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KURZ & GUT


Auto Bild sportscars - epaper ⋅ Ausgabe 9/2021 vom 12.08.2021

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Die Wahrheit liegt auf der Strecke Auch die Kleinen müssen ab aufs Contidrom und zeigen, was sie können. Der Schnellste? Antwort auf Seite 55

Das N steht bei Hyundai erstmal für Namyang. Aber auch für Nürburgring. Auch dort gibt es ein Testzentrum!

DER I30 N ERFREUT sich großer Beliebtheit und hat sich einen Ruf als verdammt ernst zu nehmender GTI-Gegner erarbeitet. In der Rallye-WM ist Hyundai wiederum mit dem i20 erfolgreich unterwegs – da liegt eine angespitze Sportversion des i20 schon sehr nahe. Was mit dem i20 N geschehen ist. Das N steht einerseits für Namyang. Dort, in der Nähe von Seoul, liegt das Entwicklungszentrum von Hyundai/Kia. Und andererseits für Nürburgring. Auch dort unterhält Hyundai ein Testzentrum. Und, nicht vergessen, Albert Biermann, BMW M-Legende, ist inzwischen Entwicklungschef des Konzerns. Und der Mann weiß, wie man schnelle Autos baut.

In der Vier-Meter-Klasse ist Hyundai dann nicht wirklich allein, sondern trifft auf leistungsbereite Sportskameraden. Der Ford Fiesta ST etwa gilt ...

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... traditionell als Maßstab für Fahrspaß in dieser Klasse, und als John Cooper Works ist auch der Mini ziemlich flott unterwegs. Hat der Neue aus Korea eine Chance gegen die Platzhirsche?

Der i20 gehört ja generell zu den erfreulichen Erscheinungen unter den Kleinwagen, als N haben ihn die Designer noch mal angeschärft. Mit Schwellern und Spoilern ringsum, das Ganze in N-typischem Performance Blue, dazu bildschöne 18-Zöller. Alles nicht übertrieben, sondern ganz harmonisch. Das hat Stil!

Während der i20 N ein Hingucker ist, hält sich der Fies ta ST designmäßig sehr zurück, bleibt unauffällig, zumal als Dreitürer. Ein schöner Trick! Schaut man dann genauer hin, erkennt man, dass es eben nicht der 75-PS-Mallorca-Mietwagen ist, sondern irgendetwas anderes. Das Doppelrohr oder auch die 18-Zöller verraten den ST.

Der seit 2013 gebaute Mini macht dann voll auf Show. Mit auffälligen Lufteinlässen, Diffusor, dem fetten Doppelendrohr in der Mitte und dem Spoilerwerk trägt er dick auf.

Mit zwei Litern verfügt er über den größten Hubraum, der Vierzylinder aus dem aktuellen BMW-Motorenbaukasten liefert 231 PS und 320 Nm. Bestwerte im Vergleich.

Auch beim Hyundai steckt ein Vierzylinder unter der Haube, der 1,6-Liter kommt mit 204 PS und 304 Nm. Nominell scheint der Ford damit etwas im Nachteil zu sein. Seine 1,5 Liter verteilen sich schließlich auf nur drei Zylinder, er tritt mit 200 PS und 300 Nm an.

Aber wie! Der Dreizylinder dreht fröhlich auf, schiebt an wie ein Großer, knurrt dabei wütend und macht obenraus mächtig Getöse. Dazu die aus der Mitte heraus spitze Lenkung und ein seeeehr leichtes Heck. Also in schnellen Kurven nur mal kurz vom Gas, schon beginnt die Show und fertig ist ein Spaßmobil erster Güte.

Bekannt so weit. Doch der Hyundai, Überraschung, kann das praktisch genauso gut. Der kernig-heiser klingende 1,6-Liter tritt bissig an, zieht druckvoll durch – wirkt nur bei hohen Touren etwas zugeschnürter als die beiden anderen. Sehr schön ist die Zwischengasfunktion beim Runterschalten – aus dem Auspuff sprotzt und rotzt es dann, dass es eine Freude ist.

Die Lenkung spricht exakt und mit fester Rückmeldung an, der i20 N fährt sich sauber und präzise, sehr leichtfüßig. Im direkten Vergleich entschlossener und nicht so aufgeregt wie der wilde, ungestüme Fiesta.

Der Mini kann auf diesem Niveau nicht mithalten. Klar, auf der Geraden ist er der Schnellste, auch die Höchstgeschwindigkeit liegt höher als bei Ford und Hyundai. Der 2,0-Liter hat mit 231 PS eben Leistung satt, klingt aber irgendwie gedämmter, nicht so verheißungsvoll wie die beiden anderen.

Die Lenkung wirkt zudem arg synthetisch, der Mini untersteuert kräftig, es gibt mehr Aufbaubewegungen der Karosserie. Und er vermittelt nicht nur ein diffuses Bremsgefühl, sondern hat auch die schlechtesten Brems werte. Beim Stopp aus Tempo 100 mit warmen Bremsen stand der John Cooper Works erst nach 36,2 Metern – 2,7 Meter nach dem koreanischen Krawallknirps.

Auf dem Contidrom läuft der Mini dann tatsächlich als Letzter ein, sein Geschwindigkeitsvorteil auf den Geraden bringt ihm nicht so viel. Zweiter wird der lebhafte, quicklebendige Ford, bei dem das Heck ständig auf Quertreiber lauert und der geübte Fahrer ein Grinsen im Gesicht trägt.

Doch im Endeffekt schneller, in drei von vier Sektoren, ist der präzisere, entschlossenere i20 N. Wie beim Fiesta fällt beim Hyundai noch das hohe Gripniveau an der Vorderachse auf, die Traktion ist einfach hervorragend, zumal mit der Differenzialsperre beim i20-Testwagen.

Vorn liegt der Hyundai dann auch bei den Preisen. Den i20 N gibt es ab 24 990 Euro, als getesteten Performance mit Differenzialsperre an der Vorderachse und Klimaautomatik ab 26 990 Euro. Der Ford Fiesta ST steht als Dreitürer ab 25 150 Euro in der Liste, als Fünftürer für 400 Euro mehr. Auf einem ganz anderen Preisniveau bewegt sich der Mini JCW, für den verlangen die Briten mindestens 32 800 Euro. Damit ist die Sache klar. Der i20 N ist ganz sicher bald auch sehr beliebt.

Rundenzeiten Contidrom

Eins fällt von Anfang an auf: Die hervorragende Traktion von Ford und Hyundai (mit Sperrdiff.), die beiden bauen vom Fleck weg viel Grip auf. Beide haben auch die Lenkungen richtig gut abgestimmt, schnell, direkt und auskunftsfreudig, die beim Mini ist doch arg synthetisch. Auf den Geraden ist der Mini der Schnellste, sobald das Kurvengeschlängel beginnt, verliert er den Anschluss. Der Hyundai liegt dabei ruhiger und präziser als der wilde Ford, der zu gern mit dem Heck spielt. Das macht richtig Spaß, kostet aber eben Zeit.

Auch beim Anbremsen vermittelt der Hyundai das beste Gefühl.

PLATZIERUNG

Punkte maximal 400

1 . HYUNDAI I20 N Er sieht klasse aus und fährt auch so. Kräftiger Motor, viel Ausstattung, günstiger Preis. 275 Punkte

2 . FORD FIESTA ST Des Design ist zurückhaltend, der Fahrspaß umso größer. Fröhlicher Motor. 260 Punkte

3. MINI JOHN COOPER WORKS Das verspielte Design ist große Show und der Motor stark. Sehr hohe Preise. 253 Punkte

Fazit

Dirk Branke, Mirko Menke

Toller Einstieg für den Hyundai i20 N. Der fährt ganz nach vorn, distanziert sogar den Ford Fiesta ST. Der bleibt nach wie vor der größte Spaßvogel in dieser Klasse. Der sehr teure Mini hat den stärksten Motor.