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KLOSTERHEILKUNDE: Duftende Wohltat


daheim - epaper ⋅ Ausgabe 4/2020 vom 12.06.2020

Rosenblüten helfen bei müden Augen und gereizter Haut


Artikelbild für den Artikel "KLOSTERHEILKUNDE: Duftende Wohltat" aus der Ausgabe 4/2020 von daheim. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: daheim, Ausgabe 4/2020

Kräuterfachfrau Schwester Birgit


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1. Apothekerrose (Rosa gallica x officinalis) Die Apothekerrose, auch Essigrose genannt, ist eine in Mitteleuropa heimische Wildrose. Seit dem 15. Jahrhundert wird die natürliche Kreuzungsform „officinalis“, lateinisch für „arzneilich verwendet“, beschrieben. Rosen gehören zur Pflanzenfamilie Rosaceae. Dazu zählen auch Beeren-, Kern- und Steinobst.
2. Damaszenerrose (Rosa x damascena) Die Zuchtform der Damaszenerrosen war bereits im antiken Kleinasien bekannt. Sie wird zu den sogenannten „alten Rosensorten“ gezählt. ...

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1. Apothekerrose (Rosa gallica x officinalis) Die Apothekerrose, auch Essigrose genannt, ist eine in Mitteleuropa heimische Wildrose. Seit dem 15. Jahrhundert wird die natürliche Kreuzungsform „officinalis“, lateinisch für „arzneilich verwendet“, beschrieben. Rosen gehören zur Pflanzenfamilie Rosaceae. Dazu zählen auch Beeren-, Kern- und Steinobst.
2. Damaszenerrose (Rosa x damascena) Die Zuchtform der Damaszenerrosen war bereits im antiken Kleinasien bekannt. Sie wird zu den sogenannten „alten Rosensorten“ gezählt. Ihr Duft ist oftmals intensiv, betörend oder schwer. Ältere und moderne Züchtungen haben verschiedene Blütenfarben wie Weiß, Rosa oder Blassviolett hervorgebracht.

Sie ist eine Majestät. Die Königin der Blumen glänzt mit einer unüberschaubaren Fülle von Varianten. In Blumenläden, in Parks und vielen Hausgärten regieren die Rosen. Duftend und anmutig, anspruchsvoll und dornig. Schwester Birgit Bek vom Kloster Reute, unweit von Ravensburg, verbindet mit den Rosen vor allem Heilsames für Augen und Haut. „Da sind die Rosengewächse superstark“, so die Expertin für Heilpflanzen.

Rosen spielen seit Jahrtausenden eine Rolle in der Kultur des Menschen. Und in der Medizin. Griechen und Römer wussten die Wirkung der Blüten zu schätzen, Karl der Große ordnete ihren Anbau zu Heilzwecken an. Und Hildegard von Bingen riet: „Sammle die Rosenblätter bei Tagesanbruch, und lege sie über die Augen, sie machen dieselben klar …“

Zu einem sommerlichen Genussmoment lädt auch Schwester Birgit ein: „Einfach mal ins warme Gras legen und Gesicht und Augen mit frisch gepflückten Blütenblättern der Rose bedecken.“ Dem Duft der Rosenblüten schreibt die Pflanzenexpertin ohnehin eine wohltuende Wirkung zu: Ausgleichend für die Psyche, beruhigend bei Gefühlen wie Trauer, Angst oder Ärger. Also bei nächster Gelegenheit mal ganz bewusst an einer Rose riechen. Für Heilzwecke, so die Ordensfrau, kann man alle Rosen verwenden. Die duftenden Beet- und Edelrosen aus den Gärten ebenso wie deren wilde Verwandte vom Waldrand. Üblicherweise werden für medizinische Zwecke Apotheker- oder Damaszenerrosen gepflanzt, weiß Schwester Birgit. „Blütenblätter von Rosen, die mit Chemie gespritzt oder gedüngt sind, sollte man nicht verwenden.“

Für Heilzwecke wird die Apothekerrose genutzt. Andere Rosensorten eignen sich aber ebenfalls


Die Ernte der bunten Blätter aufgeblühter Rosen ist etwas für Frühaufsteher. Um die beste Ausbeute an Rosenaroma zu bekommen, geht es zur Zeit des Morgentaus los, also zwischen 5 und 6 Uhr. Wenn die Sonne höher steht und wärmt, muss die Ernte abgeschlossen sein. Jetzt können die Blütenblätter frisch verwendet werden. Oder man legt sie zum schonenden Trocknen aus. Und die Lagerung? „Die knisternd trockenen Blättchen müssen dunkel aufbewahrt werden. Sonnenlicht bleicht sie aus. Die Rose ist eben sehr anspruchsvoll.“

TIPP: Rosenbad

Ein Rosenbad entspannt und steigert das körperliche und seelische Wohlbefinden. Durch die Wärme des Badewassers können die Rosenblätter ihre Duft- und Inhaltsstoffe gut freisetzen. Für ein Vollbad braucht man frische oder getrocknete Blütenblätter von 5 bis 10 Rosen.

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1. Schwester Birgit stellt aus frischen oder getrockneten Blütenblättern Rosenwasser her. 2. Auf die Haut gesprüht, heilt und kühlt es

Schwester Birgit: So wendet sie Rosenblüten an

Frische oder getrocknete Blütenblätter kann man zu Rosenwasser verarbeiten. Dafür eine Handvoll Blütenblätter in 200 ml abgekochtem, kaltem Wasser ansetzen. Nach einem Tag abseihen und neue Blütenblätter ins Wasser geben. Zwei Mal wiederholen. Auch mit dem Espresso-Kocher kann man Rosenwasser herstellen. Wo sonst der Kaffee eingefüllt wird, kommen die Rosenblätter hinein. Dann wie gewohnt verfahren. Selbst gemachtes Rosenwasser hält sich im Kühlschrank eine Woche.

Trockene, geschwollene oder übermüdete Augen lassen sich mit Rosenwasser erfrischen. Auch Entzündungen heilen rascher. Das Rosenwasser aufsprühen, ein Augenbad damit füllen oder einen Wattebausch mit Rosenwasser befeuchten und als Kompresse auflegen.

Bei Hitzegefühl und -wallungen sprüht man Rosenwasser auf Arme, Gesicht und Dekolletee. Es entfaltet eine kühlende Wirkung, auch vorbeugend.

Zur Wiederherstellung der Darmflora, etwa nach einer Antibiotikum-Therapie, drei Wochen täglich vor dem Essen einen Esslöffel Rosenwasser in ein Glas lauwarmes Wasser geben und langsam trinken.

Bei Entzündungen von Haut oder Schleimhaut unterstützt Rosenwasser, mehrmals täglich dünn aufgesprüht, den Heilungsprozess. Außerdem kann es Juckreiz lindern. Rosenwasser wird bei Symptomen von Neurodermitis, bei Wundliegen und den Folgen einer Strahlentherapie angewendet. Bei Halsweh gurgelt man mit Rosenwasser.

Bitte beachten: Zur Behandlung offener Hautwunden rät Schwester Birgit, nur keimfreies Rosenwasser aus der Apotheke zu verwenden. Bei angemessener Dosierung sind keine Nebenwirkungen der Rosenzubereitungen bekannt. Alle Angaben ohne Gewähr.

* Bitte beachten Sie: Diese Informationen sind kein Ersatz für eine ärztliche Diagnose und Behandlung. Der Verlag rät allen Patienten mit Krankheitssymptomen, sich an einen Arzt zu wenden, und übernimmt keinerlei Haftung.