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Krieger, Söldner & Soldaten


Clausewitz - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 02.12.2019

Die 12. SS-Panzerdivision „Hitlerjugend“ gilt als besonders fanatisch, da sie sich aus den Reihen der Jugend- und Nachwuchsorganisation der NSDAP rekrutiert. An der Front erkämpft sie sich den Ruf als gefürchteter Gegner


Fanatische Frontkämpfer

Die Geburtsstunde des ursprünglich als Panzergrenadierdivision geplanten Verbandes reicht in den Januar 1943 zurück, als die 6. Armee der Wehrmacht bei Stalingrad untergeht. Der Chef des SS-Hauptamtes, SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS Gottlob Berger, macht damals den Vorschlag, eine Division mit Freiwilligen aus der Hitlerjugend aufzustellen – als Sinnbild der Einsatz- und Opferbereitschaft der deutschen Jugend. Reichsführer-SS Heinrich Himmler greift diese Idee auf und Hitler gibt am 10. Februar 1943 seine Zustimmung. In einem „Führerbefehl“ vom Juni 1943 heißt es: „Ich befehle die Aufstellung einer SS-Division aus Hitler-Jungen des Jahrgangs 1926.“

Der schließlich als 12. SS-Panzerdivision „Hitlerjugend“ bezeichnete Verband der Waffen-SS kämpft zunächst 1944 an der Westfront in der Normandie und im französisch-belgischen Grenzgebiet, später in den Ardennen. Im Frühjahr 1945 nimmt die Division dann an der letzten deutschen Großoffensive mit dem Decknamen „Frühlingserwachen“ in Ungarn teil. Nach dem Scheitern des Unternehmens drängt die Rote Armee die Division schließlich Richtung Wien zurück. Die verbliebenen Soldaten gehen am 8. Mai 1945 in Österreich in amerikanische Gefangenschaft.

Über dem kampfstarken Verband liegt ein dunkler Schatten: Im Westen begehen Männer der als militärischer Eliteverband aufgestellten SS-Division 1944 mehrfach Kriegsverbrechen, unter anderem gegen kanadische Soldaten und französische Zivilisten.

FAKTEN

Zeit: 1943–1945
Kommandeure: Fritz Witt (Juni 1943 bis Juni 1944); Kurt Meyer (bis September 1944); Hubert Meyer (bis Oktober 1944, stellvertretend als Ia der Division); Fritz Kraemer (bis November 1944); Hugo Kraas (bis Mai 1945)
Handfeuerwaffen (Auswahl): Karabiner 98k, MG 42, MP 38 und 40
Kampffahrzeuge (Auswahl): Panzerkampfwagen V Panther, Panzerkampfwagen IV, Schützenpanzerwagen und Panzerspähwagen verschiedenen Typs
Kriegsschauplätze: Normandie, Ardennen, Slowakei, Ungarn, Österreich

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Bildquelle: Clausewitz, Ausgabe 1/2020

Gefürchtete Gegner: Viele Angehörige der 12. SS-Panzerdivision kämpfen bis zur sprichwörtlich letzten Patrone. In der Normandie, hier ein Soldat bei Caen in italienischem Flecktarnmuster, trotzen sie den Alliierten im Sommer 1944

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