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KREATIVITÄT GEGEN DIE KRITIKER


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DrumHeads - epaper ⋅ Ausgabe 6/2022 vom 12.10.2022

Dan Searle / Architects

Wenn es in der Karriere der 2004 gegründeten britischen Metalband einen Wendepunkt gab, dann den Tod ihres Mitbegründers und Gitarristen Tom Searle, der 2016 mit nur 28 Jahren dem Hautkrebs erlag. Sein Zwillingsbruder Dan, von Beginn an als Drummer dabei, trat daraufhin als Songwriter und Produzent in seine Fußstapfen. Statt dass die Band über den Verlust zerbrochen wäre, gingen Dan und seine Bandkollegen weiter auf Tour und verliehen ihrer Trauer auf dem zwei Jahre später erschienenen Album „Holy Hell“ Ausdruck. Zugleich kamen sie damit auf dem bisherigen Höhepunkt ihrer Popularität an. In den letzten Jahren haben Dan und die Architects einige künstlerische Veränderungen gewagt. Das letzte Album „For Those That Wish To Exist“ (2021) stieß unter Fans der ersten Stunde teils auf Ablehnung, erreichte dafür aber mehr Hörer aus dem Mainstream. Über die Arbeit als produzierender ...

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Bildquelle: DrumHeads, Ausgabe 6/2022

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... Drummer, kreative Selbstentfaltung, die Sozialen Medien und warum die Neuausrichtung alles andere als ein „Ausverkauf“ ist, sprachen wir mit Dan im Interview.

Angesichts der Tatsache, dass die beiden Alben aus einem fast ununterbrochenen Schreibprozess entstanden, könnte man erwarten, dass sie sich ähnlich sind. Habt ihr trotzdem versucht, für das neue Album einen etwas anderen Stil zu entwickeln?

Es ist natürlich kein so großer Sprung wie zwischen „Holy Hell“ und „For Those That Wish To Exist“. Der erschien uns damals sogar schon etwas überfällig. Zwischen „For Those That Wish To Exist“ und „The Classic Symptoms…” hat sich der Sound etwas weg vom Orchestralen und hin zum Elektronischen bewegt. Abgesehen davon gab es keine große Veränderung. Ich hatte beim letzten Album den Eindruck, dass wir mit der ziemlich radikalen Weiterentwicklung gut davongekommen sind – kommerziell betrachtet. Viele Leute glauben, dass Bands die Tendenz haben, im Lauf der Zeit von heavy zu melodisch zu wandern und dabei unauthentisch zu werden, es „nur für das Geld“ zu tun. Das ist bei uns nicht der Fall und die Leute können mir das glauben oder nicht – das ist mir egal (zuckt mit den Schultern). Die radikale Veränderung hin zum letzten Album kam daher, dass wir endlich die Musik geschrieben haben, zu der wir uns schon eine ganze Zeit lang zugeneigt hatten. Um ehrlich zu sein, war es richtig nervenaufreibend! Mit den zwei vorherigen Alben „All Our Gods Have Abandoned Us“ und „Holy Hell“ hatten wir großen Erfolg gehabt, einen Status erreicht, der uns ermöglicht hat, in großen Hallen zu spielen, und von dem wir gut leben konnten. Mit der Neuausrichtung gaben wir uns das Gefühl, all das aufs Spiel zu setzen. Als wir dann beobachteten, wie gut das Album insgesamt angenommen wurde – jedenfalls bei der breiten Masse – verstanden wir das als Bestätigung durch unser Publikum, dass es für uns okay ist, einfach drauf zu sch***n und nur noch ehrliche Songs zu schreiben, wie wir sie haben wollen. Die Zurückhaltung, die bei „For Those That Wish To Exist“ noch da war, weil wir Angst vor den Reaktionen hatten, haben wir danach ganz fallen lassen. Unter den Reaktionen, die wir jetzt schon auf die neuen Songs bekommen, gibt es auch solche, die richtig geschockt sind. So als hätten sie das vorherige Album nicht gehört. Für mich selbst war das eine natürliche, vorhersehbare Entwicklung. Nach dem Ende der Aufnahmen hatte ich in manchen Momenten sogar das Gefühl, dass wir nicht weit genug gegangen sind.

Aktuelles Album

Der Titel „The Classic Symptoms of a Broken Spirit“ ist in gewisser Weise irreführend. Denn die Weiterentwicklung des Sounds, die schon auf dem Vorgänger deutlich war, beruht laut Dan Searle auf dem Entschluss, dem eigenen Herzen zu folgen und der Kreativität freien Lauf zu lassen. Nach wie vor sind Architects fest im Metal verwurzelt, experimentieren aber auch mit elektronischen Sounds und stellen Melodien und Klargesang in den Vordergrund.

Dass Fans, die euch seit vielen Jahren begleiten, auf stilistische Veränderungen nicht immer positiv reagieren, ist ja verständlich. Wenn man Fan einer ganz bestimmten Musik ist, dann wirken schon kleine Dinge teilweise radikal. Zum Beispiel sehe ich das bei euch vor allem im Gesang.

Es ist manchmal fast witzig. Für mich ist das so offensichtlich. Ich kann zum Beispiel erkennen, dass Leute sich darüber aufregen, dass wir in einer Gesangsmelodie ein G verwenden, weil sie es nicht gewohnt sind, dass wir von der Moll-Tonleiter abweichen. Es sind wirklich solche Kleinigkeiten, die manche Leute verrückt machen. Du gehst einen Halbton tiefer und die Leute schreiben Sachen wie „diese Band hat ihre Identität verloren“.

Wenn die Hörer so sensibel sind, dann schränkt das doch die kreative Freiheit extrem ein. Es sei denn, man ist bereit, große Risiken einzugehen.

Ja, und das ist inzwischen wirklich schlimm geworden. Ich habe unter anderem mit den Kollegen von Bring Me The Horizon und von Parkway Drive darüber gesprochen und die sehen es auch so. Man braucht heutzutage ein dickes Fell, um die Musik so weiterzuentwickeln, wie es sich natürlich und ehrlich anfühlt. Manche Musiker haben schon zu mir gesagt, dass sie sich fühlen, als wären bestimmte Sachen in der Musik nicht mehr erlaubt. Um ganz offen zu sein: Ich genieße es nicht mehr, neue Songs und Alben zu veröffentlichen, einfach weil wir dafür zur Sau gemacht werden. Klar, wenn wir auf Tour gehen und Tausende Fans unsere Musik abfeiern, ist das Gefühl ein ganz anderes! Aber ein Album-Release an sich macht keinen Spaß, weil es überall Hater gibt, die dich mit giftigen Kommentaren bewerfen. Wenn wir etwas veröffentlichen, drücke ich nur noch auf „posten“ und versuche mich dann erstmal eine Weile vom Internet fernzuhalten. Früher hatte ich noch Spaß daran. Das hat sich geändert. Das Internet ist ein sehr unangenehmer Ort. Und die anderen Bands, mit denen ich gesprochen habe, empfinden auch so! Aber das Veröffentlichen dauert nur einen Moment. Das Erschaffen von Musik ist mein ganzes Leben – vom Schreiben über das Aufnehmen bis zum Produzieren. Das gibt mir sehr große Befriedigung. Viele große Künstler der Musikgeschichte haben ihr eigenes Ding gemacht, ohne sich nach der öffentlichen Meinung zu richten und die nehme ich mir zum Vorbild. Zum Beispiel die Beatles, David Bowie oder Radiohead. Natürlich hatten die zu ihrer Zeit keine Soziale Medien. Das einzige Barometer für den Erfolg ihrer Musik waren die Reaktionen des Publikums bei ihren Konzerten. Wenn ich nichts anderes hätte, würde ich denken, alle lieben uns und wir haben es total drauf. Aber im Internet weht ein ganz anderer Wind.

So geht es sicher jedem, der öffentliche Aufmerksamkeit im Internet erfährt. Das Negative wiegt dabei oft schwerer als das Positive.

Allerdings! Das ist so ein seltsames psychologisches Phänomen. Die 100 negativen Reaktionen, wenn wir ein neues Video posten, machen mich betroffen. Aber die 35.000 Likes ignoriere ich in dem Moment komplett... Wir denken oft darüber nach, wie wir damit umgehen. Wir löschen nichts und wir schießen auch nicht zurück. Das Negative wird einfach immer da sein. Da stehen wir vor dem gleichen Problem wie andere Bands aus unserem Genre. Viele Leute scheinen zu glauben, dass Authentizität bedeutet, dass man sich auf kommerziellen Erfolg pfeift und ausschließlich Death Metal, Black Metal und Grindcore spielt, weil wir aus tiefstem Herzen nichts anderes wollen, als die aggressivste und düsterste Musik zu machen, zu der wir fähig sind. Aber so ist es natürlich nicht. Unsere Songs bedeuten uns viel und sind sehr persönlich. Wenn also jemand verächtlich darüber schreibt, dann verletzt uns das. Viele unserer Fans verteidigen uns, worauf oft die Reaktion kommt, man dürfe doch seine Meinung äußern. Aber für mich ist das so, als ob ich auf das Profil dieser Leute klicken und ihnen schreiben würde, wie hässlich sie sind. Das wäre genauso persönlich. Ich kann das ja denken, aber schreiben muss ich es nicht.

Musik wird eben oft zuerst als ein allgemeines Gut wahrgenommen, über das jeder urteilen darf und das öffentlich diskutiert wird. Dabei vergessen die Leute oft, dass sie ein intimer Ausdruck eines Künstlers ist, mit dem er Gefühle verbindet.

Genau. Damit begibt man sich öffentlich in eine sehr verwundbare Situation. Ich muss sagen, dass ich überrascht bin, dass wir solche Risiken eingehen. Wir hatten schließlich jahrelang einen guten Lauf und erlebten eigentlich nur, dass die Leute uns und unsere Musik liebten. Für mein Ego war das großartig. Jetzt sind wir in einer anderen Situation. Das Gute ist, dass alle Kritik an uns keinen Einfluss darauf hat, welche Musik ich mache. Ich sitze hier im Studio am Computer, schreibe Songs und denke nicht an die Welt da draußen. Das neue Album wird also nicht das letzte sein, für das man uns runtermacht. Das nächste wird auch seine Kritiker haben (lacht).

Das Wichtigste ist doch, dass du das Musikmachen noch genießt. Dass dir das erhalten bleibt, um das sich eigentlich alles dreht.

Ja! Ich kann es mir auch gar nicht anders vorstellen. Die Ironie ist ja, dass ich meine Authentizität genau dann opfern würde, wenn ich den Leuten nachgeben würde, die behaupten, meine Musik wäre jetzt schon nicht mehr authentisch. Die sehen es genau verkehrtherum. Wenn ich ihnen gebe, was sie wollen, muss ich das aufgeben, was ich wirklich will.

Das leuchtet ein! Ich würde gern ein bisschen über das Schlagzeugspielen sprechen. Würdest du unseren Lesern erzählen, wie du ursprünglich zum Schlagzeug gefunden hast und wie die Geschichte von Architects begann?

Ja klar. Ich habe mit dem Spielen angefangen, als ich dreizehn war. Ein Freund von mir wollte Schlagzeugstunden nehmen und hat mich eingeladen, mitzumachen, weil er den Unterricht billiger bekam, wenn er ihn teilte. Letztendlich fiel mir das Lernen leichter als ihm und ich fühlte sich für mich sehr natürlich an. Also habe ich weitergemacht. Ich hatte einen tollen Lehrer, sein Name war Phil Solomon. Er war Jazz-Drummer und der Unterricht war sehr technikorientiert, aber auch sehr methodisch und fundiert. Mein Bruder fing an Gitarre zu lernen und mit 14 Jahren schrieben wir schon erste Songs zusammen. Daraus wurde ein paar Jahre später die Band Architects. Und der Rest ist Geschichte. (lacht)

Ihr habt schon früh Musik veröffentlicht und technisch anspruchsvollen Metalcore mit Death-Metal-Einschlag gespielt, habt euch also sehr schnell spezialisiert und professionalisiert. Wie kam es so früh dazu?

Das hat in meinem Fall mit dem guten Lehrer zu tun, aber ich habe mich auch sehr ins Üben vertieft. Neben der Schule hatte ich nicht viele andere Beschäftigungen und konnte mich die meiste Zeit dem Drumming widmen. Es hat übrigens sehr lange gedauert, bis ich zu Hause ein eigenes Drumkit hatte – sogar bis in meine Dreißiger. Viele Jahre habe ich auf dem Practice Pad geübt und dadurch sehr viel an meinen Rudiments, an Technik und Schnelligkeit gefeilt. Als wir die Band gegründet haben, hat ein starker Ehrgeiz eingesetzt und wir haben uns gegenseitig und selbst immer herausgefordert. Mein Bruder schrieb Songs und hat von mir erwartet, dass ich sie spielen kann. Also habe ich immer hart gearbeitet, diese Erwartungen zu erfüllen. Ich glaube, dass es viele Leute gibt, die mehr naturgegebenes Talent haben und dass ich nie so gut werden könnte wie sie. Aber Fleiß und Disziplin haben mir viel gebracht. Heute hat sich das gewandelt, besonders seit dem Tod meines Bruders. Immer wieder habe ich Ideen, zu denen ich einfach Drums spielen will, die mir Spaß machen. Manchmal frage ich mich: ‚Wie schön wäre es, wenn ich eineinhalb Stunden Schlagzeug spielen und es einfach nur genießen könnte?‘ Wie cool wäre es, der Drummer von AC/DC zu sein: Einfach den Groove zu fühlen, die Leute lieben es und du hockst hinter deinem Kit und lässt es dir gutgehen. Ich mache mir immer mehr bewusst, dass mein Drumming nicht schwierig und beeindruckend sein muss, sondern auch einfach Spaß machen darf. Vor allem auf der Bühne und immer dann, wenn wir zusammen spielen.

Du bist vor kurzem Endorser für DW geworden. Kannst du mir sagen, was dich an DW gereizt hat?

Versteht sich das nicht von selbst? (zwinkert) DW war schon immer der Drum-Hersteller meiner Träume. Ich war eigentlich mit SJC immer zufrieden. Die Leute waren toll, sie haben sich wirklich um ihre Artists gekümmert. Aber ich wusste immer, dass ich irgendwann mal zu DW wollte. Als mein Drumtech dann mal beiläufig gefragt hab, ob wir nicht mal schauen wollten, ob sie Interesse hätten, habe ich mir nicht viel versprochen. Aber am Ende desselben Tages hatten wir einen Deal! Ich fühle mich wirklich geehrt, dass ich jetzt Teil dieser großen Familie von DW-Artists sein darf. Außerdem habe ich schon immer die Qualität ihrer Produkte zu schätzen gewusst, wenn ich es zum Beispiel im Studio mal damit zu tun bekam.

EQUIPMENT

DRUMS

Kit 1: DW Clear Acrylic

Kit 2: DW Santa Monica Stainless

Steel Lacquer

22x20” Kickdrum

10, 12” Racktoms

16, 18” Floortoms

14x6,5” Bell Brass Snare

14x6,5” Copper Snare

BECKEN Zildjian

15” K Custom Hi-Hat

14” K Hybrid Hi-Hat

12” Oriental Mini China

20” Zildjian EFX Crash

22” Zildjian A Custom Crash Ride

21” K Custom Crash Ride

20” A Custom Projection Crash

19” K Hybrid China

10” Oriental Splash

HARDWARE

DW 5000 Hi-Hat Stand (zweibeinig)

DW 9000 Doppelpedal

DW Airlift Snare-Ständer

DW 9000 Galgenbeckenständer (x5)

DW Hi-Hat-Auslegerarm

DW Auslegerarme für Becken (x2)

Porter & Davies BC2 mit Amp (Buttkicker)

Tunerfish Teppich & Riser-Marker

E-DRUMS

Roland V Snare Pad

Roland PD-8 Dual Trigger Pad (x3)

Roland SPD SX

FELLE: Evans

Snare: Evans Heavyweight

Toms: Evans EC2

Kickdrum: Evans EMAD2 oder Heavyweight

STICKS

Dan Searle VF Signature Stick

ZUBEHÖR

64 Audio In-Ear-Monitore

Welches Equipment spielst du aktuell?

Für den Moment habe ich nur ein DW-Clear-Acrylic-Kit. Acryl-Kits habe ich auch von SJC schon gespielt, aber um ganz ehrlich zu sein, ging es mir dabei in erster Linie um die Ästhetik bei Konzerten. Jetzt warte ich noch auf mein neues DW Maple Stainless Steel Finish Kit in Amerika, das ich auch auf der Tour diesen Herbst spielen sollte – die nun leider abgesagt wurde. Das Kit steckt allerdings noch in der Produktion wegen Lieferschwierigkeiten bei Teilen und weil die Leute bei DW mit den ersten Versuchen nicht ganz zufrieden waren. Das Kit war wohl schonmal fertig, aber die Qualität war nicht zufriedenstellend, also haben sie nochmal einiges neu gemacht. Jedenfalls habe ich jetzt noch nicht das Drumset, das ich mir gewünscht habe. Aber für den Anfang ist das Acryl-Kit schon richtig super. Es werden bestimmt noch weitere Kits folgen, die ich dann auf unseren Touren in verschiedenen Teilen der Welt spielen kann. Weißt du, mein Equipment tendiert dazu, über die Zeit zu wachsen. Das ist nicht unbedingt meinem ach-so-großen Ego geschuldet, dem es entsprechen müsste. Es ist eher so, dass ich nicht ‚nein‘ sage, wenn mir ein zusätzliches Tom oder Becken über den Weg läuft. Und irgendwann sehe ich dann aus wie Terry Bozzio (lacht). Es ist halt einfach schön, sich etwas Neues zu besorgen, mit dem man Spaß haben kann.

› Daniel Schmitt

Dan Searles Drumming hat sich im Lauf der letzten Alben geändert. Wo früher sehr technische Grooves und Fills dominierten, zeigt das neue Album überwiegend songdienliches Drumming, wie in den Noten aufgeführt. Dass er es dennoch drauf hat, zeigt das letzte Beispiel.