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KNOW-HOW TECHNIK : PRAXIS TEST! : ELEKTRISIERENDE TRANSPORTHELFER


TASPO GARTEN-DESIGN - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 31.05.2019

Elektroschubkarren, um die Transporte auf kleinen Baustellen zu vereinfachen, Elektrodumper, um die vier vorhandenen benzinbetriebenen Dumper zu ersetzen – diese Anschaffungen stehen bei der Firma Wesser Gärten, Grün & Service aus Wesel dieses Jahr auf der To-do-Liste. Aktuell werden dort zwei Elektroschubkarren getestet, zwei neue E-Dumper bereichern bereits den Maschinenpark. Firmeninhaber Michael Wesser ließ uns an den Erfahrungen zum elektrischen Transport teilhaben.


Artikelbild für den Artikel "KNOW-HOW TECHNIK : PRAXIS TEST! : ELEKTRISIERENDE TRANSPORTHELFER" aus der Ausgabe 4/2019 von TASPO GARTEN-DESIGN. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Elektrische Transporthelfer auf der Baustelle erleichtern den Landschaftsgärtnern den Arbeitsalltag.


Fotos: Wesser Gärten, Grün und ...

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... Service

Die Knicklenkung macht die E-Dumper von Bergmann wendig. Ersetzt man die Transportwanne durch eine Ladepritsche, erweitert sich das Einsatzspektrum der Geräte. Gemeinsam mit dem Minibagger bilden die E-Dumper auf den Baustellen ein unschlagbares Team, wenn es um den Transport von Erdaushub und Material geht.


Den Job noch attraktiver machen

Körperliche Anstrengung an frischer Luft bei (fast) jedem Wetter – das ist der Alltag im Garten- und Landschaftsbau. Die Mitarbeiter freuen sich über alles, was die Arbeit vereinfacht. „Man muss den Job attraktiv machen, wenn man heute noch Leute bekommen will“, sagt Michael Wesser. Rückenschonende, kraftsparende Hilfsmittel sind ein Baustein in einem Gesamtpaket, das von vernünftiger Bezahlung bis zu attraktiven Baustellen reicht.

2018 nutzte Michael Wesser die GaLa-Bau in Nürnberg, um sich über die elektrischen Transporthelfer zu informieren. „Unsere vier alten Minidumper wollten wir schnell durch elektrische ersetzen, die Schubkarren aber erst mal testen.“ Abgase und Lautstärke – das waren die beiden schlagenden Argumente pro E-Dumper. „Die Mitarbeiter lassen die Maschinen oft im Standgas laufen, weil es relativ aufwändig ist, sie immer wieder neu zu starten. Dabei atmen sie dann ständig die Abgase ein.“

E-Dumper - wendig und flexibel in der Breite

Beim Minidumper 1005 E von Bergmann fiel die Entscheidung leicht: die Knicklenkung macht den kleinen Transporter extrem wendig. Erst einmal wurden zwei Geräte angeschafft, zwei weitere sollen folgen, um die noch vorhandenen Minidumper vollständig zu ersetzen. „Wir haben optional noch eine Bordwanderhöhung und eine Ladepritsche gekauft, die wirklich sehr praktisch ist und sich mit wenigen Handgriffen befestigen lässt“, erklärt Wesser. Die Abmessungen sind kompakt: 84 cm beträgt der Radstand, 85 cm die Lademulde.

Michael Wesser


Für ein Standard-Gartentürchen ist allerdings auch das zu breit. „Dann lässt sich durch einen Reifenwechsel die Breite auf unter 80 cm reduzieren“, erklärt Michael Wesser. Eine tolle Option, bei der er sich allerdings mehr Beratung gewünscht hätte: „Das bringt gar nichts, wenn man dann die 85 cm breite Mulde gekauft hat. Es hat bei uns im Betrieb natürlich erst mal niemand daran gedacht, dass in diesem Fall die schmalere Mulde sinnvoller gewesen wäre.“ Damit werden zukünftig die beiden anderen E-Dumper ausgerüstet.

Die Bedienung des Gerätes ist selbsterklärend: zieht man den rechten Hebel, fährt die Maschine vorwärts, nimmt man den linken dazu, fährt sie rückwärts. Die E-Dumper sind – wie es die alten Dumper auch waren – täglich im Einsatz. So praktisch und Kraft sparend die Geräte auch sind, einen Kritikpunkt hat Michael Wesser: „Der Holm ist nicht höhenverstellbar. Das sollte heutzutage eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein.“ Zumindest hat man bei Bergmann versprochen, hier nachzubessern.

Unentschieden bei den Schubkarren

Bei den elektrischen Schubkarren sind gerade zwei verschiedene Testgeräte im Einsatz. Die Elektroschubkarre von Matador und die E-PowerBarrow von Altrad Fort, beides niederländische Hersteller. Nach einigen Monaten im Einsatz läuft es hier bei den Mitarbeitern auf ein „Unentschieden“ hinaus, was einen zukünftigen Kauf angeht. „Die einen finden das eine Modell besser, die anderen das andere“, sagt Michael Wesser.

Letztlich werden wohl Kleinigkeiten entscheiden. Momentan sieht es so aus, als ob die E-PowerBarrow den Sieg davonträgt. Sie hat (optional) Stützräder – damit kann man sie komplett über den Boden laufen lassen und muss sie nicht zwingend immer anheben. Außerdem lässt sich der Akku herausnehmen, was vor allem im Winter die Lagerung erleichtert. In der Schubkarre von Matador hingegen ist der Akku fest verbaut. Auch die Bedienung der Gänge und Bremsen findet Michael Wesser bei dem Altrad-Gerät besser gelöst – dort funktioniert die Gangschaltung über Tasten und Joystick. „Bei der Matador werden Vorwärtsgang, Rückwärtsgang und Bremse über den Handgriff geregelt.“ Neutral bedeutet vorwärts, herausziehen bedeutet rückwärts oder bremsen. „Nun ist es fast unmöglich, beim bergabfahren mit Ladung den Handgriff nicht zu ziehen – egal, ob man bremsen will oder nicht“.

Gekauft wird, was die Mitarbeiter nutzen

Dass in Zukunft die E-Schubkarren den Gerätepark der Firma Wesser bereichern werden, daran gibt es allerdings keinen Zweifel. „Dass sie gebraucht und genutzt werden sieht man daran, dass sie jeden Tag weg sind.“ Ziel ist es, dass irgendwann jede Kolonne ein bis zwei E-Schubkarren im Einsatz hat. Für Michael Wesser bedeutet das, mindestens fünf Geräte zu kaufen. Dass sich das lohnt steht für ihn außer Frage: „Die E-Schubkarren machen sich vor allem bei weichem Gelände, also zum Beispiel auf Rasen bezahlt. Und mit Stützrädern ausgestattet können Sie viel aufladen.“

Bei den Reifen der Schubkarren – egal ob elektrisch oder mit Muskelkraft betrieben – schwört man im Unternehmen übrigens auf den guten, alten Luftreifen. „Luftreifen funktionieren immer – egal, ob es feucht ist oder das Gelände holprig. Die Reifen passen sich da an. Bei Kunststoffreifen fängt die Schubkarre schnell an zu schwanken, wenn es uneben ist. Und bei Feuchtigkeit geht gar nichts mehr“, weiß Wesser aus jahrelanger Erfahrung. Um Schäden an den Reifen vorzubeugen wird ein Reifendichtmittel eingefüllt – das funktioniert sehr gut.

Eine Akkuladung = mindestens ein Arbeitstag

Was die Einsatzzeit angeht, halten die Akkus neuer E-Schubkarren problemlos zwei Arbeitstage durch, ältere Akkus schaffen auf jeden Fall einen Tag, bevor sie aufgeladen werden müssen. Apropos Laden: Da die Elektroschubkarren nur unwesentlich schwerer sind als die manuell angetriebenen Geräte, können sie zum Transport einfach auf die Ladefläche des Fahrzeuges gehoben werden. Beim E-Dumper benötigt man da schon einen vernünftigen Anhänger und durchgehende Rampen. „Wir haben unsere Anhänger so ausgewählt, dass ein Mikrobagger mit zwei E-Dumpern gemeinsam draufpasst“, sagt Michael Wesser. Auch die E-Dumper meistern mit ihrem Akku problemlos einen Arbeitstag. „Sogar zwei Tage sind machbar, aber wir laden die Akkus abends immer auf.“ Dafür benötigt man vor allem eins: genügend Lager- und Lademöglichkeiten für die Geräte.

Bei den akkubetriebenen Schubkarren gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der grünen E-Barrow von Matador und der gelben E-Power Barrow von Altrad Fort .


Platz und Lademöglichkeiten sind das A und O

Das ist auch der Tipp, den Firmenchef Michael Wesser für Kollegen parat hat, die mit dem Gedanken spielen, sich mehr elektrische Baustellenhelfer anzuschaffen: „Sorgen Sie für ausreichend Platz. Als wir die ersten Akku-Heckenscheren hatten, lagen sie erstmal überall herum, weil es keinen festen Ort zur Aufbewahrung gab.“ Auch wenn die Investition in Schränke, Regale und die entsprechende Elektrik Geld kostet – Michael Wesser findet, dass es sich auf lange Sicht bezahlt macht, da die Geräte immer einsatzbereit sind, wenn man sie braucht.

Letztlich entscheiden wahrscheinlich Kleinigkeiten darüber, welche Elektroschubkarren für den Betrieb angeschafft werden. Ein Kriterium ist beispielsweise, ob der Akku herausnehmbar ist (l.) oder nicht.