Schützen. In der letzten Monatswoche passiert sie den Ringplaneten Saturn in etwa drei Grad südlichem Abstand. Ihr Untergang erfolgt am Monatsanfang noch um 00:25 Uhr und am Monatsende um 22:57 Uhr MESZ.

Die Helligkeit von(6) Hebe nimmt im September nur wenig zu, von 9,9 auf 9,7 mag. Der Kleinplanet ist ein Objekt der zweiten Nachthälfte. Am 27. September verlässt er den Orion und tritt ins Sternbild Einhorn über. Seine Aufgangszeiten verlagern sich im Monatsverlauf von 01:43 Uhr auf 00:43 Uhr MESZ.

Der Kleinplanet (30) Urania erreicht am 19. September seine Oppositionsstellung. Mit einer Helligkeit von 9,6 mag sollte er dann leicht zu identifizieren sein. Das gilt aber auch für den Morgen des 4. September, wenn er vier Bogenminuten nördlich 25 Piscium passiert.


Ernst E. von Voigt

Nachdem sie zu Monatsbeginn wieder heller als 10 mag wurde, kommt(27) Euterpe schon am 6. September im Sternbild Wassermann in Opposition zur Sonne und wird 9,8 mag hell. An diesem Tag erreicht der Planetoid seine höchste Stellung im Süden, die Kulmination, um 01:32 Uhr MESZ. Eine Woche danach ist die Helligkeit wieder auf 10 mag gesunken.

(30) Urania wird in der zweiten Monatswoche wieder heller als 10 mag und steht am 19. September im Sternbild Fische der Sonne gegenüber (siehe Aufsuchkarte S. 56). Dabei erreicht der Kleinplanet eine maximale Helligkeit von 9,6 mag. Zur Monatsmitte steht er um 01:39 Uhr und Ende September um 00:28 Uhr MESZ im Süden. Am Morgen des 4. September kann er besonders leicht aufgefunden werden. Er steht dann nur vier Bogenminuten nördlich von 25 Piscium (25 Psc, 6,3 mag).

Schon am 2. September wird(115) Thyra die Oppositionsstellung direkt an der Grenze der Sternbilder Wassermann und Pegasus erreichen. Die größte Helligkeit des Planetoiden steigt auf 9,9 mag. Diesen Wert behält er noch etwa 10 Tage lang bei. Anfang September steht er um 01:21 Uhr MESZ am höchsten. Am Morgen des 24. September ist er weniger als fünf Bogenminuten von HIP 109155 (6,5 mag) entfernt und gut zu identifizieren.

Nie heller als 10 mag

(173) Ino gehört zu den Kleinplaneten, die auch bei sehr günstigen Oppositionen immer etwas lichtschwächer als 10 mag bleiben, meist ist er sogar schwächer als 11 mag. In diesem Jahr steht er der Sonne am 17. September im Sternbild Walfisch gegenüber und wird immerhin 10,3 mag hell – dies ist auch fast der größtmögliche Wert. Da er die Sonne auf einer recht exzentrischen (e = 0,21) und um gut 14 Grad gegen die Ekliptik geneigten Bahn umrundet, können es aber auch nur 12,6 mag sein. Ein Sonnenumlauf dauert 4,58 Jahre. Der gut 150 Kilometer große Planetoid wurde am 1. August 1877 von Alphonse Borrelly in Marseille entdeckt und nach einer Figur aus der griechischen Mythologie benannt. Am 8. September steht er nur drei Bogenminuten von HIP 520 (7,7 mag) entfernt und sollte bei dieser Gelegenheit leicht aufzufinden sein.

Weitere interessante Ereignisse enthält die Tabelle S. 56. Sie listet Asteroiden auf, deren Bahn eng an einem Objekt vorbeiführt. Alle Zeiten beziehen sich auf Mannheim.
MICHAEL SARCANDER

Die Aufsuchkarten auf den Seiten 56 und 59 finden Sie rotlichtfähig zum Ausdrucken unter:www.sterne-und-weltraum. de/artikel/1577738

Aktuelle Ephemeriden für Kleinplaneten und Kometen erzeugt der »Small-Body Database Browser« des JPL:ssd.jpl.nasa.gov/sbdb.cgi