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LEBENSMITTEL VS. NAHRUNGSMITTEL


Clean Food Oh Lala & So Lala - epaper ⋅ Ausgabe 1/2019 vom 19.08.2019

NAHRUNGSMITTEL HALTEN UNS AM LEBEN LEBENSMITTEL HALTEN UNS LEBENDIG!


Artikelbild für den Artikel "LEBENSMITTEL VS. NAHRUNGSMITTEL" aus der Ausgabe 1/2019 von Clean Food Oh Lala & So Lala. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Clean Food Oh Lala & So Lala, Ausgabe 1/2019

Was sollen wir denn nun einkaufen?

Wir haben Zugang zu Nahrungsmitteln im absoluten Überfluss. Der Zugriffauf Lebensmittel wird allerdings immer schwieriger. Aber wo liegt der Unterschied zwischen Lebens- und Nahrungsmitteln?

Grob gesagt sind Lebensmittel, wie der Begriff es schon beinhaltet, „lebendige Nahrung“. Sie haben noch einen Stoffwechsel. Sie sind lebendig an Vitalstoffen und können noch sprossen und keimen. Sie enthalten die für uns so wichtigen Stoffe wie Vitamine zum Beispiel das Vitamin C, alle B-Vitamine, aber auch die ...

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... fettlöslichen Vitamine A, D, E und K. Außerdem enthalten sie Enzyme, Spurenelemente, Mineral-, Aroma- und Faserstoffe sowie ungesättigte Fettsäuren. Alle diese Vitalstoffe haben ganz spezifische Aufgaben. Mangelt es nur an einem dieser Nährstoffe, kann das schon zu Stoffwechselstörungen führen, auf die ich später noch näher eingehe. Vitalstoffe sind für unsere Gesundheit und Vitalität elementar wichtig.

Nahrungsmittel sind wiederum keine „lebendige Nahrung“ mehr. Sie sind durch Verarbeitungsprozesse wie z. B. das Erhitzen und Konservieren zur längeren Haltbarkeit unlebendig gemacht worden. Durch diesen Vorgang verlieren die eigentlichen Lebensmittel an Nährstoffqualität und erleiden für unsere Ernährung einen enormen Wertverlust. Nahrungsmittel haben keinen eigenen Stoffwechsel mehr.

Von diesem Unterschied zu wissen ist sehr wichtig, damit wir unseren Ernährungsplan dementsprechend gestalten können.

Man könnte sagen, wir durch die Menge an Essen überfüttert sind, aber durch die schlechte Qualität des Essens, welches wir uns zuführen, unzureichend mit Nährstoffen versorgt sind. Hier wäre es sehr zu empfehlen, wieder ein ausgewogenes Gleichgewicht auf den Teller zu bekommen. Und das geht ganz einfach durch selber kochen – simpel, frisch und hausgemacht!

Trotz eines Überangebots an Nahrungsmitteln und unzähliger Foodtrends sind wir mit einer einfachen, ausgewogenen und gesunden Ernährung überfordert. Wir sind verloren in einem Dschungel von Angeboten wie nie zuvor. Fakt ist: Wir werden durch die Art und Weise unserer heutigen Ernährung nicht gesünder. Die sogenannten „Wohlstandskrankheiten“ überrollen uns.

Passivität und Bequemlichkeit spielen hier eine große Rolle. Das daraus resultierende Übergewicht oder Adipositas sind oft nur der Anfang. Was folgt sind Diabetes Typ 2, Erkrankungen des Herzens und der Herzkranzgefäße, Fettleber, Fettstoffwechselstörungen, Darmerkrankungen, Allergien, Nierenschäden, rheumatische Leiden bis hin zu Krebserkrankungen. Viele von uns sind sich der Dramatik um die rasche Zunahme dieser Erkrankungen bewusst. Doch darüber, dass die Hauptursache unserer heutigen Zivilisationskrankheiten in einer falsche Ernährung liegt, redet man immer noch hinter vorgehaltener Hand. Man konnte sogar nachweisen, dass eine Vielzahl psychischer Störungen und Leiden bis hin zu Depressionen im Zusammenhang mit einer falschen Ernährungsweise stehen.

Was sind

Volkskrankheiten?

Das sind Erkrankungen, von denen eine große Zahl von Menschen betroffen ist, es sind also Krankheiten, die besonders häufig auftreten. Und auch hier sehen wir wieder, wie sich Situationen und Umstände im Laufe der Zeit ändern.

In der Zeit vor der großen Industrialisierung zählten hauptsächlich Erkrankungen, die durch Mangelernährung, z. B. verursacht durch Hungersnöte, entstanden sind, zu den Volkskrankheiten. Aufgrund dessen kam es zu einer Schwächung des Immunsystems. Hinzu kam fehlende Hygiene. Aufgrund des geschwächten Immunsystems starben die Menschen meist Infektionskrankheiten. Diese Erkrankungen haben wir heute zumindest größtenteils im Griff. Traurigerweise spielen sie aber in Ländern der dritten Welt immer noch eine große Rolle

Was sind

Zivilisationskrankheiten?

Das sind Erkrankungen, die von Lebensverhältnissen, Verhaltensweisen und Umweltfaktoren abhängen können. Beispiele sind Karies, Allergien, Essstörungen, Hauterkrankungen und auch spezielle Krebsarten wie Lungen- oder Darmkrebs. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen ist ein renommiertes Gremium wissenschaftlicher Politikberatung im deutschen Gesundheitswesen und publiziert Gutachten mit Analysen und Reformvorschlägen. In einem seiner Gutachten wurde darauf hingewiesen, dass die Medizin heutzutage nur noch einen begrenzten Einfluss auf die Bevölkerungsgesundheit hat, da die Hauptfaktoren, die unsere heutigen Zivilisationskrankheiten verursachen, auch durch die beste medizinische Versorgung nicht beseitigt werden können.

Die Hauptfaktoren sind:
*Anhaltender Dauerstress
*Ungesunde Ernährungsweise
*Bewegungsmangel
*Rauchen
*Alkohol

Fast Food ist „zu schnell“ für das Sättigungsgefühl – der Hunger wird quasi während des Essens überholt.


Fast food

Fast Food und wie es uns verändert

Am 4. Dezember 1971 öffnete das erste deutsche McDonalds-Restaurant in München seine Türen und in den letzten 38 Jahren kamen satte 1.470 weitere dazu. Aber nicht nur das, seit 1976 gesellen sich noch hunderte von Burger King-, Kentucky Fried Chicken-, Pizza Hut-, Subway- und diverse andere Fast Food-Filialen hinzu, die stets fast rund um die Uhr zu unserer Verfügung stehen. Burger, Pommes, Pizza oder Currywurst – wer kann da schon widerstehen?

Ja, es ist schon wirklich bedauerlich, dass diese Gerichte so ungesund sind. Ich möchte aber kurz betonen, dass es kein Weltuntergang ist, wenn man der Versuchung ab und zu mal nicht widerstehen kann. Schwierig wird es erst dann, wenn diese Ernährungsweise überhand nimmt und zum Alltag wird. Unglücklicherweise fällt es gerade den Menschen, die häufig Fast Food zu sich nehmen, besonders schwer, sich geschmacklich wieder auf eine gesündere Ernährungsweise umzustellen. Denn unsere Geschmacksknospen werden sehr schnell auf diese Aromen gedrillt und programmiert. Aber keine Angst, es ist möglich, dieser Prägung des Geschmacksempfindens gegenzusteuern. Es ist allerdings wie ein „kleiner Entzug“. Für Kinder ist das meistens besonders schwierig, denn ihr Geschmacksempfinden ist von klein auf geprägt und oft verdorben, da das Gehirn lernt, dass gutes Essen wie Fast Food schmeckt. Natürliche Speisen erscheinen den Kindern dann oft als ungenießbar.

Ich habe die Jahreszahlen der ersten Fast- Food-Restaurants erwähnt, weil ich mich erinnern wollte, wann ich das erste Mal dort gegessen habe.

Es war Anfang der Achtziger, ich war ungefähr 15 Jahre alt und fand es selbstverständlich toll. Unsere Kinder hingegen kommen heute schon viel früher mit Fast Food an jeder Ecke in Kontakt und sind dementsprechend „infiziert“. Wir sollten wirklich etwas ändern, gerade, wenn wir uns nochmal vor Augen führen, dass jedes siebte Kind in Deutschland zu dick oder sogar fettleibig ist. In der Kindheit wird ganz klar das Fundament für Übergewicht gelegt. Bei den Erwachsenen in Deutschland ist mehr als die Hälfte übergewichtig und ein Viertel davon sogar krankhaft übergewichtig, also adipös.

Wer mich kennt, weiß, dass ich kein Moralapostel bin. Es geht hier nicht um ein Schönheitsideal, ob der Pullover locker sitzt und auch die Hose ja nicht zwickt. Jeder soll sich so schön finden, wie er mag.

Mir geht es vielmehr um die langfristigen, gesundheitlichen Konsequenzen und Spätfolgen, die mit unserem heutigen Lebensstil verbunden sind.

Fast Food hört sich eigentlich nach einer guten Idee an. Zeitsparend und fast immer im Super-Sonderangebot! Es hat unsere Art der Ernährung und auch uns total verändert!

Der Anglizismus „Fast Food“ bedeutet „schnelle Nahrung“. Entwickelt wurde dieser Trend, um Speisen in kürzester Zeit auf den Tisch zu bringen.

Es ist für die massenbetriebliche und standardisierte Gastronomie ein ablaufsicheres Geschäft. Bei der Nahrungszubereitung und Darreichungsform steht bei diesem System die Rationalität und Funktionalität im Vordergrund. Auf eine traditionelle Esskultur wird hier weitgehend verzichtet. Die Zeitspanne zwischen Bestellung, Zahlungsabwicklung, Fertigstellung des Produktes und der Übergabe an den Kunden beträgt meist weniger als zehn Minuten. Fast Food begegnet uns aber nicht nur in den genannten großen Schnellrestaurants, sondern ist mittlerweile in vielen kleinen Cafés, Bars, Restaurants und Bäckereien allgegenwärtig. Hier wird dadurch viel Arbeits- und Vorbereitungszeit eingespart. Es wird immer schwerer, den Verlockungen zu widerstehen. Zusätzlich wird uns mittels Werbekampagnen mit Fotos und Slogans gerne das Gefühl vermittelt, das alles frisch, saftig und hausgemacht zubereitet wurde.

Jetzt zum wichtigsten Aspekt:

Was macht Fast Food mit uns?

Wer sich negativ über diese Art der Speisenform äußert, bezeichnet sie auch als Junkfood. Sie enthält fast keine Ballast- und Nährstoffe. Die Scheibe Tomate, das Salatblatt oder das Stück Gurke reichen nicht annähernd aus, um unseren täglichen Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen zu decken. Zudem ist der Name Fast Food in zweierlei Hinsicht Programm: Dieses Essen ist nicht nur sehr schnell verfügbar, sondern wird auch schnell verzehrt. Denn wir müssen nicht viel kauen und da wir meistens auch noch ohne Messer und Gabel mampfen, ist alles in Windeseile verspeist. Klar, es soll ja schnell gehen, aber bei diesem Tempo kommt unser Gehirn gar nicht hinterher. Es braucht ca. 20 Minuten, um das Signal zu empfangen, dass wir satt sind. Hier wird der Hunger während des Essens überholt und man isst weit über das Sättigungsgefühl hinaus. Zudem schmeckt es dank hohen Anteilenvon Fett, Zucker, Salz und Geschmacksverstärkern auch zu gut. Fett ist ein Geschmacksträger und leitet ein, dass sich die Geschmacksknospen auf der Zunge, der Mundschleimhaut und dem Gaumen öffnen. Genauso reagieren die Sensoren auf weitere Geschmacksverstärker wie Glutamate. Diese sind keine Gewürze, sondern chemische Substanzen, die in unserem Gehirn ein künstliches Hungergefühl auslösen. Dadurch befinden wir uns in einem Teufelskreis, denn wir bekommen während des Essens noch mehr Appetit. Aber es geht weiter, der hohe Zuckeranteil in unserer leckeren Fast- Food-Portion sorgt für einen schnellen Anstieg des Blutzuckerspiegels und unser Körper schüttet Insulin aus. Es ist das Hormon, das den Blutzuckerspiegel reguliert. Dieser Insulinspiegel sollte weder zu hoch, noch zu niedrig sein. Die zuckerhaltige Mahlzeit sorgt für die Ausschüttung einer großen Menge Insulin. So schnell der Blutzuckerspiegel nach der Fast Food-Mahlzeit ansteigt, so schnell rauscht er auf die gewaltige Menge Insulin hin wieder ab, möglicherweise sogar noch tiefer, als vor der Mahlzeit. Daraus resultierend bekommen wir Heißhungerattacken und essen ziemlich wahrscheinlich sofort weiter.

Was soll man noch weiter zu dieser Art der schnell zubereiteten, industriell verarbeiteten „Nahrung“ sagen?

Nun gut, etwas würde mir schon noch einfallen: Wenn man sich hauptsächlich von Fast Food ernährt, bleibt die wichtige Nährstoffversorgung auf der Strecke. Die Symptome, die dadurch auftreten können, sind vielseitig: Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Abgeschlagenheit, Schlappheit und Kopfschmerzen. Außerdem werden durch die Menge an enthaltenem Zucker unsere Zähne angegriffen, unsere Verdauung wird durch die fehlenden Ballaststoffe träge und die mögliche Gewichtszunahme wirkt sich negativ auf unsere Gesundheit aus. So, jetzt habe ich das mal auf den Punkt gebracht. Aber für alle, die meinen, nicht darauf verzichten zu können, hier die gute Nachricht – ab und zu mal Fast Food essen ist okay. Aber nun die noch bessere Nachricht:

Wenn Sie erstmal mit einer Ernährungsumstellung auf Clean Food angefangen haben, dann wird ihnen der Spaß an Fast Food früher oder später sowieso vergehen.