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KONZERNDUELL SEAT Ateca / Tarraco: FREUNDE DER FAMILIE


SUV Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 09.04.2019

„Je größer, desto besser“ – mit diesem Leitspruch im Gepäck startet SEAT seine SUV-Offensive und schickt mit dem Tarraco das insgesamt dritte höhergelegte Modell ins Rennen. Bleibt nur die Frage, ob sich die Anschaffung des geräumigen Siebensitzers wirklich lohnt oder der kleinere Ateca reicht …


Artikelbild für den Artikel "KONZERNDUELL SEAT Ateca / Tarraco: FREUNDE DER FAMILIE" aus der Ausgabe 2/2019 von SUV Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: SUV Magazin, Ausgabe 2/2019

Bullig: Die Schnauze des tarraco fällt senkrecht ab und wirkt dadurch mächtiger als die des Ateca. Zerklüftet: Das gesicht des Ateca wird von vielen Lufteinlässen und größeren Leuchten bestimmt.


IM KONZERNDUELL: SEAT Ateca / Tarraco

SEAT Ateca 1.5 TSI
150 PS, Siebengang-DSG ,
4363 mm Länge, ab 27820 euro

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SEAT Tarraco 2.0 TDI 4Drive
190 PS, Siebengang-DSG, 4735 mm Länge, ab 43800 euro

Wahre größe: Im direkten Vergleich erkennt man, dass der tarraco mehr Platz und Bodenfreiheit besitzt.


IM VERGLEICH: Alles am rechten Fleck – Ateca-cockpit

ATECA im Kurz-Check

Farbig akzentuierte Sitze, hochwertige Materialien, digitales Kombiinstrument

Viel schwarzer Kunststoff

Ateca


KEIN PLATZ FÜR FEHLER: Wer schon einmal in einem Fahrzeug des VW-Konzerns saß, fühlt sich im Ateca sofort wohl. Navigation, Klimaautomatik und Infotainment lassen sich problemlos und schnell bedienen, Chromakzente bilden ein optisches Highlight. Für Farbe und Komfort sorgen die bequemen Sitze mit einer braunen Alcantara-Mittelbahn.

IM VERGLEICH: geräumiger luxusliner – Tarraco-cockpit

TARRACO im Kurz-Check

Klar geordneter Cockpit-Aufbau, großer Bildschirm, sehr gute Verarbeitung

Keine farbliche Auflockerung

Tarraco


WOHLFÜHLFAKTOR: Der Innenraum des tarraco erinnert in puncto Aufbau an das Ateca-Cockpit. Das große, auf das Armaturenbrett aufgesetzte touchdisplay sowie die neue Schaltkonsole lassen den tarraco allerdings etwas moderner wirken. Verarbeitung und Qualität der Materialien sind auf einem hohen Niveau, lediglich ein paar farbige Akzente hätten dem schwarzen Cockpit gut gestanden.

SEAT Ateca
Mit dabei: In der höchsten Ausstattung gehören die Voll- LED-Scheinwerfer zum Serienumfang.


SEAT Tarraco
Vorbildlich: Im neuen tarraco gibt es nur Voll-LED-Leuchten, und das stets ohne Aufpreis.


„Ateca oder Tarraco? Ein Familienkonflikt auf hohem Niveau.“


WER IM AUTO VIEL PLATZ benötigt, kauft sich am besten ein SUV. Noch Fragen? Ja: Welches denn – es gibt ja so viele? Schauen wir uns allein mal das Portfolio von Seat an: Um den unterschiedlichen Ansprüchen zu genügen, offerieren die Spanier im SUV-Segment inzwischen drei Modelle – angefangen beim kleinen, lediglich als Fronttriebler erhältlichen Arona über das Tiguan-Derivat Ateca bis bin zum neuesten Modell, dem 4,73 Meter langen Tarraco. Und gerade dieser stellt viele Kaufinteressenten vor eine schwierige Entscheidung: Brauche ich wirklich sieben Sitze und den zusätzlichen Platz, den mir das ausgewachsene SUV bietet? Denn, und das muss allen Käufern klar sein, das Plus an Stauraum und Komfort geht natürlich ins Geld. Im Schnitt beläuft sich der Unterschied bei gleicher Ausstattung und identischem Antrieb auf rund 5700 Euro. Für diese erhebliche Differenz bietet der Tarraco selbstredend einiges mehr als nur Extra-Stauraum. Beginnen wir beim Outfit. Optisch wirkt der große Bruder des Ateca durch einen markanten Kühlergrill und höher sitzende Scheinwerfer etwas bulliger, dazu passend ist die Heckpartie durch viele horizontale Kanten und Linien optisch in die Breite gezogen. Im Cockpit wartet der neueste SEAT-Wurf mit einem großen, auf das Armaturenbrett aufgesetzten Navi- Bildschirm, einer umgestalteten Klimasteuerung sowie einem optionalen digitalen Kombi instrument auf. Die gute Verarbeitung und der ansprechende Materialmix sorgen für ein fast schon luxuriöses Ambiente im Tarraco.

KOMPAKTES HIGHLIGHT

Im Ateca geht es ein wenig bodenständiger zu. Zwar gibt auch er in puncto Verarbeitung und Materialien keinen Anlass zu Kritik, insgesamt kann er dem Tarraco aber nicht das Wasser reichen. Ateca-Piloten dürfen sich, je nach Ausstattung, allerdings dennoch über einen großen Touchscreen samt Navigationssys tem und Details in Chromoptik freuen. Bequeme Polster mit einer Mittelbahn aus Alcantara gehören bei der Topausstattung Excellence sogar zur Serie. So dürfte bei der nächsten Fahrt zum Auswärtsspiel der Kinder für eine komfortable und entspannte Stimmung gesorgt sein. Dazu trägt auch das generelle Setup unseres Test-Ateca bei. Der nahezu voll ausgestattete Spanier rollt mit einem 1,5-Liter-Vierzylinder-Benziner und Doppelkupplungsgetriebe vor. Dafür muss er ohne den automatisch zuschaltenden Allrad auskommen. Der Alltagstauglichkeit des Ateca schadet das jedoch nicht. Sein niedrigeres Gewicht macht den Kleinen spritziger und wendiger als seinen größerer Mitbewerber um die Familiengunst. Auch der Verbrauch kann sich sehen lassen. Wer den rechten Fuß nicht konsequent auf dem Pedal stehen lässt, kommt mit 6,7 Litern auf 100 Kilometer aus, ohne ein Verkehrshindernis zu sein. Die Ersparnis gegenüber dem gleichen Modell mit Selbst zünder kann man also guten Gewissens in Komfortfeatures stecken. Wer allerdings viel auf der Langstrecke unterwegs ist und eine etwas großzügigere Familienplanung betreibt, ist mit dem Tarraco eindeutig besser beraten. Denn der bietet, selbst wenn man die 800 Euro teure Option der dritten Sitzreihe nicht zieht, so viel Platz, dass man auch mit Kind und Kegel stets entspannt reist. Während im 760 Liter großen Kofferraum allerhand Gepäck sicher verstaut ist, darf sich der Nachwuchs über ein luftiges Raumgefühl im Fond freuen.

IM DETAIL: Navigation

Ateca


KOSTENFAKTOR

Während das Infotainmentsystem im Ateca zur Serie gehört, kostet ein Navi stets Aufpreis. Für die abgespeckte Version werden 780 Euro fällig, das hervorragende Navigationssystem „Plus“ schlägt mit 1390 Euro zu Buche.

Tarraco


FAMILIENPOLITIK

Im Tarraco sieht es ähnlich aus. Auch hier gibt es die beiden Navigationsoptionen und natürlich muss der Käufer auch hier mehr investieren, wenn er das souveräne System haben will. Das Navi „Plus“ ist mit 1140 Euro im Tarraco aber deutlich günstiger.

IM VERGLEICH: handling und Komfort im Ateca

Ateca


ATECA im Kurz-Check

Schnelle reaktion auf gas - befehle, hohe Wendigkeit, ausgewogenes Fahrwerk

Teils hoher Verbrauch

STETS AM GAS:

Obwohl der Ateca 40 PS weniger als der tarraco hat, verhält er sich sportlicher. In Kombination mit dem Siebengang-DSG setzt er Bewegungen des rechten Fußes zügig in Vortrieb um, der kleinere radstand und die direkte Lenkung helfen ihm in puncto Agilität. Das gelungene Paket verleitet aber dazu, oft gas zu geben – was auch einen höheren Ver brauch nach sich zieht. Auf das Allradsystem kann man im urbanen Alltag getrost verzichten, auf Schnee scharrt der 2WD-Ateca dann aber mit den Vorder rädern.

IM VERGLEICH: Handling und Komfort im Tarraco

Tarraco


TARRACO im Kurz-Check

Komfortable Dämpferabstimmung, kraftvoller Diesel, guter Kraftstoffverbrauch

Leichte Anfahrschwäche

MARATHON-SEAT:

Der 2.0 TDI ist der richtige Kandidat für Fahrer, die oft weite Strecken zurücklegen müssen. Dank den 190 PS und dem hohen Drehmoment spult der tarraco die Autobahnkilometer souverän ab, ohne dabei den Fahrkomfort außer Acht zu lassen. Allerdings sollte der Pilot das Lenkrad stets fest umklammern, sonst erinnert ihn der Spurhalteassistent nach kurzer zeit mittels einer harten Bremsung daran. Trotz seiner Länge lässt sich der tarraco auch problemlos durch enge gassen in der großstadt manövrieren.

SEAT Ateca 1.5 TSI / SEAT Tarraco 2.0 TDI 4Drive
Klassisch oder stylisch: Das Leuchtband zwischen den rückleuchten hebt den tarraco deutlich von seinem kleinen Bruder ab.


„Diesel, Allrad und Platz – der Tarraco lässt keine Wünsche offen.“


DIE GRETCHENFRAGE

In puncto Antrieb wird es bei der Bestellung des Tarraco selten zu Familiendiskussionen kommen. Das große SUV profitiert von den 190 PS und dem deutlich höheren Dreh moment des Diesels. Nach einer minimalen Anfahrschwäche entfaltet der 2.0 TDI sein ganzes Potenzial und ermöglicht die eine oder andere schnelle Autobahnpassage, ohne dafür ein allzu hohes Invest an der Zapfsäule in Kauf nehmen zu müssen. Die Paradedisziplin des Tarraco ist und bleibt aber das entspannte Cruisen. Unaufgeregt und mit einem gehörigen Fahrkomfort frisst er die Kilometer, ohne sich über eine hohe Zuladung oder schlechte Gripver hältnisse zu beschweren. Hat er doch, wie es einem SUV dieser Größe gebührt, Allradantrieb. Das 4Drive- Sys tem von SEAT, bestehend aus einem quer verbauten Motor und einer elektronisch gesteuerten Lamellen kupplung, die bei Bedarf Kraft an die Hinterachse schickt, meis tert nicht nur alle Aufgaben auf dem Asphalt. Selbst die Fahrt über loses Geröll zur Berghütte stellt überhaupt kein Problem dar. Dank der leichtgängigen Servolenkung lässt sich der Tarraco in allen Situationen mit sanfter Hand auf Kurs halten. Einfacher wird die Entscheidung zwischen den beiden SEAT-SUV nach dieser Bestands aufnahme sicherlich nicht. Beide Fahrzeuge leisten sich in der jeweiligen Konfiguration keine großen Fehler und fühlen sich in fast allen Umgebungen wohl. Wer vor allem Wert auf Platz legt, kommt am Tarraco nicht vorbei. Städter mit ein bis zwei Kindern sind mit dem Ateca besser beraten. Ein Fehlkauf scheint aber nahezu ausgeschlossen.

KURZ UND SCHMERZLOS: Tester-meinungen

Bastian Hambalgo

„In der Stadt brauche ich weder Diesel noch einen Allradantrieb. Daher tendiere ich klar zum kompakteren Ateca mit Turbobenziner.“

Björn Schulz

„4x4 ist Pflicht. Daher kann es in diesem Duell nur einen Sieger geben. Das Plus an Platz und Fahrkomfort nehme ich dafür gerne in Kauf.“

DATENBLATT

SEAT Ateca 1.5 TSI
Die 150 Pferde aus dem Benziner reichen im Ateca vollkommen aus.


SEAT Tarraco 2.0 TDI 4Drive
Dank des hohen Drehmoments wirkt der Diesel-tarraco nur selten behäbig.


Breite und Höhe
Das horizontale Leuchtband lässt den tarraco etwas breiter erscheinen.


SEAT ATECA 1.5 TSI / SEAT TARRACO 2.0 TDI 4DRIVE

IM VERGLEICH: Kofferraumvolumen und Platzverhältnisse

ATECA:
Die kürzere Karosserie hat natürlich Folgen für den Laderaum. Maximal schluckt der Ateca aber immerhin noch 1604 Liter.

TARRACO:
Bei umgelegter rückbank trumpft der Neue mit einem Spitzenwert von 1920 Litern. Dafür stört die hohe Ladekante ein weing.

Ateca


ATECA / TARRACO im Check

Breite Hecköffnung bei beiden Modellen

Hohe Ladekante beim tarraco

Tarraco