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Knorpel stärken, Schmerzen lindern


natürlich gesund und munter - epaper ⋅ Ausgabe 5/2021 vom 19.08.2021

HELFER AUS DER NATUR

PFLANZEN KRAFT

Artikelbild für den Artikel "Knorpel stärken, Schmerzen lindern" aus der Ausgabe 5/2021 von natürlich gesund und munter. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.
Brennnessel (Urtica)

BEI ARTHROSE (Gelenkverschleiß) ist die Knorpelschicht, die die Knochenenden überzieht, beschädigt oder zerstört. Der ehemals glatte, glänzende Knorpel ist matt, rau und rissig geworden. Seine Fähigkeit, Wasser zu binden, und damit seine Elastizität und Spannkraft, lassen nach, der Gelenkspalt wird schmaler und die Nährstoffversorgung immer schlechter. Entzündungen sind die Folge. Sie treten an der nervenreichen und dadurch extrem schmerzempfindlichen Gelenkinnenhaut oder in der Umgebung des Gelenks auf und sind der Grund für die typischen Arthroseschmerzen.

Knorpelaufbau unterstützen

Eine bewährte Behandlungsmöglichkeit ist die Einnahme von hoch dosierten natürlichen Knorpelbausteinen wie Chondroitinsulfat und Glucosamin sowie von Kollagen und Hyaluronsäure, einem wichtigen Bestandteil der Gelenkschmiere. Die Knorpelstoffe, von denen der Körper mit zunehmendem ...

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... Alter immer weniger selbst bilden kann, regen die Produktion neuer Knorpelzellen an und unterfüttern das Zucker-Eiweiß-Netz, aus dem der Knorpel besteht. Sie verbessern die Stoßdämpfereigenschaften und die Zugfestigkeit der knochenschützenden Schicht. Damit stillen sie indirekt auch den Schmerz.

Besonders gut wirken Präparate, bei denen die Knorpelbausteine mit Substanzen kombiniert sind, die Schmerzen lindern und Entzündungen hemmen (eine Auswahl finden Sie in der Tabelle auf der rechten Seite). Vitamin- C-reiche Pflanzen und die organische Schwefelverbindung MSM gehören dazu, aber auch Selen und Mangan. Wichtig zu wissen: Alle Präparate wirken erst nach einer gewissen Einnahmezeit. Es kann deshalb mitunter drei bis vier Wochen dauern, bis eine Verbesserung feststellbar ist. Dafür hält diese nach dem Absetzen der Präparate einige Wochen lang an.

Entzündungshemmer und natürliche Schmerzmittel

Um nachwachsen zu können, benötigen die Knorpelzellen eine entzündungsfreie Umgebung. Pflanzen mit stark antientzündlicher Wirkung haben sich deshalb in der Behandlung von Gelenkverschleiß bewährt. Ihre Inhaltsstoffe greifen – auf ganz unterschiedliche Art und Weise – in Entzündungsprozesse ein, die vom Schwinden der Knorpelschicht verursacht werden. Zwar dauert es eine Weile, bis die wohltuende Wirkung der naturheilkundlichen Arzneien und Nahrungsergänzungsmittel einsetzt, dafür haben sie nur wenige Nebenwirkungen. Entsprechende Präparate bekommen Sie in der Apotheke. Nur damit können Sie sicher sein, dass Ihr Knorpel mit der therapeutisch notwendigen Menge an Inhaltsstoffen versorgt wird. Hier einige der wichtigsten entzündungshemmenden und schmerzlindernden Naturstoffe:

Hagebutte (Rosa canina): Sekundäre Pflanzenstoffe aus den Früchten der Hundsrose verhindern, dass weiße Blutkörperchen (Leukozyten) in das Entzündungsgebiet einwandern. Zudem enthalten sie reichlich Vitamin C und bioaktive Stoffe, die nicht nur entzündungshemmend, sondern auch antioxidativ und membranstabilisierend wirken. Somit sind sie beim Auf- bau jener kollagenen Fasern beteiligt, die im Knorpel für Elastizität sorgen.

Weihrauch (Boswellia): Das Harz des Weihrauchbaums enthält entzündungshemmende Boswelliasäuren. Sie docken an einem körpereigenen Protein an, das normalerweise Entzündungen fördert, und verändern dessen Struktur, programmieren es sozusagen von entzündungstreibend auf entzündungshemmend um.

Brennnessel (Urtica): Sie enthält neben stark antientzündlichen sekundären Pflanzenstoffen bioaktive Inhaltsstoffe, die solche Enzyme hemmen, die den Knorpel weiter zerstören. Zudem ist die Heilpflanze reich an Silizium. Dieses Spurenelement fungiert als Verbindungselement zwischen den Kollagenfasern und dem Zucker-Eiweiß-Gerüst des Knorpels.

Afrikanische Teufelskralle (Harpagophytum procumbens): Der Extrakt

aus der Wurzel enthält einen Bitterstoff, der nicht nur die Bildung entzündungsfördernder Gewebshormone reduziert, sondern auch bestimmte knorpelzerstörende Enzyme (Kollagenasen) ausbremst.

Gelbwurz (Curcuma): Curcumin aus der Kurkumawurzel beeinflusst verschiedene klassische Entzündungswege, die der Körper bei rheumatischen Erkrankungen – zu denen auch die Arthrose gerechnet wird – einschlägt. Curcumin regt beispielsweise die Produktion des Proteins GiLZ an, das eine Schlüsselrolle bei Entzündungsreaktionen einnimmt, und wirkt so ähnlich wie Kortison.

MSM (Methylsulfonylmethan): Dieser bioaktive organische Schwefel wirkt nicht nur schmerzlindernd, sondern auch entgiftend, entzündungshemmend, abschwellend und entkrampfend. Zudem unterstützt er die Knorpelbildung und damit direkt die Gelenkfunktion.

Bewegung und Ernährung – die beste „Arznei“

Der Gelenkknorpel hat keine Blutgefäße. Seine Ernährung erfolgt vor allem über die Gelenkschmiere (Synovia) im Gelenkspalt. Dass dies geschieht, ist aber nur durch Bewegung möglich, da die Nährstoffe – ähnlich wie beim Einarbeiten von Mehl in einen Kuchenteig – durch den Wechsel von Be- und Entlastung richtiggehend aus der Gelenkflüssigkeit in den Knorpel „eingewalkt“ werden müssen. Unterbleibt dies, wird der Knorpel schlecht versorgt und dadurch dünner und anfälliger. Kein Wunder also, dass Bewegungsmangel als Mitverursacher von Arthrose gilt.

Gerade in der Naturheilkunde wird zudem eine Übersäuerung des Körpers als Auslöser von Arthrose diskutiert. Kann der Organismus nämlich nicht alle Säuren ausscheiden, die zum Beispiel über die Nahrung aufgenommen werden, lagern sich diese in den Muskeln und Gelenken ab. Das Zuviel an Säure macht den Knorpel weich und fördert dessen vorzeitigen Verschleiß. Eine basenbetonte und entzündungshemmende Ernährung kann zwar eine Arthrose nicht heilen, führt aber vielfach dazu, dass die Dosis von Schmerzmedikamenten reduziert werden kann. Auch Heilfasten entfaltet eine ähnlich positive Wirkung. Gut zu wissen: Kaffee ist Gift für den Knorpel. Das darin enthaltene Koffein verändert die Knorpelstruktur, der Knorpel wird dünner und seine Oberfläche unregelmäßiger. Das macht ihn anfälliger für Arthrose.

/Georgia van Uffelen