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Kraft am Werk


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electric wow - epaper ⋅ Ausgabe 3/2021 vom 08.10.2021

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B

ei einem Vergleichstest ist die Suche nach der richtigen Location für das Fotoshooting oft schwierig. Schließlich soll nicht nur das Ambiente passen, sondern im Idealfall auch eine Verbindung zu den Autos bestehen. Was lag da näher, als mit den E-Autos an einen jener Orte zu fahren, wo der Strom erzeugt wird! Schnell war klar, das Donaukraftwerk Freudenau würde den perfekten Rahmen bieten. Das grüne Licht seitens des Verbund kam prompt, mit Herbert Wagner bekamen wir einen profunden Kenner der Materie zur Seite gestellt, der neben ein paar Anekdoten auch die Eckdaten des Kraftwerks parat hatte. 120.000 kWh produziert das Kraftwerk Freudenau in 60 Minuten. Womit man jede Stunde 1.714 E-Autos mit einem 70-kWh-Akku laden könnte. Zugegeben, ein nicht wirklich aussagekräftiger Vergleich, dennoch nicht minder beeindruckend.

Ford Mustang Mach-E

Top-Fahrleistungen, großer Frunk

...

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+ abschaltbare Adaptiv-Funktion des Tempomaten

– kleiner Kofferraum, höchster Verbrauch

Optische Täuschung bei Ioniq 5 und Mustang Mach-E

Apropos beeindruckend, das sind auch die vier Testautos, die auf manchem Foto deutlich kleiner wirken, als sie in der Realität sind. Das gilt ganz besonders für den Hyundai Ioniq 5, der optisch wie ein Kompaktwagen wirkt, im Gruppenbild aber deutlich macht, dass er mit einer Länge von 4,65 Metern nur einen Zentimeter kürzer ist als etwa der Škoda Enyaq. Größtes Fahrzeug im Vergleich ist das Tesla Model Y, das mit 4,75 Metern auch das Model 3 um sechs Zentimeter übertrifft. Mit 4,71 Metern reiht sich der Ford Mustang Mach-E in der Mitte der beiden Extreme ein. Beim Mustang ist es übrigens umgekehrt wie beim Ioniq 5, der schaut in natura gegenüber den anderen sogar etwas schmächtig aus, was auch an den kleinsten und schmälsten Rädern im Vergleich liegen könnte. Was die Optik betrifft, so liegen Hyundai und Tesla wohl am weitesten voneinander entfernt. Der Ioniq 5 wirkt, als wäre er eine Studie und soeben vom Messestand der IAA gestohlen worden, abgesehen von den Radläufen sucht man Rundungen hier vergebens. Das Model Y ist indes rundgelutscht wie ein Bonbon, was besser gefällt, bleibt Geschmacksache. Der Elektro- Mustang trägt ein paar Zitate des Sportwagens – etwa die Rücklichter – und versucht, die Sportgene in den SUV-Style zu übertragen. Am bravsten – und damit wohl voll Mainstream-tauglich – der Auftritt des Škoda. Der Kühlergrill erinnert entfernt an BMW, freilich noch vor der Zeit der riesigen Nieren im Hochformat.

“Das Kraftwerk Freudenau könnte theoretisch jede Stunde 1.714 E-Autos mit 70- kWh-Akku laden.“

Innenraum: Von extrem reduziert bis üppig ausstaffiert

Nicht minder groß die Unterschiede der Innenräume. Aufs Extremste reduziert zeigt sich wie auch bereits das Model 3 der Y von Tesla. Mit ganz wenigen Ausnahmen wurde so gut wie alles in den riesigen Screen gepackt, selbst der Tacho ist am oberen linken Zipfel dort integriert. Ergonomisch nicht ganz ideal, stört aber fast mehr, dass das aktuell noch in China gebaute – in der Gigafactory in Berlin sollen noch Ende 2021 erste Autos vom Band laufen – Model Y das einzige Auto im Vergleich ist, bei dem es kein Head-up-Display gibt. Für eine Firma mit dem bekannt hohen Technologie-Anspruch fast ein No-Go. Aber auch die Pluspunkte sind deutlich: Auf einen Startknopf wurde verzichtet, drückt man die Bremse, erwacht das Auto zum Leben, das kann übrigens auch der Škoda. Zwei Handys lassen sich auf weicher Ablage parallel drahtlos laden und auf Apple CarPlay oder Android Auto kann getrost verzichtet werden, da man hier standardmäßig mit Google Maps navigiert. Und da kann kein Einbaunavi – egal von welchem Hersteller – in Sachen Kartenmaterial und Echtzeit-Verkehrsanzeige auch nur annähernd mithalten.

Krasses Gegenteil in Sachen Interieur ist der Škoda Enyaq. Bis auf das kleine Armaturendisplay hinterm Lenkrad könnte man meinen, hier in einem Kodiaq zu sitzen. Im Gegensatz zum VW ID.4 wurden Spielereien auf Kosten der Ergonomie weggelassen, danke nach Mladá Boleslav dafür. Echte Tasten statt Touchflächen am Lenkrad und ein aus anderen Modellen bekanntes Infotainment-Display, ergonomisch gibt es hier nichts zu kritisieren. Bei der Optik und der Materialwahl hat der Tscheche hier ebenfalls die Nase vorn, in Verbindung mit dem braunen Leder wirkt der Enyaq hier eindeutig am luxuriösesten. Beim Ford wird schnell klar, dass sich die Designer und Ingenieure hier ein ganz klares Vorbild auserkoren haben, nämlich Tesla. Der Touchscreen in der Mitte ist fast erschreckend riesig. Auflösung und Bedienung sind O. K., die unzähligen Menüs aber mitunter ziemlich verschachtelt und unlogisch aufgeteilt. Dass man dem Mustang Mach-E ein zusätzliches kleines Display hinterm Lenkrad gegönnt hat, sei positiv erwähnt, wenngleich man etwa den Bordcomputer hier leider nicht ablesen kann.

Hyundai IONIQ 5

+ ultraschnelles Laden mit 232 kW

+ großzügiges Raumangebot für die Passagiere

– nervöser Spurhalteassistent, kein Heckscheibenwischer

\

Bleibt noch der Ioniq 5. Der spart sich die Superlative bei der Größe des Displays und setzt lieber auf deren zwei, einen statt der Armaturen und einen für Navi und sonstige Bedienung. Was die Menüs betrifft, wird es auch hier schon etwas unübersichtlich, hier wurde versucht, zu viele Einstellmöglichkeiten und Ansichten unter einen Hut zu bringen. Aber nach einigem Herumdrücken gewöhnt man sich auch daran. Woran man sich nicht gewöhnen will, sind die teils wirklich giftigen und bevormundenden Spurhalteassistenten, besonders bei Škoda und Hyundai, die eine normale Fahrweise schlicht unmöglich machen. Zwar kann man die unerwünschten Helferlein deaktivieren, muss das bei Enyaq und Ioniq 5 aber vor jedem Fahrtantritt erneut tun. Und da nervt es gewaltig, dass man die Funktion in den Tiefen der Touchscreen-Menüs versteckt hat …

Tesla hat den größten Stauraum

In der ersten Reihe sitzt man überall ordentlich und hat auch genügend Platz, das gilt ebenso für den Fond der Elektro-SUV. Die Bein-wie auch die Kopffreiheit sind überall durchaus ordentlich. Die Spreu vom Weizen beginnt sich erst bei den Kofferräumen voneinander zu

trennen und das überraschend deutlich. Klarer Sieger beim Platzangebot ist das Tesla Model Y. Ja, das Auto ist eine Spur länger als die drei anderen, das ist aber nicht die einzige Erklärung für den doch großen Unterschied. Satte 854 Liter schluckt das Gepäckabteil des Tesla, klappt man die Rücksitzlehnen um, schafft er gar 2.041 Liter. Allerdings ist bei den Werten nicht ganz klar, nach welchem Messverfahren sie ermittelt wurden, auch im Internet gehen die Angaben auseinander. Fix ist, während sich bei den drei anderen E-Autos unter dem Laderaum-

Škoda Enyaq

+ komfortables Fahrwerk, hochwertiges Cockpit

+ gutes Platzangebot, günstiger Einstiegspreis

– kein vorderer Kofferraum, nur 125 kW Ladeleistung

“Mit einem Stauraum von 854 bis 2.158 Litern hat das Tesla Model Y die Nase ganz klar vor den anderen.“

boden bestenfalls Ladekabel oder kleinere Dinge unterbringen lassen, gibt’s im Tesla ein großes und sehr tiefes Fach. Besonders blass sieht im Vergleich der Mustang aus, nur 402 bis 1.420 Liter finden unter dem stark abfallenden Heck Platz, dafür immerhin weitere 100 Liter im Frunk. Der Hyundai schafft 531 bis 1.591 Liter und zusätzlich 57 Liter vorn, der Enyaq zwar 585 bis 1.710 Liter, dafür hat er gar keine Staumöglichkeit unter der Fronthaube, da müssen die eigentlich in vielen Dingen simply cleveren Ingenieure nachsitzen.

Tesla und Hyundai am sparsamsten

Höchste Zeit, in unsere 50 Kilometer lange Testrunde zu starten, die alle E-Autos in den letzten Jahren absolviert haben. Bei ziemlich idealen Witterungsbedingungen – 26 Grad und Sonnenschein – starten wir mit allen vier Autos inklusive Fahrerwechsel auf der Strecke über Autobahn, Landstraßen und Stadt, jeweils unterwegs mit der maximal erlaubten Geschwindigkeit laut Tacho. Da noch nicht alle Varianten der teils brandneuen Autos verfügbar waren, hatten wir zwei Modelle mit Allradantrieb – Tesla und Ford – sowie zwei mit Hinterradantrieb, Škoda und Hyundai. Dass sich am Ende der Runde mit dem allradgetriebenen Model Y und dem Ioniq 5 zwei Autos mit unterschiedlichem Antriebskonzept Platz eins teilten, spricht für die offenbar noch eine Spur bessere Effizienz des Tesla. Beide Autos kamen mit einem Durchschnittsverbrauch von 12,8 kWh ins Ziel, gefolgt vom Škoda Enyaq mit 14,5 und dem Mustang Mach-E mit 16,0 kWh. Allerdings zeigt der Ford nur ganze Zahlen an, die Kommastelle bleibt immer auf Null. Bitte diesen Unsinn beim nächsten Update abstellen, liebe Fordianer. Die Testwerte liegen sogar unter den jeweiligen WLTP-Angaben, dort sind aber auch Ladeverluste berücksichtigt, unser Testverbrauch bezieht sich rein aufs Fahren.

Ähnliche Testreichweiten um die 500 Kilometer

Und was bedeutet das umgelegt auf die jeweiligen Reichweiten? Nun, Tesla hüllt sich bei der Batteriekapazität in

Tesla Model Y

+ unglaubliches Platzangebot, fabelhafte Beschleunigung

+ schnelles DC-Laden, bestes öffentliches Ladenetz

– hartes Fahrwerk, Schwächen bei der Bedienung

Schweigen, man kann aber davon ausgehen, dass rund 70 kWh nutzbar sind. Das wäre umgelegt auf den Verbrauch eine Reichweite von satten 546 Kilometern, wohlgemerkt bei idealen Bedingungen. 20 Kilometer weiter käme der Ioniq 5 mit einem nutzbaren Akku von 72,6 kWh, 531 Kilometer wären es beim Škoda Enyaq mit einer Netto- Akkugröße von 77 kWh. Der Mustang Mach-E hatte zwar den höchsten Testverbrauch, aber eben auch den größten Akku, seine Reichweite liegt hochgerechnet bei knapp 550 Kilometern, womit sich alle vier reichweitentechnisch nichts schuldig bleiben. Mit dem Ford waren wir übrigens bei der IAA in München und sind trotz hohem Autobahnanteil und Tempo 130 km/h auf eine Reichweite von 420 Kilometern gekommen, die Strecke wäre sich somit ohne Nachladen ausgegangen. Wir haben die Pause dennoch genutzt und mit knapp 150 kW den Stromspeicher wieder nachgefüllt.

Ioniq 5 lässt die anderen beim Laden alt aussehen

Apropos Laden, bei den möglichen Geschwindigkeiten unterscheidet sich das Quartett wieder ziemlich deutlich. Unangefochtener Spitzenreiter ist der Hyundai Ioniq 5, der es auf eine Gleichstrom-Ladeleistung von maximal 232 kW bringt. Damit ist die Ladung von zehn bis 80 Prozent Akkustand in sagenhaften 17 Minuten erledigt, womit wohl auch die Argumente des letzten Zweiflers verstummen würden. Würden deshalb, da es kaum Schnelllader mit einer solchen Leistung gibt. Einer steht am Verteilerkreis in Wien Favoriten, dort haben wir von 20 auf 80 Prozent Ladestand in nur 16 Minuten erreicht.

Das Model Y von Tesla ist mit maximal 210 kW das zweitschnellste Auto im Vergleich, auch hier sind aber spezielle V3-Supercharger vorausgesetzt, die erst nach und nach ausgerollt werden. Nach 29 Minuten ist das Model Y auf 80 Prozent geladen. Der Ford Mustang Mach-E schafft wie erwähnt 150 kW, hier dauert’s somit 43 Minuten bis 80 Prozent bei 88 kWh nutzbarer Batteriekapazität. Langsamster Lader im Vergleich ist der Škoda Enyaq mit 125 kW, die 80 Prozent des netto 77 kWh großen Akkus sind hier nach 38 Minuten erreicht. Die Praxis zeigt aber, dass auch solche Schnellladestationen noch nicht überall Standard sind, somit gilt es, sich vorab zu informieren, wo man sinnvollerweise seine Pausen macht. An der Wechselstrom-Wallbox schaffen übrigens alle vier Fahrzeuge dreiphasig elf kW, womit die Stromspeicher in der Regel über Nacht gefüllt werden können.

Tesla und Ford: Hart und schnell

Unterschiede gibt’s nicht nur bei der Ladegeschwindigkeit, sondern auch bei der Abstimmung der Elektro-SUV. So bleibt beim Mustang Mach-E der Komfort leider etwas auf der Strecke, die Fahrwerkabstimmung ist zu hart und stoßig geraten für ein Fahrzeug dieser Kategorie. Ähnlich unbarmherzig geht auch das Tesla Model Y mit seinen Passagieren um, beiden Autos sei dafür zugute gehalten, dass sie sich dafür deutlich sportlicher bewegen lassen als der Ioniq 5 und vor allem der Enyaq, der dafür um einiges angenehmer abrollt. Bei den Beschleunigungswerten geht das Rennen an den Tesla, in nur 5,0 Sekunden beschleunigt das Standardmodell auf 100 km/h, erst bei 217 km/h ist dann Schluss mit dem Vortrieb. Nicht viel langsamer ist der Mustang Mach-E, 5,8 Sekunden dauert der Standardsprint hier, abgeregelt wird bei 180 km/h. 7,4 Sekunden und 185 km/h gibt Hyundai für den Ioniq 5 an, mit 8,6 Sekunden und 160 km/h hat der Škoda im Vergleich klar das Nachsehen. Der mit mehr Motor-Power versehene Allrad-Enyaq schafft übrigens 6,9 Sekunden, der ebenfalls stärkere Ioniq 5 Allrad mischt mit 5,2 Sekunden sogar bei Tesla und Ford mit.

Auch preislich auf ähnlichem Niveau

Last but not least werfen wir noch einen Blick in die Preislisten. 48.110 Euro (40.092 netto) kostet der Škoda Enyaq iV80 mit Heckantrieb, der Aufpreis von lediglich 2.220 (1.850 netto) Euro für mehr Leistung und Allrad ist eine klare Empfehlung. Bei 48.990 Euro (40.825 netto) startet der Ioniq mit der größeren Batterie in Grundausstattung, 3.000 Euro (2.500 netto) mehr kostet die mittlere Plus-Line-Ausstattung, weitere 3.000 (2.500 netto) der Allradantrieb mit zwei E-Motoren. Mit 48.900 Euro (40.750 netto) und ähnlich großer Batterie liegt auch der Ford Mustang Mach-E auf Augenhöhe mit Škoda und Hyundai, mit Allradantrieb und besserer Ausstattung kommt man auf exakt 55.000 Euro (45.833 netto). Mit 57.490 Euro (47.908 netto) ist das Tesla Model Y zwar am teuersten, bringt aber nicht nur den Allradantrieb, sondern eine umfangreiche Serienausstattung mit, Extras gibt es bis auf das teure und Paket zum autonomen Fahren für 7.500 Euro (6.250 netto) abgesehen von Farbe, Felgen sowie dem weißen Innenraum keine. Gerade beim Škoda sollte man sich vom niedrigen Grundpreis nicht täuschen lassen, beim Gustieren im Konfigurator landet man auch hier schnell bei den Preisen der anderen drei Autos. •

Das Resümee

Am Ende bleibt es also auch eine Geschmackfrage, für welchen der vier E-SUV man sich entscheidet, bei Reichweite und Preis bleibt sich das Quartett wenig schuldig. Der Škoda Enyaq iV präsentiert sich als perfekter Allrounder, der vor allem mit viel Komfort und einem großen Kofferraum zu überzeugen weiß. Beim Tesla Model Y bekommt man so etwas wie ein Smartphone auf Rädern, das mit dem besten Ladenetz, tollen Beschleunigungswerten und tollem Platzangebot gefällt. Abstriche gibt’s für das harte Fahrwerk und die nicht ganz so ergonomische Bedienung, alles in den Touchscreen zu packen, ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Der Hyundai Ioniq 5 verschafft optisch den Auftritt wie von einem anderen Stern, der luftige Innenraum bietet viel Platz und Komfort, das schräg abfallende Heck kostet indes etwas Platz im Kofferraum. Die Bedienung erfolgt hier eher klassisch, die Menüs sind teils etwas überfrachtet. Last but not least der Ford Mustang Mach-E. Ob die Idee, just einen Sportwagen als Vorbild für ein Elektro-SUV zu nehmen, die beste war, sei dahingestellt. Die schnittige Linienführung wirkt sich deutlich auf den Stauraum aus, der Kofferraum ist der mit Abstand kleinste im Vergleich. Der riesige Touchscreen soll wohl auch Tesla-Jünger überzeugen, in Sachen Beschleunigung steht er dem Y ebenfalls kaum nach, das gilt auch für das (zu) harte Fahrwerk.