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LÉA SEYDOUX: ICH MÖCHTE N ICH T ZU R NICHT ZUR GESCH Ä FTSFR AU WERDEN!


Jolie - epaper ⋅ Ausgabe 8/2019 vom 05.07.2019

Ihre Filme sollen für sich sprechen, findet Léa Seydoux. PR-Stunts, Eigenwerbung und Social Media nerven sie. Mit uns sprach die Französin trotzdem …


ENTERTAINMENT

Artikelbild für den Artikel "LÉA SEYDOUX: ICH MÖCHTE N ICH T ZU R NICHT ZUR GESCH Ä FTSFR AU WERDEN!" aus der Ausgabe 8/2019 von Jolie. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Jolie, Ausgabe 8/2019

Das russische U-Boot „Kursk” sinkt nach der Explosion eines Torpedos auf den Meeresboden. Die Angehörigen der dem Tod geweihten Matrosen, darunter Tanya (Léa Seydoux), kämpfen für ihre Rettung. Doch der Sowjetstaat verweigert internationale Hilfsaktionen … „Kursk”, ab 11.7. im Kino

Sie hat diese Grandezza, als wäre sie ein Stummfilmstar aus den 20er- Jahren. Und man wundert sich ...

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... nicht, wenn Léa Seydoux sagt, sie hasse alles Moderne. Zu Hause hat die 34-Jährige, die als Bondgirl berühmt wurde, weder einen Fernseher noch einen Internetanschluss, den Führerschein hat sie auch nicht gemacht. Muss man da noch fragen, was sie von Instagram hält? Ach, wir versuchen es mal …

Anders als die meisten Hollywoodstars findet man Dich nicht bei Instagram. Warum nicht?
Léa Seydoux: Mir kommt es so vor, als müsste man als Schauspielerin heute immer mehr zur Geschäftsfrau werden und die eigene Marke pflegen. Darauf habe ich keine Lust, das sehe ich nicht als meinen Job. Ich hatte mal einen Instagram-Account, aber ich finde es dort furchtbar, also habe ich mich wieder abgemeldet.

Was genau stört Dich an Instagram & Co.? Ich möchte mich einfach nicht wie ein Produkt fühlen. Oder wie eine Verkäuferin, die über Hashtags alles Mögliche an den Mann bringen muss. Ich lasse mich gerne mal für eine Werbekampagne engagieren oder in toller Mode fotografieren. Aber das dann auch noch alles selbst promoten zu müssen ist irgendwie nicht meine Aufgabe. Außerdem langweilt es mich, dass alle meine amerikanischen Kolleginnen online scheinbar immer auf die gleiche Weise an ihrem Image arbeiten müssen: politisch sein, aber bloß auch politisch korrekt und das Richtige sagen. Mich langweilt das alles sehr. Und daran, mein Privatleben öffentlich auszustellen, bin ich erst recht nicht interessiert.

Dass Du Mutter geworden bist, ließ sich aber schwer verstecken. Wie hat die Mutterschaft Dich verändert?
In gewisser Weise bin ich sicherlich stärker geworden. Ich bin seit der Geburt meines Sohnes dickhäutiger geworden und auch als Schauspielerin irgendwie beflügelt und mutiger. Plötzlich für so ein kleines Wesen verantwortlich zu sein ist eine ganz neue, bemerkenswerte Erfahrung, die an niemandem spurlos vorbeigeht.

„Kursk – Niemand hat eine Ewigkeit” war für Dich der erste Film nach der Geburt Deines Sohnes George, nicht wahr?
Das stimmt. Als ich den Regisseur Thomas Vinterberg kennenlernte, war ich sogar noch schwanger, und offenbar kam ihm deswegen die Idee, dass ich im Film nicht nur einen Sohn haben, sondern auch schwanger sein sollte. Während der Dreharbeiten stillte ich noch, und irgendwie sprach mich als frischgebackene Mutter diese Rolle noch mehr an als ohnehin.

Der Film handelt von einem tragischen U-Boot-Unglück, bei dem 2000 Dutzende russische Seeleute starben, nachdem die Regierung internationale Hilfe zunächst verweigerte. Erinnerst Du Dich an den Fall?
Bevor ich das Drehbuch las, wusste ich ehrlich gesagt kaum etwas über diese Geschichte. Als sie sich ereignete, war ich 15 Jahre alt und politisch nicht allzu interessiert. Ich glaube nicht, dass ich über die Nachrichten damals viel mitbekommen habe. Aber umso mehr hat mich der Fall jetzt bewegt, und ich finde es für die Toten, aber auch ihre Angehörigen wichtig, dass man von ihrem Schicksal und ihrer Wut erzählt.

Rote Lippen trägt Léa Seydoux nur auf dem roten Teppich – und bei Dates mit Männern, die sie definitiv nicht küssen will