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KOMMT DER CLIO HIER KLAR?


Auto Bild - epaper ⋅ Ausgabe 31/2019 vom 01.08.2019

Es wird ernst für den neuen Renault Clio. Im ersten Vergleich wartet mit VW Polo und Hyundai i20 äußerst starke Konkurrenz


Artikelbild für den Artikel "KOMMT DER CLIO HIER KLAR?" aus der Ausgabe 31/2019 von Auto Bild. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Auto Bild, Ausgabe 31/2019

Renault Clio TCe 130 EDC


ALLES NEU BEIM CLIO. Technik, Design – und eine Plattform, die gemeinsam mit Nissan und Mitsubishi entwickelt wurde. Äußerlich hat sich auf den ersten Blick gar nicht viel getan.

Auf den zweiten aber doch. Clio Nummer fünf kommt in der aktuellen Renault-Formensprache mit vielen weichen Schwüngen. Vielleicht etwas straffer und markanter als bisher. Sieht gut aus, finden wir. Besonders, wenn noch das R.S.-Line-Paket (1800 Euro) an Bord ist, zum Beispiel mit ...

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... 17-Zöllern, kleinem Diffusor am Heck und dickem Endrohr. Zum ersten Vergleich tritt der Clio mit Topmotor an, dem 1,3-Liter-Benziner mit 130 PS von Mercedes, dazu Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Klingt schon mal gut, oder? So sollte der Renault deutlich bessere Chancen haben als bisher, schließlich lag Clio Nummer vier in Vergleichstests regelmäßig ziemlich weit hinten. Der neue Anspruch zeigt sich deutlich bei der sichtlich aufgewerteten Inneneinrichtung. Die Instrumente im digitalen Cockpit (Basis analog, je nach Ausstattung) lassen sich in verschiedenen Stilen anzeigen, der bis zu 9,3 Zoll große Berührungsbildschirm fürs Multimedia besitzt eine schöne Grafik und vor allem eine stark verbesserte Menüführung. Und egal, ob Drucktasten oder Drehregler – sieht alles gut aus, fasst sich gut an.

Aber, jetzt die schlechte Nachricht: Der Fond ist vergleichsweise eng. Immer noch. Zwar gibt es im Vergleich zum Vorgänger etwas mehr Platz für lange Beine, aber sonst hat sich nichts verbessert. Immerhin wuchs der Clio-Kofferraum von 300 auf 340 Liter, lästig allerdings die mit 76 Zentimetern – und innen 14 Zentimeter – recht hohe Ladekante. Beim Hyundai ist das nicht viel besser: 74 bzw. innen 12 Zentimeter. Sein Gepäckabteil schluckt 326 Liter. Der i20 ist größer geschnitten als der Clio, hat vorn und vor allem hinten spürbar mehr Platz. Wie immer fährt Hyundai beim Interieur eine Linie der Vernunft, alles ist ohne Schnörkel, aber ansehnlich gestaltet und ordentlich zusammengebaut. Und der i20 gefällt mit seiner problemlosen Bedienung.

Der VW verfügt tatsächlich über noch mehr Platz als der Hyundai, erstaunlich luftig hier. Im Fond sind Leute bis 1,85 Meter sehr ordentlich untergebracht. Der Kofferraum ist mit 351 Litern knapp der größte, die Ladekante liegt rund 70 Zentimeter hoch. Der Polo ist VW-typisch sachlich bis nüchtern eingerichtet, im Vergleich wirkt das Cockpit der Highline-Ausstattung (810 Euro) aber schon ziemlich edel. Angetrieben wird der Polo hier vom 1,0-Liter mit 115 PS. Der Dreizylinder legt sich lebhaft ins Zeug, beschleunigt recht flott und bleibt im Vergleich am leisesten.

Das DSG reagiert zügig, weiß immer, was es tut. Und das ist hier nicht bei allen Getrie-ben so. Mit dem Sport-Select-Fahrwerk (440 Euro) und Verstelldämpfern l iegt der Polo im Zweifelsfall eher straff, federt aber trotzdem noch sehr anständig. Schön ist die exakte Lenkung. Auch beim Hyundai steckt ein Dreizylinder unter der Haube, hier ein 1,0-Liter mit 120 PS. Eigentlich auch ganz munter, im direkten Vergleich lässt er es aber beschaulicher angehen, nicht ganz so energisch. Und er verbraucht mit 6,7 Litern etwas mehr als Polo (6,2) und Clio (6,1). Das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe DCT schaltet sanft, aber manchmal zögerlich und unentschlossen. Abgestimmt ist der Hyundai angenehm unaufgeregt, die Lenkung arbeitet allerdings gefühlsarm, die Federung reagiert auf kleine Unebenheiten hölzern. Der 1,3-Liter-Vierzylinder mit 130 PS ist im neuen Clio das Topaggregat. Er hält, was er verspricht. Ein knurriger Typ mit Biss und Temperament, der wild fauchend losstürmt. Resultat sind die klar besten Fahrleistungen. Das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe EDC allerdings ist ein ziemliches Nervenbündel. Es überrascht immer wieder mal mit überhasteten Manövern, freut sich andererseits an Drehzahlorgien, ehe es dann schaltet. Vielleicht noch mal justieren.

Multi-Sense nennt Renault das System, mit dem sich Gas, Getriebe und Lenkung abstimmen lassen. Was die teigige, spitze Lenkung aber auch nicht besser macht. Auch die Abstimmung bietet keinen Anlass zur reinen Freude. Mit den 17-Zöllern aus dem R.S.-Line-Paket nimmt der Clio Querfugen und Ähnliches poltrig, neigt auf kurzen Wellen zum Stuckern. Richtig gut sind die Bremsen: Der Clio stand schon nach 34,4 Metern (kalt). Spitzenwert!

So richtig günstig sind die drei kräftigen Kleinen leider nicht mehr. Am preiswertesten bleibt erwartungsgemäß der Hyundai i20 mit 21 950 Euro inklusive kompletter Ausstattung und fünf Jahren Garantie. Renault berechnet den 130-PSClio mit R.S.-Line und 9,3-Zoll-Navi mit 23 840 Euro. Und beim Polo summieren sich Highline, DSG, Sport Select und so weiter auf stolze 24 195 Euro. Alles neu beim Clio, am Ende bleibt aber manches, wie es war.


Der neue Anspruch des Clio zeigt sich auch beim neuen Cockpit. Sieht alles gut aus, fasst sich alles gut an


1 Die Instrumente kommen je nach Ausstattung analog (Basis) oder digital mit 7 oder 10 Zoll großem TFT-Display. Dann sind vier verschiedene Stilarten möglich, alles sehr farbenfroh.

2 Das Lenkrad mit dem dicken Kranz liegt sehr gut in der Hand, gehört zum R.S.-Line-Paket.

3 Der Touchscreen ist bis zu 9,3 Zoll groß, steht aufrecht. Mit schöner Grafik und stark verbesserter Menüführung.

4 Der Platz im Fond ist nach wie vor knapp – Hyundai und VW bieten mehr. Immerhin gibt es im Vergleich zum Vorgänger mehr Kniefreiheit.

1 Das Raumangebot mit viel Patz im Fond gehört klar zu den besten dieser Klasse. Die weich gepolsterten Sitze tendieren ins Gemütliche.

2 Das 7-Gang-DCT aus eigener Produktion spielt ganz gut mit und schaltet sanft. Allerdings etwas zögerlicher als etwa der VW.

1 Die digitalen Instrumente (Active Info Display) gibt es für 400 Euro, aber nur zusammen mit Radio (440 Euro) oder Navi (565 Euro). Schick, aber teuer.

2 Das Siebengang-DSG kostet tet 1575 Euro extra und funktioniert hier im Vergleich klar am besten, schaltet konzentriert und zügig.

3 Das Navi (Discover Media) kommt mit 8-Zoll-Display. Macht 565 Euro. Plus 440 Euro fürs Radio Composition Media (beim Highline).

4 Hinten hat der VW richtig viel Platz, es ist erstaunlich luftig hier. Dazu kommen bequeme, langstreckentaugliche Sitze.

Der Diffusor und das Endrohr beim Clio gehören zur RS-Line. Golf und i20 unauffälliger