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KUNST & AUSSTELLUNG


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INKA Regiomagazin - epaper ⋅ Ausgabe 136/2022 vom 01.05.2022

Sulzfeld: Katja Wunderling – Materia Florida

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Wälder und Landschaften sind die Inspirationsquelle von Katja Wunderling. Auf langen Streifzügen durch die Natur schärfen sich ihre Sinne. Sie liest die Nadeln von Kiefern und Fichten auf, pflückt wilde Waldrebe von Lianen und reibt die Samenblatthülsen der Lunaria blank. Dieses Entdecken, Beobachten und Sammeln ist der Ausgangspunkt für ihre künstlerische Arbeit. Ihre Mitbringsel aus der Natur kombiniert Wunderling im Atelier mit Papier und Zeichnungen und lässt die Naturerfahrung in sinnlichen Experimenten zu Bildern, Objekten oder Installationen werden. Durch Ritzen, Polieren, Schneiden, Schichten und Kleben entstehen dreidimensional wirkende Bilder, in der sich die organischen Formen neu anordnen. Wunderlings künstlerische Arbeit strahlt Ruhe aus und lädt zum meditativen Wahrnehmen ein. -fd Eröffnung: So, 8.5., 11 Uhr, bis 29.5., Bürgerhaus Sulzfeld

Pforzheim: „Aschenputtels Lust“ – Schuhkunst von Verok Gnos, Jutta Hieret, Iris Kamlah & Gloria Keller

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Die Künstlerinnen Verok Gnos, Jutta Hieret, Iris Kamlah und Gloria Keller greifen eines der zentralen Elemente des Aschenputtel-Märchens auf und interpretieren das Thema „Wer hat den schönsten Schuh“ in 28 Varianten. Die künstlerisch verfremdeten Schuhobjekte präsentieren sich im Raum als solitäre Kunstwerke auf Podestclustern – bizarr, witzig, schräg und außergewöhnlich. Außerdem werden Fotografien, Installationen und Filmsequenzen zum Thema gezeigt. -rowa · bis 22.5., Galerie Brötzinger Art, Pforzheim

Bietigheim-Bissingen: Christiane Kleinhempel & Die Weissenhofer

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Die Schrift von Christiane Kleinhempel ist multipel lesbar. Für die aus Bietigheim stammende Kalligrafin, Schriftkünstlerin und Poetin ist Schrift nicht zwingend Übermittlerin einer lesbaren Botschaft, sondern ein künstlerisches Medium mit ästhetisch vielfältigen Möglichkeiten. Zeichen und Zeichnungen verdichtet sie zu Linienbündeln oder lässt sie über die gesamte Bildfläche flirren. Viele ihrer Arbeiten erinnern an japanische Kunst. Ihre „Freizeichen“, „Klangschriften“, „Choreografien“ und „Enzyclopaeden“ setzt sie auf diversen Materialien um, von transparentem Papier bis zu schwarzem Stoff. Keith, Bob und Carl Weissenhofer heißen eigentlich Jörg Mandernach, Uwe Schäfer und Matthias Beckmann. Als der elterliche Bauernhof der drei Brüder im Wallis abbrannte, wanderten sie nach Amerika aus, wo sie Cowboys, Künstler und Musiker wurden. Mit einer raumgreifenden Installation erzählen Die Weissenhofer die Geschichte ihrer Herkunft und ihres Erfolgs. Hinzu kommen Solopräsentationen der unechten Brüder. -fd · bis 19.6., Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen

HfG: Munitionsfabrik

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Unglaubliche 30.000 FabrikarbeiterInnen waren während des Zweiten Weltkriegs in der Karlsruher Munitionsfabrik beschäftigt. Im Ersten Weltkrieg wurde sie vom „Blitz-Architekten“ Philipp Jakob Manz als Produktionshalle für die deutsche Waffen-und Munitionsindustrie errichtet. Während der NS-Zeit waren Zwangsarbeiter aus ganz Europa hier unter unmenschlichen Bedingungen im Einsatz. In den 1980er Jahren besiedelten Künstler die leerstehenden Hallen zwischen Lorenz-und Brauerstraße. Der Weg für den Einzug von ZKM, Hochschule für Gestaltung und Städtischer Galerie wurde in dieser Zeit geebnet. Die Ausstellung „Munitionsfabrik“ anlässlich des 30-jährigen Bestehens der HfG untersucht die Geschichte dieser Waffenfabrik in der Dimension einer Kleinstadt. Sie hinterfragt die Entwicklung des Areals und blickt auf seine Transformationen und Brüche. Mit künstlerischen und dokumentarischen Projekten von HfG-Studenten, -Alumni und -Lehrenden, und dazu mit Recherchematerial aus u.a. dem Stadtarchiv und dem Generallandesarchiv Karlsruhe wird die Geschichte dieses „ungeheueren Raums“, der sich auf zahlreiche Kriege und Konflikte weltweit ausdehnte, fassbar. Zur Ausstellung erscheint eine Publikation in der HfG-eigenen Reihe „Munitionsfabrik“. Auch ein Podcast wurde zu diesem Anlass gestartet. (Foto: Evi Künstle) -fd · 2.6.-11.9., Hochschule für Gestaltung

„Scultura 22“ in Baden-Baden

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Den „Kunstsommer“ 2022 gestaltet die Gesellschaft der Freunde junger Kunst mit einer Bildhauerausstellung im Herzen der Altstadt. Zwischen Dampfbad und Friedrichsbad zeigt die Galerie unter freiem Himmel Werke zeitgenössischer junger wie arrivierter BildhauerInnen aus dem Umfeld der Karlsruher Akademie. Auf gleicher Ebene mit Skulpturen der ehemaligen Lehrmeister und bekannten Kollegen aus dem In-und Ausland entwickelt sich eine rege Zwiesprache, denn die Künstlerauswahl ist toll und erlesen! Mit dabei sind Stephan Balkenhol, Kassandra Becker, Johannes Bierlein, Riccardo Cordero, Hirofumi Fujiwara, Erich Hauser, Jochen Hautzdorf, Jürgen Knubben, Nina Laaf, Nino Maaskola Meuser, Klaus Prior, Martin Pöll, Gert Riel, Ralf Schira und Evelyn Weinzierl. Geplant sind auch Rundgänge und Künstlergespräche (s. www.gfjk.de). (Foto: Martin Pöll) -rowa bis 3.10., rund um das Alte Dampfbad, Baden-Baden

ZKM: The Artwork As A Living System

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Christa Sommerer und Laurent Mignonneau haben den Übergang von der Phase der Bewegtbild-zu den Belebtbild-Medien wie kaum jemand anderes geprägt. Seit fast 30 Jahren entwickelt das Duo immersive und interaktive Kunstwerke, die zwischen Naturwissenschaft, Technologie und Kunst mäandern. Sommerer und Mignonneau designen künstliche Systeme, die sich wie natürliche Organismen verhalten. Ihre „Art Of Interface“ schafft Schnittstellen zwischen simulativen Bildwelten und der Welt unserer Sinnesorgane. Sie basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und lassen u.a. das Wachstum von Pflanzen oder die Verhaltensweisen kleiner computergenierter Fliegen oder Käfer in komplexen Ökosystemen nachvollziehen. Neben Klassikern aus der Sammlung des ZKM wie „Interactive Plant Growing“ (1992) oder „A-Volve“ (1994) zählt auch die neu geschaffene Augmented-Reality-Installation „Ar(t)chive“ zu den 14 Exponaten der Schau. -fd · Sa, 7.5., bis 31.7., ZKM-Lichthof 1 2

Städtische Galerie Karlsruhe: Laura Gaiser, Ulrich Okujeni & Johanna Wagner

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Laura Gaiser studierte an der Karlsruher Kunstakademie bei Toon Verhoef und John Bock. Nach mehreren Auszeichnungen wurde ihr 2021 der „Kunstpreis der Werner-Strober-Stiftung“ verliehen. Das führt sie zu einer Einzelausstellung im Forum der Städtischen Galerie. Unter dem Titel „Frucht Fleisch“ zeigt sie dort Filme in Stop-Motion-Technik aus Tausenden Einzelbildern. Licht und Farbe verschmelzen die Realitätsebenen zu einer neuen, überraschenden Einheit. Durch Kostüme und Accessoires wie Tierfelle und andere Teile von Tieren verwandeln sich die AkteuerInnen in zoomorphe Wesen in fremden und mitunter erschreckenden Szenarien. Ängste, Gewalt und Verletzung, aber auch Träume und Hoffnung kommen hier zum Ausdruck. Auch Ulrich Okujeni und Johanna Wagner sind Alumni der Karlsruher Akademie. 2020 erhielten sie das Kulturstipendium der Stadt Karlsruhe. Die Wasmuht-Meisterschülerin Wagner arbeitet mit Performance, Film und Fotografie und deren Mischformen. Ausgangspunkt ihrer Arbeit ist der menschliche Körper. Okujeni absolvierte sein Meisterstudium bei Silvia Bächli. In einer schnellen, gestischen Malweise schafft er Bilder und Zeichnungen aus Ölfarbe und Tusche. Seine figurativen und abstrakten Motive sind vom Comic und der informellen Kunst inspiriert. -fd Gaiser: 20.5.-11.9., Okujeni & Wagner: 20.5.-25.9., Städtische Galerie Karlsruhe

HfG: Was ist Szenografie?

Unter den fünf Studiengängen der Hochschule für Gestaltung ist Szenografie wohl der erklärungsbedürftigste. Dem geht die Reihe „Was ist Szenografie?“ nach, die sich über das gesamte Jubiläumsjahr der HfG erstreckt. Szenografie setzt sich mit dem Raum und dessen Inszenierung auseinander und kommt vor allem, aber nicht nur, im Theater und in der Performancekunst zum Tragen. Dort zeigt sich seit der Pandemie die Dringlichkeit, über das Verhältnis virtueller, physischer und hybrider Räume nachzudenken. Weitere Themen der Reihe sind nachhaltige Praktiken, kollektives Arbeiten, Beziehungen zwischen Performance-und Film-Raum, (anti-)immersive Ansätze und soziologische Fragen wie die nach exklusiven und inklusiven Räumen. Es geht also um prozessuale, narrative, zeitbasierte und ephemere Aspekte einer experimentellen Szenografie jenseits der klassischen Theaterbühne. Die erste Lecture hält der Regisseur und Theaterwissenschaftler Kai van Eikels. Er beschäftigt sich mit sogenannten „Cute Spaces“, sprich Räumen und Situationen, die eine niedliche Wirkung haben. Was macht Niedlichkeit mit den Anwesenden? Welche Orientierung im Raum ermöglicht sie? Wie verändert sich dadurch die Interaktion, die Wahrnehmung von Geschlecht, Körper und Beziehungen? -fd · Do, 5.5., 18 Uhr, HfG

HfG: Diplomausstellung

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Rund 40 Diplome aus den Bereichen Medienkunst, Ausstellungsdesign und Szenografie, Produktdesign sowie Kommunikationsdesign, dazu Magister-und Promotionsarbeiten in Kunstwissenschaft und Medienphilosophie sind im vergangenen Jahr an der HfG fertig geworden. Die Diplomausstellung gibt Einblicke darin, flankiert von Diskussionen mit Gästen und Alumni, Vorträgen, Führungen durch die Lichthöfe, Workshops, Performances und einem Filmprogramm. (Foto: Tobias Wotoon) -fd · 2.-19.6., Hochschule für Gestaltung

Pforzheimer Museumsnacht & Internationaler Museumstag

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„Museen mit Freude entdecken“ ist das Motto der Pforzheimer Museumsnacht, die in 17 Museen und Galerien der Goldstadt stattfindet. Am Tag darauf führt der „Internationale Museumstag“ das Wochenende zur Feier der Museen und des Zusammenkommens fort. Der zweitägige Doppelpack besteht aus über 100 Programmpunkten und zahlreichen Ausstellungen, fast alle davon sind kostenfrei zugänglich. Neben Dauer-und Sonderausstellungen finden Führungen, Workshops, Konzerte, Performances und Aktionen für die ganze Familie statt; dazu locken leckere kulinarische Angebote. Mit dabei sind das Stadtmuseum, das Schmuckmuseum, das Museum Johannes Reuchlin, das Technische Museum der Pforzheimer Schmuck-und Uhrenindustrie, die Pforzheim Galerie, die Galerie Brötzinger Art, das Bäuerliche Museum, das Haus der Landsmannschaften, das Archäologische Museum, das DDR-Museum, der Gasometer, der Alfons-Kern-Turm mit dem Café Roland, das Turmquartier der Sparkasse Pforzheim Calw, die neue Schmuck-und Event-Galerie von Jasmina Jovy im Kollmar & Jourdan-Haus, das Kulturhaus Osterfeld und das Haus der Jugend. Bunt wie die Vielfalt der Museen sind auch ihre Inhalte: Von Schmuck-und Goldschmiede-Kunst reichen sie über die Stadtgeschichte, Plattencover-Kunst und Fotografie bis hin zu Mineralien, dem Great Barrier Reef in 360 Grad und der römischen Vergangenheit von Pforzheim. -fd Sa, 14.5., 17-23 Uhr; So, 15.5., 10-17 Uhr, Pforzheim

Galerie Oh: Elke Hennen

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Die letzte Vernissage in den temporären Räumen von Manuel Kolips Galerie Oh in der Waldstr. 46 steht an: Elke Hennen errichtet eine skurrile Wunderkammer, in der kryptische Anordnungen installative Situationen herstellen. „Essentia: Wunderkammer der Arbeit“ erzählt von Transformationen, Widersprüchlichkeiten und den psychologischen Momenten von Wahrnehmung, die ungewöhnliche Objekte hervorrufen. Welche Beziehung entsteht, wenn Pillendreher, Fische, Aremisia Gentileschi und Dianthus Caryophyllus aufeinandertreffen? Neben den wundersamen Welten der Elke Hennen sind bis zum Closing am 28.5. auch Arbeiten von Xu Fancheng, Mike Woll, Hannes Mussner, Max Werner, Changxiao Wang und Manuel Kolip zu sehen. Hinzu kommt Doris Vogels Reihe „The Strangest Feelings“, die sich mit dem Image von Elvis Presley und der Komplexität menschlicher Empfindungen beschäftigt. -fd · Eröffnung: Sa, 7.5., 12 Uhr, bis 28.5., Galerie Oh

ZKM & EnBW: Bio-Medien

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In zahlreichen Pflegeheimen ist die Robbe Paro schon ein beliebter Gast. Der Pflegeroboter, der in Form einer Babyrobbe daherkommt, interagiert mit an Demenz erkrankten Menschen und kitzelt in ihnen eine neue Freude an der Interaktion hervor. Die süßen Maschinchen sind nur ein Beispiel für lebensähnliche Technologien, die bereits im Alltag Platz gefunden haben. Auch Sprachassistenzen in Smartphones oder Internet-Bots kann man als „Bio-Medien“ verstehen. Die Ausstellung versteht solche Phänomene als neue künstliche Mitwesen. Anstatt Angst vor ihnen zu haben oder sie zu ignorieren, geht es vielmehr darum, Ideen von einem gemeinschaftlichen Leben mit Bio-Medien zu entwickeln (bis 28.8., ZKM-Lichthof 8 9).

Händeschütteln war eine der ersten Gewohnheiten, die wir im März 2020 aufgaben. Die interaktive Roboterinstallation „Handshake“ von AATB lädt das Publikum ein, sich virtuell und physisch wieder die Hand zu geben. Sie ist Teil der Satellitenausstellung des ZKM in den Hallen der EnBW, die vier Werke zur Thematik „Bio-Medien“ zeigt (bis 31.7., EnBW-Foyer, Abb.: AATB: Handshake, 2020). -fd

Kunst Nach(t) Landau

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Am 3.6. öffnen Landaus Galerien, Museen und Institutionen zum zweiten Mal gemeinsam von 19 Uhr bis Mitternacht ihre Türen. Alle beteiligten Institutionen sind mit speziellen Aktionen dabei und setzen ihre eigenen Themenschwerpunkte nach Interesse und jeweiligem Profil. Für Nachtschwärmer steigt im Gloria Kulturpalast anschließend eine After-Show-Party ab 23 Uhr. Mit dabei sind das Archiv und Museum, die Stadtbibliothek, der Kunstverein Villa Streccius, das Kunstinstitut der Universität Koblenz-Landau, die Pfarrei Mariä Himmelfahrt, der Verein Strieffler Haus der Künste, die Stiftskirchengemeinde, die Galerien M am deutschen Tor, die VR Bank Südpfalz, die Galerie Z, die Alt-Katholische Gemeinde in der Katharinenkapelle, die Kunstkammer, der Atelier-Salon sowie das Haus am Westbahnhof und der Gloria Kulturpalast. Begleitend zur „Kunst Nach(t)“ erscheint ein Programmheft, das die Interessierten zu den Orten des Geschehens führt. Von 19 bis 24 Uhr verkehrt das Schoppenbähnel und fährt im Uhrzeigersinn alle 30 Minuten die Institutionen an. Die Haltepunkte korrespondieren mit den Veranstaltungsorten. Die Route ist auch unter www.kulturstadt-landau.de einsehbar. In der Landauer Innenstadt stehen etwa 3.200 öffentliche Parkplätze ab 19 Uhr kostenlos zur Verfügung. (Foto: Stadt Landau) -rowa Fr, 3.6., 19-24 Uhr, Stadt Landau; After-Show- Party, 23 Uhr, Gloria Kulturpalast, Eintritt frei

Landau: Dietmar Brixy & Sonja Edle von Hoeßle

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„Reflect – Sinnensuche“ heißt die Doppelausstellung von Dietmar Brixy und Sonja Edle von Hoeßle (Foto). Sie formuliert die zarte Aufforderung, die eigenen Gedanken-und Gefühlswelten zu reflektieren und sich mit allen Sinnen auf die Suche zu begeben. Die Ergebnisse ihrer individueller Suchbewegungen im Innen und Außen halten die beiden KünstlerInnen ganz unterschiedlich fest. Brixy schafft pastos aufgetragene, abstrakte Farbwelten, die mal stark, mal hauchfein erscheinen. Edle von Hoeßles großformatige Cortenstahl-Skulpturen changieren zwischen ruhender Statik und dynamischer Bewegung, zwischen Spannung Entspannung. Zwei Kunstsprachen, die im Dialog an Mehrwert gewinnen. -fd · Eröffnung: Fr, 13.5., 19 Uhr, bis 26.6., Kunstverein Villa Streccius, Landau

ZKM: Wem können wir vertrauen?

Wir sollten den digitalen Medien viel öfter die Vertrauensfrage stellen. Jeden Tag verwenden wir Technologien, Apps und Geräte, deren technische und rechtliche Grundlagen wir maximal ansatzweise verstehen. Unser Vertrauen ist anscheinend groß, auch wenn sich das Bauchgefühl manchmal grummelnd meldet. Die Ausstellung des Forschungsverbunds digilog@bw fragt aus künstlerischer und wissenschaftlicher Perspektive, wie es eigentlich um unsere Kompetenz steht, Deepfakes, Phishing-Mails oder Fake News zu identifizieren, oder welche Folgen die Verbreitung von Eye-Tracking im Alltag haben könnte. Interaktive Installationen laden zum Selbsttest und vergrößern unser Wissen, unsere Autonomie und somit auch unsere Mündigkeit zur Partizipation am Fortschreiten der Digitalisierung. -fd · bis 8.5., ZKM-Digiloglounge (Lichthof 9)

Mit Kinoraum im Kunstverein Wilhelmshöhe: After Crossing The River

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Marcel Odenbach lehrte von 1992 bis ’97 an der HfG Karlsruhe, war anschließend Professor an der Hochschule für Medien Köln und hatte von 2010 bis ’21 die Professur für Film und Video an der Kunstakademie Düsseldorf inne. In der Ausstellung „After Crossing The River“ präsentiert der Kunstverein Wilhelmshöhe Ettlingen 15 junge KünstlerInnen, die ehemals bei Marcel Odenbach in seinen Klassen der Kunstakademie Düsseldorf und der Hochschule für Medien Köln studierten. Inzwischen haben sie alle selbst eine besondere Bekanntheit in der Kunst-und Filmszene erlangt. Zu sehen sind Kurz-und Spielfilme, für die der Kunstverein in einem seiner Räume einen Kinoraum einrichtet und dafür jeden Donnerstag eine verlängerte Öffnungszeit anbietet. Die Ausstellung zeigt neben den Filmen auch andere Videoarbeiten auf Flachbildschirmen und Videoinstallationen. Auch Wandarbeiten und skulpturale Installationen sowie eine Soundinstallation werden zu sehen und zu hören sein. Die Auswahl der KünstlerInnen sowie deren Beiträge zur Ausstellung hat der ehemalige Professor selbst getroffen. Beteiligte KünstlerInnen sind Eli Cortiñas, Dominik Gleis, Vesko Gösel, Tamer Jandali, René Kemp, Hanna Koch, Anna Lena Meisenberg, Róbert Olawuyi, Katharina Pethke, Jens Pecho, Johannes Raimann, Hedda Schattanik, Silke Schönfeld, Timo Seber und Roman Szczesny. (Foto: Silke Schönfeld – „Mainacht. Invented Traditions Part One“, Full HD, 35 Minuten, 2019) -rowa Eröffnung: Fr, 6.5., 18 Uhr, bis 19.6., Kunstverein Wilhemshöhe, Ettlingen

Hackathon im ZKM: Coding da Vinci

Leonardo da Vinci war Künstler, Mathematiker und Ingenieur zugleich. 500 Jahre später wandelt der Kulturhackathon „Coding da Vinci“ auf seinen Spuren. Eingeladen sind alle, die coden und designen, Kunst und Games machen, oder sich schlichtweg für Kultur und Medien interessieren. Aus offenen Kulturdaten sollen in Teamarbeit u.a. Apps, Webseiten, VR/AR-Projekte, interaktive Installationen und Datenvisualisierungen entstehen. Die zugrundeliegenden Datensets werden beim Kick-Off-Wochenende im ZKM vorgestellt. Im Anschluss bilden die TeilnehmerInnen Teams und gehen in die erste gemeinsame Hacking-Runde. Danach sind sieben Wochen Zeit, an den Projekten zu arbeiten. Währenddessen besteht die Chance zu Input-Sessions mit Experten. Die fertigen Projekte werden in einer Preisverleihung am 24.6. in Stuttgart präsentiert. Parallel zum großen Hackathon findet am selben Wochenende auch einer für Jugendliche statt. Auch dieser läuft dann sieben Wochen lang. Für Inspiration sorgt der Live-Coding-Abend mit Performances von Elina Lukijanova, Michele Samarotto, Daniel Kurosch Höpfner, Alex McLean und Lizzy Wilson (7.5., 20 Uhr, ZKM-Medientheater). -fd Sa So, 7. 8.5., ZKM, Anmeldung: www.zkm.de

Gulaschprogrammiernacht

Das größte Nerd-Event Karlsruhes geht in seine Jubiläumsrunde. Zum 20. Mal veranstaltet der Verein Entropia (Chaos Computer Club) die „Gulaschprogrammiernacht“. Vier Tage lang kommen HackerInnen, Technikfreaks, aber auch interessierte Greenhorns zusammen, um zu programmieren, zu basteln, zu hacken oder auch Vorträgen und Diskussionen zu technischen, politischen und sozialen Themen zu lauschen. Selbstverständlich werden auch wieder Unmengen an Gulasch mit und ohne Fleisch gekocht. -fd · Do-So, 19.-22.5., ZKM & HfG

Judith Samen – Vom Rohen kosten

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Was sich in der kulinarischen Praxis eher nicht empfiehlt, kann in der Kunst ganz anregend sein. „Vom Rohen kosten“ heißt die Ausstellung von Judith Samen im Deutschen Fleischermuseum Böblingen. Rohes Fleisch findet sich auf einigen ihrer rätselhaften wie anregenden Fotografien. Auch die eigene Nacktheit wird zum fotografischen Sujet. Oft steht sich die Fotografin selbst Modell, in der Hauptrolle oder als Komparsin. So wird sie zur Erzählerin und Darstellerin. Die Grenzen von Bild und Wirklichkeit, von vor und hinter der Kamera verschwimmen. -fd bis 23.10., Deutsches Fleischermuseum, Böblingen

Skulpturengarten & Kunstparcours Schweigen-Rechtenbach

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Viele Jahre lang schon setzt sich Gudrun Zoller, die im Alten Schulhaus von Schweigen-Rechtenbach lebt, für Kultur und vor allem Kunst in der Südpfalz ein. Unermüdlich, denn manchmal braucht es eben Zeit, bis z.B. eine Skulpturenausstellung als echter Wirtschaftsfaktor wahr-und ernstgenommen wird. Im vergangenen Jahr wurde Zoller 80 Jahre alt und es war sicherlich auch ihr erfolgreichstes Jahr als Kuratorin des Skulpturengartens – die spektakuläre lebensgroße Schwimmerin von Gabriele Köbler wurde von der Gemeinde angekauft und blickt als „Wahrzeichen“ über den großen Skulpturengarten neben dem Alten Schulhaus. Auch 2022 gibt’s neue Skulpturen und Objekte und einen neuen Kunstparcours, der durch den Ort führt. Spektakulär sind die Arbeiten des Metallbildhauers Jürgen Heinz aus Lorsch (www.atelier-juergenheinz.de), der die Arbeiten „Intro I II“ (2013) sowie die 2,8 Meter hohe Stahlplastik „Vögel“ (2015, Foto links) zeigt. Letztere ziert das Cover unserer „INKA Regio“-Ausgabe im Mai. Vertreten ist auch der Coverkünstler des aktuellen INKA Stadtmagazins: Pavel Miguel (www.pavelmiguel.de) zeigt in Schweigen seine Holzinstallation „Wohin Du gehst, gehst Du mit mir“ (Foto rechts); eine Art Boot, zu dem sich jeder seine eigene Geschichte ausdenken kann. Ist es der Fährmann, der einen in den Hades begleitet oder ein Flüchtlingsschiff oder eine gestrandete Barkasse eines Piratenschiffs? Weitere KünstlerInnen sind Petra Roquette (Maximiliansau), Didier Guth (Straßburg) Colette Wendel’Ehr aus Altenstadt in Frankreich, der Holzbildhauer Guntram Prochaska, Ottmar Hörl (Wertheim) sowie die Pfälzer Karl-Heinz Deutsch, Dieter Händel und Christian Feig. Neben dem Skulpturengarten lockt der angeschlossene, neu gestaltete Kunstparcours zu einem Kunstausflug in die Pfalz. Im schönen Ambiente zahlreicher Weingüter, Gasthäuser, Gärten und Galerien laden Skulpturen und Objekte von regionalen sowie überregionalen Kunstschaffenden zum Genießen und Verweilen ein. -rowa · Mai – Oktober, Schweigen- Rechtenbach (Ortsteil Schweigen), www.schulhaus-schweigen.com

Galerie Axel Demmer: Vier Bauhaus-Künstler

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Das Interesse an der „Verlorenen Generation“ ist groß, weshalb Axel Demmer seine Ausstellung mit den vier Bauhaus-Künstlern Emil Bartoschek, Hans Kinder (Abb.), Albert Hennig und Erich Borchert nochmals um zwei Wochen verlängert hat. Alle vier Künstler studierten bei Paul Klee und Wassily Kandinsky, alle malten parallel abstrakt und gegenständlich, alle gerieten durch faschistische oder kommunistische Kunstkontrolle in Not. Borchert starb gar 1944 in einem Gulag, nach dem Vorwurf antisowjetischer Agitation. Bartoschek malte heimlich abstrakte Bilder und verkaufte sie unter der Hand, während er nach außen den braven Landschaftsmaler gab. Hennig und Kinder kämpften an der Ostfront, wurden von den Nazis mit Malverbot belegt und fanden auch in der DDR kein künstlerisches Glück. Das geläufige Hennigformat bezieht sich auf die kleinen 15x20-Zentimeter-Zeichnungen, die der Künstler in den Pausen während seines Jobs als Betonbauer anfertigte. -fd · bis 30.5., Galerie Axel Demmer

Orgelfabrik: Performance trifft Oper und Installation

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Sophia Seidler und Julla Kroner verfolgen in „Echo (She/ Her)“ die Geschichte der Nymphe Echo, die in der Version von Daphnis und Chloé vom eifersüchtigen Pan in tausend Einzelteile zerrissen wird. In einer immersiven Performance-Oper kann das Publikum Echo Raum für Raum folgen. Eine Geschichte von Liebe und Hass, Meuterei und Zerstümmelung, Vergangenheit und Zukunft, Doppelgänger und Nymphen. In der Ausstellung „Perfekter Zustand! Ein körperloser Kuchen in einer Bowle – Die leichte moderne Kunst“ suchen Gin Bahc, Katharina Baumann und Judith Milz nach dem Vierten, das entsteht, wenn die drei zusammen sind. Mit individuell unterschiedlichen künstlerischen Methoden erforscht das Trio das Verhältnis von Idee und Form. Installative Objekte werden zur Grundlage performativer Momente. -fd · Echo (She/Her): Do, 5.5., 19 Uhr; Fr Sa, 6. 7.5., 17 Uhr; Fr, 13.5., 17 Uhr; Sa, 14.5., 13 17 Uhr; Perfekter Zustand!: Eröffnung: Mi, 25.5., 19 Uhr, bis 5.6., Orgelfabrik

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