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Landschaften


ColorFoto - epaper ⋅ Ausgabe 2/2020 vom 07.01.2020

Landschaften gehören nicht ohne Grund zu den beliebtesten Motiven. Grenzenlose Vielfalt, multipliziert mit den Spielarten des Lichts und den Möglichkeiten fotografischer Interpretation – das ist es, was Naturfotografen dauerhaft begeistert. In diesem Beitrag zeigen wir, wie auch die Bildbearbeitung zum Teil des kreativen Prozesses wird – mit dem Ziel, die Bildwirkung zu intensivieren


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Bildquelle: ColorFoto, Ausgabe 2/2020

Sony A7R II | 24mm | ISO 100 | f/11 | 1/80 s | Grauverlaufsfilter ND4 Lichtmalerei Mallorca, Serra de Tramuntana: Aufkommender Sturm, bedrohliche Wolken und Gegenlicht schaffen eine traumhafte Stimmung. Um die Kontraste zu ...

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... beherrschen, wurde ein Grauverlaufsfilter schräg, der Bergsilhouette folgend, eingesetzt. Knappe Belichtung rettete die Lichter. Ein Foto, das an die Gemälde von Caspar David Friedrich erinnert.


Karl Stechl, Autor


KOMMENTAR In der Landschaftsfotografie gibt es zwei Pole: Purismus auf der einen Seite, Plakativismus auf der anderen. Das eine Lager will allenfalls den Kontrast optimieren, das andere verwandelt Landschaften in knallbunte Fantasywelten, z.B. mit überzogenem HDRLook. Man kann aber auch einen Weg wählen, der zwischen den Fronten verläuft, nennen wir ihn „Superrealismus“. Dazu gehören das Verstärken oder Reduzieren von Helligkeits- und Farbkontrasten, das Ausdehnen der Schärfentiefe oder spezielle Formen der Bildpräsentation. Das Gestaltungsziel sollte man bereits bei der Aufnahme vor Augen haben – so vermeidet man reine Effekthascherei.

Farbe

Umfassende und selektive Farb- korrekturen spielen bei der Bearbeitung von Landschaftsfotos eine wichtige Rolle. Zu den umfassenden Korrekturen gehört der Weißabgleich, der das Aufnahmemedium an die Farbtemperatur des vorherrschenden Lichts anpasst. Damit lässt sich entweder eine farbstichfreie Wiedergabe oder eine bewusst herbeigeführte Farbverfremdung erzielen. Auch die „Farbbalance“ in Photoshop mit den drei Farbachsen-Reglern Cyan-Rot, Magenta-Grün und Gelb-Blau wirkt auf das gesamte Bild.
Die erwähnten Bildbearbeitungsfunktionen beziehen sich auf Photoshop CC, Photoshop Elements und Lightroom. Photoshop bietet auch die Möglichkeit, JPEGs oder TIFFs im Camera-RAWFilter zu bearbeiten, dessen Funktionsumfang dem Adobe-RAW-Konverter ähnelt. Andere Bildbearbeitungsprogramme bieten vergleichbare, nicht unbedingt identische Funktionen.

Mehr Grün

Island, Halbinsel Snaefellsnes: Bei diesem Motiv sind die Grüntöne entscheidend, die einen starken Farbkontrast zu den tief hängenden dunklen Wolken bilden. Deshalb wurde die Grünsättigung bei der RAW-Verarbeitung angehoben.

Sony NEX-7 | 33mm (16-70mm) | ISO 100 | f/9 | 1/100 s


Sony A7R II | 13mm (12-24 mm) | ISO 100 | f/16 | 1/30 s


Duplexfilter

Wüstenlandschaft im Death Valley, USA: Der Komplementärfarbeneffekt wurde verstärkt durch eine selektive Sättigung des blauen Himmels und den wohldosierten Einsatz des Duplexfilters aus Nik Color Efex Pro 4. So wird ein Farbton erzeugt, der die anderen Farben in einstellbarer Intensität überlagert.

Sony A7 III | 24mm (24-105 mm) | ISO 400 | f/10 | 1/250 s


Himmelsdrama

Um das etwas flau wirkende Landschaftsbild (1) aufzupeppen, wurde im PS-RAW-Konverter zunächst die „Klarheit“ angehoben (+25). Dadurch verstärkt sich der Kontrast in den Mitteltönen. „Dunst entfernen“ (+50) wirkt vor allem auf den Hintergrund (Himmel und Wolken); der Effekt ähnelt der Wirkung eines Polfilters. Die Blausättigung wurde anschließend etwas zurückgenommen (-15). Bild 2 ist das Ergebnis.

Sony A7R III | 15mm (Laowa, adaptiert) | ISO 100 | f/13 | 1/5 s


Farbtemperatur

Morsum-Kliff auf Sylt: Dicht am Horizont findet die Sonne noch eine Lücke in den Wolken, das schwache Licht taucht das Kliff in sanftes, warmes Licht. Bei Einstellung des Weißabgleichs auf ca. 5000 Kelvin entspricht die Lichtstimmung in etwa dem Augeneindruck (1). Bei reduzierter Farbtemperatur (ca. 3000 Kelvin) wirkt das Bild immer noch natürlich, aber völlig anders (2)

Canon EOS-1Ds Mk III | 24mm (24-70mm) | ISO 100 | f/11 | 1/13 s


Alles scharf

Schärfe vom Vorder- bis zum Hintergrund ist ein Qualitätsmerkmal der meisten Landschaftsaufnahmen. Von einem erhöhten Standpunkt schafft man das auch mit moderatem Abblenden.

Schärfentiefe

Bei den meisten Landschaftsmo- tiven ist Schärfe vom Vorder- bis zum Hintergrund erwünscht oder unverzichtbar. Dabei gilt das Prinzip: Je kleiner die Blendenöffnung desto größer die Schärfentiefe – wenn Sensorgröße, Brennweite und Abbildungsmaßstab gleich bleiben. Leider lässt sich dieses Spiel nur bis zu einer bestimmten Grenze betreiben, die durch die „förderliche Blende“ definiert ist. Dieser Wert, der in allen COLORFOTO- Kameratests angeben ist, variiert mit der Pixelpackungsdichte des Sensors. Das heißt: Je mehr Pixel auf der Sensorfläche versammelt sind, desto weniger kann man abblenden, ohne dass die Allgemeinschärfe aufgrund von Beugungsunschärfen leidet.
Die oft zitierte „Hyperfokale Distanz“ beschreibt eine Entfernungseinstellung am Objektiv, die ein klar definiertes Maß an Schärfentiefe zwischen nah und „unendlich“ ermöglicht. Die Arbeitsblende und die Brennweite sind dafür die entscheidenden Variablen. Onlinerechner sowie SmartphoneApps unter dem Stichwort „Hyperfokale Distanz“ bieten Fotografen Einstellhilfen.
Findet sich ein erhöhter, vom Vordergrund relativ weit entfernter Standpunkt, lässt sich eine Landschaft auch ohne starkes Abblenden von vorne bis hinten scharf abbilden. Je näher man aber dem Vordergrund mit der Frontlinse des Objektivs kommt, desto größer wird das Problem mangelnder Schärfentiefe. Eine mögliche Lösung heißt Fokus-Stacking: Mehrere Aufnahmen mit manueller Fokussierung bei unterschiedlichen Entfernungseinstellungen werden in einer Sof tware (z.B. Focus Projects 3 prof.) zu einem durchgängig scharfen Bild kombiniert.

Sony A7R III | 45mm | ISO 100 | f/11 | 1/160 s


Focus-Stacking

Felsen mit gelben Flechten: Vier Aufnahmen mit unterschiedlicher Fokussierung wurden mit „FokusKombination“ in Affinity Photo zu einem durchgehend scharfen Bild (1) kombiniert. Bild 2 zeigt die erste Aufnahme der Reihe (vorne scharf), Bild 3 die letzte (hinten scharf). Ein extremes Weitwinkel hätte zwar von Haus aus mehr Schärfentiefe gebracht, den Hintergrund (Felsen) aber viel zu klein abgebildet.

Sony A7R II | 30mm | ISO 250 | f/16 | 0,8 s | ND-Filter 1.8


Bewegungsunschärfe

Die Holzbuhnenreihe sollte von vorne bis hinten scharf abgebildet werden, was mit dem Weitwinkelobjektiv und Blende 16 gelang. Um die Bewegung des Wassers sichtbar zu machen, verlängerte ein ND-Filter 1.8 (6 Blenden) die Belichtungszeit.

Sony A7 III | 105mm (24-105 mm) | ISO 100 | f/5,6 | 1/320 s


Foto: Karl Stechl

Selektive Schärfe

Selektive Schärfe durch große Blende kann vor allem bei Details in der Landschaft sinnvoll sein. Hier sollte sich der störende Hintergrund – ein Parkplatz mit Autos – in die Unschärfe verabschieden.

Licht & Kontrast

Sony A7R III | 14 mm Fisheye (Canon 8-15mm, adaptiert) | ISO 100 | f/13 | 1/2000 s


Gegenlicht

Stürmische Nordsee, Sylt: Die Kamera wurde exakt waagerecht auf dem Stativ eingerichtet, um eine Verkrümmung des Horizonts durch das Fisheye-Objektiv zu vermeiden. Bei der RAW-Verarbeitung wurden die Tiefen angehoben und die Lichter abgedunkelt, dann der Kontrast selektiv im Vordergrund verstärkt.

Das Licht macht den Unterschied: Dieser Satz gilt zwar für viele Fotomotive, hat bei Landschaftsaufnahmen aber ein besonderes Gewicht. Als Naturfotograf benötigt man eine besondere Sensibilität für das Aufnahmelicht und die Wetterbedingungen, die außergewöhnliche Lichtsituationen hervorbringen. Ein Beispiel dafür ist Siegfried Laydas Foto vom Weststrand auf Sylt: Sturm, Wolken, Brandung und die Sonne in Gegenlichtposition inszenierten ein Lichtdrama, das nur wenige Sekunden anhielt.
Das schönste Licht bringt aber nichts, wenn die Tonwerte im Bild nicht stimmen, wenn Schatten zulaufen oder Lichter ausfressen. Als Faustregel gilt: Knapp belichten, damit helle Partien im Motiv noch Zeichnung behalten; die Schatten lassen sich bei der RAW-Verarbeitung mit dem Tiefenregler aufhellen. Wenn nötig, dunkelt man die Lichter mit dem gleichnamigen Regler weiter ab. Wirkt das Bild nach diesem Kontrastausgleich zu flau, hilft der Klarheit-Regler in Photoshop. Er verstärkt den Kontrast in den Mitteltönen, ohne dass es in Lichtern und Schatten zu erneuten Tonwertverlusten kommt.
Eine weitere Option zur Bändigung hoher Motivkontraste ist die HDRTechnik: Sie basiert auf einer Belichtungsreihe, die das gesamte Tonwertspektrum des Motivs einfängt, und einer Software, mit der die Einzelbilder zu einem HDR-Bild verrechnet werden. Landschaftsmotive wirken damit aber oft unnatürlich. Deshalb sollte man vorrangig die Möglichkeiten der RAW-Verarbeitung für einen effektiven Kontrastausgleich nutzen.

Sony NEX7 | 190 mm (18200mm) | ISO 100 | f/11 | 1/6 s


Seitenlicht

Der Granitfelsen „Half Dome“ im Yosemite Nationalpark wurde vom seitlich auftreffenden Abendlicht plastisch beleuchtet. Ein Polfilter reduzierte den Dunst und die Reflexionen an den Felswänden. Zudem erhöhte er die Blausättigung im Himmel.

Canon EOS 5D Mk II | 105 mm (24105mm) | ISO 100 | f/14 | 1/30 s


Auflicht

Namibia, Granitfelsen nahe dem Fish River Canyon: Im letzten Licht der untergehenden Sonne zeigt sich der Mond. Der in Auflichtsituationen oft störende Fotografenschatten wurde durch einen tiefen Aufnahmestandpunkt vermieden.

Sony A7R II | 150mm (70400mm) | ISO 100 | f/13 | 1/320 s


Mondlicht

Meeresbucht bei Vollmond, Mallorca: Um die Strukturen auf der Wasseroberfläche zu erhalten, wurden „auf die Lichter belichtet“ und die Tiefen (Berge) in der RAWEntwicklung aufgehellt. Der korrigierte Weiß abgleich (ca. 3800 Kelvin) erhält die nächtlich blaue Stimmung.

Sony A7R III | 39mm (12-24mm) | ISO 100 | f/13 | 1/200 s


Triptychon

Sonnenuntergang am Watt, Sylt: Das Triptychon durchbricht die üblichen Sichtweisen. Mit dem Auswahlrechteck-Werkzeug in Photoshop wurden drei gleich große Ausschnitte aus dem Bild genommen, in ein zweites, größeres Dokument mit grauem Hintergrund kopiert und angeordnet.

Sony A7 III | 15 mm (Laowa, adaptiert) | ISO 100 | f/11 | 1/160 s


Weitwinkel

Wörthsee, Oberbayern: Weitwinkelobjektive gelten als typische Landschaftsobjektive. Extrem kurze Brennweiten sorgen aber für eine Überbetonung des Vordergrunds zulasten des Hintergrunds, der scheinbar in weite Ferne rückt. Hier wurde dieser Effekt bewusst eingesetzt, um die Weite des Sees zu betonen.

Bildwinkel

Landschaften wecken Vorstellungen von Weite und Größe. So ist es nicht verwunderlich, dass Weitwinkelobjektive in der Landschaftsfotografie eine wichtige Rolle spielen. Entscheidend dabei ist aber nicht die Brennweite als unveränderliche Objektiveigenschaft, sondern der Bildwinkel, der sich durch die Kombination von Sensorgröße und Brennweite ergibt: Je kleiner bzw. grö- ßer der Sensor bei einer gegebenen Brennweite, desto kleiner bzw. größer der Bildwinkel. Ein 14-mm-Objektiv hat an einer Kleinbildkamera einen Bildwinkel von 114 Grad. An einer APS-C-Kamera verkleinert sich der Bildwinkel auf rund 90 Grad, was einem 21-mm-Objektiv an einer Kleinbildkamera entspricht (Cropfaktor 1,5). Anschaulich wird das z.B. im NikonObjektivsimulator (t1p.de/o6f2)
Es kann aber auch gute Gründe dafür geben, bei Landschaftsaufnahmen ein Teleobjektiv zu verwenden. Bei der unten abgebildeten Aufnahme des Shiprock-Felsens in New Mexico wurde sogar mit einer extremen Telebrennweite gearbeitet, um die Herbstbäume vorne zum Felsen im Hintergrund in Beziehung zu setzen. Der Abstand zu den Herbstbäumen musste dafür entsprechend groß gewählt warden
Weitwinkelobjektive betonen oder übersteigern den Vordergrund, was nicht immer wünschenswert ist. Auch befindet sich oft mehr Himmel im Bild, als man eigentlich möchte. Vermeiden lässt sich dies durch das Panoramaformat mit einem Seitenverhältnis ab 2:1. Panoramen entstehen entweder durch Bildausschnitte aus einer vorhandenen Aufnahme oder durch das „Stitching“ mehrerer, sich überlappender Teilbilder, die durch horizontales Verschwenken der Kamera entstanden sind.

Canon EOS 5D Mk II | 340 mm | ISO 100 | f/11| 1/40 s


Teleobjektiv

USA, New Mexico, Shiprock-Felsen: Die Bäume sollten zu dem Felsen in Beziehung gesetzt werden, auch wegen des effektvollen Farbkontrasts. Der Abstand zu den Bäumen wurde so weit vergrößert, dass sowohl der Vorderals auch der Hintergrund mit dem 340-mm-Objektiv scharf abgebildet werden konnten.

Canon EOS 5D Mk II | 24 mm TS | ISO 100 | f/13 | 1/100 s


Panorama

Panoramen mit Vordergrundmotiv sind nicht alltäglich. Für dieses Bild wurden drei Aufnahmen mit 24-mm-TS-Objektiv mit der PhotomergeFunktion von Photoshop zum Panorama kombiniert.

Siegfried Layda, Fotograf


KOMMENTAR

In der Landschaftsfotografie ist Flexibilität gefragt. Zugleich muss man beim Equipment auf das Gesamtgewicht achten. Als Basisset reicht oft schon eine Kamera mit Standardzoom (z.B. 24105mm/KB), ergänzt um ein Superweitwinkel (z.B. 15mm/KB). Ebenso wichtig sind Ersatzakkus und speicherkarten, Stativ, Fernauslöser (auch als SmartphoneApp), NDFilter, NDVerlaufsfilter, Regenschutzhülle, ZirkularPolfilter, Stirn und Taschenlampe. In felsigen Landschaften sind Knieschützer vorteilhaft, um möglichen Verletzungen vorzubeugen.


Fotos: Siegfried Layda (oder anders angegeben)

Fotos: Siegfried Layda (oder anders angegeben)