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KOMPLETE 12: ELECTRONIC MUSIC MIT KOMPLETE 12 (8) AKUSTISCHE INSTRUMENTE MIT MASSIVE X EMULIEREN


Keys - epaper ⋅ Ausgabe 11/2019 vom 04.10.2019

In dieser Ausgabe wollen wir prüfen, ob sich akustische Instrumente wie Panflöten oder Gitarren mit den 170 Wavetables von Massive X authentisch reproduzieren lassen. Diese finden vielfach Verwendung in aktuellen Houseund Trance-Produktionen.


WORKSHOP 1: KARIBISCHE TROPICALHOUSE- PANFLÖTE

1 Klangerzeugung

Eine kostenlose Testversion von Massive X finden Sie unterwww.native-instruments.com . Öffnen Sie zur Initialisierung aus der Quickstart-Kategorie das Preset „Init Massive X Blank“. Für den einzigen Oszillator, den wir benötigen, wählen wir die Wellenform Sin-Tri-Saw-SQ aus und justieren den ...

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Bildquelle: Keys, Ausgabe 11/2019

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Eine kostenlose Testversion von Massive X finden Sie unterwww.native-instruments.com . Öffnen Sie zur Initialisierung aus der Quickstart-Kategorie das Preset „Init Massive X Blank“. Für den einzigen Oszillator, den wir benötigen, wählen wir die Wellenform Sin-Tri-Saw-SQ aus und justieren den dazugehörigen Parameter auf etwa Neun-Uhr- Stellung. Damit wird eine Mischform aus Sinus und Dreieck erzielt. Um ein gemäßigtes Signal zu hören, senken Sie den Lautstärkeregler von OSC 1 um die Hälfte ab und klicken auf Routing, um den Oszillator mit dem Ausgang X zu verbinden. Zur Simulation des Flötensounds empfiehlt sich, Noise-Anteile als Anblasgeräusch des Rauschgenerators hinzuzumischen. Nutzen Sie dazu Noise 1 mit dem White- Noise-Signal. Ziehen Sie den Noise-1-Regler um etwa ein Viertel nach oben. Verbinden Sie unter Routing auch das Noise-Modul mit dem Ausgang. Verändern Sie zudem neben Routing unter Voice die Polyphonie-Einstellung auf Mono, ehe anschließend oben links in der Pitch-Sektion der Time-Regler auf etwa 20 bis 30 Prozent reduziert und die Glide-Taste darüber aktiviert wird.

WORKSHOP 2: EFFEKTVOLLE PLUCK-GITARRE

1 Modulator und Hüllkurve

Der Trance-Klassiker „Lethal Industry“ von DJ Tiesto dürfte den meisten Clubgängern wegen der markanten Pluck-artigen Synthesizer-Hookline noch im Ohr sein. Diverse Mash-ups, Bootlegs und Cover-Versionen lassen den Song mit diesem Sound immer wieder aufleben, gern auch als synthetische Pluck-Gitarre. Diesen Sound emulieren wir mit Massive X in einer DAW Ihrer Wahl und initialisieren das Programm mit dem Preset „Init Massive X Blank“. Die Klangerzeugung wird in diesem Workshop ausnahmsweise nicht von den Oszillatoren samt Wavetables ausgeführt, vielmehr bemühen wir das Modulatormodul Mod 1 in der Routing-Sektion, das wir mit dem Ausgang X verbinden. Im Anschluss wählen Sie die Envelopes E1–E3 aus. Zunächst wird der Modulator 2 mit der Hüllkurve Exciter-Envelope bedacht. Klicken Sie dann erneut auf Routing und ziehen das Kreuzchen E2 auf das Mod-1-Modul, sodass ein kurzer Sample-Impuls zu hören ist.

2 Filter

Im nächsten Schritt binden wir das Filter-Modul unter Routing in den Signalfluss zwischen Mod 1 und dem Ausgang ein und wählen den Filter-Modus Comb. Dazu reduzieren wir geringfügig den FB-Regler des Filters, um das Zupfen der Gitarre mehr zu betonen und Attack-reicher zu gestalten. Die angespielte Note klingt anhand der subtilen Linksdrehung des FB-Reglers deutlich schneller aus. Wechseln Sie erneut zur Hüllkurvenansicht des Modulators 2. Schalten Sie dort in der Hüllkurve vom Bipolar-Modus auf Window um. Durch Veränderung des Ratio-Reglers im Window-Modus ergeben sich facettenreiche Klangfarben des Gitarrensounds. Je weiter Sie nach links drehen, umso nasaler wird der Klang – eine Rechtsdrehung bewirkt eine Klangdämpfung. Einen ebenfalls großen Einfluss auf den Klang hat der Hold-Regler, den Sie mit der Ratio wie abgebildet justieren.

3 Noise und Utility

Verbinden Sie in der Signalfluss-Übersicht Routing noch den Rauschgenerator Noise 1 an das Comb-Filter. Mit dem Noise-1-Modul soll der Sound durch den Mod 1 etwas mehr Höhenpräsenz gewinnen. Ziehen Sie dazu das Kreuzchen von E2 unter den Noise-1-Regler und ziehen den blauen E2 mit gedrückter Maustaste um etwa ein gutes Drittel des Balkens nach oben. Der Lautstärkeregler von Noise 1 bleibt hingegen auf null. Für eine weitere Verstär-kung sorgt das Waveshaping-Modul Utility, das Sie neben dem Filter auswählen. Drehen Sie dazu Curve, Range und Level wie dargestellt relativ weit nach rechts.

WORKSHOP 2

4 Effekte

Würzen wir nun den Sound mit einer ordentlichen Portion an Effekten. Zunächst setzen wir in Slot X ein Reverb mit dem Preset Large Hall ein. Der Mixwert wird etwas reduziert, während Size etwas angehoben und Colour leicht nach links geneigt positioniert wird. Je nach Geschmack lässt sich der Chorus etwas mehr nach rechts aufdrehen, um das Klangbild zu verbreitern. In Effekt-Slot Y setzen wir das Stereo-Delay im Neutral-Modus ein und aktivieren Sync, um eine temposynchrone Wiederholung zu erhalten. Abschließend kümmern wir uns um die Klangregelung, indem Slot Z mit einem EQ besetzt wird. Für mehr Höhenpräsenz wird der Hi-Gain leicht angehoben und der Low- Gain dafür etwas gesenkt.

5 Verzerrung

Optional ließe sich der gitarrenartige Pluck-Sound noch durch einen virtuellen Amp jagen. Entweder Sie nutzen dafür externe Plug-ins wie beispielsweise Guitar Rig von Native Instruments oder nutzen in Massive X neben dem Utility-Modul von Schritt 3 den noch vakanten Slot B und schleifen dort einen Overdrive-Effekt als Verzerrung ein.

KEYS AUTOR: CARL-PHILIPP SCHMELLER

Carl-Philipp Schmeller ist freiberuflich in der Musik- und Medienbranche tätig. Er arbeitet als Sounddesigner, DJ und Software-Entwickler für eigene und externe Unternehmen im In- und Ausland und veranstaltet darüber hinaus Workshops als Dozent an einer norddeutschen Hochschule.