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Kuscheln: Cotomgeether


petra - epaper ⋅ Ausgabe 11/2019 vom 10.10.2019

So nah wie möglich – und dann ein entspanntes Kribbeln: Diese5 KUSCHEL-ROCKERINNEN umarmen sich und viele andere mit allergrößter Leidenschaft


GESA NEITZEL zählt zu den wenigen Frauen, die Safaris leiten. Dabei ist es für die aus Deutschland stammendeRANGERIN eine Herzenssache, Menschen, Tiere und Natur zusammenzuführen

Der afrikanische Busch ist unberechenbar. Ein Leopard, der plötzlich vor einem steht. Eine neugierige Giraffe, die ihren Hals ins Zelt steckt. Für Gesa Neitzel sind Elefanten „magische Lebewesen“.

Die Ex-TV-Redakteuerin aus Berlin begann vor vier Jahren in Botswana ihre Ausbildung ...

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Bildquelle: petra, Ausgabe 11/2019

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... als Rangerin. Und erinnert sich: „Nach einem langen Tagesmarsch war in der Dämmerung unser Geländewagen bereits zu sehen. Nur noch 200 Meter. Beim Passieren einer Baumgruppe ließ uns dann das Knacken von Ästen aufhorchen. Es waren Elefantenbullen, die Mopane-Blätter fraßen. Mein Herz pochte bis zum Hals.“

Erleben

Mensch und Tier harmonieren: Den Kopf vonGesa Neitzel, 32, nutzt ein Erdmännchen spontan als Spähturm. Die Rangerin lebt überwiegend inBotswana, organisiert Safaris und arbeitet als Autorin.
•safarifrank.de

„Ohne feste Beziehung“ – die Statusmeldung hat Konjunktur. Viele Menschen sind es nicht freiwillig. Ihnen bietetSINGLE-COACH MARINA MERNKE Hilfe an

Praktisch denken. Das kann gerade bei einem gefühlsgeladenen Thema wie Partnersuche nicht schaden. „Solange die Handbreme noch angezogen ist, sollte man nicht gleich Vollgas geben“, spricht die Hamburgerin Marina Mernke aus eigener Erfahrung. Sie war sechs Jahre lang Single, bis sie beschloss, etwas zu ändern. Und sie baute ein Online-Portal auf, um Singles bei ihrer Suche nach einer neuen Beziehung zu unterstützen.

„Frag Marie“ – Die ausgebildete Psychologin wählt einen sehr persönlichen Ton, wie unter Freundinnen. Und was ihr anvertraut wird, kennt sie gut. Bremsfaktoren wie: die letzte Beziehung nicht richtig verarbeitet, Minderwertigskomplexe („Wenn ich mit einem attraktiven Mann rede, laufe ich sofort rot an.“) und auch derWarum-meldet-ersich- nicht-zurück- Klassiker.

Um sich zu erforschen und freier fürs Flirten zu werden, hat Mernke mit Experten entsprechende Werkzeuge für ein sechswöchiges Online- Coaching entwickelt. Der „Frag Marie“-Podcast ist mit 700 000 Downloads ein absoluter Renner. Das zeigt, wie hoch der Beratungsbedarf ist, wenn der Wunsch nach Zweisamkeit, Kuscheln und erfüllendem Sex so übergroß wird, dass er zu Blockaden führt. Wie bei Marina Mernke. Sie lernte ihren heutigen Freund kennen, als sie nicht ans Daten dachte, sondern an ihre neue Firma: „Auf einmal war es ganz leicht.“

Annähern

Handfeste Beratung mit Herz: Single-CoachMarina Mernke, 34, bietet Online-Coaching mit täglichen Übungen und Tipps, aber auch ganz individuelleBeratung an – mehrheitlich für Frauen.
•frag-marie.de

Sie lieben Katzen, dürfen aber selbst keine halten? Oder Sie können gar nicht genug von ihnen bekommen? Oder Sie sind Tierschützerin? Dann werden Sie sich imKATZENTEMPEL beiRILANA RENTSCH zu Hause fühlen

Man muss eine Doppeltür mit Schild passieren: „Liebe Gäste! Wir bitten Euch, nicht nur zum Streicheln hereinzukommen.“ Die Schleuse soll verhindern, dass keine der sechs Katzen entwischt, wenn jemand ein- oder austritt. Drinnen scheinen sich diese zwischen den hellen Tischen und Menschenbeinen sehr wohl zu fühlen. Auf einer Bank lässt sich Kater Newman kraulen. „Er liebt Faulenzen bis zum Abwinken“, steht in dessen Vita, für jeden Gast einsehbar. „Es ist ein Ort, wo die Tiere an erster Stelle stehen“, betont Rilana Rentsch, Inhaberin des „Katzentempels“ in Hamburg. Rund 60 Plätze bietet das geräumige Café, aufgelockert durch Kletterbäume und einen „Catwalk“ unter der Decke. Die Küche ist durch eine Glaswand abgetrennt. Frühstück, Kuchen und warme Speisen – alles vegan – können im Beisein der Katzen genossen werden. Nach zwei Jahren kämen inzwischen viele Stammgäste, die mit den Eigenarten der Bewohner vertraut sind, erklärt die Betreiberin. Die Katzen nächtigen im Café, in der Früh wird alles geputzt. Die Tierärztin Sonja Schirmer schaut regelmäßig vorbei.

„Bei uns leben auch Senioren“, sagt Rilana Rentsch und zeigt dabei lächelnd auf Siam-Mix-Dame Serena. Sie ist bereits 13, stammt aus Irland, und wurde – wie alle Katzen – von einem Tierschutzverein(Irish Farm of Hope) vermittelt. Das gehört zu den Prinzipien des „Katzentempels“, einem Franchise-Unternehmen, das 2013 von Thomas Leidner in München gegründet wurde und Filialen in Leipzig und Nürnberg betreibt. Und weitere sind bereits in Planung.

Rilana Rentsch, seit ihrer Kindheit mit Samtpfoten vertraut, hat zuvor in einer PR-Agentur und in der Gastronomie gearbeitet: „Ich habe hier wirklich meine Erfüllung gefunden, und für mich macht die Verbindung aus Tierschutz und einer veganen Speisekarte absolut Sinn.“

Schnurren

Berühren erlaubt – aber mit dem nötigenRespekt: Die HamburgerinRilana Rentsch, 31, mit Katze Avy in ihrem Lokal „Katzentempel“ (Adresse: Kleiner Schäferkamp 24, 20357 Hamburg).
•katzentempel.de

Warum für den Lotossitz mit Meerblick in die exotische Ferne reisen?DÖRTE KUBATZKI leitet an der Nordseeküste ein allumfassendesYOGAHOTEL

Von den Hochhäusern der Frankfurter Finanzwelt an den weitläufigen, flachen Strand von Sankt Peter-Ording: Hotelinhaberin Dörte Kubatzki hat einen großen Schritt hinter sich. „Vor vier Jahren war das meine Reha“, sagt die ehemalige Bänkerin. In der Zeit, als sie sich mit ihrem Mann Marco zu einem radikalen beruflichen Neubeginn entschlossen hatte, erhielt sie die Diagnose Brustkrebs. Von ihrem Vorhaben hielt sie das nicht ab. Ganz im Gegenteil!

Dörte Kubatzki kämpfte gegen die Krankheit und zog dabei viel Kraft aus ihrer Ausbildung zur Yoga-Lehrerin. Und während der Heilungsprozess einsetze, reiften die Pläne für„Das Kubatzki“ – einen Ort, wo man entspannt und gleichermaßen neue Energie tankt. Das beeindruckende Resultat: Es gibt in Deutschland kein vergleichbares Hotel, das derart konsequent Yoga in den Tagesablauf integriert hat. Wer hier ankommt, kann sofort in einen der Anfängeroder Fortgeschrittenenkurse einsteigen, außerdem aus einem großen Spezial-Angebot auswählen.

Aus der offenen Wohnküche wird regionale Kost mit Öko-Power serviert. Zimmer und Lounge sind im hellen Nordic-Look gehalten, durchsetzt von maritimer Verspieltheit. Viel Raum zum Atemholen. Und zum Strand sind es nur wenige Meter. Dörte Kubatzki bekennt: „Ich möchte meinen Gästen dabei helfen, wieder bewusster und mehr zu empfinden.“

Strecken

Gibt täglich selbst Kurse und steht an der Rezeption:Dörte Kubatzki, 45, Erfinderin des Yogahotels „Das Kubatzki“ an derNordsee. Man kann feste Arrangements oder nur ein Zimmer buchen (Adresse: Im Bad 59, 25826 Sankt Peter-Ording).
•das-kubatzki.de

In ihrer Wohnung arbeitet sie dort, wo sie auch schläft:ELISA MEYER ist professionelleKUSCHLERIN und gibt ihren Kunden gegen Bezahlung das Gefühl von körperlicher Nähe

Das kleine, lichtdurchflutete Reich unterm Dach eines Leipziger Altbaus wirkt wie eine Studentenwohnung. Hinter einem raumteilenden Bücherregal befindet sich das breite Bett, auf dem Kissen und Stofftiere verteilt sind. Eine Spielwiese, auf der die Bewohnerin mit ihren Gästen ausgiebig herumwälzt und tobt, herumknuddelt oder streichelt. Alles für 60 Euro in der Stunde.

Zärtlichkeiten gegen Geld? Elisa Meyer, die den Service„Kuschelkiste“ betreibt, löst Irritationen aus. Mit Fremden ganz innig werden, wie geht das? Und wo ist dann die Grenze zur Prostitution? Die Luxemburgerin, die in Wien ihren Doktor der Germanistik gemacht hat, kennt die Vorbehalte. Ihre Antwort: „Ich kuschle gerne. Warum soll ich das nicht weitergeben, wenn bei dieser Dienstleistung die Rollen klar verteilt sind?“

Elisa Meyer zeigt eine Schautafel mit selbst angefertigter lustiger Zeichnung – ein Frauenkörper, an einigen Stellen mit roten Warnkreuzen: Lippen, Brust, Po, Vagina, die Schenkel-Innenseiten. „Das sind die Tabuzonen. No Sex! Und mit meinen Kunden kläre ich vorher alles ab“, sagt die Kuschlerin mit entwaffnendem Lächeln. Dabei umfasst sie die Hand ihres Gegenübers mit all ihren Fingern. Ein kurzer, sanft-eindringlicher Gänsehautmoment. Gekonnt ist gekonnt. Meyer: „Es gibt Techniken, die im Grunde bei jedem Menschen nach zehn Minuten ein wohliges Gefühl auslösen und das Glückshormon Oxytocin aktivieren können.“

Die Kunden? Überwiegend Männer, auch viele, die noch nie oder lange keine Liebesbeziehung hatten. Körperhygiene und Respekt vorausgesetzt, kuschle sie ohne Vorbehalte. Und aufgrund der Reaktionen im bundesweit rasch wachsenden Netzwerk – für das sie bereits rund 100 Kuschler ausbildet hat – ist sie sicher, mit „absichtslosen Berührungen“ viele Menschen nachhaltig emotional stärken zu können.

Knuddeln

Gesunde Zweisamkeit:Elisa Meyer, 32 (vorne) kuschelt mit Kundin. Ihre Methoden beschreibt sie im Buch„Berührungshunger“ ( Eigenverlag) – und sie sind Grundlage ihrerKurse zur Ausbildung von Kuschlern.

•cuddlers.net


FOTO: GESA NEITZEL

FOTO: JULIA (1)

FOTOS: JÖRG LANG, IZA HEGEDÜS