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KOPFSACHE


Natürlich - epaper ⋅ Ausgabe 5/2021 vom 03.09.2021

SERIE BESSER LEBEN

TEIL 5: DENKEN, FÜHLEN, LERNEN

Artikelbild für den Artikel "KOPFSACHE" aus der Ausgabe 5/2021 von Natürlich. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Natürlich, Ausgabe 5/2021

Lassen Sie uns ein Experiment wagen: Denken Sie einmal an drei Dinge, für die Sie dankbar sind! Einfach so, aus dem Stegreif! Ich zum Beispiel bin dankbar, dass ich von meiner Familie geliebt werde, dass ich nächste Woche Urlaub habe und für heute Nachmittag ein leckeres Stückchen Kuchen. Na? Gehen Ihre Mundwinkel auch schon nach oben? Gut so, denn sowohl Dankbarkeit als auch Lächeln machen uns glücklich.

Gefühle und Gedanken bestimmen unser Leben, und doch wissen wir sehr wenig über sie und meinen allzu oft, sie unterdrücken zu müssen. Auch ihre Kraft auf unseren Körper wird immer noch unterschätzt. Doch langsam, aber sicher gewinnen sie an Bedeutung, z. B. in der Gesundheitsforschung.

Intelligenz allein ist nicht alles

Häufig hört man heute Sätze wie »Er hat seine Gefühle nicht im Griff« oder »Sie wurde emotional«. Unsere Leistungsgesellschaft ...

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... erwartet Professionalität und Härte, keine Emotion. »In der Euphorie um die Stärken von künstlicher Intelligenz, Robotics und selbstfahrenden Autos übersehen wir, was für uns Menschen wirklich zählt: die Menschlichkeit«, sagt der Psychologe Dr. Leon Windscheid. In seinem aktuellen Bestseller »Besser fühlen« hat er sich intensiv mit unserer Gefühlswelt auseinandergesetzt. »Was uns Menschen wirklich auszeichnet, ist nicht unsere Intelligenz, sondern unsere Fähigkeit zu fühlen. Nur weil uns eine riesige Vielfalt an Emotionen zur Verfügung steht, sind wir in der Lage, die Welt um uns herum zu verstehen, uns darin zurechtzufinden und mit anderen in komplexen Gesellschaften zusammenzuleben.« Trotzdem versuchten viele Menschen, ihre Gefühle mit aller Kraft zu unterdrücken, zu verdrängen oder sich mit Shopping-Erlebnissen, Essen, Selbstdarstellung oder Arbeit von ihnen abzulenken, so der Autor. Das mache auf Dauer krank.

Ob Angst, Zuneigung, Vertrauen, Scham, Ekel, Hoffnung, Melancholie, Schüchternheit oder Eifersucht – nicht jedes Gefühl spüren wir gerne, doch alle erfüllen einen Zweck, meint Dr. Windscheid: »Gefühle warnen und motivieren uns. Sie sind das soziale Schmiermittel unserer Gesellschaften. Außerdem sind sie immer echt. Das, was wir fühlen, das ist unsere Realität.« Wir können also lernen, die eigenen Gefühle zu verstehen und gelassener mit ihnen umzugehen. Dann sind wir in der Lage, sie zu einer Stärke zu machen, uns selbst besser zu verstehen und ein zufriedenes Leben zu führen. »Zudem können wir Gefühle trainieren wie einen Muskel«, erklärt Windscheid. »Die Geduld zum Beispiel: Indem wir sie bewusst einsetzen, wird unser Geduldsfaden gefestigt und strapazierfähiger. In vielen Köpfen ist offensichtlich der Geduldsfaden gerissen – wir wollen alles, jetzt, sofort. Indem wir den Geduldsfaden benutzen, wird er in unserem Kopf zu einem dickeren, strapazierfähigeren Strang. Die Geduld ist aus meiner Sicht eine wichtige Gefühlskompetenz.«

WIR KÖNNEN LERNEN, UNSERE GEFÜHLE ZU VERSTEHEN

Können wir uns auch gesund denken?

Unser Kopf beeinflusst aber nicht nur unser psychisches Wohlbefinden, sondern auch unsere körperliche Gesundheit auf vielfältige Art und Weise. Heute ist bekannt, dass z. B. negative Gefühle die Abwehrkräfte des Körpers schwächen können. Wer dagegen optimistisch durchs Leben geht, wird statistisch gesehen seltener krank und schneller wieder gesund. Immun-, Hormon-und Herz-Kreislauf-System stehen mit dem Gehirn in Verbindung. Mit der Verbindung zwischen Nerven-und Immunsystem beschäftigt sich sogar ein eigener Forschungszweig, die Psychoneuroimmunologie. Sie erforscht die Mechanismen, wie Abwehr, Nerven und Gehirn miteinander kommunizieren. Ein bekanntes Phänomen der Forschung ist z. B. der Placeboeffekt. Bei ihm wirkt kein Wirkstoff, sondern allein die Erwartung. Natürlich sollte man den Gedanken allein keine Heilkraft zusprechen, doch es lohnt sich, Gedanken- und Gefühlswelt bei allen Erkrankungen einzubeziehen. Das medizinische Forschungsprojekt »PETRA« (Personalisierte Therapie bei Rheumatoider Arthritis, basierend auf dem Modell der Psychoneuroimmunologie) hat genau das zum Forschungsansatz genommen. An dem Projekt nahmen Patient:innen mit Rheumatoider Arthritis teil. Die Teilnehmenden sollen mit einem psychotherapeutisch geführten Kompetenztraining das gesundheitsfördernde Verhalten verbessern und ihre Lebens- und Gesundheitskompetenz stärken. Zudem sollen die Betroffenen die mit der Krankheit einhergehenden Gefühle wie etwa Ärger, Angst, Depression, Überdruss und Zweifel im Alltag besser steuern lernen. Die Forschenden erhofften sich davon, sowohl das Immunsystem als auch den Krankheitsverlauf der Kranken positiv zu beeinflussen. Die ersten Rückmeldungen von Patient:innen, die das Training 2020 durchliefen, waren positiv, berichtete die Ärztezeitung. Aufgrund der positiven Ergebnisse wird die Forschung noch in diesem Jahr fortgeführt.

Angst gehört zu unserem Leben

Angst und Stress nehmen besonders seit Ausbruch der Pandemie zu. Halten Angst­ störungen ungewöhnlich lange an, lassen sie sich nicht mehr kontrollieren oder ist für Außenstehende keine objektive Ursache erkennbar, sollten Betroffene sich Hilfe holen. Etwa jeder dritte Mensch muss im Leben damit rechnen, von einer Angststörung betroffen zu sein. Häufig komme es dann zu falschen Behandlungen, meint Dr. Windscheid, da nur den mit der Angst verbundenen Symptomen wie Schlafprobleme oder Rückenschmerzen nachgegangen, die Angststörung aber übersehen wird. Die Warnsignale des Körpers werden z. B. medikamentös abgeschaltet und die Störung kann sich weiter festsetzen. »Bleiben Angststörungen unbehandelt, verlaufen sie oft chronisch«, sagt Dr. Windscheid. »Statt die Angst zum Feind zu erklären, wäre uns meist schon damit geholfen, sich dem Gefühl offen zu nähern und zu versuchen, es zu verstehen.«

Angst löst ähnliche Reaktionen aus wie Stress: Der Körper ist in Alarmbereitschaft, produziert die Hormone Adrenalin und Noradrenalin, die ihm innerhalb von Sekunden einen Energieschub geben. Herzfrequenz und Blutdruck steigen, die Muskeln werden durchblutet, der Körper ist energiegeladen. Hält dieser Zustand länger an, steigt der Blutzuckerspiegel und das Blut übersäuert. Bleibt die Konzentration der Stresshormone im Körper hoch, schwächt das auf Dauer den Organismus und viele freie Radikale wirken sich negativ auf die Gesundheit der Zellen aus. Das Nerven- und Immunsystem leiden, der biologische Zellalterungsprozess wird beschleunigt und entzündliche Prozesse nehmen zu. So zeigen z. B. Studienergebnisse, dass Stress bei Frauen das Risiko erhöht, eine koronare Herzkrankheit zu entwickeln. Besonders negative Folgen ergeben sich, wenn zwei Faktoren zusammenwirken, z. B. arbeitsbedingter und sozialer Stress. Forscher der University of Philadelphia werteten Daten einer Studie mit dem Titel »Women’s Health Initiative Observational Study« aus. Danach ergab sich für Probandinnen mit stark belastenden Lebensereignissen im Vergleich zu Frauen mit geringen Belastungen ein um zwölf Prozent erhöhtes Risiko, eine koronare Herzkrankheit zu entwickeln. Wer sich häufig ängstlich oder gestresst fühlt, sollte daher nicht zögern, den Stress abzubauen, Ausgleich zu schaffen oder sich Hilfe zu holen.

SPIELETIPP

Kopfsalat mit Herz, das Kartenspiel Stephanie Gerharz

Ein Spiel für alle, das unterhaltsam Stimme und Kommunikation trainiert, die Sinne für eine achtsame Wahrnehmung und eine bessere Konzentration schärft und dabei noch Freude macht.

29,99 Euro | Kopfsalat mit Herz UG

Nahrung für die Nerven

Durch eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung, die reich an antioxidativ wirksamen Vitaminen und Mineralstoffen ist, können wir die grauen Zellen unterstützen und schützen. Besonders wichtig in diesem Zusammenhang sind Vitamine der B-Gruppe. Die Vitamine B1, B2, B6, B12, Folsäure, Biotin und Niacin tragen zur Funktion des Nervensystems bei und unterstützen die Konzentrationsfähigkeit, das Lernvermögen und die Gedächtnisleistung. Ein Mangel an Vitamin B6 äußert sich z. B. in depressiver Stimmung, Müdigkeit und Krämpfen. Gute B6-Quellen sind Vollkornprodukte, Kohl, grüne Bohnen, Linsen sowie Weizenkeime. Auch Vitamin C ist ein wichtiger Faktor bei der Reifung von Nervenzellen. Weitere relevante Zellschutz-Vitamine sind A, D und E.

Bei den Spurenelementen sind Eisen, Zink, Selen und Kupfer hervorzuheben. Das Spurenelement Selen, das z. B. in Kohlund Zwiebelgemüse, Pilzen, Hülsenfrüchten und Paranüssen vorkommt, ist lebenswichtig für das Gehirn.

Der Stoff Phosphatidylserin gehört zur Gruppe der Phospholipide, also speziellen Fetten, die den Zellen in unserem Körper helfen, ihre Struktur zu behalten. Phosphatidylserin befindet sich zum größten Teil in Zellmembranen im Gehirn und im zentralen Nervensystem und spielt eine Rolle im Informationsaustausch zwischen den Zellen. Der Stoff wird heute im frühen Stadium bei Alzheimer angewendet, um die Symptome zu verbessern. Vegane Quellen sind z. B. Soja, vor allem Sojalecithin, und weiße Bohnen. Überhaupt tun Omega-3-reiche Fette und Öle unseren grauen Zellen gut, z. B. aus Wal- und Hanfnüssen oder Leinsaat. Außerdem schmecken unserem Gehirn Eiweiß aus Hülsenfrüchten und komplexe Kohlenhydrate aus Vollkornprodukten, Hirse, Haferflocken oder Quinoa. Studentenfutter, also Nüsse und Trockenfrüchte, gilt als gute Nervennahrung. Doch warum eigentlich? Interessanterweise hat der Name der berühmten Nuss-Fruchtmischung eigentlich gar nichts mit der Denkleistung der Studenten zu tun. Als die Knabberei im 17. Jahrhundert aufkam, konnte sich nur die Oberschicht der Gesellschaft den teuren Genuss gönnen. Zu dieser gehörten auch Studenten, die oft aus vermögenden Familien stammten. Sie sollen die Nuss-Mischung als Stärkung gegessen haben. Wahrscheinlich mit Erfolg, denn der im getrockneten Obst konzentrierte Zucker kann direkt im Gehirn in Energie umgewandelt werden. Zudem stecken auch im Trockenobst noch Vitamine und Mineralstoffe und die Nüsse versorgen die grauen Zellen mit Omega-3-Fettsäuren und Eiweiß.

Spielend zu mehr Gesundheit

Doch wenn es um den Kopf geht, ist eine gesunde, vollwertige und abwechslungsreiche Ernährung nicht alles. In unserem Alltag streben wir stets nach Erklärungen und Lösungen, auf jede Frage muss es die richtige Antwort geben. »Äußere Umstände, Vorschriften und Gebote begleiten uns und engen die Fantasie und das freie Denken ein, das Fühlen tritt in den Hintergrund, das möchte ich gern ändern!«, sagt die Coachin und Kinderbuchautorin Stephanie Gerharz. Aus ihrer Arbeit als Coachin hat die Kölnerin im Eigenverlag das Kartenset » Kopfsalat mit Herz« entwickelt, ein Spiel zur Förderung von Achtsamkeit und Herzqualitäten. »Kinder entwickeln im Spiel ihre Identität und ihre Persönlichkeit weiter und auch Erwachsene können ihr sprachliches und soziales Potenzial spielend erweitern. Doch unsere Erziehung ist oft kognitiv geprägt und die emotionale Intelligenz, also die Fähigkeit, eigene und fremde Gefühle wahrzunehmen, zu verstehen und zu beeinflussen, kommt zu kurz. Die Stimme unseres Herzens wird überhört«, erklärt die Erfinderin des aktiven Kartenspiels, bei dem es keine Verlierer gibt. »Es hört sich komisch an, aber unser Herz hat einen Verstand. Es kann unabhängig vom Kopfverstand arbeiten und Signale aussenden.« Arbeitet der Verstand mit dem Herzen zusammen, fühlen wir uns in Harmonie, denn in diesem Moment entstünde ein sogenannter kohärenter Zustand, der Herzkohärenz genannt wird. Herzkohärenz (lateinisch.: cohaerere = zusammenhängen) ist die medizinische Beschreibung einer optimalen Synchronisierung der Rhythmen von Herzschlag, Atmung und Blutdruck. »In der Herzkohärenz fühlen wir uns nicht nur gut, auch die Heilkräfte des Körpers werden angeregt«, so Gerharz. »Einfache Atemübungen sind übrigens der erste Schritt, um auf das Herz zu hören und zur Ruhe zu kommen.« Und unser Herz besitzt tatsächlich ein eigenständiges neuronales System. Dieses steht mit dem Gehirn in Verbindung und wird auch »Herzgehirn« genannt. Auch seine Funktion als Sinnesorgan wird diskutiert, da es gleichermaßen über Rezeptoren verfügt. Ist das beherzte Spiel also der Weg zum Glück?

SPIELEND ERWEITERN WIR UNSER POTENZIAL

Wie viel Glück brauchen wir?

Glücksgefühle bestehen aus einem Cocktail aus Nervenbotenstoffen im Hirn. Einer der wichtigsten davon ist das Dopamin. »Tatsächlich lässt Glück sich nicht lange festhalten«, erklärt Dr. Leon Windscheid. »Wir gewöhnen uns ganz schnell an das Neue. Dann lechzen wir nach dem nächsten Kick, um uns wieder glücklich zu fühlen. Um jeden Preis glücklich sein zu wollen kann bedeuten, sich dadurch selbst ins Unglück zu stürzen, weil es immer mehr braucht, um Glücksgefühle zu empfinden. Und dieses Streben bedroht uns nicht nur als Einzelperson, sondern zerstört auch unseren Planeten.« Als Alternative möchte Dr. Windscheid uns lieber ein tieferes, anhaltendes und ruhigeres Gefühl ans Herz legen, jenseits der kurzen Euphorie. Nämlich die Zufriedenheit. »Im Gegensatz zum Glück definiert sich die Zufriedenheit nicht über ein extremes Gefühlshoch, sondern über einen Zustand innerer Ruhe, in dem wir nichts vermissen«, so der Psychologe. »Nur rund die Hälfte unserer Zufriedenheit wird von Genen und Lebensumständen beeinflusst, die andere Hälfte haben wir selbst in der Hand. Das ist die wichtigste Einsicht aus über vier Jahrzehnten Wissenschaft rund um die Zufriedenheit.«

Das Glück im Kleinen genießen

Glück kann man aber auch in kleinen Dingen finden: in der letzten Rosenblüte, in der Beobachtung der Vögel, die sich für den Flug gen Süden sammeln, oder im geselligen Abend mit Freunden, der jetzt wieder möglich ist. Übrigens, auch ein vorübergehender Verzicht kann für Glücksgefühle sorgen: Wie köstlich ist z. B. eine liebevoll zubereitete, in Ruhe genossene Suppe nach einer Fastenzeit. Wie angenehm eine duftende Tasse Tee nach einer langen Wanderung durch den kühlen Herbstwald? Machen Sie es doch wie die Vögel: Picken Sie die kleinen Freuden auf, Stück für Stück, zum großen Glück.