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Klickparkett: Vier Klickparkett-Böden im Vergleich: Kopf an Kopf


Heimwerker Praxis Sonderheft - epaper ⋅ Ausgabe 1/2018 vom 09.11.2018

Wer regelmäßig durch Baumärkte schlendert, dem wird auffallen, dass Laminate allgegenwärtig sind. Doch ein Produkt sucht man hier vergeblich: das Klickparkett! Wir haben uns vier Markenböden aus dem Fachhandel einmal näher angesehen.


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Bildquelle: Heimwerker Praxis Sonderheft, Ausgabe 1/2018

Vor Jahren hat der Klickverschluss für Hartböden die Heimwerkerszene revolutioniert. Plötzlich konnte jeder einen Boden verlegen. Gerade bei der Verlegung von Parkettböden ergaben sich hier ganz neue Möglichkeiten.

Der Siegeszug des Klicks

Früher wurden die einzelnen Parkettbrettchen beim Verlegen verleimt. Dazu waren spezielle Werkzeuge notwendig. Die aufwendige Arbeit konnte ...

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... in der Regel nur von Fachkräften erledigt werden. Seit es die Klickverbindung gibt, kann nun auch jeder Heimwerker mit ein wenig Erfahrung im Bauen und im Umgang mit verschiedenen Maschinen Parkett selbst verlegen. Ein großer Vorteil hierbei ist, dass der Boden nach der Verlegung sofort begehbar ist und diese Arbeiten bequem am Wochenende erledigt werden können (ein Tag, ein Raum, je nach Raumgröße).

Das Testfeld

Wir haben vier Markenböden der Oberklasse eingeladen und getestet. Preislich lagen die Böden zwischen 51 und 73 Euro pro Quadratmeter. Bis auf eine 12 mm starke Diele hatten alle anderen eine Dicke von 13 mm. Alle Böden wurden ohne aufkaschierte Trittschalldämmung ausgeliefert.

Oberklasse:Haro NL Landhausdiele (3500) TC

Dieser Boden von Haro ist der einzige im Testfeld mit einer Stärke von 12 Millimetern. Er ist sehr einfach zu verlegen und besitzt sehr gute Spaltmaße. Bei der Oberflächenbündigkeit konnten wir vereinzelt leichte Kanten an den Kopfseiten der Paneele ertasten. Die Widerstandsfähigkeit des Bodens ist gut, sogar gegen den Todfeind der Parkettböden: Sand. Hier waren nach unseren Abriebversuchen keine Kratzer zu erkennen, wenn überhaupt, dann eine leichte Mattigkeit an dieser Stelle. Beim Stichtest durch ein auf die Spitze fallendes Steakmesser war ein deutlicher Einstich zu erkennen, Wasser konnte ihm dagegen keinen Schaden zufügen. Die von uns gewässerte Stelle erweckte optisch den Eindruck, das Holz würde „Wasser ziehen“, nach dem Abtrocknen war jedoch keine Veränderung der Oberfläche festzustellen.

Oberklasse:Meister Classic PD200 matt-lackiert

Die Böden von Meister haben schon einige Testsiege in unseren Tests errungen. Auch dieser Boden wäre ein Anwärter für diese Auszeichnung. Mit 13 Millimetern Stärke und seinen sehr guten Oberflächeneigenschaften beeindruckt dieser Boden auf ganzer Linie. Er ist einfach zu verlegen, dabei ist seine Verlegerichtung von links nach rechts. Sein Klang ist bei Schuhen angenehm und bei Kinderspielzeug recht hell. Die Paneele sind 2200 Millimeter lang und 180 Millimeter breit, trotzdem ist die Verlegung durch eine Person keine große Herausforderung. Auch er ist anfällig für das fallende Messer, das auch bei ihm einen deutlichen Einstich hinterlässt. Im täglichen Gebrauch sollte versucht werden, Abrieb durch Sand zu vermeiden, da hier schnell Kratzer entstehen können. Dafür verkraftet er Punktbelastungen durch spitze Absätze gut und ohne Schäden.

Oberklasse:Tarkett 7878001 pure Oak nature Plank

Dieser Boden hat mit 2000 Millimetern mal 162 Millimetern die kleinsten Paneele im Testfeld. Sie lassen sich gut verlegen, neigen bei ungenauer Arbeit jedoch zum „Schüsseln“ und zeigen vereinzelt sichtbar Kanten an den Kopfseiten der Verbindung. Bei der Demontage fiel auf, dass gerade die Kopffuge nur schwer wieder zu trennen ist. Der verlegte Boden besitzt hervorragende Spaltmaße und ist widerstandsfähig gegen beinah jede unserer Herausforderungen. Beim Stichtest ist ein deutlicher Einstich sichtbar und Sand hinterlässt schnell Kratzer. Besonders gefallen hat uns das Verpackungsgewicht, das mit 14 Kilogramm deutlich leichter ist als bei den anderen Teilnehmern. Die Laufgeräusche von Schuhen sind angenehm und klingen sehr nach Holzboden. Ein toller Boden, der seinem Besitzer bestimmt viel Freude bereiten wird.

Oberklasse:ter Hürne 1212 FP Bright Coll. Ausdrucksstark

Böden von ter Hürne haben sich schon in vielen Tests bei uns bewährt. Dieser macht keine Ausnahme. Die Verlegerichtung dieses Bodens ist von rechts nach links. Die Paneele fallen quasi ineinander und passen sehr genau. Die Oberflächeneigenschaften sind ohne Kritik, keine Kanten und keine Spalten in den Fugen. Ein paar Punkte verliert dieser Boden bei der Eindruckfestigkeit, hier sind Abdrücke sichtbar. Dafür lassen ihn Kratzversuche mit Sand völlig kalt. Seine Laufgeräusche sind angenehm und Kinderspielzeug klingt dagegen recht laut und hell. Sein Packungsgewicht ist mit 22,4 Kilogramm recht hoch, dafür befinden sich jedoch 3,4 Quadratmeter Boden in jedem Paket. Mit seinen 73 Euro pro Quadratmeter ist er der teuerste Boden im Test. Alles zusammen ein sehr guter Boden.

So testen wir

Die Bodenbeläge mussten sich in verschiedenen Disziplinen bewähren. Beurteilt wurden Verlegung, Demontage und ob die Böden nach der Verlegung offene Fugen zeigten. Das tägliche Leben eines Bodenbelags wurde mit Sand zur Bestimmung der Abriebfestigkeit und einem Centstück als Punkt belastung mit ca. 80 kg Auflast simuliert. Kleine Missgeschicke und deren Wirkung haben wir mit Wasser und einem spitzen Messer (Fall durch ein Rohr aus Tischhöhe) überprüft. Auch „Bremsspuren“ durch dunkle Schuhsohlen mussten die Böden auf sich nehmen. Die akustischen Eigenschaften haben wir in Form von Laufgeräuschen (Ledersohlen) und Geräuschen von Kleinkinderspielzeug überprüft. Aus all diesen Punkten und deren Gewichtung, die Sie der Testtabelle entnehmen können, haben wir unser Urteil zusammengesetzt.

Schalldämmeigenschaften


Oberflächeneigenschaften


Fazit

Vier Markenböden sind in unserem Vergleichstest angetreten. Jeder einzelne konnte uns überzeugen, denn alle besitzen gute bis sehr gute Eigenschaften und einen fairen Preis. Das Testfeld liegt bei der Benotung sehr eng zusammen. Da der Abstand zwischen dem „Besten“ und dem „Schlechtesten“ gerade mal eine Stelle in der zweiten Kommastelle beträgt, haben wir uns entschlossen, bei diesem Test keinen Testsieg zu vergeben. Alle Böden sind so gut und so miteinander auf Augenhöhe, dass es keiner der Teilnehmer verdient hat, sich abzuheben, positiv oder negativ. Unser Rat für Sie, liebe Leser: Lesen Sie den Test, schauen Sie sich die Böden an und kaufen Sie den, der Ihnen am besten gefällt, Sie können keinen Fehler machen, denn jeder einzelne ist ein Testsieger!


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