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Küchenmöbelindustrie hat im Auftragseingang im Juli deutliches Minus


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KüchenNews - epaper ⋅ Ausgabe 15/2022 vom 01.09.2022

Verbandsgeschäftsführer Jan Kurth hatte ursprünglich die Hoffnung, weniger über den Krisenmodus und Krisenbewältigung zu reden. Leider sei daraus nichts geworden, sagte er. Die Umsatzerwartung für das Gesamtjahr 2022 wurde vom VDM von rund zehn Prozent auf sechs bis acht Prozent runtergeschraubt bei einer geringeren Verkaufsmenge. Geschuldet ist das den schwierigen Rahmenbedingungen auf mittlerweile vielen verschiedenen Ebenen. Nach dem Corona-Schock muss die Branche den heftigen Materialmangel mit fragilen Lieferketten, die drastische Verteuerungen fast aller Vorprodukte, die Inflation und das schwache Konsumklima schultern. Und das alles mit ...

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Bildquelle: KüchenNews, Ausgabe 15/2022

VDM-Geschäftsführer Jan Kurth und Koelnmesse-Geschäftsführer Oliver Freese anlässlich der Vorstellung der Bilanzzahlen in Köln
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... einem Krieg vor der Haustür und sinkenden Zahlen bei den Baugenehmigungen. Existenziell sei es für die Unternehmen, die Kostenbelastungen weiterzugeben, betonte Kurth. Im Vergleich zum Vorjahr lag die Preissteigerung bei den Holzwerkstoffen bei fast fünfzig Prozent, bei Stahl sogar 51 Prozent und im Verpackungsbereich erreichte die Teuerung 42 Prozent. Die Möbelinflation lag im Juli dieses Jahres bei 8,2 Prozent.

Die Küche bleibt ein starkes Zugpferd für die Branche. Nach den Zahlen für das erste Halbjahr stieg der Umsatz der Küchenmöbelindustrie um 12,4 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Die Polstermöbel erreichten einen Umsatz von 577 Millionen Euro (+19,1 Prozent); die Büromöbelindustrie setzte 1,06 Mrd. Euro um (+10,9 Prozent). Sonstige Möbel aus dem Wohn, Essund Schlafbereich legten um 17,1 Prozent auf 3,3 Mrd. Euro zu, wogegen die Matratzen um 7,1 Prozent verloren und nur noch 336 Millionen Euro Umsatz erzielten.

Auch vor dem Hintergrund der hohen Auftragsbestände wuchs der Gesamtumsatz der Branche im Inland um 13,8 Prozent in den ersten sechs Monaten dieses Jahres, im Ausland um 12,6 Prozent. In Frankreich, dem weiterhin wichtigsten Auslandsmarkt, waren die Exporte mit minus 2,8 leicht rückläufig. Nur die Küche legte auf dem französischen Markt um vier Prozent zu. In den anderen wichtigen Europa-Märkten wie der Schweiz, Österreich, Niederlande, Spanien, Italien oder Norwegen wurde ein deutliches Plus für die gesamte Branche verzeichnet und trotz Brexit konnten sogar die Ausfuhren nach Großbritannien um siebzehn Prozent gesteigert werden. Der russische Markt brach um dreißig Prozent ein. Viele Unternehmen arbeiten hier noch bestehende Aufträge ab, haben sich strategisch zurückgezogen. In den wichtigsten Markt in Übersee, den USA, konnten die Ausfuhren um fast 26 Prozent gesteigert werden. Der amerikanische Markt, so Kurth, werde auch für die deutschen Küchen zunehmend interessant. Vertreten war ein deutscher Gemeinschaftsstand auf der KBIs, der wichtigsten Branchenmesse für Küche und Bad in Nordamerika, und man steht in engem Kontakt mit dem US-Branchenverband NKBA. Derzeit läuft im Auftrag des VDM auch eine Studie zum Online-Vertrieb in Nordamerika.

In China, dem zweitwichtigsten außereuropäischen Exportmarkt, ging der Umsatz für die deutsche Möbelbranche um 10,4 Prozent zurück. Grund dafür sind vor allem die zahlreichen Corona-bedingten Einschränkungen.

Die Industrieexportquote der heimischen Möbelhersteller blieb im ersten Halbjahr stabil auf 33 Prozent. Außerhalb der Küche stiegen die deutschen Möbelimporte – mit China, Polen und Italien auf den ersten Rängen – um 13,5 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro. Das Umsatzwachstum der Einfuhren ist vor allem der deutlichen Verteuerung der Möbel aus China geschuldet. Die Importmenge ging um 8,6 Prozent zurück.

Das Sommerloch ist wieder da

Die zweite Jahreshälfte beginnt mit einer Nachfrageabschwächung. Die Küchenmöbelindustrie verzeichnete bei den Auftragseingängen im Juli ein Minus von 6,7 Prozent, die Wohnmöbelindustrie um 35 Prozent. Besonders betroffen von finanziellen Einsparungen durch die Verbraucher sind vor allem die niedrigen Preissegmente sowie auch der Online-Handel. Nachfrageabschwächungen sind in den warmen Sommermonaten nicht ungewöhnlich; aktuell stehe das Thema Urlaub auch sehr hoch im Kurs. In den derzeit unsicheren Zeiten bleibe das Zuhause aber ein sicherer Rückzugsort, so Kurth. Daher rechnet man im Verband für den Herbst erneut mit positiven Impulsen im Bereich Wohnen und Einrichten.