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KUNDEN-APPS IM TEST


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connect - epaper ⋅ Ausgabe 10/2022 vom 02.09.2022

APPS DER NETZBETREIBER

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Früher waren Mobilfunk- und Festnetzrechnungen die reine Zettelwirtschaft. Ordentliche Zeitgenossen hefteten die zugesandtenAusdrucke fein säuberlich ab, die anderen wühlten sich bei Sichtungsbedarf durch Papierberge. Das geht heute besser. Die Netzbetreiber haben schon lange den Vorteil digitaler Kundendatenpflege entdeckt und bieten in ihren Service-Apps jede Menge Funktionen. So kann man jederzeit bequem Rechnungen und Vertragskonditionen einsehen, Optionen buchen, den Tarif wechseln oder einen Umzug in Auftrag geben. Im besten Fall unterstützen die Netzbetreiber auch mit Ratgebern etwa zur Geräteinstallation, zur Verbesserung der WLAN-Reichweite oder anderen Hardware-Themen.

Sicherheit besonders wichtig

Ganz wichtig im sensiblen Bereich persönlicher Daten ist natürlich die Sicherheit. Die hat einmal mehr unser langjähriger Partner umlaut überprüft. Mehr zum Testverfahren ...

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... auf Seite 82.

Josefine Milosevic

„Die Service-App-Bewertung fällt für alle Betreiber positiv aus, und bei vielen Betreibern übernimmt die App auch weitere Kundentransaktionen oder Funktionen. Mein Glückwunsch geht dieses Jahr an Telefónica, Swisscom und die Magenta im landesweiten Vergleich. Auch in der Unterkategorie Sicherheit haben wir eine positive Entwicklung bei allen Betreibern gesehen, hier fällt das Ergebnis für die Telefónica, Swisscom und Magenta besonders gut aus.“ Hakan Ekmen, CEO Telecommunication bei umlaut, Teil von Accenture umlaut hat alle Anwendungen in folgenden vier Sicherheitskategorien geprüft: Datenschutz, Verbindungssicherheit undVerschlüsselung, Identitätsdiebstahl sowie Sicherheit des Quellcodes. Die Angriffsszenarien orientierten sich an den Richtlinien zur sicheren Programmierung von Apps des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und des Open Web Application Security Projects (OWASP).

Mein Magenta

Die Telekom ist in Sachen Funktionalität sehr gut aufgestellt. Bei der Sicherheit verbessert sich die Telekom im Test.

► Wer bei der Telekom einen Vertrag hat, kann sich über einen guten Service freuen. Da macht auch die Service-App keine Ausnahme: Seit Jahren schneiden die Bonner in unseren Tests sehr gut ab. Die Hände legen die Entwickler trotzdem nicht in den Schoß, sondern arbeiten kontinuierlich weiter. Die Gestaltung ist gelungen: Trotz vieler Funktionen ist die App übersichtlich und transparent. Man findet sich schnell zurecht und kommt ohne lange Sucherei zur gewünschten Information. Allein das Tempo, mit der Inhalte laden, ist teils zäh.

Bereits auf dem Startbildschirm sind neben dem übrigen Inklusivvolumen die bisherigen Monatskosten aller Mobilfunk- und Festnetzverträgen zu sehen, bis zu 18 Monate in der Rückschau. Wer ausmisten will, kann Verträge direkt in der App kündigen. Guthaben lässt sich über Kreditkarten oder via Paypal aufladen, und Servicethemen, FAQs oder Anleitungen zur Hardware und Software sind via Volltextsuche auffindbar. Auch gut: Der digitale Assistent „Frag Magenta“ ist per Sprache steuerbar. Ebenfalls lobenswert: die Installationshilfe, die bildschirmgeführt bei der Einrichtung des DSL-Zugangs sowie des Routers hilft.

Sicherheit verbessert

Im Vergleich zum Vorjahr hat auch die Deutsche Telekom im Bereich Sicherheit Punkte gewonnen, weiteres Potenzial besteht vor allem beim Datenschutz.

Mein O2

Die Münchner holen sich erneut den Gesamtsieg: Die App überzeugt durch die Bank, die Sicherheitsprüfer sind ebenfalls happy.

► Der Münchner Netzbetreiber ist auf sehr gutem Weg: Das Netz wird kontinuierlich verbessert und holte sich im connect-Test die Note "sehr gut". Und auch der früher problematische Service ist inzwischen in der Spur. Die Krone setzt dem Ganzen aber die Mein-O2-App auf, die Platz eins behauptet. Das Design ist erfrischend modern, reduziert und transparent, die Kundschaft findet ohne Umstände alle gesuchten Informationen.

Noch dazu läuft die App superschnell und geschmeidig, die Geduld verliert hier niemand. Die wichtigsten Basisinfos zum Tarif und dem aktuellen Datenverbrauch zeigt gleich der Startbildschirm. Dort wird das aktuelle Datenkonto nicht nur fürs Inland und die EU, sondern auch für Länder außerhalb der Europäischen Union ausgewiesen. Zum Start erscheinen zudem die letzten Zahlungen für die bestehenden Mobilfunk-, DSL- und My-Handy-Verträge in übersichtlichen Kacheln. Kurzum: In puncto Funktionalität liegt Mein O2 vorne.

Sicherheit: Gesamtsieger

Auch bei der Sicherheitsprüfung räumt Telefónica O2 ab: Beim diesjährigen Security-Testsieger gibt es laut umlaut lediglich Verbesserungspotenzial in der Kategorie „Verbindungssicherheit und Verschlüsselung“ und leichte Abzüge bei der „Absicherung der Quellcodes“. Unterm Strich holen sich die Münchner den Gesamtsieg.

Mein Vodafone

Vodafone hat sich deutlich verbessert: Beim Sicherheitscheck springen die Düsseldorfer von "ausreichend" auf "sehr gut".

► Sehr komfortabel: Für die Nutzung der App reicht eine Verbindung mit dem Mobilfunknetz aus. Der Kunde wird automatisch erkannt und muss weder Passwörter eingeben noch einen persönlichen Account erstellen. Sensible Bereiche wie persönliche Daten und Rechnungen lassen sich zusätzlich mit biometrischen Erkennungsmerkmalen des Smartphones (Face oder Touch ID) absichern.

Die Standards beherrscht Vodafone aus dem Effeff: In der App lassen sich mehrere Verträge verwalten und auf einen Blick auf die wichtigsten Fakten abchecken – das alles mit erfreulich schneller Bediengeschwindigkeit. Kündigen kann man direkt in der App (und dies auch widerrufen). Ein tolles Alleinstellungsmerkmal ist das Giga-Depot in den Red-Vertragstarifen: Nicht verbrauchtes Datenvolumen aus dem Vormonat kann die Kundschaft im Folgemonat nutzen, wobei der Stand in Echtzeit angezeigt wird.

Sinnvoll vor allem für Teenies: Die Drittanbietersperre lässt sich in der App regeln, neben Klingeltönen oder Handyspielen kann man hier etwa andere Käufe blocken.

Sicherheit: Riesensprung nach vorne

Auch die umlaut-Profis sind voll des Lobes: "Beste Steigerung in puncto Sicherheit. Der Letztplatzierte aus 2021 überzeugt dieses Jahr mit einem sehr guten Ergebnis in allen vier Sicherheitskategorien."

Mein A1 Telekom

Die A1-App hat bei der Funktionalität zugelegt und gefällt mit zeitgemäßem, übersichtlichen Desigm. Die Sicherheit ist noch ausbaufähig.

► Auch der österreichische Marktführer arbeitet kontinuierlich an seiner App und hat im Vergleich zum Vorjahr optisch und in Sachen Transparenz noch mal zugelegt. Die wichtigsten Infos wie Datenverbrauch

-Urteil: sehr gut (900 Punkte) und eventuelle Verbindungsentgelte erscheinen beim Start. Durch Klicks und Wischer kommt man schnell zu weiterführenden Informationen und kann Telefonieeinstellungen wie Rufumleitungen einrichten.

Sicherheit: Luft nach oben

Trotz Verbesserungen verliert A1 im Gesamtvergleich. Vor allem bei den Themen Datenschutz sowie Integritätsverlust und Rechteausweitung besteht Optimierungspotential.

Drei Kundenzone

Drei macht keine Faxen, sondern setzt auf transparente, reduzierte Grafik. Die Sicherheitsprüfungen liefen erneut tadellos.

► Drei ist der kleinste Netzbetreiber in Österreich und bietet neben Mobilfunk auch Festnetz. In der Service-App lassen sich entsprechend mehrere Verträge verwalten. Die Funktionen sind gut strukturiert, die Optik ist angenehm reduziert. Der Status in puncto Datenvolumen wird als Balken angezeigt, bei Bedarf kann man gleich Nachschub bestellen. Um Tarifoptionen einzusehen oder zu ändern, muss man das Kennwort eingeben.

Sicherheit: vier Mal sehr gut

Laut den umfangreichen Analysen von umlaut hat Drei die Security im Griff: Die gute Implementierung von Sicherheitsstandards führt zu sehr guten Ergebnissen in allen vier Kategorien.

-Urteil: sehr gut (923 Punkte)

Mein Magenta Austria

Auch dieses Jahr holt sich die Telekom-Tochter in Österreich den Testsieg. Grundlage dafür sind die gute Funktionalität und die sehr gute Sicherheit.

► Die österreichisch Telekom-Tochter setzt auf Familienbande und nutzt die App der Deutschen Telekom als Blaupause. Darin lassen sich mehrere Mobil- und Festnetzverträge verwalten und eine Vielzahl an Funktionen nutzen. Die Reaktionsgeschwindigkeit war in unserem Test aber schneller. Auch bei der Sicherheit hat Magenta die Nase vorne: In Österreich sind sie die Nummer eins, und auch die Mutter kann hier noch lernen.

Sicherheit: die Nummer eins

Die umlaut-Expertise: "Mit sehr guten Ergebnissen in allen Kategorien landet Magenta in puncto Sicherheit auf dem ersten Platz der drei österreichischen Mobilfunkbetreiber."

-Urteil: überragend (953 Punkte)

My Swisscom

Die Swisscom macht erneut einen überragenden Job und holt sich nicht nur Platz eins in der Schweiz, sondern den Gesamtsieg im DACH-Vergleich.

Swisscom-Kunden können bei Service-Angelegenheiten beruhigt zum Smartphone greifen und dank der überragenden App vieles in Eigenregie erledigen: Rechnungen und Kosten prüfen, mehrere Verträge verwalten, SIM-Karten sperren, einen Umzug via App organisieren und vieles mehr.

Sicherheit: überragend

Beim Vorjahressieger sieht umlaut eine sehr gute Implementierung von Sicherheitsstandards, die in der Kategorie „Absicherung der Quellcodes“ zu voller Punktzahl führt. In Sachen Sicherheit landet Swisscom im Gesamtvergleich hauchdünn hinter Telefonica auf Platz zwei.

-Urteil: überragend (979 Punkte)

My Sunrise

Sunrise legt bei der Funktionalität eine prima Performance hin. Bei den Sicherheitsthemen bleiben aber Punkte liegen.

Sunrise steht dem großen Konkurrenten Swisscom in Sachen Funktionalität in nichts nach und verpackt die vielen nützlichen Tools in ein modernes, übersichtliches Design. Die Verbrauchsanzeige läuft über Kreisdiagramme. Mit Bildern angereicherte Ratgeber helfen bei Installationsfragen und zeigen Schritt für Schritt, wie man etwa Router einrichtet oder eine TV-Box anschließt. Auch ein Umzug lässt sich in der App vorbereiten.

Sicherheit: auf gutem Wege

Sunrise hat die Sicherheit deutlich erhöht. Weiteres Potenzial besteht in allen Kategorien, vor allem in den Disziplinen "Schutz persönlicher Daten" sowie "Absicherung der Quellcodes".

-Urteil: überragend (945 Punkte)

Fazit

Eine gute Service-App dürfen Kundinnen und Kunden heutzutage von ihren Netzbetreibern erwarten. Wer sein halbes Leben mit dem Smartphone organisiert, will auch hier so viel wie möglich in Eigenregie managen. Kein Wunder also, dass sich die Mobilfunk- und Festnetzbetreiber ins Zeug legen und durch die Bank brauchbare Apps anbieten. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Ergebnisse weiter verbessert, schlechter als "gut" geht keiner der Kandidaten über die Ziellinie. Einen ganz großen Sprung bei der Sicherheit macht Vodafone – von "ausreichend" auf "sehr gut". Den Gesamtsieg bei der Securityprüfung holt sich Telefónica O2. Knapp dahinter landet Swisscom, die sich mit überragender Funktionalität den Gesamtsieg im DACH-Vergleich sichern. In Österreich hat Magenta die Nase vorne.

Viele Tests wurden von umlaut selbst entwickelt, das Testing pro App nahm mehrere Tage in Anspruch. Zudem hat umlaut drei neue Tests in der Kategorie "Identitätsdiebstahl und Rechteausweitung" hinzugefügt, was jedoch nicht zu größeren Unterschieden bei den diesjährigen Security-Ergebnissen geführt hat. Alle Ergebnisse wurden zur Kontrolle von zwei Ingenieuren verifiziert. Aus Sicherheitsgründen haben wir jedoch auf die genaue Beschreibung der einzelnen Schwachstellen verzichtet, um etwaigen kriminellen Handlungen vorzubeugen.

Wie gut die App-Hersteller den Datenschutz umgesetzt haben, war in unserem Test der wichtigste Aspekt und wurde demnach auch mit den meisten Punkten gewichtet. Geprüft haben wir in dieser Kategorie, ob die Apps personenbezogene Daten wie Log-in- und Benutzerinformationen ausreichend geschützt im lokalen Speicher der App und im externen Smartphonespeicher ablegen. Das schließt auch die Identifikationsdaten zwischen Server und App mit ein. Denn wenn die App diese Identifikationsdaten nicht löscht, könnte man den Nutzer anhand dieser Informationen eindeutig ermitteln und auslesen, wann und wie oft er sich eingeloggt hat.

Zusätzlich wurde geprüft, ob sensitive Daten per Screenshot festgehalten oder kopiert werden können und welche Berechtigungen dieApp erfordert.

Verschlüsselung ist essenziell

Wie gut der Datenfluss zwischen App und Server abgesichert ist, war ebenfalls ein Testkriterium. Dabei wurde überprüft, ob dieAnwendung mit aktuellen Verschlüsselungsmethoden arbeitet und ob sie den gesamten Datenverkehr ausschließlich gesichert überträgt. Punktabzug gab es, wenn die App unnötige Informationen an den Server sendet oder personenbezogene Daten nicht DSGVO-konform überträgt. Zudem wurde der korrekte Umgang derApp mit SSL-Zertifikaten als digitalem Identitätsnachweis untersucht.

In der Kategorie „Identitätsdiebstahl“ hat umlaut während des Testings versucht, die eigenen Rechte innerhalb derApp auszuweiten. Wenn es Angreifern in diesem Szenario gelänge, bestimmte Autorisierungsmechanismen der Apps zu umgehen oder das Nutzerpasswort zu stehlen, könnten sie auf Daten anderer Anwender zugreifen. Theoretisch wären davon alle Kunden betroffen, die die entsprechende App verwenden.

Kritisch ist es auch, wenn eine Anwendung keinen Schutz gegen Klonung besitzt. Angreifer könnten dann eine exakte Kopie der Applikation erstellen, alle persönlichen Daten entnehmen und sich als Nutzer ausweisen.

Der Quellcode kann ebenfalls Einfallstor für Angriffe sein. Darum wurde hier kontrolliert, ob die Komponenten von Drittanbietern sicher implementiert wurden und die App wichtige Dateien verschleiert ablegt.

So haben wir getestet

Während die Funktionalität und die Handhabung der Service-Apps bei connect getestet wurden, überprüfte unser Partner umlaut deren Sicherheit.