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Lass mich Dein Fels sein


Partner Hund - epaper ⋅ Ausgabe 9/2021 vom 04.08.2021

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Bildquelle: Partner Hund, Ausgabe 9/2021

Perdita Lübbe-Scheuermann

Sie ist eine der bekanntesten Hundetrainerinnen Deutschlands, leitet die Hundeakademie in Darmstadt und hält begehrte Seminare zum Thema „Mensch-Hund-Beziehung. Mehr Infos: www.hundeakademie.de

Beziehung und Vertrauen sind in meinen Augen das A und O im Zusammenleben zwischen Mensch und Hund, natürlich auch zwischen Mensch und Mensch, aber das ist ja heute nicht das Thema.

Wir reden viel von Beziehung, von Bindung und von Vertrauen – was ist eigentlich damit gemeint? Es gibt einen

Unterschied zwischen Beziehung und Bindung und dieser Unterschied wiederum wird von Kynologe zu Kynologe mannigfaltig definiert. Ich werde mal kurz meine Meinung kundtun:

Eine Beziehung ist zu vielen Gegenübern möglich, diese kann ich also zu so ziemlich jedem haben, dem ich begegne – dem Kollegen, dem Verkäufer, der Amtsveterinärin. Wende ich mich an diese, wenn ich ein ernsthaftes, persönliches ...

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... Problem habe? In der Regel nicht. Eine Beziehung kann auch negative Merkmale aufweisen, denken wir an Menschen, die jahrelang in Beziehungen mit beispielsweise Alkoholikern leben, oder um es auf den Hund zu übertragen: Wie viele Menschen leben mit ihren Hunden zusammen, ohne, dass auf deren Bedürfnisse eingegangen wird und dennoch ist es eine Beziehung – nur was für eine ... In guten Beziehungen läuft es recht unkompliziert. Sie sind entspannt, stressfrei und wohlwollend – das ist wünschenswert.

Eine besondere (Ver-)Bindung

Die Voraussetzung für eine soziale Bindung dagegen ist Exklusivität und setzt Beziehung und Vertrauen voraus. Habe ich eine Bindung zu meinem Gegenüber, dann bin ich zuverlässiger Ansprechpartner und gebe Sicherheit – vor allem auch in belastenden Momenten, bei Stress. Alleine die körperliche Nähe zu der Bindungsperson ist mit positiven Emotionen verbunden und hat Einfluss auf die Gesundheit, das allgemeine Wohlbefinden, auf die Lebensfreude und -energie. Das Bindungshormon Oxytocin lässt Herzen im positiven Sinne höherschlagen und bereichert das Leben ungemein.

Die sichere Bindung macht einige Hunde unabhängiger und mental stabiler, was aus dem Vertrauen in die Zuverlässigkeit des Bindungspartners resultiert. Mit einem solchen erstarkten Hund können manche Menschen allerdings schlecht umgehen. Wie Sie sehen: Keine Wirkung ohne Nebenwirkung. Ab jetzt werde ich von Bindung sprechen, wenn es um das unsichtbare, individuelle Band, das Sicherheit und Geborgenheit gibt, geht. Bei einer Bindung gibt es Gemeinsamkeiten und vor allem ist sie frei von „materiellen“ Einflüssen. Keks/Ball = Bindung – nein, das ist Augenwischerei.

Allerdings gibt es auch Hunde, die ihren Besitzer, zu dem sie eine enge Bindung haben, für Futter/Bälle stehen lassen. Das sagt erst einmal nichts darüber aus, dass da etwas im Argen liegt. Häufig ist das Vertrauensverhältnis so gut, dass der Hund um seinen Menschen weiß, und ebenso, dass dieser nicht ohne ihn von der Hundewiese heimfahren würde. Er nimmt den Keks/das Spieli einfach als Bonus mit – so sind Hunde.

Wenn ich meinen Hund jedoch nur über Kekse und Spielis von Dingen ablenken und ihn dadurch an etwas hindern, bzw. zu etwas veranlassen kann, dann gibt es meines Erachtens irgendwann eine Schieflage im „System“. Geht es doch um die Beziehung zwischen zwei Individuen und nicht darum, dass ich meinen Hund an Objekten vorbei„kekse“ – das sehe ich als Make-up auf grüne Pusteln geschmiert, denn so erreicht man nicht die Basis des Problems.

An dieser Stelle sei kurz erwähnt, dass Kekse, also Leckerlis, immer willkommen sind, um dem Hund Signale beizubringen, zum Beispiel Sitz, Platz und verschiedene Tricks, denn das erleichtert vieles. Sie sollten nur nicht als vermeintliches Kommunikationsmittel verwendet werden. Ich komme auch nicht heim, nur weil mein Mann mir Blumen auf den Tisch stellt. Bindung ist einfach mehr ...

Bindung braucht ein Fundament

Eine gute Bindung basiert nicht auf „Motivationsobjekten“, die allerdings den Einstieg erleichtern können, sondern auf einem festen Fundament der Verlässlichkeit, der Beständigkeit, der Sicherheit und Stabilität, des Respekts, der Fairness, des gemeinsamen Spaßes und Spiels, durch Schmusen, berechenbares Auftreten, Regeln und Rituale, damit der Hund weiß, woran er ist.

Eine tiefe, spürbare Verbundenheit von beiden Seiten ist ein Merkmal einer guten Bindung, der die Bedürfnisbefriedigung zugrunde liegt – was im übrigen für beide Seiten gilt. Auch Hunde erfüllen unsere Bedürfnisse, sonst hätten wir keine. Der Mensch sollte für den Hund und ebenso auch für den Menschen sinnhafte Handlungen vollbringen, sodass das Gegenüber weiß, dass Verlass auf seinen menschlichen Partner ist. Permanente Fehlentscheidungen fördern das Vertrauensverhältnis definitiv nicht. Es ist wünschenswert, dass der Hund eine bessere Bindung zu mir als zum Nachbarn hat.

Und auch hier gilt: Wenn sich mein Hund über den Nachbarn freut, weil dieser ständig Kekse reinfüttert oder einfach nur nett ist, dann nimmt er mit, was er bekommen kann, aber das hat nichts mit Bindung zum Nachbarn zu tun, hoffentlich nicht, denn ansonsten sollte man sich selber einmal reflektieren und überdenken, weshalb das so ist.

Vertrauen braucht Umsicht

Während ich hier schreibe, sind meine Hunde irgendwo um mich herum, mit offener Tür zum Garten, und ich ertappe mich dabei, nach dem Jüngsten Ausschau zu halten, weil ich ahne, dass er Unfug macht. Das kann er nur zu gut und als passionierter Jäger findet er in unserem Feriendomizil, wo es von Kaninchen nur so wimmelt, immer interessante Gerüche. Wollen wir Verhalten manifestieren – den Jäger noch gieriger auf Beute machen? Nein! Also bleibt ein Viertel Auge oder Ohr auf den kleinen, roten Kerl gerichtet, der es sich nur auf dem Liegestuhl für Menschen bequem gemacht hat und von dort den Überblick behält. Nein, das hat nichts mit mangelndem Vertrauen zu tun, denn wir kennen ja alle unsere Pappenheimer und wissen, wo ihre Sollbruchstellen sind. Ich vertraue fest darauf, dass der Lütte, wenn er kann und darf, Unsinn macht. Kurz gesagt: Ich vertraue darauf, dass ich meinem Hund nicht in allen Lebenslagen vertrauen kann, denn er ist ein Hund.

Vertrauen verleiht Flügel

Doch wie ist es beim Vertrauen des Hundes in den Menschen? Da geht es meiner Meinung nach darum, ob ein Hund sich auf einen verlässt, bzw. einzulassen versucht, vor allem in neuen und für ihn brenzligen Begebenheiten. Wird der Hund, der beim Tierarzt besorgt ist, dennoch darauf vertrauen, dass Sie ihn durch diese Situation führen? Wird er mit Ihnen über die enge, wackelige Brücke, die ihn gruselt, klettern, weil er an Sie glaubt?

Keine Sorge, Sie sind kein schlechter Hundehalter, wenn es in manchen Situationen nicht klappt, denn es spielt noch ein anderer, wichtiger Aspekt eine entscheidende Rolle: Wie groß ist sein „Urvertrauen“, hier gemeint das generelle „An-sich-selber-Glauben“.

Ist es ein Hund, der große Schwierigkeiten mit dem Leben an sich hat, mit Umweltreizen, neuen Untergründen oder mit In-die-Tiefe-Schauen, dann kann ein Hund noch so sehr vertrauen und trotzdem muss es nicht unbedingt klappen, dass er mit Ihnen über die Brücke geht. Schön wäre es dann allerdings, wenn er anzeigt, dass er wollen würde oder sich von seinem Menschen tragen ließe. Ebenso braucht sich niemand auf die Schulter zu klopfen, dessen Hund beim ersten Mal völlig wagemutig eine Hürde überwindet, wenn dieser ohnehin schon cool ist und ihm das überhaupt nichts ausmacht.

Auch jene, deren Hunde durch den sprichwörtlich brennenden Reifen springen, muss man nicht immer bewundern. Manchmal hängt da eine große Menge Kadavergehorsam dran. Denn so klug ist es nicht, wenn man Dinge ausführt, die ins Verderben führen können, wie beispielsweise der Sprung über die Mauer, ohne zu wissen, was einen auf der anderen Seite erwartet. Man sollte, auch als Hund, nicht alles willenlos ausführen, was der andere wünscht, denn dann ist es irgendwann dämlich. Zudem würde niemand, der eine gute Beziehung hegt, Dinge fordern, die gefährlich sind. Es ist schon ein bissl diffizil. Was man bei all dem nicht vergessen darf, ist der individuelle Hundetypus. Seien Sie nicht traurig, wenn Ihr Hund nicht so eng an Sie gebunden ist wie der beziehungsorientiertere Ihrer Freundin. Irgendwie sind Hunde auch nur Menschen und so gibt es die, die es in die Wiege gelegt bekommen haben, und jene, die mehr Freiraum brauchen. Eines haben sowohl Hund als auch Mensch gemein: Wir sind soziale Lebewesen und mit Bindungsbereitschaft geboren.

Vertrauen muss man verdienen

Vertrauen entsteht und wächst – oder eben auch nicht. Bin ich kompetent als Mensch aus Sicht des Hundes, dann wird er mir mehr und mehr vertrauen, denn er weiß, dass auf mich Verlass ist und ich Dinge regeln kann. Ich werde meinen Vierbeiner möglichst nicht in Situationen führen, die ihm das Leben schwermachen, ich werde ihn nicht alleine lassen oder überfordern. Ich werde nicht zulassen, dass er auf der Hundewiese von anderen „verprügelt“ wird oder er bei Hundebegegnungen ständig in die Zuständigkeit muss, um Dinge – aus seiner Sicht – für uns beide zu klären. Das ist nicht sein Job.

Auch einen Hund aus der Hand zu geben, damit der Trainer mal zeigen kann „wie’s richtig geht“ ist nicht sehr förderlich für das Vertrauensverhältnis, denn in dem Moment überlässt man ihn sich selbst und stellt sich als Bindungsperson in die „zweite Reihe“. Natürlich können Hunde das wegstecken – die Frage ist nur, ob sie es müssen. Meine definitiv nicht! Vertrauen ist ein zartes Pflänzchen, das zu gießen sich lohnt, damit es irgendwann einmal eine prachtvolle Blume wird.

Wie baue ich eine Bindung auf?

Bindungsaufbau ist im Grunde gar nicht so schwer: Seien Sie Vorbild, seien Sie klar und strukturiert, wohlwollend und authentisch. Muten Sie sich nichts zu, was Ihnen Ihr Bauchgefühl untersagt, oder jemand Ihnen von außen aufoktroyieren will. Rumgeschleime und permanente Zukekserei führen nicht unbedingt zur Akzeptanz und zum Trostsuchen in schwierigen Situationen, auch, wenn wir am liebsten nur nett zu unserem Hund wären. An wem orientiert man sich denn, wenn man Sorgen hat, nicht weiter weiß? Genau, an dem, der einen Plan hat, der meist Lösungen finden kann, der Sorge dafür trägt, dass die Bedürfnisse gesehen und erfüllt werden und das eben auch mit einhergehenden Grenzen – so positiv wie möglich, so negativ wie nötig. Natürlich wird man auch keine Bindung durch permanenten Druck und Meckerei aufbauen können, das führt zu Unwohlsein und bringt Beklemmungen mit sich. Wer will das schon, herrschsüchtige Gegenüber? Hunde und Menschen wollen verlässliche Partner an ihrer Seite, die wohlwollend Grenzen setzen und kompetente Vorbilder sind.

Zum mutigen Vorbild werden

Machen Sie sich zum Helden, zur Heldin, indem Sie Ihren Hund an Dinge heranführen, die er mit ein wenig Sorge betrachtet. Zeigen Sie ihm, wie cool Sie damit umgehen, indem Sie das unheimliche Etwas anfassen und bestaunen, ohne dabei den Hund heranholen zu wollen. Sie kümmern sich um das Objekt des Argwohns und Ihr Hund lernt, dass er Ihnen vertrauen kann, wenn er Ihnen folgt. So sind Sie für ihn ein großartiges, mutiges Vorbild und am Ende haben Sie gemeinsam eine Schwierigkeit gemeistert. Das wiederum macht stolz und glücklich, bringt letztendlich Glanz in die Augen beider, was ich als hehres Ziel erachte, und das am besten mehrmals täglich.

Auch gemeinsame Aktivitäten, wie Apportiertraining, Tricks beibringen, Trailen etc. sind bindungsfördernd, wenn man es sportlich, im Sinne von nicht bierernst, sieht und gemeinsam Freude am Tun hat. Schmusen – unbezahlbar. Einen Hund so zu streicheln, dass er mehr davon haben mag, ist der einfachste Weg, um die Bindung zu fördern – allerdings allein das reicht nicht aus. Auch in Hunde-, Menschen-, Reiter-Begegnungen etc. stehen Sie vor Ihrem Hund, denn Sie kümmern sich um die Gefahrenabwehr und sorgen dafür, dass Ihrer „Brut“ nichts passiert. Grüßen Sie entspannt, damit Bello mitbekommt, dass keine Gefahr von dem Gegenüber ausgeht. Sie sind Herr der Lage. Mit Komparsen lässt sich so etwas sehr einfach üben. Bitten Sie Freunde oder Bekannte, Sie beim Training zu unterstützen. Je besser man sein Gegenüber kennt und die Vorhersagbarkeit seines Verhaltens, desto wertvoller wird man als Bindungspartner.

Vertrauen in den anderen ist eine Grundvoraussetzung, um eine stabile Bindung zu haben. Zu wissen, dass der andere für einen da ist, komme was wolle, gibt dem Miteinander eine feste Basis. Das Vertrauen von Hunden in ihre Menschen wächst, wenn wir sie schützen, dort, wo es nötig ist, und ermutigen, wo sie sich selbst zu wenig zutrauen.

Seien Sie ein verlässlicher Partner

Hunde irritiert es, wenn keine klare Linie gefahren wird und mal hü, mal hott gilt. Wenn wir den einen Tag zehn Mal rufen und es reicht uns, wenn der Hund beim elften Mal gelaufen kommt, dann ist es für unseren Vierbeiner nicht nachvollziehbar, weshalb es am nächsten Tag Ärger gibt, wenn er nach einmaligem Rufen nicht auf dem Absatz kehrt in unsere Richtung macht.

Stolpern wir mal über unseren Hund und lächeln drüber, ist es unfair, ein andermal zu meckern. Verlässlichkeit zeigt sich unter anderem auch dadurch, dass ein klarer Rahmen vorgegeben wird, was der Hund darf und wo es Grenzen gibt. Gerade Letztere sind so wichtig für Hunde, denn diese geben ihm Halt und eine Struktur. Dennoch kann ich auch mal Dinge erlauben, die ich normalerweise untersage – wenn die Basis stimmt.

Ein entscheidender Faktor ist zudem, darum zu wissen, dass der andere da ist und an einen glaubt – jeden Tag aufs Neue. Nicht mal mehr und mal weniger. Und schon gar nicht in Abhängigkeit zu etwas. Wer einen Hund lieber mag und mehr zu ihm steht, wenn er sich den menschlichen Erwartungen entsprechend benimmt, der hat nicht verstanden, was eine sichere Bindung beinhaltet. Ein grundsätzliches Wohlwollen im Umgang mit dem Hund und im Herzen ist unerlässlich. Man mag sein Gegenüber nicht nur, man zeigt es ihm auch regelmäßig aufs Neue. Das nimmt Stress und gibt stattdessen Geborgenheit und Sicherheit. Der souveräne Mensch, der als Fels in der Brandung steht, ist das, was Hunde überzeugt.

Wie sieht es bei Ihnen aus?

▷ Vertraut Ihr Hund Ihnen? Sie ihm?

▷ Wie ist die Beziehung/Bindung von Ihrem Hund zu Ihnen – sind Sie ein wichtiger Part in seinem Leben? Und anders herum, von Ihnen zu Ihrem Hund?

▷ Bin ich aus Hundesicht zuverlässig und kompetent?

▷ Hält sich mein Hund gern in meiner Nähe auf?

▷ Bekomme ich Glanz in seine Augen auch ohne Ball (als Synonym für alles Glanz in die Augen ihrer Hunde zu bringen, ist Perdita Lübbes Ziel Werfbare) oder Kekse?

▷ Bin ich fair, bin ich respektvoll, bin ich souverän? Bin ich verbindlich?

▷ Wer führt, wenn es drauf ankommt? Diese Liste läßt sich beliebig erweitern und ich freue mich im Namen unserer Hunde, wenn wir uns darüber Gedanken machen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ganz viel Freude und beidseitigen Glanz in den Augen. Hunde sind einfach wunderbar!

PERDITA LÜBBE-SCHEUERMANN