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Kreative Blütenmandalas


Happy Way - epaper ⋅ Ausgabe 5/2018 vom 09.08.2018

Nie war es einfacher, eine Künstlerin zu sein! Denn alle Blüten, Blätter und Früchte, die Du jetzt im Garten oder im Park sammeln kannst, sind die Grundlage für diese fantastischen und farbenfrohen Natur-Mandalas


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Bildquelle: Happy Way, Ausgabe 5/2018

Filigrane Kunstwerke sind es, die die Natur uns hier schenkt. Ein Windstoß, ein Regenschauer, dahin ist ihr vergänglicher Zauber. Und doch bilden diese Naturbilder aus luftigleichten Blüten und Blättern für ein paar kostbare Momente eine harmonische Einheit. Denn das ist nicht irgendwie hingelegtes Laub! Kreisförmig und symmetrisch angeordnet, bilden die Schätze aus der Natur Mandalas. Was das ...

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... ist, das weiß heute jeder. Interessant aber: Das Wort Mandala stammt aus dem Sanskrit und bedeutet Kreis. Im Buddhismus und Hinduismus weist ein Mandala auf den Kreislauf von Geburt, Leben, Tod und Wiedergeburt hin. Im Buddhismus werden gemalte Mandalas (und auch dort gibt es Blütenmandalas) zur Meditation eingesetzt. Sie führen den Betrachter (und den, der ein Blütenmandala legt) auf den Weg zur eigenen Mitte. Und die Kreisform der Mandalas findet sich auch in der Natur wieder: Im Großen in den Planeten, in Erde, Sonne und Mond – und im Kleinen in der perfekten Symmetrie einer Blüte oder in der Rundung einer Frucht.

Strahlendes Gelb der Sonenblumen und sattes Lila des Lavendels

So spirituell muss man es aber gar nicht sehen. Das Legen eines Blütenmandalas hilft ganz handfest, für ein Stündchen (oder länger oder kürzer, wie es für Dich passt) aus dem Alltag auszusteigen und einmal nur etwas im Hier und Jetzt zu tun. Denn nie war es einfacher, eine Künstlerin zu sein: Die Natur bietet jetzt im Hochsommer die wundervollsten Materialien – in allen Farben. Blütenblätter von Sonnenblumen oder der Schwarzäugigen Susanne liefern strahlendes Gelb, die von Gladiolen oder Rosen knackiges Pink und Rot. Lavendel sorgt für den Lilaton. Und vielleicht verstecken sich ja auch noch die blauen Blüten der Kornblume im hohen Gras oder Getreidefeld?
Blüten, ergänzt von Blättern in allen Grünschattierungen, sind die Grundlage für Dein persönliches Naturmandala. Wähle nach Deiner Laune und Intuition aus! Du kannst Dein Mandala auch mit Steinchen, Gräsern oder Früchten ergänzen. Ab Mitte September sind zum Beispiel die ersten Hagebutten reif. Und dann plumpsen auch schon die Kastanien von Baum. Dieses Sammeln des Materials ist der erste achtsame Schritt zur Gestaltung eines Blütenmandalas.

Und plötzlich spürst Du den Flow und kommst in Deiner Mitte an

Dann das Legen. Beginnend in der Mitte breitet sich das Bild kreisförmig nach außen aus. Achtsam kombinierst Du Farben, Strukturen und Materialien. Intuitiv entsteht das Mandala – aus Deiner Mitte heraus, oder Dich in Deine Mitte führend, ganz wie Du gerade möchtest oder es für Dich brauchst. Wie selbstverständlich beruhigen sich Deine Gedanken. Du kommst zur Ruhe. Idealerweise findest Du dabei in den Zustand des berühmten „Flow“, den Zustand des kreativen Fließens in völliger Harmonie. Zeit und Raum vergessend. Das ist Deine kleine Meditation! Vielleicht spürst Du das Verbundensein mit der Natur und mit ihren Früchten, mit ihrer Fülle und ihrem Überfluss gerade jetzt zur Erntezeit.
Wahrscheinlich spiegelt Dein Mandala Deine innere Seelenlage. Gedeckte Braun-, Beige- und Grüntöne aus Stöckchen, Steinen und großen, saftigen Blättern, wenn Du Dich mehr nach Ruhe und Entspannung sehnst vielleicht. Oder ein farbenfrohes Naturmandala mit federleichten bunten Blütenblättern, wenn Dir der Sinn nach Spaß und Leichtigkeit steht. Eines ist klar: Dein Mandala ist so einzigartig wie Du selbst.

Es gibt immer wieder eine neue Geburt, eine Auferstehung

Und eine große Lektion fürs Leben hat das Legen von Naturmandalas auch im Gepäck: Das Kunstwerk für immer festzuhalten und zu konservieren, das geht leider nicht. Ein Blütenmandala ist vergänglich. So vergänglich wie das Leben, wie am Ende auch wir selbst. Aber genau darin liegt der Reiz: Indem wir es zurücklassen in der Natur und zulassen, dass es vom Wind verweht, vom Regen weggeschwemmt wird, machen wir uns frei von jeglicher Anhaftung. In der buddhistischen Tradition werden die prachtvollen, meditativ gelegten Blütenmandalas am Ende einer Zeremonie sogar wieder bewusst aufgelöst. Und auch die üppigen Blumenteppiche, die man bei uns in einigen Regionen an Fronleichnam anfertigt, sind vergänglich. Die Blumen und Blätter welken, Niederschlag und Wind tragen die Schönheit davon und lösen sie auf. So wird in vielen Traditionen und Religionen an die wahre Natur der Dinge erinnert: Alle Form entsteht, verändert sich und vergeht – so auch wir. Tröstlich: Und doch wird es auch immer eine neue Blüte, eine neue Blume und eine neue Frucht geben. Eine Auferstehung, eine Wiedergeburt.

So geht's

Das Material für Dein Naturmandala sammelst Du bei einem achtsamen Spaziergang durch einen Park, Wald oder Garten. Auch auf Feldern kannst Du fündig werden. Intuitiv stellst Du zusammen, was gerade jetzt für Dich stimmig ist: Vielleicht zieht es Dich zu einem üppigen Rosenbeet in seiner pinkfarbenen Pracht. Vielleicht ist Dir mehr nach Wildgräsern, Zapfen und Steinchen. Als Untergrund für Dein Mandala eignet sich so ziemlich alles: heller Sand, Holzplanken der Veranda, ein Stück Asphalt an einem Fußgängerweg. Beginne dann, Deine gesammelten Schätze von innen nach außen kreisförmig zu legen. Stück für Stück entsteht so Dein Mandala, das am Ende wie eine große Blüte aussieht.