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Künstliche Intelligenz: WERKZEUG KI


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e-commerce magazin - epaper ⋅ Ausgabe 3/2019 vom 12.06.2019

Seit den Anfängen des kommerziellen Internets sind Onlinehändler Pioniere der Digital isierung. Mit dem Einsatz von Küns t l icher Intell igenz (KI) im E-Commerce wurde jüngst das nächste Kapitel dieser Entwicklung aufgeschlagen .


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KI findet sich heute bereits in zahlreichen Alltagssituationen wieder, ist erprobt und im Produktivbetrieb. Ob intelligente Mensch-Maschine-Interaktion im Kundenkontakt, ein vorausschauendes Beschaffungswesen, das tatsächliche Bedarfe schon heute oft punktgenau antizipieren kann, oder als Werkzeug im Kampf gegen Cyberkriminalität und Betrug: Die im E-Commerce eingesetzten ...

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KI findet sich heute bereits in zahlreichen Alltagssituationen wieder, ist erprobt und im Produktivbetrieb. Ob intelligente Mensch-Maschine-Interaktion im Kundenkontakt, ein vorausschauendes Beschaffungswesen, das tatsächliche Bedarfe schon heute oft punktgenau antizipieren kann, oder als Werkzeug im Kampf gegen Cyberkriminalität und Betrug: Die im E-Commerce eingesetzten KI-Anwendungen sind vielgestaltig und bieten Lösungen, die die Informatik bislang nicht oder nicht wirtschaftlich vertretbar zu leisten im Stande war. In der überwiegenden Zahl der Fälle übertrifft der durch den Einsatz von KI erzielte Mehrwert die erforderlichen Investitionen spürbar.

KI – das Schreckgespenst

Als Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Einsatz von KI werden regelmäßig drei große Teilbereiche ausgemacht: Neben eventuellen negativen Auswirkungen auf die Arbeitswelt stehen Fragen einer möglichen diskriminierenden Wirkung von KI und automatisierter Schäden durch den Einsatz von KI im Fokus. Bei genauerer Betrachtung sind diese Bedenken überwiegend unbegründet. Offene Rechtsfragen können im weiten Teilen auf Grundlage bereits geltender rechtlicher Vorgaben aufgelöst werden. Und dennoch; die mit dem Thema KI verbundenen Bedenken und Herausforderungen müssen von allen beteiligten Akteuren ernst genommen werden. Wie bei keiner zweiten neuen Technologie verlangt KI danach, dass sich Entwickler und Anwender von KI-Technologien unabhängig von dem regulatorischen Umfeld proaktiv über positive Wirkungen und mögliche unerwünschte Wirkungen Gedanken machen. Diskriminierenden oder in ähnlicher Weise beeinträchtigenden Wirkungen durch den Einsatz von KI muss vorgebeugt werden. Wo KI-Technologien solche Gefahren inhärent sind, zieht dies stets eine Organisationsverantwortung der beteiligten Akteure nach sich. Erklärbarkeit und Überprüfbarkeit der über KI gewonnenen Ergebnisse sind für eine langfristige gesellschaftliche Akzeptanz von KI-Technologien unablässig.

KI und die Arbeit von morgen

Auch in der Arbeitswelt hat KI schon heute eine große Bedeutung. Dieser Befund gilt nicht allein für die E-Commerce- Wirtschaft. Den für Beschäftigte mit dieser Entwicklung zweifellos einhergehenden Herausforderungen müssen sich Unternehmen aller betroffenen Branchen stellen. Dabei ist es für die ECommerce- Wirtschaft weder Funktion noch Ziel, menschliche Arbeit überflüssig zu machen. KI soll Werkzeugfunktionen übernehmen und hier vor allem repetitive administrative, physisch oder psychisch belastende Arbeiten übernehmen und darüber die Beschäftigten entlasten. KI bietet damit vor allem auch Chancen für die Beschäftigten.

Neben dieser Anerkennung von KIKompetenz als wesentlich für die berufliche Aus- und Fortbildung, müssen parallel sämtliche Fähigkeiten und Einsatzfelder identifiziert werden, die perspektivisch nicht durch heute bekannte KI-Technologien unterstützt oder über- nommen werden können. Denn: Das mit KI verbundene Innovationspotential ist gewaltig und dennoch nicht unbegrenzt. Auch im E-Commerce-Umfeld werden zahlreiche Berufsbilder und Funktionen gar nicht oder zumindest nicht vollständig durch KI-Technologien übernommen werden können. Neue Berufsbilder werden entstehen, der Kern der Wertschöpfung wird sich verschieben. Der Aufbau von Fähigkeiten, die sich im Zuge dieser Entwicklung als relevant und wertvoll erweisen, wird neben der reinen KI-Kompetenz ein sehr aussichtsreicher Differenzierungsfaktor für unsere Volkswirtschaft sein und muss deshalb in der Ausbildung besonders gestärkt werden. Grundvoraussetzung hierfür ist jedoch, dass der Gesetzgeber endlich seinen latenten Technologiepessimismus zugunsten einer technologieneutralen, innovationsoffenen Regulierung überwindet, national und auf europäischer Ebene.

SEBASTIAN SCHULZ …
Rechtsanwalt Sebastian Schulz leitet seit 2012 den Bereich Rechtspolitik & Datenschutz beim Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh).


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