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Komfort im Bad inbegriffen


IKZ Praxis - epaper ⋅ Ausgabe 3/2020 vom 06.03.2020

Warum sich Kunden mit einem „altersgerechten Bad“ auseinandersetzen, ist unterschiedlich. Bei den einen besteht ein akuter Anlass, z. B. weil eine Entlassung aus einer Rehamaßnahme kurz bevor steht. Häufiger sind es aber die Menschen jenseits der 50, die sich ein Komfortbad wünschen. Diese Kunden suchen einen Handwerker, der vorausschauend plant und berät.

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Bildquelle: IKZ Praxis, Ausgabe 3/2020

Zentraler Bestandteil für ein altersgerechtes Bad ist die bodenebene Dusche: Ein zukunftsorientiertes Element, das bewegungseingeschränkten Menschen ein sicheres Duschen ermöglicht.


Ein altersgerechtes Bad zu planen, bedeutet aber nicht Krankenhausflair ...

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... oder Pflegestationatmosphäre. Vielmehr lassen sich mit guter Gestaltung, passenden Sanitärkeramiken und Möbeln schicke Bäder kreieren.

Walk-In-Dusche – viel Platz und Komfort

In fast jedem modernen Bad findet sich heutzutage eine bodenebene Dusche. Und das nicht ohne Grund: Sie sieht nicht nur elegant aus und lässt sich leicht reinigen, sie sorgt auch für mehr Platz im Bad. Zudem ist sie leicht zu begehen, und zwar für jeden. Ist die Grundfläche ausreichend groß, können sich darin sogar Rollstuhlfahrer selbstständig duschen. Für jede räumliche Situation und für jeden individuellen Geschmack gibt es die passende bodenebene Lösung: Von Duschele men ten mit Wandablauf über Bodenabläufe und Duschrinnen bis hin zu Duschflächen. Schick und zugleich hygienisch sind EdelstahlDuschrinnen.

Sie besitzen kaum verdeckte Bereiche, in denen sich Verschmutzungen ansammeln können. Sie sind zudem gut zugänglich und lassen sich einfach reinigen. Weitere Vorteile vieler Duschrinnen: Sie können abgelängt werden und so exakt an die benötigten Einbaumaße des Duschplatzes sowie an das Fliesenbild angepasst werden. Außerdem können die Duschrinnen frei nach Kundenwunsch platziert werden – eine Montage direkt an der Wand, wandnah oder auch in der Mitte des Dusch bodens ist möglich.

Der Waschtisch sollte eine entspannte Körperpflege im Sitzen erlauben. Dieses Modell bietet bei halbgefülltem Becken zusätzliche Ablagefläche im nutzernahen Bereich. Auf den Seitenflächen können die Arme bequem aufgelegt werden.


Ganz gleich, für welche bodenebene Duschlösung sich der Kunde entscheidet, bei Bedarf kann problemlos ein Hocker aufgestellt werden. Ebenso kann bei der Planung der Duschfläche eine Verstärkung im Vorwandsystem berücksichtigt werden, an der eine Reling oder ein Sitz befestigt werden kann. Praktisch sind auch Duscharmaturen, die aus sitzender Position leicht erreichbar und bedienbar sind. Ein DuschbrausenSet mit Einhebelmischer ist von Vorteil, da sich Temperatur und Wasserfluss mit nur einem Griff regulieren lassen.

Bewegungsfreiheit am Waschplatz

Der Waschplatz im altersgerechten Bad sollte als zentraler Funktionsbereich uneingeschränkt nutzbar sein – auch im Sit zen. Insbesondere, falls ein Hocker oder später ein Rollstuhl benötigt wird. Aus diesem Grund sollte der Waschtisch unterfahrbar sein und ausreichend Beinfreiheit bieten.

Als besonders komfortabel für bewegungseingeschränkte Personen erweisen sich DuschWCs.


Am Waschplatz ist es wichtig, auf Pflege uten silien und Kosmetikartikel bequem zugreifen zu können. Allerdings ist bei der Körperpflege im Sitzen am Waschtisch kein Platz für einen herkömmlichen Unterschrank. Auch möchte man nicht immer alles sichtbar auf der Waschtischablage stehen haben. Eine Lösung für dieses Problem bieten spezielle Unterschränke, die beim Öffnen so viel Raum unter dem Waschplatz freigeben, um sich hinsetzen bzw. ihn unterfahren zu können.

Grundsätzlich gilt: Alle Badmöbel sollten ausreichend Platz bieten und gut erreichbar sein. Statt eines Hochschranks sind daher zwei Seitenschränke sinnvoller. Breite Griffe erleichtern das Öffnen von Schränken. Auch Funktionen wie Pushtoopen1) und Softclosing2) machen das Öffnen und Schließen von Schubladen und Schranktüren komfortabler.

Spiegel: Hochformat mit gleichmäßiger Ausleuchtung

Beim altersgerechten Waschplatz gilt es in puncto Spiegel insbesondere die Größe zu beachten. Da er im Sitzen und im Stehen nutzbar sein soll, empfiehlt sich ein großes Lichtspiegelelement, das bis zum Waschtischrand heruntergezogen ist. Eine gleichmäßige Ausleuchtung der gesamten Spiegelfläche ist wichtig. Hierfür eignen sich Spiegel mit LEDLicht leisten, die an beiden Seiten von oben nach unten verlaufen.

Ein Spiegelschrank hat den Nachteil, dass er oben nur im Stehen erreichbar ist. Wünscht sich der Kunde trotzdem einen Spiegelschrank, sollte auch hier auf eine bequeme Benutzung geachtet werden. Beispielsweise erleichtern LightTouchSensorschalter das Einschalten der Beleuchtung. Beidseitig verspiegelte Türen (innen und außen) und eine verspiegelte Rückwand bieten dem Nutzer viel Komfort für eine RundumSicht. Manche Spiegelschränke sind zusätzlich mit einer Lichtleiste unter dem Schrank ausgestattet, die für eine gute Ausleuchtung des Waschtischs sorgen.

WC mit Dusch-Funktion

In jedem Bad spielen Hygiene und Reinigungsfreundlichkeit der Sanitärobjekte eine große Rolle. Deshalb ist eine WCKeramik ohne Spülrand grundsätzlich empfehlenswert. Denn es gibt so gut wie keine verborgenen oder schwer zugänglichen Stellen, an denen sich Ablagerungen sammeln und Gerüche entstehen können. Für mehr Komfort und Sicherheit beim Toilettengang gibt es WCs, die speziell für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen geeignet sind. Sie sind breiter als StandardWCs.

Passend dazu gibt es bodenstehende WCs in der Komfortsitzhöhe von beispielsweise 490 mm für leichteres Niedersetzen und Aufstehen. Rollstuhlgerechte Modelle haben eine Ausladung von 700 mm. Bequem erreichbar und leicht bedienbar sollten auch die WCBetätigungen sein. Ein Beispiel dafür sind Fernbedienungen, die neben dem WC installiert werden können. Weniger stark Be ein träch tigte können WCBetätigungen wählen, die stylish sowie leicht erreichbar sind.

Geöffnet bietet dieser WaschtischUnterschrank genügend Raum für die Knie.


Der hohe Lichtspiegel leuchtet mit beidseitigen Lichtleisten den Waschplatz gleichmäßig aus.


DuschWCs sind eine gute Alternative zu StandardWCs. Der Intimbereich wird mit einem sanften, körperwarmen Wasserstrahl gereinigt und anschließend trocken geföhnt. Damit ist ein DuschWC auch von Personen nutzbar, die bei der Toiletten hygiene gewöhnlich auf fremde Hilfe angewiesen sind. Einige DuschWCs bieten weitere Funktionen wie eine Geruchsabsaugung, einen automatisch öffnenden und schließenden Deckel sowie ein Orientierungslicht für nachts.

Fazit

Das altersgerechte Bad ist in erster Linie ein komfortables Bad. Mit einem schicken Design verbergen speziell auf die Zielgruppe abgestimmte Sanitärkeramiken und Möbel die vielen Hilfsmittel, die eine körperliche Beeinträchtigung erfordert.

Quelle: Geberit

Bilder: Geberit

www.geberit.de

1)Türen öffnen sich einen Spalt, indem sie gedrückt und losgelassen werden. Das gleich gilt für Schubladen.

2) Soft-closing: langsames Schließen einer Schublade (Selbsteinzug) oder einer Tür.