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KULTUR: „Ich wäre gerne mal Reinhold Messner“


Frau im Spiegel - epaper ⋅ Ausgabe 7/2020 vom 05.02.2020
Artikelbild für den Artikel "KULTUR: „Ich wäre gerne mal Reinhold Messner“" aus der Ausgabe 7/2020 von Frau im Spiegel. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Frau im Spiegel, Ausgabe 7/2020

STARKE FRAU Rita Russek lernte ihre große Liebe Bernd Fischerauer 1973 am Theater kennen. 2009 heiratete das Paar auf Elba


RITA RUSSEK

hat schwere Zeiten hinter sich. Vor fast drei Jahren verlor die Schauspielerin ihren Mann. Sie hat gelernt, nach vorne zu schauen, auch wenn es immer wieder Rückschläge gibt

WILSBERG

Leonard Lansink als Ermittler Wilsberg mit Stephanie Eidt, Rita Russek und Patricia Meeden (v.l.) am Set von „Wellenbrecher“

Sie sprüht vor Energie, ihre Augen strahlen, sie sieht toll aus. Seit 1998 spielt Rita Russek, 67, in der Krimi-Reihe „Wilsberg“, die jetzt ihren 25. Geburtstag feiert, ...

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... die resolute Kommissarin Anna Springer. In der Jubiläumsfolge „Wellenbrecher“ (8.2., 20.15 Uhr, ZDF) geht es für sie und Detektiv Georg Wilsberg (, 64) an die Nordsee. In Hamburg sprach sie mit FRAU IM SPIEGEL über ihre Rolle, ihren Mann („Regina auf den Stufen“), der 2017 an Bauchspeicheldrüsenkrebs starb, ihre Trauerarbeit, ihre Tochter , 36, und ob sie sich eine neue Liebe vorstellen kann.Warum nicht? Ich finde Anna ganz patent. Sie hat natürlich auch ihre Macken. Manchmal ist sie mir etwas zu laut und zu forsch. Ich glaube aber, das gehört zu ihr. Aber wenn man sich als Frau in einer Männer-Domäne durchsetzen will, übernimmt man schnell männliche Töne. Und das ist halt Annas Temperament.Leonard ist sowohl als Privatermittler Georg Wilsberg als auch als Privatperson ein hinreißender Mensch. Ich liebe seine absolute Integrität. Er ist vom Charakter sehr gradlinig, steht zu seinem Wort und macht keine Winkelzüge.

Die Jubiläumsfolge „Wellenbrecher“ spielt auf Norderney. Sind Sie ein Nordsee-Fan?
Ich bin eher vom Mittelmeer verzaubert. In meiner Kindheit war ich mit meinen Eltern und meinem Bruder mal an der Ostsee. Die Nordsee kenne ich nur von einem Schulausflug nach Sylt, und weil eine Cousine meiner Mutter dort wohnt.
Sie sind durch Ihren verstorbenen Mann Bernd Fischerauer zum Elba-Fan geworden. Was lieben Sie so an dieser Insel?
Das Meer! Ich sitze oft einfach nur da und schaue aufs Wasser. Das beruhigt und beflügelt mich.
Haben Sie von Ihrem Haus aus Meerblick?
Ja, sonst macht es für mich keinen Sinn auf einer Insel. Das Haus hat mein Mann gebaut und liegt ein bisschen ländlich. Manchmal sehe ich dort sogar Wildschweine.
Sie haben in München Ihren Hauptwohnsitz. Was machen Sie dort gern?
Fahrradfahren! Ich wohne nicht weit vom Englischen Garten entfernt und bin gern im Grünen. Dort genieße ich die Atmosphäre und beobachte auch gerne die Leute.
Ihr Ehemann ist 2017 gestorben. Wie haben Sie es geschafft, diesen schweren Verlust in Ihr Leben einzuordnen?
Ich habe es bis heute noch nicht wirklich geschafft. Es ist ein Auf und Ab. Das Gefühl ist abhängig von der Tagesform, und es ist eine Art von Selbstbeschwörung. Ich sage mir immer wieder, dass es die beste Zeit meines Lebens war, die irgendwann leider und etwas zu früh vorbei war. Schön war aber, dass wir vorbereitet waren und Abschied nehmen konnten.

IHR EHEMANN

Rita Russek und Bernd Fischerauer in einer Ausstellung in München (2016): Der österreichische Regisseur, Autor und Schauspieler starb im Mai 2017 mit 74 Jahren
Erfüllt Sie das mit Dankbarkeit?
Ja! Die Dankbarkeit für unsere gemeinsame Zeit überwiegt. Ich bin auch dankbar dafür, dass mein Mann nicht lange leiden musste. Es war eine Erlösung. So tröste ich mich oft noch heute. Voriges Jahr ist mein Vater gestorben. Es war fast ähnlich. Er war müde und schwach. Meine Mutter und ich haben ihn am Abend vor seinem Tod noch ins Bett begleitet. Er ist dann einfach nicht mehr aufgewacht. Was für ein schöner Tod!


Eine neue Beziehung? Im Moment nicht


FOTOS: ZDF UND THOMAS KOST, HGM-PRESS , API (C.) MICHAEL TINNEFELD, DDP

IHRE TOCHTER

Pamina Russek (r.) arbeitet erfolgreich als psychologische Psychotherapeutin in München. Sie stammt aus Rita Russeks Beziehung mit dem Anwalt Peter Tscheuschner

Was hilft, wenn es mal nicht läuft oder es Ihnen nicht so gut geht?
Die Aufgaben, die Arbeit in meinem Beruf und der Auftrag, weiterzuleben. Natürlich ist es in Momenten der Verzweiflung und Trauer schwer, das Leben als Geschenk zu empfinden. Aber nach einer Zeit sollte man versuchen, das Leben als etwas Kostbares mit Achtung und Demut anzunehmen. Das bedeutet weiterzumachen - so gut es eben geht.
Welche Rolle spielt Ihr Beruf heute für Sie?
Ich bin ja längst im Rentenalter und habe das Glück, dass ich nach wie vor in meinem Beruf arbeiten kann - und schöne Rollen habe. Das ist nicht selbstverständlich. Auch dafür bin ich dankbar.
Könnten Sie sich eine neue Partnerschaft vorstellen?
Im Moment nicht. Ich bin zufrieden, so wie es ist. Ich warte einfach mal, was noch so alles in meinem Leben passiert. Ich habe eine gesunde Gelassenheit in mir. Ich schaue nach vorn. Das war schon immer mein Lebensmotto.
Wie ist das Verhältnis zu Ihrer Tochter Pamina?
Ich bin immer ganz vorsichtig in der Interpretation, damit es nicht so übergriffig mütterlich klingt. Pamina und ich halten beide sehr viel von einer gesunden Distanz. Wir bemühen uns um Zurückhaltung in Dingen, um die man nicht gefragt wurde. Das ist, so glaube ich, ein gutes Rezept für sehr viele Mütter-Töchter-Beziehungen. Ich finde es heilsam, wenn vor allem die Mütter sich vornehm zurückhalten.
Und wie kommen Sie mit Paminas Vater Peter Tscheuschner klar?
Sehr gut. Peter und ich verstehen uns blendend. Wir haben zusammen Weihnachten gefeiert. Auch dafür bin ich dankbar. Wir haben in der Zeit unserer Trennung auch nie mit Unflat um uns geworfen. Ich verstehe nicht, dass manche Paare, die sich mal geliebt haben, beim Auseinandergehen einen Rosenkrieg anzetteln.
Wovon träumen Sie?
Darf der Traum auch unerfüllbar sein? Dann wäre ich gern für einen Tag Reinhold Messner. Ich möchte mich einmal einfühlen in einen Charakter dieser Art. Ich würde gern spüren, was es bedeutet, sich so etwas Kurioses wie die Besteigung des Mount Everest vorzunehmen.