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Kosmetik-Liste: Kosmetikdeklaration: Was hinter den Namen steckt


ÖKO-TEST Kosmetikliste - epaper ⋅ Ausgabe 5/2010 vom 14.05.2010

Die Deklaration der Inhaltsstoffe von Kosmetika erfolgt nach dem sogenannten INCI-System. In unserer Kosmetik-Liste entschlüsseln wir die Bezeichnungen.


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Die Abkürzung INCI steht für International Nomenclature of Cosmetic Ingredients. Die Bezeichnungen sind international, damit ist die INCI das grundlegende System für die einheitliche Zusammenstellung von ...

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Die Abkürzung INCI steht für International Nomenclature of Cosmetic Ingredients. Die Bezeichnungen sind international, damit ist die INCI das grundlegende System für die einheitliche Zusammenstellung von Fachbezeichnungen für Kosmetikinhaltsstoffe.

Allerdings ist es noch gar nicht so lange her, dass die Inhaltsstoffe mit diesen Namen angegeben werden müssen. Erst 1997 trat die EU-Richtlinie in Kraft, die eine entsprechende Aufl istung vorschreibt. Nach der INCI müssen alle Inhaltsstoffe so aufgeführt werden, dass die Substanz mit dem größen Anteil am Anfang steht und die anderen entsprechend ihrem prozentualen Anteil folgen. Bestandteile, die weniger als ein Prozent des Produktes ausmachen, können ungeordnet am Ende genannt werden.

Die Bezeichnungen sind eine Mischung aus chemischen Fachausdrücken in englischer Sprache und lateinischen Pfl anzennamen. So wird beispielsweise Zitronensäure als Citric acid, Birkenextrakt aber als Betula alba deklariert. Farbstoffe werden nur unter einer Nummer, der sogenannten Color-Index-Nummer (CI) aufgeführt.

Gerade bezüglich der Farb-stoffe lassen die Deklarationsvorschriften große Ungenauigkeiten zu. Wird ein Kosmetikprodukt in einer ganzen Farbpalette angeboten – beispielsweise ein Lippenstift in 15 verschiedenen Farben – dann dürfen auf der Verpackung alle Farbstoffe genannt werden, die in der gesamten Palette vorkommen. Vor die Aufzählung der Farbstoffe wird einfach ein Pluszeichen und ein Minuszeichen gesetzt, was so viel heißt wie: kann drin sein, muss aber nicht. Welche Farbstoffe genau in einem Lippenstift stecken, lässt sich so natürlich nicht nachvollziehen.

Noch schlimmer sieht es bei der Deklaration der Duftstoffe aus. Sind Duftstoffe enthalten, brauchen die Hersteller auf der Verpackung lediglich das Wort „Parfüm“ oder „Aroma“ zu nennen, obwohl theoretisch Hunderte verschiedene Substanzen dahinterstecken können. Seit Herbst 2005 müssen immerhin 26 Duftstoffe auf der Verpackung genannt werden. Allerdings auch nur, wenn bestimmte Konzentrationen überschritten werden. In Produkten, die auf der Haut bleiben, müssen die Stoffe deklariert werden, wenn mehr als 10 mg/kg enthalten sind; in Produkten, die wieder abgewaschen werden, wenn mehr als 100 mg/kg enthalten sind.

Aus welchen Stoffen ein Kosmetikprodukt besteht, muss zwar auf der Verpackung deklariert werden, doch beim Parfüm gibt es große Ausnahmen.


Foto: ccvision.de